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Jens der Heizer

Beitragvon Jens der Heizer » 21.04.2006 11:31 Uhr

Ich habe aus der Bücherei ein Buch von Alfred Eisenschink gelesen.
Er erklärt das die Kosten für dicke Dämmung, Wärmeisolierverglasung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und so weiter sich erst in 30 bis 40 Jahren rechnen, also dann wenn die Teile eh zu alt sind. Zudem leidet die Wohnqualität an der Luftdichtheit und die Gebäudesubstanz an der Schimmelbildung. Dazu kommt das enorm viel Energie aufgebracht wird um wenig Energie zu verbrauchen.

Meine Frage deshalb: Was rechnet sich in wieviel Jahren, schade ich mir und dem Gebäude damit?

Ist es besser richtig massiv und solide zu bauen,Technik zu reduzieren, diffusionsoffen zu bleiben und mit Gas und Holz zu heizen.

machtnix

Beitragvon machtnix » 21.04.2006 13:32 Uhr

Ja ja der Eisenschink.
Am besten du kaufst dir ein Zelt wie die Indianer,machst in der Mitte eine schöne Feuerstelle.Dann hast du es wunderbar warm wenn du dich nah genug dranhockst.Kannst sogar mit deiner Heizung gleichzeitig kochen,na das ist doch schon mal was.Wenn du dann noch auf beiden Seiten die Zeltvorhänge aufmachst,hast du sogar noch eine kontrollierte Lüftung.
Ich glaube noch günstiger geht es nicht.
Bau dein Zelt in der Nähe eines Flusses,Vorsicht Hochwasser!,so kannst du dich kostenlos waschen.
Du mußt dann nur noch in den Wald gehen und Holz holen.


Na ich muß schon sagen,es gibt KfW 60 und KfW 40 Häuser,Passivhäuser,alles um Energie zu sparen.Ist doch logisch das man zuerst mal investieren muß um sparen zu können.

Ich fasse es nicht.
Heinz
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Beitragvon Heinz » 08.05.2006 19:06 Uhr

Hallo Jens,

auch wenn Herr Eisenschink hier von manschem verunglimpft wird, er ist ein Praktiker.
Strahlungsheizungen werden übrigens von der Ärzteschaft befürwortet.
Der alte Mann hat noch einen Internetseite. Für den Nicht-Ideologen lesenswert: http://www.sancal.de/

Informationen sollte man sich von überall holen. Diese zu verarbeiten, liegt bei jedem selber. Dafür genießen wir ja eine Schulbildung.

Mfg
Heinz
Gast

Beitragvon Gast » 30.05.2006 21:07 Uhr

Jens der Heizer hat geschrieben:Er erklärt das die Kosten für dicke Dämmung, Wärmeisolierverglasung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und so weiter sich erst in 30 bis 40 Jahren rechnen, also dann wenn die Teile eh zu alt sind.

Bei einem Ölpreis von 20-30 Cent mag das stimmen. Bei den aktuell 60-70 Cent + Steigerungsraten von 10-30% pro Jahr schaut die Rechnung schon anders aus.

Jens der Heizer hat geschrieben:Zudem leidet die Wohnqualität an der Luftdichtheit und die Gebäudesubstanz an der Schimmelbildung.

Dazu kann man sich ja eine zentrale Wohnraumlüftung einbauen oder einfach nur regelmäßig (im Winter wichtig) richtig Lüften. Ich weiß nicht ob das Wohnklima besser ist wenn es permanent von den Fenstern her zieht. Und Schimmelbildung kommt nicht davon das ein Haus "dicht" ist sondern das es Stellen gibt an denen sich Feuchte sammelt und ein idealer Boden für Schimmel darstellt. Das kann aber bei alten und neuen Gebäuten der Fall sein.

Jens der Heizer hat geschrieben:Dazu kommt das enorm viel Energie aufgebracht wird um wenig Energie zu verbrauchen.

Es wird Energie aufgebraucht. Aber wenn diese Energie schon nach 1-2 durch die Heizung eingespart wird ist doch wohl sehr zu empfehlen.
Gast

Beitragvon Gast » 20.06.2006 14:25 Uhr

Hallo zusammen,

danke für die Tipps.
Der Gast der mir ein Indianerzelt empfohlen hat verwechselt sicher Alfred Eisenschink mit Rüdiger Nehberg. Macht aber nichts, niemand ist perfekt.
Ringsletter und Eisenschink leben beide nicht im Zelt, am offenen Feuer und holen ihr trinken auch nicht aus dem Bach.

Da ich noch jung bin und eigentlich nur einmal im Leben zu bauen gedenke möchte ich keine gravierenden Fehler machen. Ich glaube es stimmt wenn man nicht alles kritiklos kauft was es auf dem Markt gibt, zumal man beim Häuserbauen sehr lange leben muß. Ich habe gelernt das unsere Vorfahren auch versucht haben Niedrigenergiehäuser zu bauen, weil Brennholz zwar billig war aber sehr arbeitsintensiv, ohne Kettersäge und Hydralikspalter! Warum soll ich nicht altbewährtes mit modernen Techniken verbinden? Aber warum soll ich mir eine große Thermoskanne bauen, in der ich den Deckel offen lassen muß damit ich nicht ersticke? Ach ja, es gibt ja eine Zwangslüftung oder heißt das jetzt Warmluftrückgewinnungsanlage... wie warm ist den meine Luft noch wenn ich auf Heizkörper verzichte und auf Strahlungswärme setzte. Oder auch eine Idee, ich bau mir einen Schornstein mit einem Luftzug ein. Die darin befindliche Luft wird etwas vom warmen Rauchgaszug vorgewärmt und damit sie runter geht und nicht hoch baue ich einen 10 Watt Lüfter ein. Die Feuchtigkeit geht über mein Mauerwerk nach drausen, Zugerscheinungen durch die Fenter kriege nur wenn ich wie der Name schon sagt, einen Zug herstelle, oder drausen der Wind durch seine Blas-Sogwirkung mir diagonal durchs Haus bläst, aber da habe ich auch eine Idee: Ich mach die Zimmertüre zu!

Das man investiert, bevor man spart ist mir auch klar, als Handwerksmeister habe ich auch gelernt das man sein Geld verzinsen kann anstatt es falsch zu verheizen. Beispiel Lüftungsanlage: Für 10000 €
bekomme ich 154 Ster Holz zu je 65 €, bei 5 Ster im Jahr halte ich es 33 Jahre aus!

Gruß Jens der Heizer!
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Beitragvon rap » 04.07.2006 11:46 Uhr

Mein Bruder hat sein Passivhaus fast fertiggestellt.

Von so einer Lebensqualität können andere speziell im Winter nur träumen.
Die Luftwechselrate ist wesentlich höher als in normalen Häusern oder wer macht sein Fenster im Winter regelmäßig mal auf?
Schimmel? Kein Gedanke daran.

Ist sein erstes Haus und er rechnet mit Mehrkosten von ca 15%.
Brennstoffbedarf maximal 2 m^3 Holz wenn im Winter die Sonne längere Zeit nicht scheint. Ca 200m^2 Nutzfläche.
Die Wärme kommt aus senkrecht in die Fassade integrierten Vakuumsolarzellen, die Holzverbrennungswärme (eher selten) wird vom Holzvergaserofen direkt in die Wärmespeicher geladen.

Bei einem Wohnblock dürften die Zusatzkosten wohl eher gegen 0 gehen da verhältnismäßig wenig Außenisolation erforderlich ist und zB große Wärmespeicher spezifisch billiger sind als kleine.

Er hat ein Patent entwickelt für bessere und billigere Fassadenträger die eigentlich nur aus Holzfaser und ein paar Nylongewindestangen bestehen. zwischen Porotonmauer und Fasade hängen ja noch 26cm Holzfasern ;) als Isolation.

Die nächste Idee ist die innen Porotonwände durch in die Träger integriertes Fachwerk zu ersetzen.
Das hieße eine Sandwichwand bestehend aus einer Innen- und Außenholzplatte dazwischen das tragenden Fachwerk mit der Holzisolation (zB Gutex).
Das ganze als Fertighaus konzipiert sollte billiger als normale Häuser werden, die Energie für die Herstellung ist minimal und es gibt keine Heizkosten. Bei super Wohnqualität!

Egal wie man baut jeder € Isolierung spart 2 bei der Heizung (Zitat eines Ex-Profs von mir).
Wie lange gibt es wohl noch Öl? Vielleicht ist das Verhältnis ja noch höher?

rap


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Beitragvon SLB » 09.07.2006 16:21 Uhr

dann als Alternative etwas andere Lektüre:

http://www.hausderzukunft.at/publikationen.htm

Hab den Eisenschink auch gelesen. Es ist kein Nachteil seine Meinung zu kennen. Auch Fischer ist interessant. Zur eigenen Meinungsbildung trägt sowas positiv bei.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Thomas Heufers » 21.07.2006 14:58 Uhr

Hallo!

Neben den niedrigen Bau- und Investitionskosten sind die laufenden Betriebskosten sehr interessant, siehe die aktuellen Verbrauchswerte:
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch.html
http://www.energie-effizientes-haus.de/Bauhistorie.pdf


Die vorgenannten Verbrauchswerte sind die beste ökologische und ökonomische Alternative, platz- und energiesparend mit bewährter Standardtechnik.


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 26.12.2007 08:33, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon machtnix » 21.07.2006 16:22 Uhr

Herr Heufers,
im anderen Forum hat man Ihnen die rote Karte gezeigt.
Haben Sie es denn wirklich so nötig Werbung zu machen?
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Beitragvon Wero » 21.07.2006 17:24 Uhr

Hallo
@machtnix
Ball flach halten die super Zahlen von der HZ_303_SOL können wir auch im Juli wieder unterbieten. 8)
Gruß
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