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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Heizung / Wasserbereitung mit separaten Wärmepumpen

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Gast

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KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
Hallo zusammen!

Wir befinden uns gerade in der Planung zu unserem neuen Einfamilienhaus (180 qm Wfl, komplett Fußbodenheizung) und wollen auf jeden Fall mit einer Wärmepumpe heizen. Unser Bauträger hat uns verschiedene Konfigurationen für eine Heizungs-/Lüftungsanlage vorgeschlagen, darunter auch exotische – davon gehe ich jedenfalls aus, da mir so etwas bei meiner Suche im Internet nirgendwo begegnet ist:

Und zwar soll die Beheizung mit einer Stiebel Eltron WPF 10 oder einer Viessmann Vitocal 300 (8,4 kW) erfolgen. Die Brauchwasserbereitung soll durch die dezentrale Entlüftungsanlage Stiebel Eltron LWA 252, die eine Kombination aus Abluft-Wärmepumpe und einem 300 l Speicher darstellt geschehen. Das würde heißen, dass im Haus zwei Wärmepumpen arbeiten, wobei die Heizungs-WP übers Jahr nur ein paar Monate laufen würde. Seltsamerweise ist diese Zusammenstellung preislich eigentlich kaum teurer als die „normalen“ Konfigurationen mit Heizung und Brauchwasserbereitung mit ein und derselben WP. Ich habe gesehen, in diesem Forum sind einige Erfahrungsträger unterwegs – hat jemand eine ähnliche Anlage, macht so etwas Sinn ?

Gruß
Robert

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mstreib

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Beiträge: 63
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Hallo,

die Zusammenstellung einer LWA 252 sowie eine WPF 10 macht sinn. Mit der LWA kann die Abwärme des Gebäudes das sonst beim Lüften entsteht sinnvoll genutzt werden. Wie es aber wirtschaftlich aussieht ist eine andere Sache Smile Ich würde die Lüftungsanlage als LWZ161 Gerät ausführen und nur die Abluft abkühlen und der Firschluft die Wärme wieder zuführen. Ihr habt mit einer Erdsonde eine sehr gute Wärmequelle. Bei einem LWA System kann es sein das die Abwärme des Gebäudes nicht ausreicht und auf Elektroheizstab nachheizt.

Weiterhin würde ich mal von einem Stiebel Fachmann aufgrund des Wärmebedrafs mal klären lassen ob für euch nicht ein LWZ 303/403 Gerät in Frage kommt. Damit wäre dann alle Probleme gelöst da in der Kiste eine Luft wasser WP, Zentrale Lüftung und das Heizungssystem enthalten ist. Weiterhin kann auch noch eine Solaranlage angeschlossen werden.

Michael Streib

www.waermepumpen-service-im-rhein-neckar-kreis.de

_________________
Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller Smile

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Rob2802

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Beiträge: 1
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Hallo Michael,

danke für Deine Vorschläge - speziell die Variante mit der Lüftungsanlage mit Kreuz-Gegenstromtauscher muss ich nochmal anschauen, obwohl ich glaube, dass die Variante bis sie eingebaut ist mehr kostet als der derzeitige Vorschlag. ... muss ich mir nochmal durchrechnen lassen. Einen generellen Betrieb der Heizanlage mit einer Luft/Wasser Wärmepumpe werde ich mir aber nach allem was ich bisher so gelesen und gehört habe - obwohl das von der Anschaffung her eine recht preisgünstige Alternative wäre - nicht antun.

Robert

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Gast

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KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
Hallo Robert,

gebe dir recht, die Lösung mit 2 WP kostet u.U. nicht wesentlich mehr.
Energetisch ist Abluftwärmepumpe auch OK wegen der hohen Quellentemperatur von 20°C.

Aber: willst du wirklich eine Abluftanlage ganzjährig betreiben müssen, auch im Sommer??? Mußt du dann nämlich tun, sonst hat die Abluft-WP nämlich kein Futter. Der Strombedarf der Ventilatoren ist bei der langen Laufzeit nicht zu verachten.

Man hat mir auch solche Kombinationen empfohlen, habe mich dagegen entschieden. Wichtig ist eine Minimierung der Verluste und Maximierung des Wirkungsgrades der WP.
Nehme selbst eine SW-WP, WW-Bereitung im Durchflußprinzip, Pufferspeicher mit Edelstahlwellrohr. Kann dadurch die Solltemperatur im Speicher auf max 45°C senken, dann habe ich immer noch Zapftemperatur über 40°C. Außerem sehr hygienisch, brauch keine Legionellenschaltung. 450l-Speicher kostet 1250 Euro brutto incl Dämmung ( Huch KSW 0-450 ). Sonst brauchst du nur noch ein 3-Wege-Ventil, glaube schon daß das günstiger ist als separate WP.

Wirkungsgrad der WW-Bereitung ist auch gut. Die Soletemperatur übers Jahr gemittelt sollte über 5°C liegen, bei einer Speichertemperatur von 45°C komme ich auf einen COP-Wert von annähernd 4 für die WW-Bereitung.

Wichtig ist Verlustminimierung!
1.: Aufstellung innerhalb der gedämmten Hülle, möglichst nahe an Zapfstellen. Wenn du noch in der Planungsphase bist findest du sicher ein kleines Plätzchen. Im Vergleich zu einem Kellerraum mit 10° hast du 1/3 weniger Verluste. Außerdem kommen die Verluste während der Heizperiode komplett der Raumheizung zugute.
2.: Minimierung der Leitungsverluste. Optimal ist eine Aufstellung in unmittelbarer Nähe zu Zapfstellen, z.B. Rückwand der Küche unterhalb des Badezimmers. Leitungen außerdem klein dimensionieren, zum Bad DN15, zur Küche DN12 reicht allemal. So gwwinnst du auch Komfort, und die Leitungsverluste sind minimal. Die WP kannst du übrigens im Keller aufstellen.

Herzliche Grüße
Frank

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