Hallo Robert,
gebe dir recht, die Lösung mit 2 WP kostet u.U. nicht wesentlich mehr.
Energetisch ist Abluftwärmepumpe auch OK wegen der hohen Quellentemperatur von 20°C.
Aber: willst du wirklich eine Abluftanlage ganzjährig betreiben müssen, auch im Sommer??? Mußt du dann nämlich tun, sonst hat die Abluft-WP nämlich kein Futter. Der Strombedarf der Ventilatoren ist bei der langen Laufzeit nicht zu verachten.
Man hat mir auch solche Kombinationen empfohlen, habe mich dagegen entschieden. Wichtig ist eine Minimierung der Verluste und Maximierung des Wirkungsgrades der WP.
Nehme selbst eine SW-WP, WW-Bereitung im Durchflußprinzip, Pufferspeicher mit Edelstahlwellrohr. Kann dadurch die Solltemperatur im Speicher auf max 45°C senken, dann habe ich immer noch Zapftemperatur über 40°C. Außerem sehr hygienisch, brauch keine Legionellenschaltung. 450l-Speicher kostet 1250 Euro brutto incl Dämmung ( Huch KSW 0-450 ). Sonst brauchst du nur noch ein 3-Wege-Ventil, glaube schon daß das günstiger ist als separate WP.
Wirkungsgrad der WW-Bereitung ist auch gut. Die Soletemperatur übers Jahr gemittelt sollte über 5°C liegen, bei einer Speichertemperatur von 45°C komme ich auf einen COP-Wert von annähernd 4 für die WW-Bereitung.
Wichtig ist Verlustminimierung!
1.: Aufstellung innerhalb der gedämmten Hülle, möglichst nahe an Zapfstellen. Wenn du noch in der Planungsphase bist findest du sicher ein kleines Plätzchen. Im Vergleich zu einem Kellerraum mit 10° hast du 1/3 weniger Verluste. Außerdem kommen die Verluste während der Heizperiode komplett der Raumheizung zugute.
2.: Minimierung der Leitungsverluste. Optimal ist eine Aufstellung in unmittelbarer Nähe zu Zapfstellen, z.B. Rückwand der Küche unterhalb des Badezimmers. Leitungen außerdem klein dimensionieren, zum Bad DN15, zur Küche DN12 reicht allemal. So gwwinnst du auch Komfort, und die Leitungsverluste sind minimal. Die WP kannst du übrigens im Keller aufstellen.
Herzliche Grüße
Frank