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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmepumpe/Legionellen/Schornstein

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Michaela

Erfahrung: Gast
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo liebe Leut!
Wir planen gerade ein Zweifamilienhaus ca. 210qm zu heizende Fläche (Fussbodenheizung). Wir wollen eine Wärmepumpe mit Erdsonde einbauen.
Jetzt habe ich zwei Fragen:

1. Kann ich auf einen Kamin völlig verzichten oder sollte man trotzdem einen einbauen um eventuell später doch mit Gas heitzen zu können?

2. Ich habe gehört das Wärmepumpen das Wasser im Wasserspeicher für Brauchwasser nur auf 50 Grad aufheitzen und dann die Legionellen nicht abgetötet werden, so dass empfindliche Personen Krank werden können? Da auch Kinder im Haushalt leben muss man wohl etwas vorsichtiger sein.

Vielen Dank für Eure Antwort!

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mstreib

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 17.02.2006, Wohnort: Zuzenhausen
Beiträge: 63
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Hallo,

das mit dem Kamin ist Ansichtsache - wenn du darauf spekulierts das du mal eine Gasheizung einbauen willst dann tue es Smile ansonten brauchst du keinen Kamin bei einer Wp. Sollte aber mal ein Kaminofen im Wohnzimmer stehen (wegen dem Bärenfell Wink ) dann sollte auf jeden Fall ein Kamin vorgesehen werden.

Die Sache mit den Legionellen ist so - der Gesetzgeber fordert erst anb einem Speichervoleumen von über 400 Liter bzw. einer Volumenmenge von über 7 Liter im Rohr eine Legionellenschutzbeschaltung. d.H. Das Wasser muss über 65 Grad erwärmt werden.
Im Regelfall hat man bei einem Trinkwasserspeicher von ca. 300 Liter kein Problem mit Legionellen da das Wasser zu oft (durch den normalen Verbrauch) ausgetauscht wird.

Michael Streib

www.waermepumpen-service-im-rhein-neckar-kreis.de

_________________
Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller Smile

streib.de

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Gast

Erfahrung: Gast
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Die Frage ist nur, ob die Legionellen auch wissen, dass sie in einem Speicher größer 400 Liter schwimmen, oder nicht...

Es ist richtig, dass die gesetzliche Regelung (DVGW W551) nur Speicher größer 400 Liter "in die Pflicht" nimmt. Allerdings wird empfohlen, auch bei kleineren Speichern eine Wasserbevorratungstemp. von 60 °C einzuhalten.

Hier muss bei WP-Anlagen mittels E-Heizpatrone nachgeheizt werden.

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marsipulami

Erfahrung: Gast
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@Michaela

Bei einem Frischwassersystem bist Du fat allen Problemen entledigt.

In einem Puffer, sagen wir 500 l, wird Heizungswasser mit 48 °C bevorratet. In einer Wendel oder Plattenwärmetauscher strömt kaltes Wasser dagegen und wird wie in einem großem Durchlauferhitzer erwärmt. Daher kein Legionellenproblem. Auch die sonst nötigen 65 - 70 °C, die nur ein E-Heizstab bringt, erübrigen sich damit. Und auch, als Nebeneffekt, gibt es weniger Kalk...

Allerdings dauert es etwas länger, bis richitg warmes Wasser aus dem Hahn kommt. Deshalb ist ein optimiertes Leitungsnetz nötig. Und für Ungeduldige erledigt ein kleiner Durchlauferhitzer vor dem Hahn kurz den Rest...

Idea Wie immer: klima-innovativ.de

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Mukkel

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Anmeldedatum: 29.12.2005, Wohnort: Grossenheidorn bei Hannover
Beiträge: 54
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@marsipularmi

Bei Fussbodenheizung, wie in Michaelas Fall macht Heizungsseitig eine Temperatur von 48°C wenig Sinn, es sei denn, die Bärenfellsituation wird auf das ganze Haus ausgedehnt Smile

Sonst gebe ich dir Recht, Frischwassersyteme sind nicht schlecht, haben aber immer einen grösseren Verrohrungs/Regelungs Aufwand, sind energetisch/kostentechnisch gesehen etwas schlechter als die Speichervariante.

Wir betreiben in einem 4-Personenhaushalt eine WP und Solaranlage, Warmwasserspeicher 220l, max. Temp. 52°C. Seit 4 Jahren lasse ich das Warmwasser 2x im Jahr untersuchen, besonders nach dem Urlaub habe ich die Proben gezogen ... keine Probleme ... und bisher Heizstabfreie Zohne!!!!!

Gruss

Mukkel

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marsipulami

Erfahrung: Gast
,
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@mukkel

Wärmepumpen machen in der Regel 55 °C, spezielle 65 °C, mehr geht nur über E-Heizstab um Legionellen sicher um die Ecke zu bringen.

Die FBH ist unabhänigig von Warmwasser, beide haben separate Kreise, das WW hat aber Vorrangschaltung. Die FBH arbeitet ganz normal mit 30 °C. Bei Anforderung schaltet die WP von der FBH weg, macht das WW (braucht für die höheren Temperaturen nur etwas länger) und geht dann wieder auf die FBH zurück. Regeltechnisch kein Kunststück und energetisch weitaus besser, es genügen eben max. 50 °C für den Puffer oder entsprechend der gewünschten Wassertemperatur auch weniger.

Legionellen sind zwar seeeeeeehr selten in EFH, aber trotzdem. Möchtest Du als Installateur für Legionellenfreiheit garantieren? Die Chancen bei einem Frischwassersystem dafür sind jedenfalls bedeutend höher dass Du es kannst.

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Mukkel

Erfahrung: ****
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Beiträge: 54
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@marsipularmi


Moin moin,

damit ich das richtig verstehe, den 500l Speicher häst du hoffentlich auf dem temperaturlevel den du als Vorlauftemperatur plus delta T brauchst, oder etwa auf dem Level von 50°C?? Wenn auf 50°C welche Wassermenge wird den so hoch geheizt(Schichtung??).

Bei Schichtung erfolgt aber unweigerlich eine Wärmeabgabe an den kälteren Teil.

Ich würde hier einen zweiten Speicher ~75-100L einsetzen um nur einen kleinen Teil auf der hohen Temp. zu fahren.

Wie fährst du das System denn im Sommer, wenn nur Warmwasser benötigt wird??

Wie sieht hier díe Energiebilanz incl. Wasserverbrauch aus??

Gruss

Mukkel

PS: Ich bin kein Installateur, reine Privatperson ohne finanzielles Interesse, aber bestebt meine Anlage zu optimieren.

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iszmiruebel

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Beiträge: 82
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Kamin, Brauchwasser

@ Michaela !

a) Habe nachträglich einen Kachelofen eingebaut - konnte daher den bestehenden Kamin optimal nutzen.



b) Meine Strompreise verhalten sich wie folgt:


Daher war es sinnvoll, die Warmwasseraufbereitung mittels Heizstab (billiger Nachtstrom, € 250-300/Jahr) d.h. mit 2 stinknormalen, einfachen und billigen Warmwasserspeicher mit folgender Vorrangschaltung, aufzuheizen (65°C):


Die Anordnung Regelung der WW-WP wurde dadurch einfacher und unabhägig vom Brauchwasser.
Der Vergleich von Investitionskosten vor 22Jahren und den dadurch erhöhten Betriebskosten für Warmwasser dürfte sich ausgleichen. Inzwischen neue WP (€ 9000,-) und neuer 150ltr. WW-Bioler! (€ 750,-)



Gruß Ernst

einiges neu im Sehtest auf: priv. HP. siehe:
Energie-HP...auf "album" unterhalb der Bilder geg.flls. die Texte beachten!
neu: Counter Energie-HP ...

_________________
Energie HP... Gruß Ernst

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stefan-mv

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Beiträge: 39
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Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo zusammen!

Zunächst erst einmal frohe Ostern.

Die Aussage, das mit einer WP Warmwasser nur auf 50°C erwärmt werden kann, stimmt so nicht ganz. Es ist kältemittelabhängig bis zu welcher Temp. die WP arbeiten kann.
Alle Kältemittel haben eine so genannte kritische Temp. Ab diesem Punkt ist eine Verflüssigung nicht mehr möglich. Wenn nun die WP zur Warmwasserbereitung sehr dicht an diesen Punkt heran muß (R407c=87°C , R410a=72°C , R134a=101°C) sinkt die Effektivität der Anlage.
Im Falle von Ernst (seine WP arbeitet mit R410a) liegen die gewünschte Warmwasser- und die kritische Temp. so dicht bei einander, das es tatsächlich sinnvoller ist Warmwasser direkt mit Strom (Heizstab) zu erwärmen.
Mit dem sehr häufig verwendeten R407c ist eine Warmwassertemp. von 55 - 60°C durchaus machbar, ohne die WP zu sehr zu strapazieren.
Ich selbst setze R134a in meiner WP ein und kann so mein Warmwasser auf bis zu 70°C hochheizen (einmal zu Testzwecken getan). Eine Temp. von 55 - 60°C reichen aber vollig.
Wie meine Vorredner schon schrieben sind Legionellen bei den heutigen Speichern, die im Durchlauferhitzerprinzip :!: arbeiten, kein Thema mehr, da die warmgehaltene Wassermenge zu klein ist und nicht lang genug ruht. Diese kleinen Biester brauchen "stehendes Wasser" zum Leben.
Was den Schornstein betrifft, nur so viel: später nachrüsten (zB für einen Kamin) ist aufwendiger .
Gruß Stefan :!:

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