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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
karl kartoffel
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Beitragvon karl kartoffel » 22.03.2006 13:56 Uhr

Hallo,
folgendes:
Meine ErdgasHeizung (Reihenhaus) ist alt.
Ich habe nur einen einzügigen Schornstein. Ausbauen geht nicht, Milieuschutz u.ä.

In Schweden ist es ganz normal, Wasserkesselheizugen und Warmwasser über Strom laufen zu lassen. Das liegt natürlich an den Energiepreisen im jeweiligen Land.

Ich möchte keine Diskussion von wegen Ökologie, Wirkungsgard usw.

Also, wer hat Erfahrungen über deutsche Hersteller / Lieferanten für Heizungen, die ihren Wasserkreislauf mit Strom erwärmen? Ich bin nicht an einzelenen Flachheizkörpern a la dänisches Ferienhaus interessiert. Schon gar nicht Nachtspeicher!

Ich habe es noch nicht zuende gerechnet, aber ich denke, in Deutschland ist Gas nicht mehr konkurrenzlos billig gegenüber Strom.

Damit bewege ich mich nämlich in einem einigermaßen liberalisierten Energiemarkt (Statt e-on Hanse Gaskunde zu sein) und habe den Schornstein frei für einen Kaminofen im Wohnzimmer.

Warmwasser erzeuge ich mit einem elektronisch geregelten Durchlauferhitzer -und fertich!

Gruß, Karl

herbert008
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Beitragvon herbert008 » 03.04.2008 18:25 Uhr

Lieber Karl,
Ich habe ihren Beitrag gelesen und denke schon dass Strom ihnen auf jeden fall noch teurer kommen wird als Gas.
Von elektrischen Heizungen sowie Nachtspeicher Heizungen die ich ebenfalls in einem dänischen Ferienhaus verwenden durfte kann ich ihnen nur abraten.

Ich selbst habe keine Erfahrungen mit den gewünschten Heizungsfirmen, aber mein Schwiegersohn, mit dem ich auch schon einige Diskussionen über das Thema führte, hat sich allerdings eine Heizung zugelegt die ihren Wasserkreislauf mit Strom erwärmt. Sollten sie noch in diesem Forum aktiv sein, schreiben sie mir doch bitte eine e-mail damit ich ihnen die Herstellerdaten zukommen lassen kann.

Herbert
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Beitragvon Jens der Heizer » 03.04.2008 20:25 Uhr

Hallo, Du Kartoffel,

hast Du schon mal was von einer Luft / Wasser Wärmepumpe gehört?
Solltest Dich mal schlau machen, immerhin brauchst Du dafür keinen Schornstein, kannst sogar Radiatoren mit versorgen und Trinkwasser erwärmen, zudem braucht sie viel weniger Strom wie Deine Idee.
Zugegeben, die WP kostet erstmal viel Geld, das Du aber in wenigen Jahren wieder drin hast, sofern Du die laufenden Kosten mit einer direkten Stromheizung vergleichst. Ein neuer Gasbrennwertkessel ist wohl die vertretbarste Lösung, wenn Du arm dran bist!


Es gibt eigentlich nur eine Berechtigung für einen elektrischen Heizstab im Warmwasserspeicher: Als Notheizung! Mit Strom heizen nur noch arme (hatten kein Geld für eine Alternative) oder zukünftige Arme (Hatten mal das Geld für eine ALternative)!

Wenn Du einen Warmwasserkollektor auf dem Dach hast und einen wasserführenden Kaminofen im Wohnzimmer, der Dir am kältestem Tag mind. 80% des Hauses auf 21° bringt, dann ist Dein E-Heizstab in Ordnung, alles andere ist zu tode gegeizt! Der Vorteil dieser Variante ist, dass Du nicht alles auf einmal anschaffen mußt! Nimm zuerst den Speicher und den Holzofen, wenn Du wieder flüssig bist kaufte Dir ein paar Kollektoren (nur beim Solarteur).

Der Preisabstand von Heizöl zu Gas und Strom bleibt gleichmäßig, auch wenn sich die Preise bald jährlich um 10% erhöhen, bleibt Strom am teuersten, Grund dafür ist das der meiste Strom mit Kohlekraft und Atomenergie erzeugt wird, die ja auch fossil ist, also zu ende geht und damit immer teuerer wird.
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Beitragvon GMil » 04.04.2008 21:29 Uhr

Ich sehe ebenfalls die Luft-Wasser-Wärmepumpe als sinnvolle Alternative, weil sie die saubere, wartungs-, prüf- und emmissionsfreie Stromheizung auf bzw. unter das Niveau von Öl und Gas drückt, ohne großartige Umbauten am Haus zu erfordern. Im einfachsten Fall (wie bei mir) geht das nach der Methode "Gastherme oder Ölbrenner raus - Wärmepumpe rein, Rest wie gehabt".

Die Strompreise werden wohl auf Dauer langsamer steigen als die für Öl und Gas, denn selbst die fossilen Quellen für Strom sind reichhaltiger und langlebiger als die der o.g. Brennstoffe, von Wasser-, Wind- und Gezeitenkraft etc. mal nicht zu reden. Aber Energiepreise sind eh meist politischer Natur. So würden unsere Strompreise heute unter dem Niveau von vor 20 Jahren liegen, wenn der Strom von unserer Politik nicht mit allerlei Spezialsteuern belegt würde, von denen leider viel zu wenig gesprochen wird. Würden die auf Öl und Gas auch erhoben (siehe z. B. beim Benzin), stünden Wärmepumpen gegenüber Öl und Gas absolut konkurrenzlos da.

Gruß

Gerhard

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