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hanseman21
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Beitragvon hanseman21 » 15.01.2007 17:32 Uhr

Ich glaub nicht, dass das Palmöl das Problem ist, sondern eher die konsequente Pflege der Maschine. Das grösste Problem dabei ist sicher die Vermischung des Schmierstoffs mit dem Treibstoff. Wenn aber die Intervalle für den Ölwechsel entsprechend kurz sind, dann dürfte es keine Probleme geben.

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Beitragvon bhkwshorty » 15.01.2007 17:44 Uhr

das ist richtig, aber selbst mit trabolt filter läßt sich das schmieröl micht wirklich lange konstant halten. im moment sind 400 stunden, für pflanzenöl schon ein guter wert. und bei 50 ltr. bei einem V8 sind 50 stunden ne menge geld. das sollte man nicht vergessen.
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Beitragvon hanseman21 » 15.01.2007 18:08 Uhr

Stimmt, 50 Stunden sind natürlich viel - aber im Vergleich zu dem was ein Totalschaden kostet überhaupt nix. Ich geh in meinen Kalkulationen von 200 Stunden aus - dann passiert auch nix.

Hab nen Bekannten der macht den Ölwechsel jetzt alle 250 Std und hat dann immer ne PÖl-Beimischung im Schmieröl von 5 - 6 %. Das geht grad noch. Aber wie gesagt - Schmieröl kostet weniger als ne Maschine...
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Beitragvon bhkwshorty » 15.01.2007 19:07 Uhr

mit was für einem motor? bzw. welchem schmierölvolumen.
wenn man mal bei einem jahresarbeitsstundensatz von 8000 ansetzt, sind das anstelle von 20 ca. 32 Ölwechsel. Gehen wir mal von dem normalen Motorvolumen von 50 ltr. aus, sind das 600 ltr. mehr.
Das ist wohl nicht die Preisfalle schlecht hin, aber ein echter verkaufsschlager wohl auch nicht. und da bekannte deutsche firmen mit unrealistischen verkaufsargumenten werben und die leute leider drauf reinfallen, wird sich das auf dem markt nicht durchsetzen.
obwohl die motor durchaus eine hohe lebenserwartung haben können. vorausgesetzt die intervalle werden eingehalten und mit analysen überwacht.
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Beitragvon hanseman21 » 15.01.2007 19:26 Uhr

Meines Wissens ist das ein Scania und die Schmierölmenge liegt so bei 32 Liter glaub ich.

Kein einziger Motorenhersteller garantiert Dir irgendwas wenn Du den Motor mit PÖl fährst. Hab da mit ner MAN-Vertragswerkstatt gesprochen, der hat mir das auch bestätigt. Sollen die 600 Liter Öl, die mehr verbraucht werden, 1.800 € kosten - wass solls? Das wichtigste ist, das die Maschine läuft und zwar möglichst lange. Aber nach ca. 3 Jahren ist es eh angesagt, den Motor mal komplett zu zerlegen und alles, das nicht ganz astrein ist, auszutauschen.

Wenn die Maschine gut läuft, spielen die Kosten für die Wartung etc keine Rolle mehr. Für mich spielt das bei meinem Projekt auf jeden Fall keine Geige - Sicherheit geht da vor.
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Beitragvon guidotriplee » 25.01.2007 15:58 Uhr

Hallo,

hier bei uns gibt es eine Pelletsfabrik (Bio-Pell) die das ganze Werk mit Palmöl über BHKW (Schiffsdiesel) betreibt, zum Stromerzeugen sowie fertigung/Trocknung.

gege
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Beitragvon gege » 29.01.2007 19:25 Uhr

Hallo liebe ForumskollegInnen!
Ich war gerade ein halbes Jahr in Südostasien und habe dort diverse Ölpalmplantagen in Malaysien, Borneo und Sulawesi gesehen.
Ich bin seither der festen Überzeugung, dass der Einsatz von Palmöl bei uns zur zeit keinesfalls zu befürworten ist!!
Selbst wenn Palmöl als nachwachsender Rohstoff und erneuerbare Energiequelle von vielen bejubelt wird, so stellt dieser Brennstoff alles andere als eine "saubere" oder ökologische Energiequelle für Europa dar!!
Ich habe dort gesehen, wie in riesigen Gebieten der gesamte Regenwald abgeholzt wird - ausschliesslich zu dem Zweck, um Ölpalmen-Plantagen anzulegen!
Meist passiert dies in Form von Brandrodungen - was jedes(!) Jahr zu einer Rauchwolke führt, die eine Fläche von Deutschland und Frankreich für 2 monate(!!) einnebelt, sodass an manchen Tagen die bevölkerung in ihren Häusern bleiben muss. Bis die Regenzeit diese Brände gelöscht hat, werden Unmengen an CO2 freigesetzt und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verschwinden für immer von unserem Planeten.
Weiters leidet die lokale (falls man bei diesem Flächenausmaß noch von lokal sprechen soll) Bevölkerung massiv unter den Folgen dieser Umweltzerstörung. So erleben die Menschen bereits Dürreperioden (und das in den regenreichen Tropen!), weil es keinen Wald mehr gibt, der das viele Wasser im boden hält. Andererseits führt dies dazu, dass der Regen den Boden wegschwemmt und immer öfter Menschen bei verheerenden Überschwemmungen und Schlammlawinen ihre Lebensgrundlage oder sogar ihr Leben verlieren.
Die Arbeitsbedingungen in den Plantagen sind schlecht und oft gefährlich (jährlich sterben mehrere Arbeiter an z.b. tötlichen Schlangenbissen, weil diese Tiere in den Plantagen gehäuft auftreten)

Ich hoffe, dass SIE bei der Entscheidung für eine saubere und nachhaltige Energiequelle auch solche Umstände berücksichtigen!!
Bitte fragen sie bei ihrer Wahl auch nach diesen Dingen...

Gerhard Rainer
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Beitragvon GR » 30.01.2007 08:40 Uhr

vielen Dank für diese Info, die unsere Befürchtungen bestätigt.
Wenn dem tatsächlich und nachgewiesener Maßen so ist, dann wäre es unsere verdammte Pflicht, das an eine größere Glocke zu hängen!
GR
merapi
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Beitragvon merapi » 10.02.2007 18:29 Uhr

Hallo zusammen,

kann die obigen Aussagen zu Palmöl so nicht stehen lassen...Leider wird derzeit immer wieder versucht Palmöl pauschal schlecht zu reden. Dabei ist die Ölpalme grundsätzlich die bei weitem ergiebigste Ölpflanze mit dem niedrigsten Flächenverbrauch! Habt Ihr Euch eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wo die Flaechen fuer das "gute" Rapsöl aus Kanada, Russland, China, etc. herkommen?

Auch ich bin strikt gegen Abholzung des tropischen Regenwalds, allerdings muss man diese Thematik mit differenzierteren Mitteln angehen. In Indonesien wird 100% des tropischen Regenwalds der teuren Hoelzer wegen gerodet (gute Waldgebiete erzielen ueber €60.000.- pro Hektar!). Nur ein Teil dieser abgeholzten Waelder wird ueberhaupt fuer Palmoelplantagen verwendet. Als Folge hiervon liegen derzeit in Indonesien mehrere Millionen Hektar (!) abgeholztes Land als Savannen brach.....

Anstelle Pauschal den Anbau von Oelpalmen zu verurteilen sollte man sich besser ueberlegen, wie man den NACHHALTIGEN Anbau von Oelpalmen foerdert: am besten direkt beim Einkauf darauf achten, wo das Palmoel herkommt. Mit "Aufforstung" dieser Savannen kann man Hunderttausenden von Menschen Arbeit und Einkommen geben, so dass Sie in Zukunft nicht mehr auf die Abholzung angewiesen sind.

Gruss
Markus
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Beitragvon GR » 10.02.2007 18:52 Uhr

danke für dieses zusätzliche statement, das allerdings die vorherigen Aussagen nicht entkräftet, eher noch bestätigt, nur von einer andren Seite beleuchtet.
Ein Grund mehr, sich auf heimische Rohstoffe zurückzubesinnen oder auf solche, deren Ursprung sicher unproblematisch ist.
GR

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