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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Lee

Beitragvon Lee » 31.08.2005 16:46 Uhr

Hallo,

könnt Ihr mir bitte helfen und sagen welche Variante besser und sinnvoller wäre (Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe).
Habe den Keller schon fertig und denke jetzt erst über die WP nach.

Bitte um Eure Infos
Vielen Dank im voraus

Grüße
Lee

Denis

Beitragvon Denis » 31.08.2005 16:46 Uhr

Hallo Lee,

Interessante Alternative wäre, eine kontrollierte Wohnraumlüftungsanlage mit Abluft/Zuluft Wärmepumpe ca. 2kW Heizleistung mit Vorerwärmer (HeatPipe) noch 1 kW ohne Antrieb planen zu lassen. Für die extrem kalten Tage kann die Direktheizung allerdings mit elektronischen Einzelraumthermostaten installiert werden. Die Heizung wird nur nach Bedarf geschaltet. Für Niedrigenergiehaus beträgt die Zeit der Einschaltungen von Thermostaten nur 10 bis 20 %. Falls Sole/Wasser Wärmepumpe gebaut wird, vergessen Sie bitte nicht über Lüftungsanlage.
Im Übrigen schauen Sie bitte bei www.tempries.de vorbei.
Mit freundlichen Grüßen
Denis
Lee

Beitragvon Lee » 31.08.2005 16:46 Uhr

» Hallo,
»
» könnt Ihr mir bitte helfen und sagen welche Variante besser und sinnvoller
» wäre (Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe).
» Habe den Keller schon fertig und denke jetzt erst über die WP nach.
»
» Bitte um Eure Infos
» Vielen Dank im voraus
»
» Grüße
» Lee

HABE VEGESSEN ZU ERWÄHNEN:

Baue Doppelhaushälfte mit 230m² Wohnfläche und Porotonziegel 30cm dick.
Stefan

Beitragvon Stefan » 31.08.2005 16:46 Uhr

Moin!
Grundsätzlich gilt:
Die Wirtschaftlichkeit einer WP hängt von der Temperaturdiff. zw. dem zu kühlenden Medium (Luft-Wp = Luft ; Bei Erdwärme normal Sole)und dem Heizmedium (Heizungsvorlauf normal max. 35°C)ab.
Soll heißen je kleiner diese Diff. ist, um so effektiver ist die Anlage.

Somit ist eine Luft-WP bei Außentemp. über 0°C absolut top, ist aber im Winter eher mäßig rentabel.
Erdsonden-WP arbeiten zu jeder Jahreszeit mit nahezu konstanten Leistungszahlen, da die Erde ab ca. 15m Tiefe keinen Temp-schwankungen mehr unterliegt.

Was die Investitionen betrifft kann eine Erdsonden-WP mit einer Luft-WP nie mithalten. Ihre "Stunde" schlägt erst bei der Betrachtung der langfristigen Betriebskosten.

Meiner Meinung nach ist die Variante Erdsonde die bessere Wahl.

Gruß Stefan

PS: Als Heizung empfielt sich eine Fußbodenheizung.
Kälte-Bleser

Beitragvon Kälte-Bleser » 31.08.2005 16:46 Uhr

Zum ThemaWärmepumpen möchte ich noch folgendes ergänzen. Als äußerst wirtschaftlich hat sich mittlerweile die Direktverdampfungswärempumpe erwiesen. Sie ist durch ihren Flächenkollektor nicht nur billiger als eine Sondenbohrung, sondern durch den Wegfall eines Wärmetauschers auf der Wärmequellenseite auch wesentlich effektiver. Hervorragende herstellerneutrale Beratung findet man aber auch auf der Internetseite www.klima-innovativ.de. Hier stellt der Verein Klima innovativ alle derzeit am befindlichen System vor. Außerdem gibt es einen Betriebskosetnrechner kostenlos und auf Wunsch sagen die einem auch welcher kompetente Fachmann in meiner Nähe mir Weiter hilft.
Mit freundlichen Grüßen von der Mosel

Manfred Bleser
Marko

Beitragvon Marko » 31.08.2005 16:46 Uhr

Hallo,

» Grundsätzlich gilt:
» Die Wirtschaftlichkeit einer WP hängt von der Temperaturdiff. zw. dem zu
» kühlenden Medium (Luft-Wp = Luft ; Bei Erdwärme normal Sole)und dem
» Heizmedium (Heizungsvorlauf normal max. 35°C)ab.
» Soll heißen je kleiner diese Diff. ist, um so effektiver ist die Anlage.
»
» Somit ist eine Luft-WP bei Außentemp. über 0°C absolut top, ist aber im
» Winter eher mäßig rentabel.
» Erdsonden-WP arbeiten zu jeder Jahreszeit mit nahezu konstanten
» Leistungszahlen, da die Erde ab ca. 15m Tiefe keinen Temp-schwankungen
» mehr unterliegt.
»
» Was die Investitionen betrifft kann eine Erdsonden-WP mit einer Luft-WP
» nie mithalten. Ihre "Stunde" schlägt erst bei der Betrachtung der
» langfristigen Betriebskosten.
»
» Meiner Meinung nach ist die Variante Erdsonde die bessere Wahl.

gibt es da irgendwo konkrete Zahlen zum Vergleich ?
Bin gerade auch am Planen und an einer Luft-WP interessiert.
Es wird ein Fertighaus in Holzständerbauweise mit FBH komplett, 140 qm Wohnfläche in Süddeutschland in der Nähe von Pforzheim auf ca. 250 m Höhe.
D. h. bei uns gibts im Jahr max. für ca. 1 Woche Temperaturen unter -10 Grad.
Zusätzlich haben wir noch nen Schwedenofen im Wohnzimmer geplant.

Bei ner Erdwärmepumpe (Wasser-WP geht nicht) kämen ja doch noch einige Kosten für die Bohrungen und die Sonden dazu.

Ist bei diesen Bedingungen die Luft-WP vom PLV her nicht wenigstens gleich zur Erd-WP ?

Gruss

Stefan

Beitragvon Stefan » 31.08.2005 16:46 Uhr

Hallo Marko!
Konkrete Zahlen sind mir leider nicht bekannt.

Ich möchte aber folgendes zu bedenken geben:
(1)"pro Jahr max. für ca. 1 Woche Temperaturen unter -10 Grad." - Die Leistungszahl sinkt bei Temperaturen unter 0°C rapide.
(2)eine Luft-WP benötigt einen freistehenden Verdampfer, der mittels Lüfter durch Außenluft erwärmt wird. Somit ist eine Geräuschemission unvermeidlich. Anders ist es bei einer Abluft-WP. Hier muß aber die Planung schon sehr zeitig beginnen, da Lüftungskanäle ins Haus geplant werden müssen.

(3) den höheren Kosten für eine Erdsonden-WP steht deren Wartungsfreiheit gegenüber. Bei Luft-WP muß auf darauf geachtet werden, das der Verdampfer immer sauber ist, da jede Verschmutzung Leistungsverluste bedeutet. Spätestens bei Temp. unter 0°C kommen zusätzlich noch Energiekosten für das Abtauen des Verdampfers hinzu. Sich ist das jedes mal nicht viel aber "Kleinvieh macht auch Mist, der Geld kostet".

Ich bin der Meinung, das die anfänglich höheren Kosten einer Erdsonden-WP sich langfirstig rechnen.

Gruß Stefan
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:46 Uhr

» Hallo,
»
» könnt Ihr mir bitte helfen und sagen welche Variante besser und sinnvoller
» wäre (Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe).
» Habe den Keller schon fertig und denke jetzt erst über die WP nach.
»
» Bitte um Eure Infos
» Vielen Dank im voraus
»
» Grüße
» Lee

Hallo Lee,

in jedem Fall solltest du über einen unabhängigen Energieberater eine Auswertung über den tatsächlichen Energiebedarf des Objekts feststellen lassen.
Das Ergebnis kann (?!) durchaus eine zusätzliche Optimierung der Gebäudehülle oder eine andere Wärmequelle als die Wärmepumpe sein, beides ist für die zukunftsweisende Planung wichtig. Letztlich ist für den Einsatz der Wärmepumpe ein niedriger Wärmededarf ganz entscheidend, dann macht sie ökonomisch wie ökologisch wirklich Sinn.

Wir haben eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe im Neubau (Holzständerwerk) mit einem Jahresprimärenergiebedarf (Qp)je Gebäudenutzfläche unter 40 kWh/m²Jahr im Einsatz. Unter diesen Bedingungen liegt der gesamte Jahresverbrauch für Warmwasser und Heizung bei 130 m² Wohnfläche unter 4.000 kW/h, Fabrikat THZ 303 Sol bzw. LWZ 303 Sol mit Lüftungsanlage (Wärmerückgewinnung < 90%).

Für Rückfragen können mich Interessenten unter 0162-8373325 gerne anrufen.
Wer die Anlage in Augenschein nehmen möchte, kann gerne einen Termin mit mir vereinbaren, unser Standort ist der Kreis Lippe.

Gruß

Thomas

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