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Windkraftanlagen, Kleinwindkraftanlagen, Windenergie, Planung, Windparks
Heinz
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Beitragvon Heinz » 12.04.2006 08:56 Uhr

Hallo MartinS.,

MartinS:
Dort laufen die Modell von 1920 - 2000. Dann wird geprüft, wie stark das Modell von der Realität abweicht. Ist die Abweichung gering simuliert es dann auch noch die nächsten 80 Jahre.


Danke für die Bestätigung! Von 1920-2000 gab es eine leichte Erwärmung, folglich rechnet das Model für die nächsten 80 Jahre auch eine Erwärmung. Geben Sie in das Model Ihr Wachstum vom 1. zum 5. Lebensjahr als Kind ein, kommt als Berechnungsergebnis heraus, dass Sie mit 50 Meter Körpergröße in Rente gehen. Nach solchen Modellen wurde auch errechnet, dass bis zum Jahr 2000 Aluminium, Gold und andere Rohstoffe aufgebraucht sind (siehe Meadows, die Grenzen des Wachstums).

MartinS:
Das ist ja mit ein Grund, weshalb wir aus der Kernenergie aussteigen müssen. Diese nicht regelbaren Kraftwerke gehören eh in die Steinzeit, da sie zum Stromverschwenden geradezu einladen. Immer gleich viel Strom, bei unterschiedlicher Nachfrage. Erinnert mich irgendwie an die Planwirtschaft...


Konventionelle Kraftwerke sind regelbar, nur langsam, deswegen werden Verbrauchsspitzen mit z. B. Gaskraftwerken abgedeckt. Konv. Kraftwerke müssen aber Dampf ablassen, wenn irgendwo plötzlich Wind aufkommt.
Beim Windrad drücken Sie wohl aufs Knöpfchen und schon weht der Wind…. :D :D
Planwirtschaft ist übrigens EEG, wie einst in der DDR hochsubventioniertes Brot Mangelware war, weil es an die Schweine verfüttert wurde. Weshalb braucht eigentlich eine solch tolle Windstromtechnik Subventionen, die 3-mal höher sind als deren Umsatz?

Die Leipziger „Studie“zu Grundlast und Regelenergie ist übrigens auch wieder nur ein theoretisches Planspielchen. Warum nutzen Sie als Windstrombefürworter nicht eigentlich selbst nur Strom aus EEG? Windrad und Solar aufs Dach und alles ist ok!

Der link zu den Ökochondern vom NABU ist nett. Die haben sich längst deklassiert (siehe Beispiel Ulrich Löbert oder http://www.naturschutzparadox.de/

Für den Schutz von 25 Trappen wurden übrigens 25 Mio DM ausgegeben. Daraus folgert, dass bei angenommenen 5 kg Lebendgewicht einer Großtrappe (Henne), ein durchschnittlicher geschredderter 2-Kilo Greifvogel 200.000 € wert ist.

25 Milliarden to „menschliches“ CO2 von 750 Millarden to Gesamt-CO2-Emission sind 3,3%. Von den 3,3% emittiert D 900 Millionen Tonnen, ergibt 0,12% „deutsches“ CO2. D will 200 Millionen CO2 p.a. einsparen, das sind 0,03%. Bei 15%-Anteil des CO2 am Treibhauseffekt sind das 0,004%. Dafür werden Milliarden unserer Gelder verpulvert.

An Gas-, Öl- und Wasserkraft, die für Regelenergie genutzt werden können, stehen in D rd. 30.000 MW bereit. Ihre Zahlenangaben waren wohl von einem Bundesland.

MartinS:
Wenn Deutschland tatsächlich Energiesparweltmeister ist, zeigt das nur, dass kaum Energie gespart wird.
Denn laut verschiedenen Studien könnte man in Deutschland 35-50% des Energieverbrauchs einsparen...
Ihrem Wunsch kann ich leider nicht nachgehen: Auf was für ein Niveau wurde das Haus denn gedämmt? Und was war es früher? Ein Altbau? ungedämmt?


Die Logik des ersten Satzes entgeht mir.
Sicher kann man 50% einsparen, wenn man z. B. nur halb soviel Auto fährt oder die Heizung von 20 auf 10 Grad runterdreht.

Nehmen Sie einen ungedämmten Altbau, der gedämmt wurde. Ich bin gespannt auf die links, denn da müssen ja schon unheimlich viele Erfahrungen vorhanden sein.

Mfg
HeinzR

RePower

Beitragvon RePower » 12.04.2006 16:28 Uhr

Hallo Hr Heinz,

enttäuschend, dass sie trotz der sehr gelungenen Bemühungen von MartinS. die wesentlichen Fakten um die Windenergie immer noch nicht verstanden haben (oder wollen). Ich versuche es noch mal:

Schwankung
Im Stromnetz herrscht nie Konstanz, die Last schwankt immer, und zwar massiv. Das Stromnetz macht auch keinen Unterschied zwischen wechselnder Last (Verbrauch) und wechselndem Angebot. Nun ist die Energiemenge der Windenergieanlagen eben nicht chaotisch, sondern zu ca. 95 % vorhersagbar und wird eben mit den bekannten Schwankungen des Verbrauchs, über die Kraftwerksfahrpläne der bestehenden Kraftwerke aufgenommen - ohne zusätzliche Kosten und ohne Primärenergie zu verschwenden. Ganz im Gegenteil - es werden pro kWh Windenergie ca. 2-3 kWh Kohle-Primärenergie eingespart. Darauf möchten sie (für uns alle) verzichten, nur weil sie die Windenergie nicht mögen?

Verlässlichkeit
Wind ist nur lokal betrachtet "plötzlich". All die tausenden WEAs in Deutschland bzw. Europa haben nicht alle unvorhergesehen, "plötzlich" Flaute oder Sturm - das muss einem doch klar sein, oder?

Kosten
Eine kWh aus einer neuen Windenergieanlage wird derzeit mit 5 - 8 ct vergütet. Darin enthalten ist ALLES: Investition, Betrieb, Brennstoff ;-), Rendite :-O und KEINE für allgemeine Wirtschaftsgüter unüblichen Abschreibungen. Dieser Preis entspricht ungefähr dem, was die kWh konventioneller Strom (aus wohlgemerkt abgeschriebenen(!) Kraftwerken und ohne Betrachtung der externen Kosten) an der EEX derzeit kostet. Der Versuch die Windenergie als teuer hinzustellen ist eindeutig misslungen.

Ihre pauschal ablehnende Haltung ("Mittelalterenergie" [ist das Kohle nicht auch? ;-)], "Windrädchen", "Mist") macht hoffentlich nicht so lernresistent, dass die Wiederholung der Fakten wieder nichts bringen wird.

Gruß,
RePower
Heinz
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Beitragvon Heinz » 12.04.2006 19:52 Uhr

Hallo Repower,

MartinS hat bisher keine Fakten gebracht, sondern nur Theorie und Planspiele. Und zudem nur links von den Nutzniesern des EEG, keine praxiserbrobten wirkliche Erkentnisse oder wissenschaftlich bweisbare Fakten.

Zu Ihren Ausführungen:
Das Stromnetz macht sehr wohl einen Unterschied zwischen Last und Einspeisung. Es muß im Moment immer soviel Strom produziert werden wie verbraucht wird! Die Kabel vertragen kein Überangebot, zumal wenn der Verbrauch gering ist. Muß ich das Faktum erwähnen, dass Strom nur bedingt speicherbar ist? Warum muß Dänemark oft seinen Windstrom verschenken?
Schichtenpläne von Fabriken liegen den EVU vor, so dass sie planen können. Wind ist nicht planbar! Flauten machen nicht vor einzelen WEA halt, Flaute herrscht überregional, das Wetter kann man nicht verscheißern. Dann müssen konventionelle Kraftwerke da sein, damit Ihr Kühlschrank, Heizung und Fernseher läuft. Fazit: Doppelt moppeln!

Die Einspeisevergütung sind ZUSÄTZLICHE Kosten, die von allen getragen werden. An der Leipziger Börse kostet Strom im Mittel 3 ct/KWh, Windstrom wird aber bis zum 3-fachen vergütet, das ist volkwirtschaftlicher Harakiri. Wenn Windstrom so super ist und Ihre Ansichten zuträfen, könnte man doch locker auf Subention verzichten, oder nicht? Warum ist denn in Dänemark Strom so teuer? Warum in Italien? Warum in Frankreich so viel billiger? Nach Ihrer Aussage müßte Dänemark doch die Land mit niedrigen Strompreisen sein!

RePower: Verlässlichkeit
Wind ist nur lokal betrachtet "plötzlich". All die tausenden WEAs in Deutschland bzw. Europa haben nicht alle unvorhergesehen, "plötzlich" Flaute oder Sturm - das muss einem doch klar sein, oder?


Ihnen vielleicht, den Meterologen nicht. Weht in Darmstadt der Wind und in Frankfurt ist Flaute? Sie sollten sich mal über das Wetter kundig machen. Da war mal was mit Luftdruckunterschieden....

Zitat Repower: Kosten
Eine kWh aus einer neuen Windenergieanlage wird derzeit mit 5 - 8 ct vergütet. Darin enthalten ist ALLES: Investition, Betrieb, Brennstoff , Rendite :-O und KEINE für allgemeine Wirtschaftsgüter unüblichen Abschreibungen. Dieser Preis entspricht ungefähr dem, was die kWh konventioneller Strom (aus wohlgemerkt abgeschriebenen(!) Kraftwerken und ohne Betrachtung der externen Kosten) an der EEX derzeit kostet. Der Versuch die Windenergie als teuer hinzustellen ist eindeutig misslungen.


Wie schon gesagt, das sind zusätzliche, politisch motivierte Kosten. Über die externen Kosten können wir noch lange philosophieren. Windenergie ist teuer (siehe Dänemark). In Sachen Betriebswirtschaft geb ich Ihnen gerne Nachhilfe. Nachfolgend ein kleines Beispiel.

Ich lehne Windenergie übrigens nicht ab, der Einsatz sollte aber da erfolgen, wo er Sinn macht und Nutzen bringt. In einem Industrieland wie Deutschland ist es Unfug.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Heinz » 12.04.2006 19:54 Uhr

Das Beispiel:

Ein Windstromler (zu den Atombefürwortern sage ich übrigens Atomstromler) baut einen Windpark mit 4 x 1,5 MWp WEA. Das kostet 6 Millionen Euro. Auf 20 Jahre bei billigen 3% Kfw-Kredit finanziert, muß er jedes Jahr rd. 400.000 € für das Annuitätsdarlehen abdrücken (20 Jahre).
Der Windpark liefert im Jahr 10 Millionen KWh Strom. Bei 8ct/KWh zwangsstatlicher Einspeisevergütung erhält der Windstromler dann 800.000 Euro im Jahr, egal ob der Strom gebraucht wird oder nicht. 800.000 €, das den Stromverbrauchern, also uns Bürgern aus der Tasche gezogen wird. Also 400.000 € Gewinn für den Windstromler Den einen Wartungsmonteur und die Pacht kann man da locker bezahlen.
Für wie naiv hält eigentlich die Windlobby den deutschen Michel? Der Windstromler ist sicherlich ein guter Mensch und spendet auch noch was für den örtlichen Kindergarten oder an Grünpiss. Finanzielle Interessen hat er sicher nicht , nein, er will doch bloß das Klima retten. Wissen Sie was Raffgier ist?

Mfg
Heinz
MartinS.

Beitragvon MartinS. » 12.04.2006 20:56 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo MartinS.,
Danke für die Bestätigung! Von 1920-2000 gab es eine leichte Erwärmung, folglich rechnet das Model für die nächsten 80 Jahre auch eine Erwärmung. Geben Sie in das Model Ihr Wachstum vom 1. zum 5. Lebensjahr als Kind ein, kommt als Berechnungsergebnis heraus, dass Sie mit 50 Meter Körpergröße in Rente gehen. Nach solchen Modellen wurde auch errechnet, dass bis zum Jahr 2000 Aluminium, Gold und andere Rohstoffe aufgebraucht sind (siehe Meadows, die Grenzen des Wachstums).

Was für eine Kritk :roll:
Warum gab es denn im letzten Jahrhundert eine Erwärmung um ca. 0,6°C?
Und wenn Sie mit der Solaraktivität kommen: Das wäre der Beweis, dass Sie ihre Theorien, egal was die Wissenschaft sagt, mit biegen und brechen durchbringen wollen.
Nun steigt die CO2 Konzentration in der Atmosphäre leider immer schneller an und erreicht einen Rekordstand nach dem anderen. Derzeit iegt die CO2 Konzentration der Atmosphäre bei 381 ppm. Selbst in den Warmzeiten in der Erdgeschichte wurden nur Werte von ca. 280ppm erreicht! Um so einen hohen Wert wie derzeit zu erreichen muss man mehrere Millionen Jahre in die Vergangenheit blicken!
Manchen wir so weiter wie bisher werden auch noch 500ppm oder 600ppm erreicht.
Ihre Rechnung ist dehalb auch mal wieder Quark, da Sie mal wieder alles vereinfachen, sodass wieder Mist rauskommt.
Und zur Kritik an Meadows: Die Erdölmenge schätzte er übrigens richtig ein (ca. 2000 GB) nur bei dem jährlichen Verbrauchszuwachs verschätze er sich.
Wenn Sie das aber nehmen, um seine Thesen als unglaubwürdig abzustempeln, haben Sie die Aussgae des Buches nicht verstanden.


Planwirtschaft ist übrigens EEG, wie einst in der DDR hochsubventioniertes Brot Mangelware war, weil es an die Schweine verfüttert wurde. Weshalb braucht eigentlich eine solch tolle Windstromtechnik Subventionen, die 3-mal höher sind als deren Umsatz?


Ihre falsch Aussagen werden auch immer dreister.
Das ist wiedermal schlicht und einfach absoluter Mist:
Förderung Windenergie 2005: 1,16 Mrd. Euro
Gesamtumsatz (2004): 7,1 Mrd. Euro (Umsatz Inland und Export: 4,8 Mrd. Euro + Betrieb: 2,3 Mrd. Euro)
mehr muss man dazu glaube ich nicht sagen
Die Leipziger „Studie“zu Grundlast und Regelenergie ist übrigens auch wieder nur ein theoretisches Planspielchen. Warum nutzen Sie als Windstrombefürworter nicht eigentlich selbst nur Strom aus EEG? Windrad und Solar aufs Dach und alles ist ok!

Naja sonst keine Argumente?
Dann listen Sie doch bitte mal genau die Probleme auf, die sich bei einer Simulation ergeben? Warum ist das nicht auf die Realität übertragbar?

Und verlangen Sie von den Befürwortertern der regenerativen Energien, dass sie sich eigne Stromleitungen legen lassen, oder wie ist das zu verstehen?


Der link zu den Ökochondern vom NABU ist nett. Die haben sich längst deklassiert (siehe Beispiel Ulrich Löbert oder http://www.naturschutzparadox.de/

Für den Schutz von 25 Trappen wurden übrigens 25 Mio DM ausgegeben. Daraus folgert, dass bei angenommenen 5 kg Lebendgewicht einer Großtrappe (Henne), ein durchschnittlicher geschredderter 2-Kilo Greifvogel 200.000 € wert ist.

Das ist aber eine tolle Seite :D
Ich seh zwar keine Argumente, nur dummes Geschwätz. Damit ist die BUND Studie ja widerlegt.....:roll:
Und zu Ihrer Rechnung sag ich mal gar nichts, sie ist nämlich so wie alle anderen auch.

Und eine Bitte: Verfallen Sie bitte nicht in "Kotenoks" Art.

25 Milliarden to „menschliches“ CO2 von 750 Millarden to Gesamt-CO2-Emission sind 3,3%. Von den 3,3% emittiert D 900 Millionen Tonnen, ergibt 0,12% „deutsches“ CO2. D will 200 Millionen CO2 p.a. einsparen, das sind 0,03%. Bei 15%-Anteil des CO2 am Treibhauseffekt sind das 0,004%. Dafür werden Milliarden unserer Gelder verpulvert.

Ach bitte nicht. Fangen Sie nicht wieder an zu rechen...
Der natürliche Treibhauseffekt macht 33°C aus und hält die Erde so schon seit Urzeiten war. Diese Basis verschweigen Sie jedoch.
Daher sind die Prozenangaben des anthropogenen Treibhauseffekt sinnlos.
An Gas-, Öl- und Wasserkraft, die für Regelenergie genutzt werden können, stehen in D rd. 30.000 MW bereit. Ihre Zahlenangaben waren wohl von einem Bundesland.

Gibt es dazu eine Quelle?


Die Logik des ersten Satzes entgeht mir.
Sicher kann man 50% einsparen, wenn man z. B. nur halb soviel Auto fährt oder die Heizung von 20 auf 10 Grad runterdreht.

Nehmen Sie einen ungedämmten Altbau, der gedämmt wurde. Ich bin gespannt auf die links, denn da müssen ja schon unheimlich viele Erfahrungen vorhanden sein.

Mfg
HeinzR

Ich empfehle Ihnen das Buch "Faktor 4", danach können wir darüber weiterreden.

____________________
www.derrotefaden.de.vu
RePwer

Beitragvon RePwer » 13.04.2006 10:37 Uhr

Hallo Hr Heinz,

Zu Ihren Ausführungen:
Das Stromnetz macht sehr wohl einen Unterschied zwischen Last und Einspeisung.

Macht es nicht. Einfaches Beispiel: Ob 1000 Kochplatten a 1kW abgeschaltet werden, oder ein MW Windleistung hinzukommt ist absolut egal.
Es muß im Moment immer soviel Strom produziert werden wie verbraucht wird!

Gut erkannt. Das war mir allerdings zu trivial zu erwähnen. Das setze ich bei einer Diskussion im Energietechnikbereich voraus. Auf dieser Basis können wir weiter machen:

Es gilt:
Wenn der Verbrauch steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk rauf, wenn der Verbrauch abfällt, wieder runter.

Dann gilt auch:
Wenn Windleistung steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk runter, wenn Windleistung abfällt wieder rauf.

Die Mittellastkraftwerke waren immer exakt für diesen Betrieb ausgelegt und auch ausreichend vorhanden.

Muß ich das Faktum erwähnen, dass Strom nur bedingt speicherbar ist?

Nein, aber warum sollte zZ gespeichert werden? Der Windstrom wird nun mal sofort verbraucht. Solange die Leistung aus Wind nicht über der momentanen Last im Netz liegt, ist Speicherung absolut überflüssig. Kurzfristige Spitzen mit hohem Gradienten werden wie im Lastbereich schon immer über Pumpspeicherkraftwerke ausgeglichen.
Warum muß Dänemark oft seinen Windstrom verschenken?

Seit wann verschenkt Dänemark Windstrom?
Wind ist nicht planbar! ...

Wie oft noch? Falsche Behauptungen werden durch dauernde Wiederholung nicht richtig. Fakt ist: 95 % der Windenergie fällt sauber vorhergesagt an und wird ohne zusätzlichen Aufwand sofort verbraucht.
Die Einspeisevergütung sind ZUSÄTZLICHE Kosten, die von allen getragen werden. An der Leipziger Börse kostet Strom im Mittel 3 ct/KWh, Windstrom wird aber bis zum 3-fachen vergütet, das ist volkwirtschaftlicher Harakiri.

LOL Für 3 ct bekommt man zur Zeit gerade die subventionierte Kraftwerkskohle! Da fehlt noch das Kraftwerk, die Zinsen, die Betriebskosten und Rendite ist auch noch keine drin! Die billigsten Stromsorten liegen z.Z. um die 5 ct, um die 7 ct für Tagstrom. Der Kostenvergleich ist also absolut neutral, KEIN Faktor 3. Legen sie ENDLICH dar wo ZUSÄTZLICHE Kosten entstanden sein sollen!
Warum ist denn in Dänemark Strom so teuer? Warum in Italien? Warum in Frankreich so viel billiger? Nach Ihrer Aussage müßte Dänemark doch die Land mit niedrigen Strompreisen sein!

Die Strompreise liegen alle auf hohem Niveau zu dicht beieinander, um etwas auszusagen. Aber interessant: Dänemark hat trotz 30 %(!) Windstromanteil keine besondere Auffälligkeiten, im oberen Mittelfeld.

Am EEG liegt es zudem sicher nicht wenn man die horrenden Gewinne der Stromkonzerne anschaut, als Sündenbock wird es aber gern genommen. Obwohl: selbst Vattenfall hat zugegeben, dass der Anstieg der Strompreise durch Erneuerbare Energien gebremst und nicht forciert wurde.

..Weht in Darmstadt der Wind und in Frankfurt ist Flaute? Sie sollten sich mal über das Wetter kundig machen.

LOL Wenn Darmstadt und Frankfurt für sie der deutschlandweite bzw. europaweite Verbund sind, dann haben sie Recht! ;-)
Zitat Repower: Kosten
Eine kWh aus einer neuen Windenergieanlage wird derzeit mit 5 - 8 ct vergütet. Darin enthalten ist ALLES: Investition, Betrieb, Brennstoff , Rendite :-O und KEINE für allgemeine Wirtschaftsgüter unüblichen Abschreibungen. Dieser Preis entspricht ungefähr dem, was die kWh konventioneller Strom (aus wohlgemerkt abgeschriebenen(!) Kraftwerken und ohne Betrachtung der externen Kosten) an der EEX derzeit kostet. Der Versuch die Windenergie als teuer hinzustellen ist eindeutig misslungen.


Wie schon gesagt, das sind zusätzliche, politisch motivierte Kosten. Über die externen Kosten können wir noch lange philosophieren. Windenergie ist teuer (siehe Dänemark).

Lesen sie zur Abwechslung auch mal den Beitrag auf den sie antworten? Haben sie denn ausser der platten Aussage "Windenergie ist teuer" keine Gegenargumente? Nochmal: Der Preis für Windstrom liegt im Rahmen des derzeitigen konventionellen Strompreises.
In Sachen Betriebswirtschaft geb ich Ihnen gerne Nachhilfe. Nachfolgend ein kleines Beispiel.

LOL Ich brauche keine Nachhilfe, noch dazu nicht von jemandem, der selbst die einfachsten Zahlen nicht entkräften (oder verstehen) kann.

Ach ja: Ihr Beispiel mit dem "Windstromler" offenbart zunächst nur eins: Sie entwickeln Sozialneid gegen private Investoren - wenn uns Konzerne jahrzehntelang abgreifen das ist in Ordnung. Seltsame Psychologie :roll:
Ich lehne Windenergie übrigens nicht ab, ..

doch, das tun sie, und noch dazu können sie es nicht mal mehr begründen.
..der Einsatz sollte aber da erfolgen, wo er Sinn macht und Nutzen bringt. In einem Industrieland wie Deutschland ist es Unfug.

Den Grund, warum ein Industrieland (bei noch besseren Zahlen als on-shore) keine Offshore-Windparks bauen darf/soll, kennen wohl nur sie.

Gruß,
RePower

MartinS.

Beitragvon MartinS. » 13.04.2006 14:08 Uhr

@RePower: Schon mal eine gute Antwort, ich habe noch bisschen was ergänzt ;)

Die Einspeisevergütung sind ZUSÄTZLICHE Kosten, die von allen getragen werden. An der Leipziger Börse kostet Strom im Mittel 3 ct/KWh, Windstrom wird aber bis zum 3-fachen vergütet, das ist volkwirtschaftlicher Harakiri. Wenn Windstrom so super ist und Ihre Ansichten zuträfen, könnte man doch locker auf Subention verzichten, oder nicht?

Na dann würde ich aber mal einen Blick auf www.eex.de werfen. Dann erledigen sich solche dummen Aussagen. Und die externen Kosten, die genauso ZUSÄTZLICHE Kosten darstellen, erwähnen Sie auch nicht.
Übrigens kommt eine Studie vom Wirtschaftsingenieur Max Rathmann von der Uni Flensburg sogar zum Ergebnis, dass das EEG schon heute eine preisdämpfende Wirkung hat.
Der EEG Strom hat nämlich eine preisdämpfende Wirkung auf die CO2-Zertifikatspreise. Diese preisdämpfende Wirkung kompensiert schon heute die Kosten des EEG. Die erneurbaren Energien ersparen den Energiekonzernen CO2 Zertifikate zu kaufen. Ohne sie würde die Nachfrage nach Zertifikaten stärker wachsen und ihr Preis um 30% steigen. Ihnen käme damit der Zertifikatshandel teurer zu stehen als die Förderung der erneuerbaren Energien.
Quelle: PHOTON 4/06

Warum ist denn in Dänemark Strom so teuer? Warum in Italien? Warum in Frankreich so viel billiger? Nach Ihrer Aussage müßte Dänemark doch die Land mit niedrigen Strompreisen sein!

Schauen wir uns doch nur einmal den deutschen Strompreis für Haushalte an:
Netznutzung: 6,0 Cent
Stromgroßhandelspreis: 4,3 Cent
Umsatzsteur: 2,7 Cent
Stromsteuer: 2,1 Cent
Konzenssionsabgabe: 1,8 Cent
Messkosten: 1 Cent
Vertrieb: 1 Cent
EEG: 0,54 Cent
KWK: 0,3 Cent
macht zusammen: 19,6 Cent

Die Windenergie für hohe Preis verantwortlich zu machen ist Quatsch.
sieh dazu auch hier:
Studie: dänische Windenergieanlagen drücken Strompreis

Risø, Dänemark - Eine neue Untersuchung zeigt, dass dänische Windenergieanlagen den Strompreis an der Strombörse zum Nutzen der Verbraucher nach unten drücken. Hinter der Untersuchung steht federführend der Forscher Poul Erik Morthorst, Risø, in Zusammenarbeit mit dem europäischen Windverband Ewea und dem Kompetenzzentrum HIHWind. „Wir wussten sehr wohl, dass die Windenergieanlagen auf den Strompreis an der Strombörse einwirken, aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass sie einen so markanten Einfluss haben“, so Poul Erik Morthorst.

In der Studie wurde der Preisverlauf in Westdänemark untersucht und hat herausgefunden, dass die Strompreise umso niedriger sind, je größer der Windkraftanteil ist. Es wird angenommen, dass der niedrigere Strombörsenpreis dem Verbraucher Einsparungen zwischen 450 und 800 Mio. DKr. (ca. 60 – 107 Euro) im Jahr 2005 und etwas weniger – zwischen 140 und 240 Mio. DKr. (ca. 19 – 32 Euro) – im Jahr 2004 erbracht hat. Wenn es die Windkraft nicht gäbe, wäre der Strompreis im Jahr 2005 zwischen 7 und 13 Prozent teurer und im Jahr 2004 zwischen 3 und 5 Prozent höher gewesen, so die Schätzung der Untersuchung. Insgesamt entspreche das einer Senkung des Strompreises in Westdänemark von 2 bis 4 Øren (0,26 bis 0,52 Eurocent) je kWh, was knapp dem Mehrpreis von 5,5 Øren (0,72 Eurocent) je kWh entspricht, den alle Stromverbraucher Dänemarks im Jahr 2004 im voraus als Zuschuss zum Strom aus Windkraft über die Stromrechnung bezahlt haben.

Die Windenergieanlagen erhöhen nach den Ergebnissen der Studie das Angebot an sehr billigem Strom, weil die Anlagen unabhängig vom Strompreis immer laufen sollen. Wenn es im Falle eines Sturms am Markt in Westjütland zu einem Überangebot von Windkraftstrom an den Auslandsverbindungen nach Schweden und Norwegen komme, wird das Gebiet Dänemark West als ein selbständiges Preisgebiet mit niedrigeren Preisen als im übrigen Norden ausgegliedert – zum Vorteil der Verbraucher. Die ermittelten Zahlen sind nach Angaben von Poul Erik Morthorst vorläufig, aber mit der Tendenz kann gerechnet werden, insbesondere bzgl. Westdänemark. „Es sieht danach aus, dass die Windkraft auch Auswirkungen auf die Preise im restlichen Norden hat. Jedenfalls sehen wir, dass der Systempreis für Strom – welcher der theoretische Strompreis wäre, wenn der ganze Norden ohne Flaschenhals zusammen hängen würde – sinken würde, je mehr Wind weht“, so Morthorst.


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Beitragvon Heinz » 13.04.2006 15:43 Uhr

Hallo MartinS,

Malen Sie sich mal auf ein Stück Papier 2.999 Punkte und dann noch ein Pünktchen in anderer Farbe. Nun haben Sie die 3.000 Moleküle, die ein Kubikmeter Luft enthält.
Das Pünktchen ist der CO2-Anteil in einem Kubikmeter Luft, 0,03% oder 300 ppm. Das Pünktchen ist ja so gefährlich, dass es die anderen 2.999 Pünktchen aufheizt. Man muss kein Abitur haben, um zu erkennen, dass die Erwärmung durch CO2 keinen großen Einfluß haben kann.

Gehalt von CO2 in der Atmosphäre:
Brockhaus 1931: 0,03-0,04%!
Chemielehrbuch Teubner 1924: 0,03-0,04%!

Zitat MartinS:
Derzeit iegt die CO2 Konzentration der Atmosphäre bei 381 ppm. Selbst in den Warmzeiten in der Erdgeschichte wurden nur Werte von ca. 280ppm erreicht!


Falsch, dazu: http://www.john-daly.com/zjiceco2.htm und http://www.astro.uni-bonn.de/~deboe...stklimatxt.html

Zitat MartinS:
Warum gab es denn im letzten Jahrhundert eine Erwärmung um ca. 0,6°C

Weil die Erwärmung mit der Sonnenaktivität korreliert. Die ohne Abitur sagen: Wenn die Sonne mehr scheint, wird’s wärmer. http://www.geocities.com/CapeCanaveral/ ... sonne1.htm


Zitat MartinS:
Manchen wir so weiter wie bisher werden auch noch 500ppm oder 600ppm erreicht

Die sind erreicht, teilweise. CO2 ist schwerer als Luft. D. h. je nach örtlichen Gegebenheiten sammelt es sich mehr oder weniger an. Der antrophogene Treibhauseffekt sollte sich so z. B. im Ruhrgebiet direkt messen und spüren lassen.

Zitat MartinS:
Und zur Kritik an Meadows: Die Erdölmenge schätzte er übrigens richtig ein (ca. 2000 GB) nur bei dem jährlichen Verbrauchszuwachs verschätze er sich.

"Es wird dann zu solcher Zerrüttung in den zuerst betroffenen Regionen, wie etwa Indien, und zu Milliarden Toten kommen."
(Dennis Meadows im Stern Nr. 44/1974)

Welcher Weltuntergangssekte gehört Meadows eigentlich an? Er hat übrigens das ENDE des Öls für 2000 vorhergesagt.

Zitat MartinS:
Förderung Windenergie 2005: 1,16 Mrd. Euro


2005: 26,5 Milliarden KWh Stromproduktion aus Wind mal rd. 8 ct/KWh Einspeisevergütung sind schon 2,1 Milliarden €. Siehe auch http://www.fdp-zuelpich.de/windkritik.htm

Die Strompreise lagen vor EEG an der Leipziger Börse bei 2-3 ct, Einspeisevergütung 6-9 ct sind dreimal mehr Subvention, als der gehandelte Strom Wert hat. Der Strompreis steigt allerdings jetzt aufgrund des Emissionshandels stark an.

Zitat MartinS:
Dann listen Sie doch bitte mal genau die Probleme auf, die sich bei einer Simulation ergeben? Warum ist das nicht auf die Realität übertragbar?

Die Realität ist gerade mal 17% erreichte Volllast und Unstetigkeit. Es funktioniert jetzt schon überhaupt nicht. Daran ändern mehr WEA auch nichts. Da Sie sich mit betriebswirtschaftlichen Überlegungen schwer tun, ein Beispiel: Fahren Sie mit Ihrem Auto mit konstanter Geschwindigkeit 100 km Autobahn. Dann fahren Sie die Strecke zurück, aber mit ständig anderen Geschwindigkeiten, mal Tempo 200 dann runter auf Tempo 30 eine Zeitlang, zwischendrin mal stehen bleiben usw. Damit ist der Unterschied zwischen konventionellem- und Windstrom hinreichend beschrieben.

Zitat MartinS:
Der natürliche Treibhauseffekt macht 33°C aus und hält die Erde so schon seit Urzeiten war. Diese Basis verschweigen Sie jedoch.


Wirklich? Ist es schon so warm, 33° C ? Nur darf der Treibhauseffekt nicht ausschießlich auf die sog. Treibhausgase verteilt werden. CO2 macht an der Temperatur fast nicht aus:
http://uploader.wuerzburg.de/mm-physik/klima/cmodel.htm
Wieso benutzen die Eskimos eigentlich ein IGLU und kein Glashaus?


Zitat MartinS:
Daher sind die Prozenangaben des anthropogenen Treibhauseffekt sinnlos.

Ich weiß diese Diskussion scheuen Sie wie der Teufel das Weihwasser, weil sonst das Kartenhaus Klimaerwärmung, Wind und Solar in sich zusammenfällt und man dem Bürger erklären muß, dass er schlichtweg abgezockt wurde.

Mit der Frage nach Quellenangabe für Energieträger enttäuschen Sie aber. Das kann man in jeder Jahresstatistik z nachlesen. Z. B. http://www.co2-handel.de/article38_1059.html
Dabei sehen Sie auch, dass die von Ihnen als gepriesenen „Backupsysteme“ Spitzenlastkraftwerke nur 11% Anteil an der Stromproduktion haben, obwohl viel höhere Leistung installiert ist. Das liegt daran, dass Strom aus Gas, Öl und PSW sehr TEUER ist, und das wollen die Windstromler noch ausweiten. Sie mögen die Menschen aber wirklich.

Zur Wärmedämmung/Energieeinsparung:
Sagen Sie bloß, Sie haben noch keine realen Verbrauchsabrechnungen vorher/nachher gefunden? Bereits seit der Verschärfung der WSVO 1995 müßten Sie hier doch hunderte links anschleppen können.

Frohe Ostern
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Beitragvon Heinz » 13.04.2006 15:49 Uhr

Hallo Repower,


Wenn Ihre Aussagen zutreffen sollten, dann müssten die Netze ja wohl nicht ausgebaut werden.

Zitat Repower:
Es gilt:
Wenn der Verbrauch steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk rauf, wenn der Verbrauch abfällt, wieder runter.
Dann gilt auch:
Wenn Windleistung steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk runter, wenn Windleistung abfällt wieder rauf.


Maßgebend ist aber die Zeit, in der das passiert. Windstrom schwankt zu stark, siehe auch die links.

Dänemark hat wiederholt an der Börse Strom verschenken müssen, da ein Überangebot da war, das mangels Verbrauch niemand wollte. Forschung in Speichertechnologien wären daher vernünftiger, anstatt EEG.
Zitat Repower

Zitat Repower:
Wie oft noch? Falsche Behauptungen werden durch dauernde Wiederholung nicht richtig. Fakt ist: 95 % der Windenergie fällt sauber vorhergesagt an und wird ohne zusätzlichen Aufwand sofort verbraucht.


Schauen Sie sich doch einfach die Diagramme der Windverläufe an. Alleine die Tagesganglinien haben enorme Schwankungen.
Zu Ihren weitern Aussagen folgende links (zwar etwas älter, aber immer noch richtig.
http://gegenwind-ev.de/vortrag.pdf
http://www.eon-energie.de/Ressources/do ... nergie.pdf

Zu den Windstromkosten:
Als Faustwert für eine WEA rechnet man 1 Million Euro je 1MWp und produziert 1.700.000 KWh im Binnenland. 1 Million € zu marktüblichen Zinsen ~ 6% finanziert, ergeben über Laufzeit und Lebensdauer von 20 Jahren eine jährliche Belastung von 87.000 € p.a., geteilt durch 170.000 KWh kostet eine Kilowattstunde Windstrom schon 5,1 ct. Dann noch Unterhaltung, Wartung und Gewinn dazu.

Übrigens die Mehrkosten der EVU werden mit 2,4 ct/KWh beziffert (s. o. link). Mit Ihren Aussagen (besser Nichtaussagen) werfen Sie nur Nebelbomben, die von der wirtschaftlichen Unsinnigkeit ablenken sollen.

Wie auch zu den Strompreisen:

Strompreisumfrage von 2005 über die Stromkosten der Haushalte (ct/KWh):
Dänemark 22,05
Italien 19,99
Deutschland 18,86
GB, F und Schweiz rd. 12
http://www.energienetz.de/index.php...id=89&subid=378

Warum ist das Windmusterland denn am teuersten? Und die Atomstromler am billigsten?

Frohe Ostern
Heinz
RePower

Beitragvon RePower » 13.04.2006 18:35 Uhr

Hallo Repower,

Wenn Ihre Aussagen zutreffen sollten, dann müssten die Netze ja wohl nicht ausgebaut werden.

Jetzt wird es etwas wirr - welche Aussage von mir meinten sie konkret? Ich habe zwar nicht erwähnt, dass für neue Kraftwerke immer schon neue Leitungen benötigt wurden, aber es stimmt.
Zitat Repower:
Es gilt:
Wenn der Verbrauch steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk rauf, wenn der Verbrauch abfällt, wieder runter.
Dann gilt auch:
Wenn Windleistung steigt, fährt ein geeignetes Kraftwerk runter, wenn Windleistung abfällt wieder rauf.


Maßgebend ist aber die Zeit, in der das passiert. Windstrom schwankt zu stark, siehe auch die links.

Das ist falsch. Die Anstiegs- und Abfallzeiten aller Windanlagen liegen in einem Maße, die problemlos über die Mittellast abgedeckt werden können. Das ist ein Ergebnis der Dena-Studie. Je mehr davon und umso weiter verteilt, umso besser.

Des weiteren arbeiten "Studien" dieser Machart alle nach dem gleichen manipulativen Schema: Sie "analysieren", aus energietechnischer Sicht absolut unsinnig, den Lastgang einzelner kleinerer Kommunalnetze. Dass wir alle an ein Verbundnetz angeschlossen sind, wird ignoriert.
Dänemark hat wiederholt an der Börse Strom verschenken müssen, da ein Überangebot da war, das mangels Verbrauch niemand wollte. Forschung in Speichertechnologien wären daher vernünftiger, anstatt EEG.

Ist mir nicht bekannt dass man an der Börse auch was verschenken kann ;-) Aber gut, gibts davon auch einen link?
Zitat Repower

Zitat Repower:
Wie oft noch? Falsche Behauptungen werden durch dauernde Wiederholung nicht richtig. Fakt ist: 95 % der Windenergie fällt sauber vorhergesagt an und wird ohne zusätzlichen Aufwand sofort verbraucht.


Schauen Sie sich doch einfach die Diagramme der Windverläufe an. Alleine die Tagesganglinien haben enorme Schwankungen.
Zu Ihren weitern Aussagen folgende links (zwar etwas älter, aber immer noch richtig.
http://gegenwind-ev.de/vortrag.pdf
http://www.eon-energie.de/Ressources/do ... nergie.pdf

Ich kenne diese Diagramme, aber was wollen sie uns damit sagen? Zum zehnten mal das Wind schwankt? Das hat doch niemand bestritten, nur hat diese Schwankung, die im Bereich der Lastschwankungen liegt, keine Auswirkungen auf das Netz. Zur Aussagekraft des Rests s.o..
Zu den Windstromkosten:
Als Faustwert für eine WEA rechnet man 1 Million Euro je 1MWp und produziert 1.700.000 KWh im Binnenland. 1 Million € zu marktüblichen Zinsen ~ 6% finanziert, ergeben über Laufzeit und Lebensdauer von 20 Jahren eine jährliche Belastung von 87.000 € p.a., geteilt durch 170.000 KWh kostet eine Kilowattstunde Windstrom schon 5,1 ct. Dann noch Unterhaltung, Wartung und Gewinn dazu.

Ihre Rechnung ist nett, aber unnötig. Einziger Fakt ist: Der WEA-Betreiber bekommt einfach den festen Betrag pro kWh - wie er damit zurechtkommt ist sein Problem, das ist die schöne Transparenz am EEG! Die Tatsche, dass er damit klarkommt, gibt mir Recht.
Übrigens die Mehrkosten der EVU werden mit 2,4 ct/KWh beziffert (s. o. link).

Diese Zahl (natürlich von den EVUs selbst) ist schon lange mehrfach unabhängig revidiert, die Regel- bzw. Reserveenergiekosten liegen, (nicht exakt messbar) im 0,1 ct-Bereich. Interessant auch, dass Regelzonen ohne Windenergie teilweise höhere Kosten dafür aufweisen.
Mit Ihren Aussagen (besser Nichtaussagen) werfen Sie nur Nebelbomben, die von der wirtschaftlichen Unsinnigkeit ablenken sollen.

Wirtschaftlich unsinnig? Dann beweisen sie es uns doch endlich!

Die Zahlen sagen eindeutig, dass Windstrom im selben Preisrahmen wie konventioneller Strom liegt, das wurde ihnen jetzt zum x-ten mal dargelegt, das können sie nicht widerlegen, darauf antworten sie nicht mal.

Mit Wie auch zu den Strompreisen: ...

Hier haben sie (wieder mal) nachprüfbare Fakten von MartinS komplett ignoriert. Auch meine Antwort bezüglich der immens gestiegenen Gewinne der Stromerzeuger ist ihnen kein Kommentar wert, die anderen Informationen bezgl. der "Kostenbremse" Regenerativen Energien ebenso.

Sie sind offensichtlich auch unfähig weiter zu denken, sonst wäre ihnen nicht entgangen, dass konventionelle Energie immer teurer wird, Windstrom immer billiger!

Gruß,
RePower

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