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Heinz
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Beitragvon Heinz » 09.04.2006 16:00 Uhr

Hallo Martin S.,

Nehmen wir von mir aus Ihre genannten 2,4 Milliarden €. Das sind Gelder, die der Volkswirtschaft entzogen worden sind und in Form von Einspeisevergütungen über das EEG an Private geflossen sind. Unberrücksicht sind hierbei allerdings noch die verbilligten Kfw-Kredite und Verlustabschreibungen.
2,4 Milliarden geteilt durch 82.000 Millionen Bürger ergibt 29 € pro Kopf und Jahr, für eine vieköpfige Familie also 116 € im Jahr.

Z. B. ein Windpark mit 4 Rotoren soll etwa den Stromverbrauch einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern erzeugen. Die Einwohner zahlen somit 290.000 € Kaufkraftverlust im Jahr. Bei 25.000 € je Arbeitsplatz entspricht das etwa 11 Arbeitsplätzen. Wieviele Arbeitsplätze hat der Windpark auf Dauer geschaffen?

Mfg
Heinz

MartinS.

Beitragvon MartinS. » 09.04.2006 18:36 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo Martin S.,

Nehmen wir von mir aus Ihre genannten 2,4 Milliarden €. Das sind Gelder, die der Volkswirtschaft entzogen worden sind und in Form von Einspeisevergütungen über das EEG an Private geflossen sind. Unberrücksicht sind hierbei allerdings noch die verbilligten Kfw-Kredite und Verlustabschreibungen.
2,4 Milliarden geteilt durch 82.000 Millionen Bürger ergibt 29 € pro Kopf und Jahr, für eine vieköpfige Familie also 116 € im Jahr.

Z. B. ein Windpark mit 4 Rotoren soll etwa den Stromverbrauch einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern erzeugen. Die Einwohner zahlen somit 290.000 € Kaufkraftverlust im Jahr. Bei 25.000 € je Arbeitsplatz entspricht das etwa 11 Arbeitsplätzen. Wieviele Arbeitsplätze hat der Windpark auf Dauer geschaffen?

Mfg
Heinz


Ihre Rechnungen sind wirklich abendteuerlich. Warum stützen Sie ihre Aussagen eigentlich immer nur auf ihre Berechnungen, obwohl diese dutzende Faktoren unberücksichtigt lassen (wohl beabsichtigt), also daher falsch sind?

Naja ich berufe mich lieber auf handfestes:
1. "Wirkung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien auf den
deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer
Berücksichtigung des Außenhandels"

Zwischenergebnis: "Bislang war der Nettobeschäftigungseffekt der Erneuerbaren Energien positiv." (die Studie erscheint im Sommer, daher noch keine genaueren Angaben)
Derzeit sind übrigens 170.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt.
Link zur Studie: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... _06-03.pdf

2. Externe Kosten der konventionellen Stromerzeugung vergessen Sie auch immer wieder gerne. Dazu eine Studie des DLR: "Ausgehend vom heutigen Stand des Wissens zur Berechnung externer Kosten kann davon
ausgegangen werden, dass die durch die Nutzung erneuerbarer Energien vermiedenen externen
Kosten in der gleichen Größenordnung wie die Aufwendungen zur Förderung durch das EEG
liegen
. Unabhängig von verschiedenen anderen Zielen, die mit dem EEG verfolgt werden,
„lohnt“ sich also die Förderung erneuerbarer Energien alleine aufgrund der vermiedenen
Umweltschäden und den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Nutzen."
Hier ien Link zur Studie: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... Kosten.pdf

3. Wahrscheinlich haben Sie in die Studie zu den Industriestrompreisen und dem EEG gar nicht hineingeschaut. Anders kann ich mir Ihre Haltung nicht erklären.
Hier nocheinmal der Link zur Studie:
http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... studie.pdf

und ein paar Fakten aus der Studie:
In einem ersten Schritt wurde die Entwicklung der Strompreise analysiert
und festgestellt, dass die Großabnehmerpreise der Industrie
über alle Abnahmefälle hinweg seit 1995 um rund 30%
gesunken
sind – trotz zusätzlicher Belastungen wie Stromsteuer,
KWK-Umlage und EEG-Kostenwälzung. Auch international gesehen
hat Deutschland seine Position gegenüber der Gesamt-EU und den
USA verbessert, was durch weit überdurchschnittliche Preissenkungen
dokumentiert ist.

Wenn man eine eher enge, unseres Erachtens aber angemessene
Definition eines stromintensiven Wirtschaftszweiges verwendet
(Anteil der Stromkosten an der Bruttowertschöpfung > 15%), fallen
darunter nur drei Zweige mit rund 200 Unternehmen und einem
Gesamtstromverbrauch von 17,5 TWh. Innerhalb dieser Wirtschaftszweige
wiederum gibt es nur wenige Unternehmen, deren
Anteil mehr als 20% beträgt, die also letztlich den harten Kern der
stromintensiven Industrie bilden.

Die durchschnittlichen Entlastungen der stromintensiven Industrie
seit Mitte der 90er Jahre (liberalisierungsbedingte Strompreissenkungen
und Wegfall des Kohlepfennigs) übertreffen nach unseren
Berechnungen die Belastung durch die EEG-Kostenwälzung um
mehr als den Faktor 8 . Bisherige politisch gewollte Entlastungen
wie Stromsteuerermäßigung, Befreiung von der Konzessionsabgabe
und KWK-Deckelung addieren sich zusätzlich zu knapp
1 ct/kWh gegenüber der restlichen Industrie, und eine verbesserte
Liberalisierung plus Erschließung der Effizienzpotenziale könnte
nochmals zu einer Entlastung um 1ct/kWh führen. Vor diesem
Hintergrund erscheint eine weitere politisch gewollte Entlastung
der stromintensiven Industrie nicht notwendig.


4. Subventionen für Kohle, Atom und Co vergessen Sie ebenfalls.
Hier ein Überblick: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... nergie.pdf

5. Das BMU hat ermittelt, dass die erneuerbaren Energien die Volkswirtschaft schon heute um 600 Millionen Euro pro Jahr entlasten!

Also bitte: Lassen Sie ihre vermeintlich einfachen, aber komplett unsinnigen Rechnungen. Sie sehen ja was dabei herauskommt.
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Beitragvon Heinz » 09.04.2006 19:06 Uhr

Ach Herr Martin S.,

schön wär es gewesen auf mein "abenteuerliches" Rechenbeispiel zu antworten. Interessierte Bürger fragen nun mal nach.

Es ist auch schön, dass Sie soviele "Experten" zitieren können, leider aber alle, die von der Windenergie profitieren: www.wind*** und Greenpeace (das sind wenigstens echte Werbeexperten). Frei nach dem Motto: Rauchen schadet nicht, gez. Dr. Marlboro.

Aber vielleicht lesen Sie sich auch mal was durch, was nicht von wind.de oder Greenpeace kommt:
http://www.bei.uni-bremen.de/download/gutacht_0144.pdf

Mfg
Heinz
MartinS.

Beitragvon MartinS. » 09.04.2006 20:20 Uhr

Heinz hat geschrieben:Ach Herr Martin S.,

schön wär es gewesen auf mein "abenteuerliches" Rechenbeispiel zu antworten. Interessierte Bürger fragen nun mal nach.

Es ist auch schön, dass Sie soviele "Experten" zitieren können, leider aber alle, die von der Windenergie profitieren: www.wind*** und Greenpeace (das sind wenigstens echte Werbeexperten). Frei nach dem Motto: Rauchen schadet nicht, gez. Dr. Marlboro.

Aber vielleicht lesen Sie sich auch mal was durch, was nicht von wind.de oder Greenpeace kommt:
http://www.bei.uni-bremen.de/download/gutacht_0144.pdf


Mfg
Heinz

Abend,
Ihre Kritik zielt leider ins Leere:
Die Studien wurden nicht von www.wind-energie.de angefertigt (vielleicht hätte ein Blick indie Studien genügt...). Ich hätte genauso gut andere Links angeben können. Wo ist das Problem?
Und zur Greenpeacestudie: Irgendwie merkwürdig. Sie konnten keine Punkt der Greenpeacestudie widerlegen, wissen aber trotzdem, dass sie falsch ist :? Naja man wird immer wieder verwundert.

Jetzt haben Sie aber immerhin mal was handfestes gepostet.
Hier mal eine Gegendarstellung der Studie vom BWE:
http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... studie.pdf

Es wurden also einige Fehler gemacht, die das Ergebnis der Studie doch in einem etwas anderem Licht erscheinen lassen.
Ich warte da lieber auf das endgültige Ergebnis der Studie vom DIW, ZSW, DLR und gws, das im Sommer erscheinen soll. Und wie gesagt, das Zwischenergebnis ist, dass sich die erneuerbaren Energien positiv auf den Beschäftigungsmarkt auswirken.
Und wie wirken sich denn Kolhe, und Atom auf die Arbeitsplätze aus?

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Gast

Beitragvon Gast » 10.04.2006 09:24 Uhr

Hallo MartinS,

An der Greepeace-Studie braucht man nichts zu widerlegen, da sie nur ein theoretisches Planspiel ist, das in der Praxis nicht funktioniert und auch wieder auf Klimaängste (CO2) setzt. Die Versorgungssicherheit wurde dort am Computer SIMULIERT. Das ist wie bei den Klimamodellen; es kann nur das herauskommen, was man vorher einprogrammiert hat. Computerspiele.

Aus den Messungen der FINO-Forschungsplattform sind 4.500 VIRTUELLE Volllaststunden errechnet worden, also Durchscnittswerte und Statistik. Ein praxisorientiertes Testfeld ist in der Nähe der Plattform erst in Vorbereitung. Das könnte man sich eigentlich sparen, denn nur ein paar Kilometer weiter stehen dänische WEA im Wasser, welche etwa 2.300 Volllaststunden erreichen. Ein 30%-Anteil wäre schon sehr optimistisch.

Die angebliche Widerlegung der Bremer Studie ist bullshit. Sie rechnet ökologische und CO2-Vermeidungskosten gegen, sogar Hochwasserereignisse, also ob WEA Hochwasser vermeiden. Das ist purer Unfug. Genausogut könnte man den Wert der geschredderten Vögel mit in die Rechnung bringen.

Kohle wird zwar auch subventioniert, sie erfüllt jedoch einen volkswirtschaftlichen ZWECK, und das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, während Wind und Solar vom Wetter abhängig sind. Durch die angestiegenen Ölpreise ist Kohle für die Kohleverflüssigung wieder wirtschaftlich. (http://www.morgenwelt.de/index.php?id=1 ... _news=1688).
In Verbindung mit neuen KKW, wäre hier ein enormer Beschäftigungseffekt möglich und die Auslandsabhängigkeit könnte deutlich verringert werden. Das wären dann wirklich sinnvolle KWK-Anlagen. Solar und Wind ersetzen kein Erdöl!

Übrigens ohne Kohle oder Atomstrom könnte kein einziges Windrad gebaut werden.

Mfg
Heinz
MartinS.

Beitragvon MartinS. » 10.04.2006 15:30 Uhr

Anonymous hat geschrieben:Hallo MartinS,

An der Greepeace-Studie braucht man nichts zu widerlegen, da sie nur ein theoretisches Planspiel ist, das in der Praxis nicht funktioniert und auch wieder auf Klimaängste (CO2) setzt. Die Versorgungssicherheit wurde dort am Computer SIMULIERT. Das ist wie bei den Klimamodellen; es
kann nur das herauskommen, was man vorher einprogrammiert hat. Computerspiele.

Nun scheinen Sie sich komplett von den Fakten verabschiedet zu haben.
Warum funktioniert es in der Praxis nicht?
Das Ergebnis der Simulation zeigt eindeutig, dass eine Versorgungsscherheit mit den erneuerbaren Energien inkls. Gud-Kraftwerken gewährleistet ist. Vielleicht wollen Sie es auch einfach nicht wahrhaben, wie den Klimawandel.
Ich hatte auch eine andere Studie zur Grundlast - soll ich diese auch nochmal posten, oder schauen Sie eh nicht rein?

Und zu den Klimmodellen: Auch hier liegen Sie wieder falsch. Die Klimamodelle müssen zuerst das Klima der Vergangenheit simulieren können, bevor sie überhaupt für die Zukunft eingesetzt werden.
Ich weiss nicht ob Ihnen das BBC Klimprojekt etwas sagt? Das können Sie sich herunterladen und damit haben Sie dann selber ein Klimamodell (auf jedem Rechner ist es ein anderes mit leicht unterschiedlichen Parametern). Dort wird dann das Klima bis zum Jahr 2000 simuliert. Ist es zu ungenau, ist damit für Sie das Projekt zuende. Doch die Wissenschaftler erhalten damit wichtige Informationen um die Klimamodelle nioch zu verbessern.

Jedes Klimamodell muss übrigens 4 Tests bestehen:
1. Stimmt die physische Basis des Modells mit den Gesetzen der Physik überein?
2. Kann das Modell das gegenwärtige Klima akkurat simulieren?
3. Kann es Tag für Tag die Weiterentwicklung der Wettersysteme simulieren?
4. Kann das Modell simulieren, was wir über das Klima der Vergangenheit wissen?


Aus den Messungen der FINO-Forschungsplattform sind 4.500 VIRTUELLE Volllaststunden errechnet worden, also Durchscnittswerte und Statistik. Ein praxisorientiertes Testfeld ist in der Nähe der Plattform erst in Vorbereitung. Das könnte man sich eigentlich sparen, denn nur ein paar Kilometer weiter stehen dänische WEA im Wasser, welche etwa 2.300 Volllaststunden erreichen. Ein 30%-Anteil wäre schon sehr optimistisch.

Ich weiss jetzt nicht von welchem dänischen Windpark Sie reden? Nystedt oder Horns Rev? Nystedt hatte jedenfalls prognostizierte 3.700 Volllaststuden und hat diese auch erreicht.
Und Horns Rev erreicht trotz großer Probleme im Jahr 2003 über 2.800 Volllaststuden.

Die angebliche Widerlegung der Bremer Studie ist bullshit. Sie rechnet ökologische und CO2-Vermeidungskosten gegen, sogar Hochwasserereignisse, also ob WEA Hochwasser vermeiden. Das ist purer Unfug. Genausogut könnte man den Wert der geschredderten Vögel mit in die Rechnung bringen.

Noch nie was von externen Kosten gehört? Ich hatte doch dazu eine Studie gepostet - naja wie bei den anderen wohl auch....
Ja Windenergie vermeidet den Austoss von Schadstoffen:
z.B. Nystedt:
- 500.000 Tonnen CO2 (ich höre Sie schon sagen: Warum ist den der Umweltdünger CO2 ein Schadstoff....)
- 490 Tonnen SO2
- 440 Tonnen NOx

Dazu auch nochmal eine Studie: http://www.erneuerbare-energien.de/file ... kosten.pdf

Die Studie des Bremer Instituts hat übrigens noch einen entscheinden Fehler:
- der Außenhandel wird nicht berücksichtigt
Übrigens der Projektleiter der von mir geposteten Studie geht von einem postiven Effekt von 30.000- 40.000 Arbeitsplätzen aus.

Kohle wird zwar auch subventioniert, sie erfüllt jedoch einen volkswirtschaftlichen ZWECK, und das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, während Wind und Solar vom Wetter abhängig sind. Durch die angestiegenen Ölpreise ist Kohle für die Kohleverflüssigung wieder wirtschaftlich. (http://www.morgenwelt.de/index.php?id=1 ... _news=1688).
In Verbindung mit neuen KKW, wäre hier ein enormer Beschäftigungseffekt möglich und die Auslandsabhängigkeit könnte deutlich verringert werden. Das wären dann wirklich sinnvolle KWK-Anlagen. Solar und Wind ersetzen kein Erdöl!

Übrigens ohne Kohle oder Atomstrom könnte kein einziges Windrad gebaut werden.

Mfg
Heinz


Wirtschaftlich aber auch sinnvoll?
Ihre Vorstellungen sind vom Klimaschutz her betrachtet nicht akzeptabel. Und außerdem: Würden die Kohlevorräte so intensiv genutzt werden, wären auch sie schon bald erschöpft. Und warum halten Sie herkömmliche KWK-Anlagen nicht für sinnvoll?
Solar-und Windenergie ersetzen natürlich kein Erdöl (es sei denn man benutzt Elektroautos), doch mal wieder vergessen Sie die anderen erneuerbaren Energien. Ich hab da mal was von Biomasse gehört :roll:

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Beitragvon Heinz » 10.04.2006 19:48 Uhr

Hallo MartinS.,

Eine Computersimulation ist kein Fakt. Fakt ist der Klimawandel. Gestern hats hier geregnet und es war 8°C, heute hatte es 13°C und es war trocken. Der Durchschnitt des Wetters von gestern und heute nennt man Klima. Die Wissenschaftler nehmen den Durchschnitt von 30 Jahren.
Da Windstrom Gud-Kraftwerke braucht, wie Sie so schön ausführen, ist sie also abhängig von fossilen Energieträgern und damit von Russengas, wenns so weiter geht.

Wenn die Klimamodelle solche von Ihnen genannten Tests durchlaufen, warum ist die bewiesene Lüge von Mann (Hockeystick) nicht vorher durchgefallen? Meteorlogen können gerade mal für 5 Tage eine nur halbwegs genaue Wetterprognose erstellen, aber die Klimawissenschaftler wissen, wie das Wetter in 100 Jahren wird. Das sind Grimms Märchen!

Diese Wetterprognosen sollen die Windkraft grundlastfähig machen? Der prognostizierte Starkwind wird etwas stärker und die Windrädchen gehen auf Sturmsicherung und liefern keinen Strom. Folge : Das Netz bricht zusammen!

Von externen Kosten habe ich schon gehört. War das der Wertverlust der Immobilien in der Nähe von WEA? Was kostet ein eigentlich Vögel?

Nystedt hat 500.000 to CO2 eingespart. Super! Das sind 0,0000001 % am sog. weltweiten Treibhauseffekt. Was zahlen die Deutschen für den Mist zur Zeit, über 3 Milliarden € im Jahr?

Kohle reicht in Deutschland noch mehrere hundert Jahre, es ist also kein Zugzwang gegeben, um auf Mittelalterenergie umzustellen. Wie lange reicht Biomasse? Würde man von heute auf morgen alle Heizungen auf Holz umstellen, wäre in 7 Jahren der deutsche Wald weg und Brot gibt’s bei Aldi.

Stellt eigentlich Porsche schon ein Elektro-Carrera her? Die haben bestimmt schon 30.000 Leute für den US-Export eingestellt.

Mfg
Heinz
MartinS.

Beitragvon MartinS. » 10.04.2006 21:44 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo MartinS.,

Eine Computersimulation ist kein Fakt. Fakt ist der Klimawandel. Gestern hats hier geregnet und es war 8°C, heute hatte es 13°C und es war trocken. Der Durchschnitt des Wetters von gestern und heute nennt man Klima. Die Wissenschaftler nehmen den Durchschnitt von 30 Jahren.
Da Windstrom Gud-Kraftwerke braucht, wie Sie so schön ausführen, ist sie also abhängig von fossilen Energieträgern und damit von Russengas, wenns so weiter geht.

Natürlich sind Computersimulationen kein Fakt, sie sind nur ein Hilfsmittel für Klimatologen.
Der Klimawandel ist in der Tat Fakt. Nämlich eine Erwärmung von ca. 0,6°C im 20. Jahrhundert.
Warum? Das ist doch nur ein Übergang zur kompletten Energieversorgung mithilfe der erneuerbaren Energien. Erdgas könnte da z.B. durch Biogas ersetzt werden. Doch das ist derzeizt noch ferne Zukunft. Bei einer Importabhängigkeit von ca. 80% wäre schon ein riesiger Schritt getan, wenn wir da wären, was die Greenpeace- Studie für ein Kraftwerk errechnet hat.

Wenn die Klimamodelle solche von Ihnen genannten Tests durchlaufen, warum ist die bewiesene Lüge von Mann (Hockeystick) nicht vorher durchgefallen? Meteorlogen können gerade mal für 5 Tage eine nur halbwegs genaue Wetterprognose erstellen, aber die Klimawissenschaftler wissen, wie das Wetter in 100 Jahren wird. Das sind Grimms Märchen!

Eben haben Sie doch noch den Unterschied zwischen Wetter und Klima dargestellt. Schon wieder vergessen? Wetter ist chaotisch, Klima dagegen nicht. Es lässt sich ziemlich genau über längere Zeiträume vorherbestimmen. Man möchte ja auch schließlich nicht wissen, welches Wetter wir am 17.6.2034 wir haben.

Dazu auch:
Klimavorhersage ist nicht Wettervorhersage, da nicht einzelne Zustände des Systems, sondern nur Mittelwerte und Varianzen berechnet werden können. Eine exakte Klimavorhersage setzt voraus, dass man die Entwicklung aller Klimaantriebe (solare Aktivitätsänderung, Vulkanaktivität, menschliche Einflüsse) kennt. Klimavorhersage für einzelne Regionen oder einzelne Klimasystemkomponenten wird darüber hinaus dadurch begrenzt, dass Klimamodellgleichungen einen nichtlinearen Charakter besitzen und daher eine chaotische Dynamik aufweisen. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand verhält sich das global gemittelte Klima in der Nähe des gegenwärtigen Klimazustands nahezu linear und erscheint daher prinzipiell und im Rahmen der oben erwähnten Unsicherheiten vorhersagbar.

Und zu Ihrer Hockeystickkritik:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20046/1.html
Dieser Link ist recht objektiv. Die Kurve selber rüttelt, nicht am anthropogenen Klimawandel.
Diese Wetterprognosen sollen die Windkraft grundlastfähig machen? Der prognostizierte Starkwind wird etwas stärker und die Windrädchen gehen auf Sturmsicherung und liefern keinen Strom. Folge : Das Netz bricht zusammen!

Man kann den Wind für 48-72 Stunden sehr genau vorhersagen (über 90% Genauigkeit). Ist der Wind zu stark, drehen sich die Windkraftanlagen aus dem Wind und produzieren weiter Strom. Erst bei Windgeschwindigkeiten von 25 m/s bzw 35 m/s (offshore) stellensich die Anlagen ab.
Und warum bricht das Netz bei Sturm zusammen?
Von externen Kosten habe ich schon gehört. War das der Wertverlust der Immobilien in der Nähe von WEA? Was kostet ein eigentlich Vögel?

Och fangen Sie nicht mit den Vögeln an. Selbst der BUND geht nur von 1000-2000 toten Vögeln pro Jahr durch die WKAs aus. Auch amerikanische Studien kommen zu ähnlichen Ergebnisse.

Wie sieht es denn mit den Zwangsumsiedlungen wegen dem Kohleabbau aus?
Den Tankerunglücken?
Radioaktive Katastrophen?
Klimawandel?
etc...

Nystedt hat 500.000 to CO2 eingespart. Super! Das sind 0,0000001 % am sog. weltweiten Treibhauseffekt. Was zahlen die Deutschen für den Mist zur Zeit, über 3 Milliarden € im Jahr?

Welche Bezugsgröße benutzten Sie denn?
Gesamtreibhauseffekt? (was ziemlich dumpfsinnig wäre)
Antroprogener Treibhauseffekt?

Kohle reicht in Deutschland noch mehrere hundert Jahre, es ist also kein Zugzwang gegeben, um auf Mittelalterenergie umzustellen. Wie lange reicht Biomasse? Würde man von heute auf morgen alle Heizungen auf Holz umstellen, wäre in 7 Jahren der deutsche Wald weg und Brot gibt’s bei Aldi.

Stellt eigentlich Porsche schon ein Elektro-Carrera her? Die haben bestimmt schon 30.000 Leute für den US-Export eingestellt.

Mfg
Heinz

Das verlangt doch keiner.
Es muss auch Energie eingespaart werden:
- z.B. das Passivhaus (oftmals ist keine oder nur eine sehr kleine Heizung notwendig)
- Solarthermie

Auf dieser verringerten Basis kann man dann auch mehr Häuser mit Biomasse versorgen.

Ahso Mittelalterenergien: Hatten die damals auch schon PV Anlagen :D
Naja aber selbst wenn es Mittelalterenergien sind (Windenergie), besser als die Steinzeitenergien (noch untertrieben) (fossile Energien).

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Beitragvon Heinz » 11.04.2006 10:45 Uhr

Hallo MartinS.,

Wenn man das Wetter, das ein statistischer Mittelwert ist, nicht genau vorausberechnen kann, kann man auch das Klima nicht vorausberechnen, das nennt man dann Prophezeiung. Wenn in einem Model das Ergebnis aus 5 Annahmen (und die Modelle rechnen mit zig Annahmen) zu 100% zutreffen soll, müssen alle Annahmen 100% richtig sein. Sind die 5 Annahmen nur zu 90% richtig, hat das Ergebnis schon nur noch einen Wahrheitsgehalt von knapp 60%.
Sie zitieren: ….“im Rahmen der oben erwähnten Unsicherheiten vorhersagbar“…., Richtig! :) , Kräht der Hahn auf dem , Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

0,6° C Temperaturerwärmung sind Peanuts. Alleine die monatlichen Mitteltemperaturen schwanken um +/- 5°C. Die Erwärmung geht mit einer erhöhten Sonnenaktivität einher.

Sie schreiben: „Man möchte ja auch schließlich nicht wissen, welches Wetter wir am 17.6.2034 haben“….. aber man zockt Milliarden beim Bürger dafür ab.

„Dieser link ist objektiv“ (Heise.de) :) . Keine konkreten inhaltlichen Aussagen, noch nicht mal fundierte Widerlegungen, aber Diffamierungsversuche…BILD-Zeitung-Niveau!

Atom- und Kohlekraftwerke können nicht innerhalb kurzer Zeit geregelt werden, z. B. hochfahren. Läßt der Wind plötzlich nach, müssen daher teure Gas- oder Ölkraftwerke einspringen, die sich schnell hochfahren lassen. Das ist sehr teuer. Die erforderlichen Kapazitäten sind nicht vorhanden, so dass es nicht genug Strom für den Verbrauch nachgeliefert wird. D. h. die Lichter gehen aus.

Die Frage wegen der Vögel muss gestattet sein. Gerade der BUND, dem es gefallen hat, dass ein paar Rest-Großtrappen für zig-Millionen vor einer Bahntrasse geschützt wurden, sind tausende geschredderte Vögel im Jahr egal. Kennen Sie Janus?

Unglücke passieren immer. Warum nennt man im selben Zusammenhang nicht auch die Verkehrsopfer, Kinder, die Domestos gesoffen haben, eingequetschte und abgestürzte Windkraftmonteure, vom Dachgefallene Solateure und Leute, die den Schnee von Kollektoren abräumen wollten etc. etc.

Bezugsgröße: Nach Angaben aus dem BMU unter Trittin: 750 Milliarden CO2-Emissionen weltweit, CO2 hat 15% Anteil am sog. Treibhauseffekt gibt 0,00001% Anteil (hatte zuvor versehentlich 500 to eingetippt).

Deutschland ist bereits Weltmeister im Energiesparen. Verlinken Sie mal ein paar Beispiele mit konkreten Verbrauchsabrechnungen (Heizen + Strom) von Passivhäusern oder nachträglich wärmegedämmten Häusern (Verbrauch vorher/Nachher).

Holz, Sonne und Wind wurden im Mittelalter genutzt. Kohle in der Neuzeit bis jetzt (das nannte man die Zeit der industriellen Revolution), Atomkraft erst seit 1954. Nun MKHR in Südafrika. :)

Mfg
Heinz
MartinS.

Beitragvon MartinS. » 11.04.2006 16:02 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo MartinS.,

Wenn man das Wetter, das ein statistischer Mittelwert ist, nicht genau vorausberechnen kann, kann man auch das Klima nicht vorausberechnen, das nennt man dann Prophezeiung. Wenn in einem Model das Ergebnis aus 5 Annahmen (und die Modelle rechnen mit zig Annahmen) zu 100% zutreffen soll, müssen alle Annahmen 100% richtig sein. Sind die 5 Annahmen nur zu 90% richtig, hat das Ergebnis schon nur noch einen Wahrheitsgehalt von knapp 60%.
Sie zitieren: ….“im Rahmen der oben erwähnten Unsicherheiten vorhersagbar“…., Richtig! :) , Kräht der Hahn auf dem , Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

0,6° C Temperaturerwärmung sind Peanuts. Alleine die monatlichen Mitteltemperaturen schwanken um +/- 5°C. Die Erwärmung geht mit einer erhöhten Sonnenaktivität einher.

LOL eben war Klima für sie noch das Mittel des Wetters von vielen Jahren, nun ist es schon ein Monat. Im nächsten Post dann ein Tag? Es soll sogar Temperaturschwankungen zwischen Tag- und Nacht geben...
Ihre Kritk an den Klimamodellen ist auch haltlos: Ich hatte Ihnen doch schon mal vom BBC Projekt berichtet. Dort laufen die Modell von 1920 - 2000. Dann wird geprüft, wie stark das Modell von der Realität abweicht. Ist die Abweichung gering simuliert es dann auch noch die nächsten 80 Jahre.
http://climateprediction.net/
Das funktioniert bei allen Klimamodellen so. Ich hatte doch auch die 4 Kritierien aufgeschrieben.
Natürlich die Klimaszenarien müssen nicht unfehlbar sein. Daher geben sie auch immer eine Spanne an und keine genau Temperatur. Die Klimamodelle werden aber laufend weiterentwikelt:
z.B.: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/243903.html

Sie schreiben: „Man möchte ja auch schließlich nicht wissen, welches Wetter wir am 17.6.2034 haben“….. aber man zockt Milliarden beim Bürger dafür ab.
Ja,ja der gute alte Klimaskeptiker.

„Dieser link ist objektiv“ (Heise.de) :) . Keine konkreten inhaltlichen Aussagen, noch nicht mal fundierte Widerlegungen, aber Diffamierungsversuche…BILD-Zeitung-Niveau!

1. Warum zitieren Sie mich falsch?
2. Wenn es Ihnen nicht wissenschaftlich genug ist, schauen Sie doch mal bei realclimate vorbei (ja ich weiss, dass dort Herr Mann auch mitarbeitet, doch dadurch sind seine Argumente nicht automatisch falsch...).

Atom- und Kohlekraftwerke können nicht innerhalb kurzer Zeit geregelt werden, z. B. hochfahren. Läßt der Wind plötzlich nach, müssen daher teure Gas- oder Ölkraftwerke einspringen, die sich schnell hochfahren lassen. Das ist sehr teuer. Die erforderlichen Kapazitäten sind nicht vorhanden, so dass es nicht genug Strom für den Verbrauch nachgeliefert wird. D. h. die Lichter gehen aus.

Das ist ja mit ein Grund, weshalb wir aus der Kernenergie aussteigen müssen. Diese nicht regelbaren Kraftwerke gehören eh in die Steinzeit, da sie zum Stromverschwenden geradezu einladen. Immer gleich viel Strom, bei unterschiedlicher Nachfrage. Erinnert mich irgendwie an die Planwirtschaft...

Und zum Stromnetz: http://www.energetik-leipzig.de/Focus/deutsch/BE-5.pdf
Auch schon mal gepostet, hier die Zusammenfassung der Studie
Und die Aussage "die erforderlichen Kapazitäten sind nicht vorhanden,..."
ist jawohl ein kompletter Schuss in den Ofen. Die Windenergie benötigt im Mittel etwa 750 MW Regelenergieleistung, es stehen aber 7.300 MW bereit (2004; 2002 gab es übrigens noch eine Kapazität von 8.300 MW). Merkwürdig: Die Regelenergiekapazität ist gefallen, die Windenergieleistung gestiegen...

Die Frage wegen der Vögel muss gestattet sein. Gerade der BUND, dem es gefallen hat, dass ein paar Rest-Großtrappen für zig-Millionen vor einer Bahntrasse geschützt wurden, sind tausende geschredderte Vögel im Jahr egal. Kennen Sie Janus?

Gestattet ist die Frage allemal. Hier mal eine Studie zum Thema:
http://bergenhusen.nabu.de/bericht/Voeg ... ergien.pdf
Unglücke passieren immer. Warum nennt man im selben Zusammenhang nicht auch die Verkehrsopfer, Kinder, die Domestos gesoffen haben, eingequetschte und abgestürzte Windkraftmonteure, vom Dachgefallene Solateure und Leute, die den Schnee von Kollektoren abräumen wollten etc. etc.

Auf der einen Seite verharmlosen, auf der anderen übertreiben - dann kommt sowas raus.
Bezugsgröße: Nach Angaben aus dem BMU unter Trittin: 750 Milliarden CO2-Emissionen weltweit, CO2 hat 15% Anteil am sog. Treibhauseffekt gibt 0,00001% Anteil (hatte zuvor versehentlich 500 to eingetippt).

Ja dann ist die Rechnung Quatsch.
Die Windenergien sollen also auch natürliche CO2 Emissionen einsparen. Sie scheinen den WKAs ja richtige Wunder zuzutrauen :)
Die antropogenen CO2 Emissionen liegen bei etwa 25 Mrd. Tonnen CO2, bzw. etwa 6 Mrd. Tonnen Kohlenstoff.

Deutschland ist bereits Weltmeister im Energiesparen. Verlinken Sie mal ein paar Beispiele mit konkreten Verbrauchsabrechnungen (Heizen + Strom) von Passivhäusern oder nachträglich wärmegedämmten Häusern (Verbrauch vorher/Nachher).

Wenn Deutschland tatsächlich Energiesparweltmeister ist, zeigt das nur, dass kaum Energie gespart wird. Denn laut verschiedenen Studien könnte man in Deutschland 35-50% des Energieverbrauchs einsparen...
Ihrem Wunsch kann ich leider nicht nachgehen: Auf was für ein Niveau wurde das Haus denn gedämmt? Und was war es früher? Ein Altbau? ungedämmt?

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