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Windkraftanlagen, Kleinwindkraftanlagen, Windenergie, Planung, Windparks
Martin G.

Beitragvon Martin G. » 23.02.2006 21:12 Uhr

Guten Abend ! :D
Da ich das Thema "Offshore-Windkraftwerke in Deutschland und weltweit" gewählt habe, bräuchte ich unbedingt eine Karte von allen geplanten und bereits errichteten Off-Shore-Windkraftparks weltweit oder besonders in der norddeutschen Bucht bzw. im niedersächsischem Wattenmeer!
Bin bereits am googlen,aber habe dabei sehr wenig Erfolg!

Zum anderen wollte ich einfach mal fragen,ob ihr diese Projekte auf dem Meer für eher unsinnig oder sinnvoll haltet? Wo sind für euch die Nachteile bzw. Vorteile zu finden? Was überwiegt?

Wäre mal ganz interessant zu wissen ,wie Ihr darüber denkt!

Mit freundlichem Gruß ,Martin! :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 14.03.2006 18:56 Uhr

Martin G. hat geschrieben:Guten Abend ! :D
Da ich das Thema "Offshore-Windkraftwerke in Deutschland und weltweit" googlen,aber habe dabei sehr wenig Erfolg!

Zum anderen wollte ich einfach mal fragen,ob ihr diese Projekte auf dem Meer für eher unsinnig oder sinnvoll haltet? Wo sind für euch die Nachteile bzw. Vorteile zu finden? Was überwiegt?

Wäre mal ganz interessant zu wissen ,wie Ihr darüber denkt!

Mit freundlichem Gruß ,Martin! :wink:

Heinz
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Beitragvon Heinz » 14.03.2006 21:33 Uhr

2005 waren nach Angaben des VDEW in Deutschland 17.574 Windkraftanlagen (WKA) mit einer Leistung von 18.428 Megawatt installiert. Sie produzierten eine Strommenge von rund 26,5 Milliarden Kilowattstunden. Das bedeutet, dass die WKA lediglich 1.438 Volllaststunden erreichten. Das sind nur 16,4% eines Jahres, die restlichen 7.322 Stunden waren die WKA also Standby.

Deutschland verbraucht in einem Jahr etwa 530 Milliarden Kilowattstunden Strom, wovon 30% auf die Kernenergie entfallen.
Der Anteil des Windstromes am Gesamtstromverbrauch beträgt 5%. Wollte man nur die Kernenergie mit Windstrom ersetzen, wären 6-mal so viele WKA erforderlich, also über 105.000 Stück. Bei mittleren Kosten von 1,5 Millionen € je Windrad, wären also noch 131,8 Milliarden € erforderlich, das sind 1.600 € pro Kopf der Bevölkerung, dafür könnten 130 Kohlekraftwerke gebaut werden.
Bei einer Fläche Deutschlands von 356.970 km², käme ein Windrad auf etwa 3 km². Zur Veranschaulichung kämen dann auf ein 50 km² großes Gemeindegebiet (enspricht etwa 10.000 Einwohner, Land) etwa 20 Windräder.
Da der Wind ja nicht immer weht, wären also noch mehr Windräder erforderlich. Gehen wir von der irrigen These aus, dass der Wind bei einem fünftel der Standorte in Deutschland immer weht, wären also zum Ersatz der Kernenergie noch 5-mal soviele Anlagen erforderlich, also 100 Windräder für das Gemeindegebiet.

Ich hoffe die der einfach Dreisatz hilft etws weiter.

Mfg
Heinz
RePower

Beitragvon RePower » 07.04.2006 17:17 Uhr

Heinz hat geschrieben:2005 waren nach Angaben des VDEW in Deutschland 17.574 Windkraftanlagen (WKA) mit einer Leistung von 18.428 Megawatt installiert. Sie produzierten eine Strommenge von rund 26,5 Milliarden Kilowattstunden. Das bedeutet, dass die WKA lediglich 1.438 Volllaststunden erreichten. Das sind nur 16,4% eines Jahres, die restlichen 7.322 Stunden waren die WKA also Standby.

Falsch. Du hast die Bedeutung der Volllaststunde nicht verstanden. Diese ist ein rein rechnerischer Wert welcher den Jahresertrag in Relation zur Nennleistung stellt. Also KEIN "Standby" an 7.322 Stunden. Im Gegenteil, eine WEA liefert an ca. 8000 h im Jahr Strom.
Heinz hat geschrieben:Deutschland verbraucht in einem Jahr etwa 530 Milliarden Kilowattstunden Strom, wovon 30% auf die Kernenergie entfallen.

Na ja, es sind zwischen 25 und 28 %, je nach Quelle, aber sei's drum.
Heinz hat geschrieben:Der Anteil des Windstromes am Gesamtstromverbrauch beträgt 5%. Wollte man nur die Kernenergie mit Windstrom ersetzen, wären 6-mal so viele WKA erforderlich, also über 105.000 Stück.

Auch falsch. Nicht 6x so viele Windräder, sondern 6x so viel Energie. Eine moderne WEA hat ca. 5 MWp Leistung und ca. 2000 Volllaststunden, also: 10 GWh Ertrag pro Anlage. D.h. ca. 150 TWh Atomenergie / 10 GWh pro WEA = 15.000 Anlagen.
Bei Offshore-Realisierung ist der Ertrag doppelt so hoch, dann brauchst du nur 7.500 Anlagen. Bei null Land"verbrauch".
Heinz hat geschrieben:Bei mittleren Kosten von 1,5 Millionen € je Windrad, wären also noch 131,8 Milliarden € erforderlich, das sind 1.600 € pro Kopf der Bevölkerung,

Wieder falsch. Ein kWp WEA kostet ca 1.000 €, d.h. 15.000 * 5.000 kWp * 1000 €/kWp = 75 Mrd. €. Viel? Wenn man bedenkt, was unsere KKW insgesamt gekostet haben?
Heinz hat geschrieben:...dafür könnten 130 Kohlekraftwerke gebaut werden..

Falscher Vergleich. Damit hast du noch keine einzige kWh Strom erzeugt, da du den immer teurer werdenden Brennstoff noch bezahlen mußt, vom CO2 mal ganz abgesehen. Der Wind ist unschlagbar kostenlos und CO2-frei.
Heinz hat geschrieben:Da der Wind ja nicht immer weht, wären also noch mehr Windräder erforderlich.

Schon wieder falsch. Die Hochrechnung einhält bereits die REALE Strommenge incl. Flauten.

Gruß,
RePower
Samson

Beitragvon Samson » 07.04.2006 18:11 Uhr

Hallo Heinz, hallo RePower,

genau die Diskussion, die ihr beiden hier geführt habt, muß man sich täglich von den Politikern bieten lassen. Viel Gerede, viele Zahlen, die alle irgendwo richtig sind oder auch nicht, je nach ökoloischer oder ökonomischer Gesinnung.
Dabei sollte die Diskussion über alles was mit dem Thema Energie zu tun hat, doch relativ leicht zu führen sein, da sich fast alles mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten erklären läßt.
Martin S.

Beitragvon Martin S. » 08.04.2006 11:25 Uhr

Martin G. hat geschrieben:Guten Abend ! :D
Da ich das Thema "Offshore-Windkraftwerke in Deutschland und weltweit" gewählt habe, bräuchte ich unbedingt eine Karte von allen geplanten und bereits errichteten Off-Shore-Windkraftparks weltweit oder besonders in der norddeutschen Bucht bzw. im niedersächsischem Wattenmeer!
Bin bereits am googlen,aber habe dabei sehr wenig Erfolg!

Zum anderen wollte ich einfach mal fragen,ob ihr diese Projekte auf dem Meer für eher unsinnig oder sinnvoll haltet? Wo sind für euch die Nachteile bzw. Vorteile zu finden? Was überwiegt?

Wäre mal ganz interessant zu wissen ,wie Ihr darüber denkt!

Mit freundlichem Gruß ,Martin! :wink:


Also in Deutschland wurden noch keine Offshore-Windparks errichtet. Hier sind 2 Karten der geplanten: http://www.offshore-wind.de/show_article.cfm?cid=55

Hier eine Liste der beantragten Projekte: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... abelle.pdf

und hier noch eine Liste internationaler, bereits realisierter Projekte (leider nur eine Liste und keine Karte)
http://www.offshore-wind.de/show_article.cfm?cid=809

Also ich begrüße die Windenergie auf dem Meer:
- stäkerer und stetiger Wind (bis zu 4.500 Volllaststunden)
- größere Anlagen (stört dort niemanden)
- keine optische Belästigung (obwohl mich die WKAs auch auf dem Land nicht stören)
- sehr viel Platz vorhanden

aber es gibt auch Nachteile:
- lange Leitungen müssen gelegt werden
- schwierigere Installation und Wartung

siehe dazu auch: http://www.wind-energie.de/de/themen/offshore/

(auf der rechten Seite befinden sich Studien etc.)

und @ Heinz: Wie schon RePower festgellt hat, ist an deinem Beitrag nicht viel Substanz.
Einfach so die Anzahl der Windenergieanlagen hochzurechnen ist absolut falsch.
Nur mal ein paar Denkanstöße und Fakten:
- es gibt in Deutschland ca. 744 Windkraftanlagen mit einer Leistung von durchschnittlich 59 kW --> insgesamt 44,2 MW installiert. Sie produzieren pro Jahr etwa 66 GWh. Würde man diese durch 5 MW Offshorewindkraftanlagen ersetzten würde, bräuchte man gerade mal 5 Anlagen

- weiter gibt es 618 WKAs mit einer durchschnittlichen Leistung von 152 kW --> insgesamt also 94 MW installiert. Diese produzieren pro Jahr etwa 167 GWh. Wie schon im obigen Beispiel: Man bräuchte etwa elf 5 MW Offshorewindkraftanlagen um diese zu ersetzen.

- weiter gibt es 816 WKAs mit einer durchschnittlichen Leistung von von 257 kW pro Anlage--> insgesamt 210 MW installiert. Sie produzieren pro Jahr etwa 404 GWh. MAn braucht gerade mal 27 moderne Anlagen um diese zu ersetzten.

Schon mal ein Zwischenergebnis:
Es gibt 2178 WKs mit einer Leistung von max. 310 kW/Anlage. Man könnte sie durch 43 moderne 5 MW Offshoreanlagen mit einem Ertrag von 15 Mio. kWh pro Jahr ersetzten!

Doch es geht noch weiter: Dann gibt es noch eine große Klasse (5.847 Anlagen) mit durchschnittlich 570 kW/pro Analge mit insgesamt 3343 MW installierter Lesitung. Sie produzieren pro Jahr etwa 6.119 GWh Strom. Um sie zu ersetzen bräuchte man rund 408 Offshoreanlagen.

Also das Endergebnis:
8025 WKAs in Deutschland könnten durch 451 moderne Offshorewindkraftanlagen ersetzt werden. Nimmt man gar 6 MW Anlagen ist das Verhältnis noch besser.

Daher ist deine Rechung falsch:
-Sie berücksichtigt nicht die die durchschnittliche Größe der neu installierten WKAs sondern den Durchschnitt aller installierten Anlagen.
- Sie berücksichtigt keine technische Weiterentwicklung
- Sie berücksichtigt keine Kostendgressionen und steigende Kosten für fossile Rohstoffe
- Sie berücksichtigt keine Offshore-Windenergie
und und und
___________________________
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Heinz
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Beitragvon Heinz » 08.04.2006 15:45 Uhr

Hallo in die Runde,

@MartinS.
Ihre Hochrechnung:
8025 WKAs in Deutschland könnten durch 451 moderne Offshorewindkraftanlagen ersetzt werden. Nimmt man gar 6 MW Anlagen ist das Verhältnis noch besser.
funktioniert nur rechnerisch, nicht aber in der Praxis.
Strom läßt sich nicht beliebig weit transportieren. Sie können von der Nordsee aus keinen Strom nach Bayern liefern. Der Strom muss also auch im Norden verbraucht werden, und es macht keinen Sinn mehr Strom zu produzieren als gerade gebraucht wird. 4500 Vollaststunden im Offshorebereich sind unreal. Jetztige Anlagen sind vielleicht "nearshor":-)

Die von mir gepostet Berechnung geht von den jetzigen Verhältnissen aus. WEA-Betreiber dürften zumal große Probleme bekommen , an den jetzigen Inland-Standorten noch höhere Anlagen genehmigt zu bekommen. Ob der Ersatz dann 130 Milliarden oder nur 75 Milliarden kostet ist relativ belanglos. Pleite ist Pleite.

@Repower
Vollaststunden. Sie haben recht. Eine WEA liefert evtl. auch an 7.322 Stunden etwas Strom. Dumm nur, daß der Strom in dieser Zeit gerade ausreicht, um ein paar Kaffeemühlen zu betreiben. Nur 16,4 % des Jahres (Basis 2005) Haben WEA ihre Nennleistung erbracht. Für die restliche Zeit mußten konventionelle Kraftwerke die Differenz zur Nennleistung der WEA vorhalten, waren also kein Ersatz für konventionellen Strom. WEA sind wie ein Porsche Carrera mit Reifen von einem Trabbi.
Sie kennen nicht den Unterschied zwischen Grundlast und Spitzenlast. Windstrom liefert nur Zufallsinput.

1 modernes 1.400 MW-Kraftwerk liefert 11 Milliarden KWh im Jahr. 1 MWp-WEA nur 1,5 Millionen KWh. Soll die Strommenge des Kraftwerks durch WEA ersetzt werden, sind also 7.300 MWp WEA erfordlich, also 7.300 1-MWp oder rd. 1.500 5-MWp-Anlagen, sofern diese in großen Stil überhaupt gebaut werden können. Das Kraftwerk kostet 2-3 Milliarden €, 7.300 MWp WEA aber 7,3 Milliarden € nach Ihren Angaben. Die WEA sind also 2,5 bis 3,5 mal so teuer und liefern nur Zufallsstrom.
Zum Betrieb der WEA muß dann mindestens 83,6% konventionelle Kraftwerkskapazität vorhanden sein, um eine durchgängige Stromversorgung zu sichern. Dabei müssen die konventionellen Kraftwerke im unwirtschaftlichen Niedriglastbetrieb gefahren werden.

Daß bei Offshore-Anlagen der Ertrag doppelt so hoch wird, ist Wunschdenken. Das ist Utopie der Planer. Binnenland rd. 17%. Offshore vielleicht 25 %. Die Fläche ist auch begrenzt und die Anbindung an ein Stromnetz und die Wartung extrem teuer.

Selbst wenn nach Ihrer Rechnung der mengenmäßige Atomstromersatz „nur“ 75 Milliarden kosten würde, ist dies eine gigantische Wert- und Geldvernichtung.WEA liefern keine Versorgungssicherheit. WEA laufen nur solange Subvention bezahlt wird, KKW laufen über 90% des Jahres ohne Subvention. Durch das EEG sind zuletzt dem Bürger über 3 Milliarden aus der Tasche gezogen worden, damit könnte man jedes Jahr ein neues KKW bauen. Der Wind ist daher nicht kostenlos, sondern wird teuer vom Bürger bezahlt (ca. 2,5 ct/KWh, bzw. 8,5 ct/KWh Einspeisevergütung). Abgesehen davon, dass die CO2 -Sache und Treibhauseffekt absoluter Unfug sind, sind KKW auch CO2-frei.

Das ganze Wind- und Solargetue ist nicht geeignet konventionellen Strom zu ersetzen, eignet sich nur für Insellösungen oder z. B. Meerwasserentsalzung, es ist zu teuer und überflüssig, dient den russischen Gasexporten. Deutschland besitzt soviele Energiereserven in Kohle wie der Irak in Öl. Hier wären Investitionen zum Nutzen der Bevölkerung lohnender.

Mfg
Heinz
Gast

Beitragvon Gast » 08.04.2006 17:57 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo in die Runde,

@MartinS.
Ihre Hochrechnung:
8025 WKAs in Deutschland könnten durch 451 moderne Offshorewindkraftanlagen ersetzt werden. Nimmt man gar 6 MW Anlagen ist das Verhältnis noch besser.
funktioniert nur rechnerisch, nicht aber in der Praxis.
Strom läßt sich nicht beliebig weit transportieren. Sie können von der Nordsee aus keinen Strom nach Bayern liefern. Der Strom muss also auch im Norden verbraucht werden, und es macht keinen Sinn mehr Strom zu produzieren als gerade gebraucht wird. 4500 Vollaststunden im Offshorebereich sind unreal. Jetztige Anlagen sind vielleicht "nearshor":-)


Stromtransporte sind schon lange gängige Praxis.
Außerdem hat die DENA Netzstudie doch schon gezeigt, dass eine hohe Einspeisung von Windstrom und verträglichen Kosten machbar ist.
Sie zeigte, dass bis zum Jahre 2015 rund 15% des Strombedarfs aus Windenergie gedeckt werden können und die Integration technisch und zu moderaten Kosten möglich ist.
Hier gibt es die Studie auch noch zum Runterladen:
http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... a-netz.pdf

Und die Studie ging sogar noch von falschen Grundannahmen aus:
So wird davon ausgegangen, dass die Gas- und Kohlepreise nicht mehr weiter steigen werden :D Allein seit dem Erscheinden der Studie haben sie sich nahezu verdoppelt :) Damit wird die Windenergie noch billiger, da die Differenzkosten zum konventionellem Strom geringer sind.

Auch dazu das noch:
Der Küstenbereich an der deutschen Nord- und Ostsee ist relativ schwach besiedelt bei gleichfalls
geringer Industriedichte. Die Leitungsnetze sind demnach entsprechend schwach dimensioniert,
was für die Hochspannungsnetze zumeist eine Begrenzung auf 110 kV bedeutet. Höchstspannungsnetze
mit 400 kV stehen in diesem Bereich nur dort zur Verfügung, wo größere Kraftwerke
betrieben werden. Ein Ausbau des bestehenden Freileitungsnetzes wird unter genehmigungsrechtlichen
Gesichtspunkten allgemein als äußerst schwierig und langwierig beurteilt. Die bestehende
Höchstspannungsleitung (400 kV) durch Schleswig-Holstein ins dänische Jütland dient dem Austausch
im Regelbereich der UCTE und ist weitestgehend ausgelastet.
An das Verbundnetz anzuschließende Offshore-Windparks im 1.000 MW-Bereich können nur an
das Höchstspannungsnetz angeschlossen werden, was eine Begrenzung auf Standorte nahe
Brunsbüttel, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Leer an der Nordsee sowie Greifswald und Rostock
an der Ostsee bedeutet. Umfangreiche Lastflussberechnungen unter Berücksichtigung der bereits
an Land installierten und zukünftig an Land zu installierenden Windleistungen werden zeigen müssen,
welche Windleistungen über diese Verknüpfungspunkte in das bestehende Netz zu integrieren
sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die genannten 20-25 GW Offshore- Windenergie einen Ausbau des Höchstspannungsnetzes bzw. den Aufbau eines Offshore- Windenergienetzes von der
Küste bis in die Verbrauchszentren in der Mitte Deutschlands erfordern werden."
Quelle: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... r_2004.pdf

Auch die 4.500 Volllaststunden sind nicht unrealistisch: Sie wurden z.B. an der FINO Forschungsplattform gemessen.
Für meine Rechnung bin ich aber von 3.000 Volllaststunden ausgegangen. So viel wird z.B. in Horns Rev oder Nystedt erreicht. Also sehr realistisch!


Die von mir gepostet Berechnung geht von den jetzigen Verhältnissen aus. WEA-Betreiber dürften zumal große Probleme bekommen , an den jetzigen Inland-Standorten noch höhere Anlagen genehmigt zu bekommen. Ob der Ersatz dann 130 Milliarden oder nur 75 Milliarden kostet ist relativ belanglos. Pleite ist Pleite.


Wie gesagt: es gibt etwa 2178 WKAs mit einer Leistung von unter 310 kW. Diese könntne realtiv leicht durch größere und neue Anlagen ersetzt werden--> weniger Anlagen und mehr Ertrag.
Heute sind Anlagen von ca. 2 MW Standart, doch nicht nur die Nennleistung hat sich erhöht, sondern auch der Ertrag pro installiertem kW, teilweise um bis zu 70%!
Des weiteren gibt es ca. 5.800 Anlagen mit einer Nennlesitung von unter 750 kW. Auch hier könnte ein Großteil in der Zukunft ersetzt werden. Natürlich werden die dann wohl nicht duch 5 MW Anlagen ersetzt werden - diese sind eh hauptsächlich für das Meer geplant.


@Repower
Vollaststunden. Sie haben recht. Eine WEA liefert evtl. auch an 7.322 Stunden etwas Strom. Dumm nur, daß der Strom in dieser Zeit gerade ausreicht, um ein paar Kaffeemühlen zu betreiben. Nur 16,4 % des Jahres (Basis 2005) Haben WEA ihre Nennleistung erbracht. Für die restliche Zeit mußten konventionelle Kraftwerke die Differenz zur Nennleistung der WEA vorhalten, waren also kein Ersatz für konventionellen Strom. WEA sind wie ein Porsche Carrera mit Reifen von einem Trabbi.
Sie kennen nicht den Unterschied zwischen Grundlast und Spitzenlast. Windstrom liefert nur Zufallsinput.


Nein das ist so falsch. Man kan nicht sagen: Die Anlagen haben sich ca. 7000 Stunden gedreht aber nur an 16,7% der Stunden mit Volllast.
Sondern es muss so heißen:
WKAs produzieren etwa 8.000 Stunden pro Jahr Strom. Insgesamt produzieren sie dabei soviel Strom, dass sie die gleiche Menge Strom auch erreicht hätten, wenn sie 1.463 Studen unter Vollast gelaufen wären.
Und zur Regelenergie:
Hier kann ich diese Studie empfehlen: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... Modell.pdf

Hier nur mal kurz ihre Ergebnisse (da man nicht aus ihr kopieren kann, nur sehr kurz):
- bei hohen einer Stromerzeugung aus WKA werden Grundlastkraftwerke aus dem Erzeugungsmix verdrängt
- die zusätzlichen Kosten zur Einbindung der Windenergie in den Kraftwerkspark sind verhältnismäßig gering und kehren sich bei hohen Gaspreisen sogar in Kostenvorteile um.

(siehe z.B. Seite 94 ff (des PDF Dokuments)
Also die Windenergie kann sehr wohl Grundlast ersetzten!

1 modernes 1.400 MW-Kraftwerk liefert 11 Milliarden KWh im Jahr. 1 MWp-WEA nur 1,5 Millionen KWh. Soll die Strommenge des Kraftwerks durch WEA ersetzt werden, sind also 7.300 MWp WEA erfordlich, also 7.300 1-MWp oder rd. 1.500 5-MWp-Anlagen, sofern diese in großen Stil überhaupt gebaut werden können. Das Kraftwerk kostet 2-3 Milliarden €, 7.300 MWp WEA aber 7,3 Milliarden € nach Ihren Angaben. Die WEA sind also 2,5 bis 3,5 mal so teuer und liefern nur Zufallsstrom.
Zum Betrieb der WEA muß dann mindestens 83,6% konventionelle Kraftwerkskapazität vorhanden sein, um eine durchgängige Stromversorgung zu sichern. Dabei müssen die konventionellen Kraftwerke im unwirtschaftlichen Niedriglastbetrieb gefahren werden.

also ersteinmal: Es gibt nicht nur Windenergie, sondern auch noch andere erneuerbaren Energien.
Greenpeace hat in einer Studie untersucht, ob es möglich ist das geplante 2000 MW Braunkohle Kraftwerke Neurath durch erneuerbare Energien und hocheffiziente KWK Kraftwerke zu ersetzen. Dabei wurde auch auf die Versorgungssicherheit geachetet. Schließlich ist das geplante Kraftwerk ja ein Grundlastkraftwerk.
Das Ergebnis kannst du hier nachlesen:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/ ... sauber.pdf

Daß bei Offshore-Anlagen der Ertrag doppelt so hoch wird, ist Wunschdenken. Das ist Utopie der Planer. Binnenland rd. 17%. Offshore vielleicht 25 %. Die Fläche ist auch begrenzt und die Anbindung an ein Stromnetz und die Wartung extrem teuer.

Das ist Quatsch. Selbst in Schleswig-Holstein und Niedersachen werden 20-25% erreicht. Es gibt sogar Anlagen, die auf 30% kommen. Die 17% sagen nicht sehr viel aus. Es ist zum einem der bundesweite Durchschnitt aller Anlagen, egal ob alt oder modern. Und wie schon gesagt: Es wurden Effizienssteigerungen von bis zu 70%/installiertem kW erreicht. Auf dem Meer sind dagegen 25-45% möglich. Das zeigt auch die Erfahrung aus dem Ausland.

Selbst wenn nach Ihrer Rechnung der mengenmäßige Atomstromersatz „nur“ 75 Milliarden kosten würde, ist dies eine gigantische Wert- und Geldvernichtung.WEA liefern keine Versorgungssicherheit. WEA laufen nur solange Subvention bezahlt wird, KKW laufen über 90% des Jahres ohne Subvention. Durch das EEG sind zuletzt dem Bürger über 3 Milliarden aus der Tasche gezogen worden, damit könnte man jedes Jahr ein neues KKW bauen. Der Wind ist daher nicht kostenlos, sondern wird teuer vom Bürger bezahlt (ca. 2,5 ct/KWh, bzw. 8,5 ct/KWh Einspeisevergütung).


Ja die schlimme Geldvernichtung :D
Allein die Kernenergie hat in Deutschland Subventionen von 50 Milliarden Euro bekommen, weltweit sogar rund 900 Mrd. Euro. Aber das verschweigst du lieber und über die Kohle wollen wir leiber auch nich reden. Stattdessen erwähnst du lieber die Subventionen, die noch nichteinmal welche sind, die die erneuerbaren Energien bekommen.
Die Windenergie hat den Bürger im Jahr 2005 1,16 Mrd. Euro gekostet, die gesamten regenerativen Energien ca. 2,4 Mrd. Euro. Das EEG wird aber auf den Strompreis verteilt und beträgt nur 0,54 Cent pro kWh!
Und die Kosten werden auch in Zukunft nicht wesentlich steigen:

"Auf Grundlage dieser Annahmen ist zu erwarten, dass die monatliche EEG-Umlage eines Durchschnittshaushalts sich von derzeit (2005) gut 1,50 Euro; bis zum Jahr 2017 auf maximal rund 2,80 Euro; (entsprechend 0,97 ct/kWh) erhöht und danach wieder zurückgeht (2020: rund 2,70 Euro; pro Monat). Der überwiegende Teil der Umlage entfällt dann auf die Stromerzeugung aus Solarer Strahlungsenergie und die innovative Nutzung von Biomasse.
Eine stärkere Internalisierung der "Externen Kosten"; würde zu einer deutlichen Reduktion der EEG-Umlage führen. Das Maximum beträgt hier gut 1,80 Euro je Monat bzw. 0,64 ct je verbrauchter Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien. "
Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/36550/

Und schon heute entlasten die regenerativen Eneergie die Volkswirtschaft:
Der volkswirtschftliche Nutzen liegt bei 3 Milliarden Euro, die Kosten aber nur bei 2,4 Mrd. Euro!
Na was sagt uns das: Jedes Jahr sparen wir 600 Millionen Euro mithilfe der erneurbaren Energien!
siehe dazu: http://www.bmu.de/files/erneuerbare_ene ... e_2006.pdf

Abgesehen davon, dass die CO2 -Sache und Treibhauseffekt absoluter Unfug sind, sind KKW auch CO2-frei.


Mach dich nicht lächerlich ;)
Darüber hinaus sind KKWs sind CO2 frei.

[quote]Das ganze Wind- und Solargetue ist nicht geeignet konventionellen Strom zu ersetzen, eignet sich nur für Insellösungen oder z. B. Meerwasserentsalzung, es ist zu teuer und überflüssig, dient den russischen Gasexporten. Deutschland besitzt soviele Energiereserven in Kohle wie der Irak in Öl. Hier wären Investitionen zum Nutzen der Bevölkerung lohnender.[/qoute]

Wie schon merhmals in verschieden Studie gepostet: Das ist Quatsch.
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Beitragvon Heinz » 08.04.2006 19:32 Uhr

Hallo Gast, Repower?, Sie nannten keinen Namen,
auch hoffe ich Martin ließt mit,

Ich versuche mich kurz zu fassen, denn lange Postings ließt niemand gerne.

Sie schrieben, Zitat:
„es ist jedoch davon auszugehen, das die genannten 20-25 GW Offshore-Windenergie einen Ausbau des Höchstspannungsnetzes......... bzw. von der Küste bis in die Verbrauchszentren in der Mitte Europas erfordern werden“

Sie bestätigen damit meine erste Aussage. Extrem teuer. Kabel haben Energieverluste, das ist einfache Elektrotechnik.

FINO ist theoretische Forschung. Wo ist der Nachweis für 4.500 Volllaststunden? In der Praxis gibt es ihn nicht! Hinweis: aufgrund ergheblicher Schwankungen des Windes, ist es schwer eine ideale Nennleistung zu installieren.

Sie schreiben, Zitat:
..es gibt etwa 2178 WKAs mit einer Leistung von unter 310 kW. Diese könnten relativ leicht...ersetzt werden.

Richtig, aber auch schon mal dran gedacht, warum man Anlagen vor Erreichen ihrer Lebensdauer wieder abreißt. War da mal was mit neuer Verlustabschreibung und nix Kohle für den Anleger:-)

Sie schreiben, Zitat:
WKAs produzieren 8.000 Stunden im Jahr Strom.

Ihre weitere Aussage ist richtig. Es ändert aber nichts daran, dass Sie einen Porsche haben, aber immer nur Tempo 30 fahren. Maßgebend ist die erbrachte Leistung und die betrug 2005 nur knapp 17%. Jeder Firmeninhaber würde ein Auto mit diesem Wirkungsgrad sofort rausschmeissen.

Ihre Aussage und die links zur Regelenergie sind falsch! Bislang ist kein Kraftwerk wegen Windstrom vom Netz gegangen. Und das geht auch nicht. Flauten sind nicht nur lokal begrenzt. Die konventionelle Leistung muss vorgehalten werden. Ein KKW oder Kohlekraftwerk kann man nicht einfach abschalten und die Leute nach Hause schicken, selbst wenn ein paar Tage lang mal der Wind konstant weht.

Bei Ihrer zitierten Aussage: ....und kehren sich bei hohen Gaspreisen sogar in Kostenvorteile um.... sollten Sie eigentlich merken, wem das dient. Ein bischen europäische Geschichte hat noch niemandem geschadet.

Weiterhin machen Sie schon einen kleinen Rückzieher, indem Sie auf ....andere erneuerbaren Energien.... verweisen. Solar << 1%?, Energie aus Scheiße?, landw. Monokulturen? Wenn Greenpeace eine Studie herausbringt, dient diese nur der Angstmache und Sicherung deren Spenden.

Wenn Sie eine WKA mit 17% Wirkunsgrad haben, ist eine Effizienzsteigerung von 70% nach Adam Riese 17% * 70% = 11,9%, zwar nicht schlecht aber nicht gerade berauschend! (Sub. für Forschung ist ok)

Subventionen für Kernenergie gingen in die Forschung nicht zur Bereicherung einiger weniger Finanzjongleure wie die Winsstromler. Wenn Sie 50 Milliarden angeben (was falsch ist) , sollten Sie auch angeben in welchem Zeitraum und wer bezahlt hat.

EEG hat die Deutschen rd. 3 Milliarden letzes Jahr gekostet. 3 Milliarden geteilt durch 82 Millionen sind 37 Euro pro Kopf und keine Pfennigbeträge! Sie begehen den Fehler, dass Sie nur auf Ihre Stromrechnung schauen, aber auch das Brötchen, die Straßenbahn, das Schnitzel wird dadurch teurer!

Über CO2 und Treibhauseffekt, sollte man einen eigenen Thread beginnen, denn darauf begründet sich ja wohl alles. Was meinen Sie? Beschreiben Sie doch einfach mal den Treibhauseffekt! Ich wette, dass Sie da noch nicht drüber nachgedacht haben :wink:

Mfg
Heinz
Martin S

Beitragvon Martin S » 08.04.2006 22:11 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo Gast, Repower?, Sie nannten keinen Namen,
auch hoffe ich Martin ließt mit,
Ich versuche mich kurz zu fassen, denn lange Postings ließt niemand gerne.

Ich bins, Martin S., hatte vergessen meinen Name dazuzuschreiben.

Sie schrieben, Zitat:
„es ist jedoch davon auszugehen, das die genannten 20-25 GW Offshore-Windenergie einen Ausbau des Höchstspannungsnetzes......... bzw. von der Küste bis in die Verbrauchszentren in der Mitte Europas erfordern werden“

Sie bestätigen damit meine erste Aussage. Extrem teuer. Kabel haben Energieverluste, das ist einfache Elektrotechnik.


Natürlich eine Energiewende gibt es zum Nulltarif nicht.
Darauf gibt aber auch die DENA Studie eine Antwort:
- Rund 400 Kilometer des vorhandenen 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetzes müssen verstärkt werden, etwa 850 Kilometer neu gebaut werden. Das sind rund 5% der Länge des heutigen Übertragungsnetzes.

--> Die jährlichen Investitionen für Netzausbau- und verstärkung liegen bei durchschnittlich 115 Mio. Euro, das sind 5% der heute jährlich getätigten Netzinvestitionen von zwei Mrd. Euro. In den Netzentgelten könnte sich dies 2015 allenfalls mit 0,025 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) auswirken (weniger als ein Euro pro Jahr und Haushalt). Aufgrund der zukünftigen Anreizregulierung im Netzbereich wird es aber noch nicht einmal zu einer absoluten Erhöhung der Entgelte kommen müssen. Zudem besteht ein Doppelnutzen der neuen Übertragungskapazitäten, da diese in windarmen Zeiten für den nationalen und transnationalen Stromhandel zur Verfügung stehen.

FINO ist theoretische Forschung. Wo ist der Nachweis für 4.500 Volllaststunden? In der Praxis gibt es ihn nicht! Hinweis: aufgrund ergheblicher Schwankungen des Windes, ist es schwer eine ideale Nennleistung zu installieren.

nein Fino ist Fedlforschung. Ist schließlich eine Forschungsplattform im Meer. Dort wurden die 4500 Stunden gemessen.

Sie schreiben, Zitat:
..es gibt etwa 2178 WKAs mit einer Leistung von unter 310 kW. Diese könnten relativ leicht...ersetzt werden.

Richtig, aber auch schon mal dran gedacht, warum man Anlagen vor Erreichen ihrer Lebensdauer wieder abreißt. War da mal was mit neuer Verlustabschreibung und nix Kohle für den Anleger:-)

Die Anlagen haben meißtens schon einige Jahre auf dem Buckel und darüberhinaus kann man die Anlagen noch gut ins Ausland verkaufen.

Sie schreiben, Zitat:
WKAs produzieren 8.000 Stunden im Jahr Strom.

Ihre weitere Aussage ist richtig. Es ändert aber nichts daran, dass Sie einen Porsche haben, aber immer nur Tempo 30 fahren. Maßgebend ist die erbrachte Leistung und die betrug 2005 nur knapp 17%. Jeder Firmeninhaber würde ein Auto mit diesem Wirkungsgrad sofort rausschmeissen.

Nein nicht ganz:
Hört man nur die 17% könnte man denken, dass sie die meißte Zeit still stehen, was aber nicht zutrifft.
Und besonders KKWs haben im Vergleich zu KWK Kraftwerken einen äußerst geringen Wirkungsgrad (ca. 40% zu 85%).

Ihre Aussage und die links zur Regelenergie sind falsch! Bislang ist kein Kraftwerk wegen Windstrom vom Netz gegangen. Und das geht auch nicht. Flauten sind nicht nur lokal begrenzt. Die konventionelle Leistung muss vorgehalten werden. Ein KKW oder Kohlekraftwerk kann man nicht einfach abschalten und die Leute nach Hause schicken, selbst wenn ein paar Tage lang mal der Wind konstant weht.

Warum sind die den falsch?
Natürlich wird noch Regelenergie benötigt. Etwa 750 MW für 15.000 MW Windkraftleistung. Das sind 5% der der WKA Leistung. Bis 2015 wird der Anteil laut der DENA Studie auf ca. 8% anwachsen dafür muss kein neues Kraftwerk gebaut werden!
http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... Modell.pdf
Ich kann ja nochmal auf Seite 94 ff verweisen.

und siehe auch hier: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... e_2005.pdf

Bei Ihrer zitierten Aussage: ....und kehren sich bei hohen Gaspreisen sogar in Kostenvorteile um.... sollten Sie eigentlich merken, wem das dient. Ein bischen europäische Geschichte hat noch niemandem geschadet.

Weiterhin machen Sie schon einen kleinen Rückzieher, indem Sie auf ....andere erneuerbaren Energien.... verweisen. Solar << 1%?, Energie aus Scheiße?, landw. Monokulturen? Wenn Greenpeace eine Studie herausbringt, dient diese nur der Angstmache und Sicherung deren Spenden.

zur Greenpeace Studie:
Sie setzt sich folgendermaßen zusammen:

Geothermie: 300 MW
Wasserkraft: 115 MW
Windenergie (onshore + Repowering): 338 MW
Windenergie (offshore): 530 MW
Photovoltaik: 100 MW
Biomasse: 303 MW
Biogas: 152 MW
industrielle KwK: 890 MW
GuD: 410 MW

Und jetzt sag mir mal wo Greenpeace Angst macht etc?
Haben Sie überhaupt einen Blick in die Studie geworfen. Ich glaube kaum :roll:

Wenn Sie eine WKA mit 17% Wirkunsgrad haben, ist eine Effizienzsteigerung von 70% nach Adam Riese 17% * 70% = 11,9%, zwar nicht schlecht aber nicht gerade berauschend! (Sub. für Forschung ist ok)

Subventionen für Kernenergie gingen in die Forschung nicht zur Bereicherung einiger weniger Finanzjongleure wie die Winsstromler. Wenn Sie 50 Milliarden angeben (was falsch ist) , sollten Sie auch angeben in welchem Zeitraum und wer bezahlt hat.


die 50 Milliarden beziehen sich auf die gesamten Subventionen der BRD für die Kernenergie. Warum sollte die Zahl falsch sein?

EEG hat die Deutschen rd. 3 Milliarden letzes Jahr gekostet. 3 Milliarden geteilt durch 82 Millionen sind 37 Euro pro Kopf und keine Pfennigbeträge! Sie begehen den Fehler, dass Sie nur auf Ihre Stromrechnung schauen, aber auch das Brötchen, die Straßenbahn, das Schnitzel wird dadurch teurer!

Nein 2,4 Milliarden Euro hat das EEG im Jahr 2005 gekostet. Pro kWh werden 0,51 Cent (von 19,6 Cent) fällig.
Das macht pro Person ungefähr Kosten von 5,1 Euro pro Jahr. Das Industriebetriebe auch für das EEG bezahlen ist mir klar, doch du übertreibst:
Studie zur Belastung stromintensiver Betriebe durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgelegt

Industriestrom ist heute fast ein Drittel billiger als noch Mitte der Neunziger Jahre, trotz Erneuerbare-Energien-Gesetz und Ökosteuer. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES), Saarbrücken, das im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Belastung der stromintensiven Industrie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) untersucht hat. Demnach hat der Umbau der Energieversorgung, weg von der Kohle und Atom, hin zu Sonne, Wind und Biomasse, den bundesdeutschen Durchschnittshaushalt im letzten Jahr (2002) nur einen Euro pro Monat gekostet. Eine besondere Subventionierung stromintensiver Betriebe durch Haushalte und kleine Unternehmen sei nicht gerechtfertigt. Netzbetreiber kassieren in Einzelfällen bis zum Doppelten des tatsächlich gerechtfertigten EEG-Aufschlages, so das Gutachten.

Die Großabnehmerpreise für Industriestrom in der Bundesrepublik sind zwischen 1995 und 2002 von rund 7,6 Cent pro Kilowattstunde auf rund 5,3 Cent gefallen. Diesem Rückgang um rund 30 Prozent steht ein EU-weiter Rückgang um nur 9 Prozent gegenüber. In den USA ist Industriestrom zwischen 1996 und 2002 sogar um 7 Prozent teurer geworden. Die Wettbewerbsposition Deutschlands hat sich also trotz Ökosteuer und EEG verbessert, so die Studie. Die Forscher errechneten, dass jedem Euro Belastung durch die von der rot-grünen Bundesregierung eingeleitete Energiewende rund acht Euro Entlastung infolge der Liberalisierung des Strommarktes und den Wegfall des Kohlepfennigs gegenüber stehen.

Das IZES ermittelte ein weiteres Entlastungspotential von rund einem Cent pro Kilowattstunde Industriestrom. Vor diesem Hintergrund erscheint den Gutachtern eine weitere Entlastung der stromintensiven Industrie nicht notwendig. Eine Entlastung käme allenfalls dann in Frage, wenn es sich um einzelne, besonders stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes handelt, die als Härtefall eingestuft werden können.

In der Praxis verlangen Stromnetzbetreiber von ihren Industriekunden derzeit nach Erkenntnissen der IZES-Forscher als EEG-Kostenaufschlag in Einzelfällen bis zu 0,66 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem marktwirtschaftlichen Ansatz zu Errechnung eines fairen EEG-Aufschlages ermittelt das IZES demgegenüber einen anrechenbaren EEG-Zuschlag von allenfalls rund 0,31 Cent pro Kilowattstunde für das Jahr 2002, die volkswirtschaftlichen EEG-Mehrkosten betragen sogar nur 0,29 Cent pro Kilowattstunde.

Forderungen, die individuelle Belastung der Strom-Großverbraucher zu "deckeln", also eine Obergrenze des EEG-Zuschlags für stromintensive Betriebe gesetzlich zu definieren, erteilen die Gutachter eine klare Absage. Da sich dadurch der umzulegende Gesamtbetrag nicht verändere, bedeutet dies eine zusätzliche Belastung für kleine und mittlere Unternehmen sowie für private Haushalte.

Die Forscher haben Forderungen von Verbänden der Großindustrie, Stromkunden ab einem Jahresbedarf von 100.000 Kilowattstunden praktisch vollständig von den EEG-bedingten Kosten zu entlasten, für das Berechnungsjahr 2002 unter die Lupe genommen. In diesem Fall würden beispielsweise Industrie- und Gewerbekunden, die mit einem Jahresstromverbrauch von 80.000 Kilowattstunden die Grenze nicht ganz erreichen, die jährliche EEG-Zusatzbelastung um zwei Drittel erhöhen. Für private Kunden und Haushalte würde die Zusatzbelastung von 12 Euro auf 20 Euro ansteigen. Eine pauschale Minderung des EEG-Kostenanteils für Industriebetriebe nach diesem Modell wäre wohl kaum mit den Interessen aller Stromverbraucher vereinbar, so das Fazit der Gutachter.

Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/2127/2675/
Die gesamte Stuide gibt es hier: http://www.wind-energie.de/fileadmin/do ... studie.pdf

Und nicht vergessen: Die erneuerbaren Energien entlasten schon heute die Volkswirtschaft um 600 MIo. Euro jährlich!
Über CO2 und Treibhauseffekt, sollte man einen eigenen Thread beginnen, denn darauf begründet sich ja wohl alles. Was meinen Sie? Beschreiben Sie doch einfach mal den Treibhauseffekt! Ich wette, dass Sie da noch nicht drüber nachgedacht haben :wink:


Ich kan nur empfehlen nicht zu wetten ;)
Wahrscheinlich wollen Sie darauf hinaus, dass ich den natürlichen Treibhauseffekt, der die Erde schon seit Urzeiten um 33°C erwärmt, vergesse und nur den anthropogenen Treibhauseffekt erwähne...
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