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drummer

Beitragvon drummer » 21.02.2006 02:11 Uhr

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Hallo zusammen, wir stehen kurz davor mit dem Bau eines Einfamielienhauses plus Laborräumen und Garage zu beginnen!
Eckdaten.
Umbauter Raum 1087,125
Zu beheitzende Wohnfläche 242 m²
Jahres Primärenenergiebedarf 113,30 kWh/m²a
Gesamtvolumen 910,59 m³
Wärmeübertragende Umfassungsfläche 721m²
Eigentlich liegen alle angebote auf den Tisch, und was die Heizung betrifft sollte es eine Erdwärme Heizung werden,
Doch dann kam unser letzte Angebotsunterbreiter und fragte, warum nicht Luft - Wasser ? Ja, keine Ahnung ! Erst mal freude, denn ist ja viel billiger als so ne Ölbohrung auf dem Grundstück!!
Dann Abends ins Internet , und die Freude wurde kleiner, den man laß von Vereisung, Geräuschentwicklung, und wenig Ersparniss im Winter.
Dann fand ich dieses Forum, und nu meine Fragen!
Brauche echt Hilfe, will nicht frieren, will nicht den Lüfter jede halbe Stunde mit dem Föhn warm blasen, aber ich will sparen!!!!
Bitte ,wer hat so ein Ding und kann berichten, wer kennt sich aus egal ob Händler oder Verbraucher. Bin für jede Hilfe Dankbar

Fachplaner Passivhaus
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 21.02.2006 09:32 Uhr

mit einer erdwärmepumpe hast du eine anlagenaufwandszahl von < 1,10,
das heisst, dein energieverbrauch / fläche ist 113/1,1 = ca. 100 kwh/qm.a,
das ist der mindestbaustandard von heute und entspricht dem niedrigenergiehaus von 1996 !!
überleg mal zum ersten ob es nicht besser ist heute den standard von 2015 (-30% kfw60) oder 2025 (-45% kfw40-haus) zu bauen.
ab dem kfw40-haus, mit einem heizenergiebedarf von < 35 kwh/qm.a, ist es wirtschaftlich sinnvoll mit einer luftwärmepumpe zu arbeiten. dazu gehört aber auch noch ein dichtes haus und eine lüftungsanlage.
wem, ausser dem, am energiekonzept ganzer häuser uninteressierten verkäufer von wärmepumpenaggregaten, würde es einfallen z.b. einen solarmotor in einen normalen pkw einzubauen.
luft ist ein schlechter wärmeträger, kann somit wenig energie übertragen und sollte nur dann verwendet werden, wenn der energiebedarf gering ist.
heizenergiebedarf Qh im vergleich:
altbauten < 1983 Qh=250 kwh/qm.a
wärmeschutzv.1996 Qh= 120 kwh/qm.a, Niedrigenergiehaus -25%
enev-neubau ab 2002 Qh=100 kwh/qm.a (entspricht Niedrigenergiehaus)
kfw60 Qh= 50 kwh/qm.a
kfw40 Qh= 35 kwh/qm.a (Luftwärmepumpe wirtschaftlich)
passivhaus Qh= 15 kwh/qm.a (Luftheizung möglich)

bei nicht passendem gebäudekonzept wirds entweder nicht warm, oder ihr heizt direkt elektrisch mit enormen unterhaltskosten.
dem verkäufer, der dir für deine schlechte gebäudehülle eine luftwärmepumpe verkaufen will, unabhängig davon dass es da eine reihe von unterschiedlichen systemen gibt, würde ich die rote karte zeigen.
wende dich an einen erfahrenen haustechnikplaner in der region, der in der lage ist systeme zu vegleichen und nicht an verkäufer, die ihre technik schön reden.
weiter infos www.herz-lang.de
Zuletzt geändert von Fachplaner Passivhaus am 06.03.2006 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast

Beitragvon Gast » 22.02.2006 02:24 Uhr

Verstehe ich nicht !!!
Sorry , wir bauen ein sogenanntes holzständerwerk Haus !
Angeblich ein Niedrigenergiehaus Nr.1

Liebe Grüße
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 22.02.2006 19:51 Uhr

niedrigenergiehäuser sind der mindeststandard von heute 2006 !
dieser standard wurde bereits von vielen bauherren 1996 gebaut !!
da war der ölpreis noch bei 0,30 DM/l,
heute ist er bei >=0,60 Euro/l, also faktor 4 höher

niedrigenergie ist, objektiv gesehen, out - wer kauft ein neues auto mit der ausstattung von 1996 ?
energiesparhaus, faktor 2-3 besser, ist in !
passivhaus, faktor 6-8 besser rechnet sich auch !!
bei moderner hülle, geht jede neue technik spielend

weitere infos hierzu siehe www.baukosten-info.de
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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.02.2007 14:56 Uhr

Hallo!

Wenn die baulichen Gegebenheiten es zulassen, würde ich die Konstruktion (Dämmung, Einfluss der solaren Gewinne, auch konstruktiver Wärme- und Witterungsschutz etc.) energetisch verbessern um den KfW 40-Standard oder höher zu erreichen. Zukünftig bleibt der Verbrauch gering und das Objekt hat auf Grund seiner guten energetischen Ausgangssituation einen höheren Immobilienwert und bei geschickter Gestaltung ein besseres Wohnklima.
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/unter_3_euro_pro_m2_jahr.html
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/niedrigstenergietechnik.html

Gruss

Thomas
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Beitragvon roro » 17.02.2007 21:37 Uhr

113,30 kWh/m²a ist auf jeden Fall zu viel egal für welche Heizung.
Und vorallem, wenn man plant eine WP-Heizung einzubauen, denn bei diesem Energiebedarf bekommt man keine vernüftigen VL-Temperaturen.

In Österreich ist man z.B verpflichtet einen Heizwert kleiner 50 kWh/m²a zu haben, und dass ist an sich bereits Standard (Es gibt eigentlich keine Baufirma, die etwas anderes anbietet, der Trend geht bereits in Richtung kleiner 40 oder sogar kleiner 30). Bei einem Neubau würde ich keinen Wert höher als diesen akzeptieren.

BTW: Wir haben voriges Jahr ein Holzhaus gebaut (180 qm) und sind eigentlich ohne großerem Aufwand auf 44 kWh/m²a gekommen.


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