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Andy

Beitragvon Andy » 14.02.2006 11:14 Uhr

ch frage mich gerade wozu ein (oft empfohlener) Pufferspeicher bei WP Betrieb gut sein soll.

Folgende Ueberlegungen:

Um gute Leistungszahlen zu erreichen wird FBH mit Vorlauftemperatur um die 35C empfohlen.
Um eine gute LZ der WP zu erreichen wird die WP also dann auch sicher nicht mit mehr als 40C Speicherladetemperatur betrieben.
Die WP kann dann also den Pufferspeicher auch nicht hoeher als 40C aufheizen.
(In der Praxis wird der Wert wohl eher unter 40C sein da die Waermeabgabe der WP ja immer schlechter wird je mehr sich die Speichertemperatur der WP Temperatur annaehert.)

Da die FBH mit 35C gefahren wird ergibt sich ein Delta t von 5K.
5k bei bei 1000l Pufferspeicher ergibt einen Energiegehalt von 5,815kWh (1,163*5).
Das entspricht nicht mal 1h Pufferung bei einer 8kW WP Heizung und z.B -5C Aussentemperatur.
Da ist der Energiegehalt im Estrich der FBH wohl ein vielfaches hoeher.
Sprich, die FBH uebernimmt die Funktion des Pufferspeichers um das Takten zu reduzieren.

Wozu ist der Pufferspeicher dann gut?
Fehlt mir da Hintergrundwissen?

Franz

Beitragvon Franz » 14.02.2006 12:02 Uhr

Hallo Andi!

Der Pufferspeicher wird ausschließlich zu einem Zweck bei Wärmepumpenanlagen eingesetzt, und zwar nur um die
Schalthäufigkeit des Kompressors zu verringern.
Regelungstechnisch gibt es jedoch auch andere, einfachere Lösungen
(siehe Vaillant Energiebilanzregler)
Andy

Beitragvon Andy » 14.02.2006 12:20 Uhr

Ok, also nur um das Takten zu reduzieren.
Hm... sollte da nicht die Speichermasse des Estrichs auch schon reichen?

Egal, ich nehms mal so hin.

Hast du einen Link zu einer WEB Seite wo der Vaillant Energiebilanzregler detaliert beschrieben wird?
Norbert
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Beitragvon Norbert » 14.02.2006 14:44 Uhr

Hallo Franz,

normalerweise kann eine WP nur ein/ausgeschaltet werden. Um die Schalthäufigkeit zu reduzieren, kann mann die Hysterese vielleicht noch etwas erhöhen. Aber mehr würde mir auch nicht dazu einfallen.

Mich würde daher interessieren, wie der Wärmepumpenmanager von Vaillant arbeitet.

Gruß

Norbert
Franz

Beitragvon Franz » 14.02.2006 17:15 Uhr

Hallo

1. Adresse Vaillant mit Erklärung Energiebilanzregler
http://www.vaillant.at/stepone2/data/do ... 050831.pdf

2. Forum: www.energiesparhaus.at
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Beitragvon Norbert » 15.02.2006 00:45 Uhr

Danke für den Link.
Was ich so rauslesen konnte, war eigentlich auch nichts weiter als die Betrachtung der Temperaturdifferenz: Vorlauf Isttemperatur zur Solltemperatur bezogen auf die Zeit, und somit summiert zu einer Verbrauchten Wärmeenergie. Das Projezieren Sie dann auf die nächste Schaltperiode, in der Hoffnung, das sich im Verbrauch der Heizungsabnahme nichts verändert.

Kurz gesprochen, eine variable Hysterese im Gegensatz zur einer fest eingestellten Hysterese für den Einschaltvorgang der WP.
In meinen Augen auch nicht so der "Brüller".

Wie ich aber gehört bzw. gelesen habe arbeitet eine uni in der Schweiz über einen frequenzgesteuerten Kompressor, der in gewissen Massen in der Leistung geregelt werden kann.
Ich denke, das ist ein guter, wenn auch erst in einigen Jahren für uns erschwinglicher Ansatz, oder?

Gruß
Norbert

Andy

Beitragvon Andy » 15.02.2006 10:51 Uhr

Habe mir diesen Waermemanager jetzt auch mal kurz angesehen.
Ich muss meinem Vorschrieber zustimmen.
Nichts wirklich faszinierendes.

Ich haette da durchaus noch einige Punkte die, wenn sie denn Bereucksichtigung finden wuerden die Wirtschaftlichkeit steigern koennten.
(Vorwiegend bei Luft / Wasser WP da die Aussentemperatur grossen Einfluss hat).
Vor allem die Abhaengigkeit der Wirtschaftlichkeit von Aussentemperatur (AT), Leistungszahl (LZ) , Speichertemperatur (ST) und Strompreis (SP) laesst einigen Spielraum.

Z.B.
1.
Abhaengig von Aussentemperatur, LZ der Pumpe und aktuellem Strompreis koennte man die Speicherladetemperatur anheben um mehr Energie zu puffern.
Manche EVU gewaeheren NT Tarif zw. 14 - 16 Uhr.
Oft beste Zeit des Tages da die Aussentemperatur am (fast) Tageshoechststand ist. Daher Speicherladetemp um 10 -15C erhoehen.
ST muss natuerlich in Abhaengigkeit zu AT, LZ und SP berechnet werden.

2. Beruecksichtigung von demnaechst steigenden Aussentemperaturen.
Speicher ist 4:Uhr Morgens leer und WP startet um ihn wieder zu laden.
Da aber um diese Zeit meisstens keine Energie benoetigt wird koennte man mit dem Laden event. bis um 7, 8Uhr warten da die AT in der Regel dann schon hoeher sind.
Macht natuerlich nur dann Sinn wenn die WP noch nicht an der Leistungsgrenze ist.
Ein Nachheizen mit Elektroheizstab mangels ausreichen WP Energie muss so lange wie moeglich hinausgezoegert werden.
Hier muesste eine Reglung also sehr genau kalkulieren.
Trotzdem, in der Uebergangszeit durchaus ein Moeglichkeit die Effizienz zu steigern.

3. Falls Warmwasser mit hoeheren Temperaturen als fuer die Raumheizung benoetigt wird, Erhoehung der Arbeitstemperatur der WP in Abhaengigkeit von LZ, und Strompreis.
Angennommen das die Heizung mit 35C der Boiler aber mit 55C arbeitet muss die WP, oder der Heizstab das Boilerwasser um 20C anheben.
Dies koennte mit der WP z.B im Sommer geschehen, im Winter oder bei tiefen Temperaturen jedoch unter Ausnutzung des NT Tarifs mit dem Heizstab.
Die Reglung koennte kalkulieren ab wann und um welche Betriebszeit (Nachmittags) die WP wirtschaftlicher als der Heizstab ist.

Es gaebe da noch einiges, aber das zu Beschreiben dauert mir jetzt zu lange.


Gibt es solch eine Reglung oder muss man sich die selber stricken?
Und wenn selber stricken, kennt jemand Hardware / Software mit der das machbar waere?
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Beitragvon iszmiruebel » 15.02.2006 17:33 Uhr

Bild Pufferspeicher:

Der Pufferspeicher dient bei mir (22J) eher als kurzgeschlossener Heizkreisverteiler und kann wie folgt beschrieben werden:

Pufferspeicher: Um einen störungsfreien Betrieb der Wärmepumpe zu gewährleisten, ist der Einsatz eines Pufferspeichers zu empfehlen. Der Pufferspeicher dient zur hydraulischen Entkopplung der Volumenströme im Wärmepumpen- und Heizkreis. Wird z. B. der Volumenstrom im Heizkreis über Thermostatventile reduziert, so bleibt der Volumenstrom im Wärmepumpenkreis konstant.

Skizze:
[img]http://www.ernst-kitzberger.at/webalbum_energie\photos/Heizung-Anschluß-Pufferspeicher.jpg[/img][img]http://www. ernst-kitzberger.at/webalbum_energie\photos/pufferspeicher.jpg[/img]

Bemerkung: WW-WP monovalent, 208m² Fußbodenheizung.
Um Heizkreisverteiler einzeln anzusteuern, sehe ich meine Anordnung als die Bewährteste.

Weitere infos unter: private Energie HP

Gruß Ernst
Norbert
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Beitragvon Norbert » 15.02.2006 20:03 Uhr

Hallo Ernst,
die gleiche Thematik habe ich mit einer hydr. Weiche von Magra realisiert. Vorteil einer hydr. Weiche:
- sehr klein
- preiswert (ca. 160 € br.)
- schnell eingbaut.

Beide Systeme (Wp, Fußbodenkreis) sind nun hydr. getrennt.
(WP 13 kW Fußbodenfläche 240 m²)
Mit einem Gruß aus dem schönen Mühltal

Norbert
Gast

Beitragvon Gast » 17.02.2006 12:14 Uhr

Hallo,

der Pufferspeicher hat eigentlichg drei Gründe :

1 wie schon erwähnt die einschalthäufigkeit der WP zu verringern bzw. die Laufzeit zu erhöhen.

2 Durch den Pufferspeicher wird ein konstanter Volumenstrom durch die WP erhalten d.h. die Wärmepumpe wird mit Heitungswasser mit einem definierenten Menge durchströmt. Ist dies nicht der Fall, wenn z.b. ein Teil der Heizungsraumventile geschlossen ist, kann die WP nicht mehr die Wärme abgegeb. Im schlimmsten Fall geht die WP dann auf hochdruckstörung !!! D.H. die Heizung schaltet ab :cry:

3 während der Sperrzeit puffert der Speicher ein wenig das absinken der Heizung ab. Je nachdem wie groß der Speicher gewählt ist.

4(Luft) aus dem Pufferspeicher wird ein Teil der Energie bezogen die für das Abtauen des Verdapmfers benötigt wird. (Je nach Hersteller)

Ich halte von hydraulischen Weichen bzw. Bypässen nichts, klar die Dinger sind günstiger wie ein Pufferspeicher aber sind auch anfällig. Oftmals geben die Dinger auch Spülgeräusche ab die dann über das ganze Heizungssystem zu hören sind :cry:

Michael Streib

www.streib.de - Der Wärmepumpenspezialist im Rhein Neckar Kreis

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