Hallo zusammen,
habe einige Basisfragen zum Wärmepumpenbetrieb.
Wir haben eine WP mit 13,4 kW Heizleistung von Tecalor mit integr. Warmwasserbereitung. Dazu gibt es zwei 100m-Tiefenbohrungen.
Das ganze Haus ist mit Fußbodenheizung ausgerüstet. Die Wohnfläche mit beheiztem Wohnkeller liegt bei rund 240 m². Wir fahren ohne Pufferspeicher, da rund 100 m² mindestens immer durchflossen werden.
Die max. Fußbodenvorlauftemperatur beträgt bei -12°C 35°C. Die Temperaturdifferenz die sich im Heizungssystem einstellt, liegt dabei bei rund. 8K.
Die Bohrungen wurden im September 04 ausgeführt. Damals kamen wir mit einer Soletemperatur von ca. 2°c aus dem Erdreich. Die Bohrlöcher sind im Laufe des Frühlings 05 trichterförmig nachgesackt, so daß man davon ausgehen kann, dass die Rohrwandungen nun gut am Erdreich anliegen.
Dieses Jahr fahren wir bei Außentemperaturen um die 0°C mit Soletemperaturen um die 5°C, bei langer Laufzeit der WP geht die Soleaustrittstemperatur auf 3,6°C zurück.
Zuerst war ich positiv von der hohen Austrittstemperatur angetan, da ich der Meinung war, je höher die Austrittstemperatur, umso höher der Wirkungsgrad der WP. Nach einigem Lesen in diesem Forum bin ich mir jetzt aber gar nicht mehr so sicher. So wird zum einen empfohlen, die Sole möglichst gegen 0°C zu fahren, um den Wärmeübergang im Erdreich zu verbessern. Zum anderen soll die Temperaturdifferenz Soleaustrittstemperatur zur Heizungsausrittstemperatur möglichst klein sein. Habe ich da etwas falsch verstanden oder was ist nun richtig?
:
- Welche Temperaturspreizung der Sole ist anzustreben?
- Wir haben eine Solepumpe des Typs Wilo RS30/7 KTR eingebaut.
Diese ist dreistufig. Wann kippt das Verhältnis Erhöhung der Drehzahl
Stromverbrauch)/Erhöhung WP Wirkungsgrads?
- Wir fahren mit Nachtabsenkung der Heizung. Unsere Vorstellung dazu:
Weniger Abstrahlungsverluste Haus nach draußen, durch Verringerung
der Temperaturdifferenz. Morgens lange Laufzeiten der Wärmepumpe
für das Aufheizen, somit Verringerung des Taktens.
Ist es energetisch sinnvoll?
- Wir fahren das Warmwasser mit einer Tagestemperatur von 47°C,
nachts mit einer Solltemperatur von 30°C. Gedankengang hierzu:
Nachts wenig Abnahme, Auskühlung sehr langsam, keine
Wärmeanforderung an die WP, Verminderung der Schaltzeit der WP
Ist es energetisch sinnvoll?
- Wie oft darf/soll die Wärmepumpe pro Tag maximal starten?
(Wir haben einen einheitlichen Tarif, also kein Tag/Nachumschaltung)
Gibt es optimale Fahrweisen?
Bis dann.
Norbert