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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Sind Raumthermostate bei einer WP sinnvoll?

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Markus

Erfahrung: Gast
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,

Da ich nach Gesprächen mit Firmen zu keinem Ergebnis gekommen bin hoffe ich hier auf eine Antwort zu dieser Frage.

Sind Raumthermostate bei der Nutzung einer WP sinnvoll oder sollte die Temperatur über den Heizkreisverteiler eingestellt werden?

Gruß
Markus

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Thomas H.

Erfahrung: Gast
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» Bei der Wärmepumpe sollte wenn möglich die gesamt gelieferte Leistung an das System abgegeben werden können,
um kurze Schaltintervalle zu Vermeiden. Wenn das nicht möglich ist sollte ein Pufferspeicher (20-25 Liter/kw Heizleistung)eingesetzt werden.Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!
mfg Thomas Hinterberger

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Markus

Erfahrung: Gast
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Heißt das, dass es sinnvoller ist keine Raumthermostate zu installieren ??

Wir waren bei 5 Firmen. Drei davon sagen, dass man keine Raumthermostate installieren sollte und die anderen zwei sagen, dass eine Fussbodenheizung ohne Raumthermostate nicht zulässig ist.

Auch bezüglich der Größe des Pufferspeichers haben wir unterschiedliche Aussagen gehört. Von 25 bis 200 Litern war auch alles dabei.


Ich weiß überhaupt nicht mehr wem ich Glauben schenken kann.

Wo kann ich denn mal was genaues (keine Werbeprospekte oder so)über Wärmepumpen erfahren, was man auch als "Normalsterblicher" versteht?

Markus

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Thomas Hinterberger

Erfahrung: Gast
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Ich kann nur aus meiner langjährigen Ehrfahrung als Servicetechniker für Wärmepumpen sprechen.
Es gibt natürlich auch Unterlagen und Prospekte über jeweilige Angaben zu Pufferspeicher und Einzelraumregelungen verschiedener Hersteller von Wärmepumpen.
Einzelraumregelungen sind meiner Ansicht nach nur sinnvoll für Räume für welche man andere Temperaturen einstellen möchte(Schlafzimmer 17 Grad,Wohnzimmer mit großen Glasflächen oder anderen Energieqellen wie Kachelofen,Partyräume welche nur wochenends genutzt werden).
Solche Regelungen mit Tages- und Zeitprogrammen sind auch sehr kostenintensiv (Regelung,Stellmoren,Montage,Verkabelung).
Im Normalfall wird die Fußbodenheizung so verlegt,daß die Räume annähernd die selbe Raumtemperatur erreichen.
Im Bad wäre eine zusätzliche Heizfläche (Wandheizung) um die höhergewünschte Raumtemperatur von ca. 25 Grad zu erreichen sinnvoll.
Eine Vorrschrift welche besagt,daß Einzelraumregelungen vorgeschrieben sind gibt es bei uns in Österreich nicht.
Ein Überhitzungsschutz für die Fussbodenheizung ist bei uns nur Vorrschrift wen eine andere zusätzl. Heizqelle wie Holzofen kombiniert wird und die max. zulässige Temperatur der Fussbodenheizung überschritten werden kann.
Einen Pufferspeicher kann ich nur Empfehlen da bei absperren (einregulieren)der Fußbodenheizungskreise die Durchflußmenge sinkt.Beim sinken dieser steigt Proportional die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.
Diese ist bei den meisten Herstellern mit ca. 5 Grad angegeben.Umso höher diese Spreizung ist, umso höher sind die Stromkosten und umso schlechter ist die Effizienz einer Wärmepumpe.Die Lebensdauer sinkt natürlich auch rapide ab.
Dadurch sollte man vorher die anschaffung eines Puffers gut
Überlegen.
Der einzige Nachteil welcher ein Puffer mit sich
bringt ist das eine zusätzliche Umwälzpumpe benötigt wird,welche parallel mit dem Kompressor mitläuft(Stromverbrauch je nach Größe der Wp ca. 60-100 Watt pro h/ca.2000 Betriebsstunden im Jahr).
Es laufen genügend Wp ohne Puffer,bringen aber auch oft bei nachträglichen Einjustierungen der Fussbodenkreise(umdisponierung der Räume,Umbauten nach mehreren Jahren)Probleme mit sich.
Zu weiteren Fragen stehe ich gerne zu Verfügung!
mfg Hit

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Markus

Erfahrung: Gast
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Für mein Haus (noch Rohbau) ist mir jetzt eine Dimplex Luftwärmepumpe, ein 200l Puffer und ein Brauchwasserbehälter von 500l angeboten worden. Die Fa. sagt, dass die Ausgangsleistung der LWP mit sinkender Aussentemperatur geringer wird. Dementsprechend sollte man die Pumpe so stark wählen, dass diese selbst bei einer Temperatur von -12 Grad noch ohne zusätzlichen Heizstab auskommt. Eine stärkere Pumpe benötigt zwar mehr an Strom, dieser ist allerdings ja im Gegensatz zu dem, den der Heizstab benötigt, vergünstigt.
Ich habe bisher nicht viele aussagekräftige Meinungen zur Luftwärmepumpe gehört. In diesem Forum wird allerdings öfter davon abgeraten. Die Luftwärmepumpe ist nach unseren Angeboten ca 8000€ günstiger als die Erdwärmepumpe (Tiefenbohrung)und soll von den Jahresheizkosten her irgendwo bei so ca. 3€ pro m² pro Jahr liegen. Die Heizkosten bei der Erdwärme sollen bei ca 2-2,5€ pro m² liegen. Nach diesen Angaben würde sich die Erdwärme erst so spät rechnen, dass es eigentlich keinen Sinn macht eine solche Pumpe zu installieren.
Aus diesem Grund verstehe ich auch nicht wirklich warum hier im Forum meistens zur Erdwärme geraten wird. Wo ist denn bei der LWP der Haken??

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HIT

Erfahrung: Gast
,
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Bei der Luftwp. gibt es eigentlich ausser höheren Betriebskosten keinen Haken.
Diese sind allerdings wegen der Verdampferabtauung die techn. aufwendigsten Geräte(Kältetechnisch und Regelungstechnisch).
Es gibt natürlich verschiedene Abtaumethoden (Kältekreisumkehr-,Heißgas-und Elektrische Abtaumethoden).
Ich weiss nicht ob kosten für diese berücksichtigt sind.
Weiters würde ich die Wp. genau nach dem berechneten Gebäudeheizlasten auslegen,da zu gross Dimensionierte Wp
sicher nicht wirtschaftlich arbeiten können.
Ausserdem schaltest Du deine Heizung Anfang September ein, und irgendwann im April wieder aus.Nun solltest Du Dir Gedanken machen an wievielen Tagen (von ca.160)es wirklich
einmal auf minus 12 Grad abkühlt.
Ausserdem hat eine Luftwp. bei so tiefer Aussentemperatur wahrscheinlich eine Leistungszahl irgendwo bei 2 und bei unseren Energieversorgern kann der E-Heizstab auch mit dem vergünstigten Tarif betrieben werden.
Nun bleibt die Auswahl: Entweder mehr Betriebsstunden der Wp
oder ein bißchen höhere Stromkosten (kein Kompressor hält ewig).
Ich schätze je nach Breitengrad werden es in etwa 20 Tage sein(wobei es zur Tageszeit wieder höhere Werte erreicht)sein.
Das sind allso ca. 10% von der gesamten Heizsaison.
Weiters sollte die Warmwasserbereitung Berücksichtigt werden,da im Sommer die Außentemperatur auf bis 40 Grad Plus ansteigen kann und die Leistung der Wp. ansteigt.
Du hast also bei Deiner Luftwp. Temperaturunterschiede von Minus 20-Plus 40 Grad.Bei Erdwp.beträgt dieser jedoch von
-5 -Plus 10 Grad.
Das heißt an Tagen mit einer Außentemperatur über 10 Grad Plus kann deine Luftwp. natürlich auch eine höhere Leistungszahl als eine Erdwp. erreichen.
Dadurch sind die Heizkosten der versch. Wp unterschiedlich.

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Happy-Phantom

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo Markus,

wir haben seit nunmehr 3 Jahren eine DVK-Erdwärmeheizung in Betrieb. Also direkt verdampfend - direkt kondensierend. Im Kreislauf ist also nur das Kältemittel - kein Wasser wie bei herkömmlichen DV-Anlagen. Somit haben wir auch keinen Pufferspeicher, der auch nicht nötig ist. Raumthermostate sind in jedem Schlafraum und im Wohnzimmer vorhanden. Die Bäder haben durch einen geringeren Abstand der Heizleitungen die gewünschte höhere Temperatur (ohne zusätzliche Wandheizung - setzt entsprechend große Fußbodenfläche voraus).
Die FBH ist so ausgelegt, dass sich, wenn im Wohnzimmer die Solltemperatur erreicht ist, die Thermostate in den Schlaf- und Kinderzimmern schon abgeschaltet haben. Ist das Wohnzimmer warm genug, schaltet sich die ganze Anlage ab. Die Hysterese ist mit 0,5K eingestellt. Die Anlage erreicht dann nach einigen Stunden den Sollwert, je nach Außentemperatur natürlich. Sie springt bei 0° 1-2 Mal an tagsüber, nachts ist sie komplett aus (würde erst bei 18° im Wohnzimmer angehen , das ist aber selbst bei -20° nachts noch nicht passiert). Der Verbrauch in Euro ist ca. 1/3 geringer als mit einer Erdgasheizung.
Die Brauchwassererwärmung erfolgt übrigens mit einer Abluftwärmepumpe die in das dezentrale Wohnraumlüftungssystem integriert ist. (WP+Lüftung von Firma Spartec, Güstrow DE).
Ich hoffe ich konnte damit weiterhelfen,
Grüße,
Happy-Phantom

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