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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Solarus

Beitragvon Solarus » 05.06.2006 11:02 Uhr

Hallo, mal zurück zur Überschrift! Also ich denke, dass sich gerade Solar zur Heizungsunterstützung und WW rechnet.

Wero
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Beitragvon Wero » 05.06.2006 12:08 Uhr

Hallo
Leider habe ich ein Problem ich kann eure Tabelle nicht öffnen (Linux)(hab auch wenig Pc Erfahrung)
Ich bin der Meinung das eine solare Heizungsunterstützung sich bei mir nicht lohnt.
Meine Jahres-Heizwärmebedarf 15560 Kw vom Architekt berechnet.
Mein Verbrauch liegt bei 4300Kw für Wp. Davon ca 1500-1800Kw für Warmwasser.
Wieviel kann ich davon noch sparen,bei welchen Investitionskosten?

Gruß Wero
Andreas
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Beitragvon Andreas » 05.06.2006 17:18 Uhr

Hallo wero,

Interessant wäre die Wärmenge die die Wärmepumpe zum beheizen des Hauses einspeist. 1500-1800kW für Warmwasser über Durchlauferhitzer oder Wp ? Welche Leistungszahl hat die Wp ? Wieviel m² Wohnfläche müssen beheizt werden ?

Bei richtiger Dimensionierung kann man bei der solaren Heizungsunterstützung, die Monate April bis September über Solar fahren und somit die Bestriebsstunden der Wärmepumpe spürbar reduzieren und somit die Lebensdauer erhöhen.

Beim Einsatz der solaren Heizungsunterstützung mit Warmwasser geht man von folgenden Werte aus:
Einsparung Heizung ca. 20%
Einsparung Warmwasser ca. 60-80%

Mit deinen Werten gerechnt heißt das:
Erparnis Heizung 20% von 2500kWh = 500 kWh
Ersparnis WW 60% von 1800 kWh = 1080 kWh
Summe: 1580 kWh *0,12 ct/kWh = rd. 190 € /anno

Die jährliche Wartung der solaren Anlage kostet ca. 70 €.
Bleiben 120 € Ersparnis per anno.

Die Kostenersparnis die sich durch die Verlängerung der Wp-Lebensdauer ergibt, käme noch auf die Ersparnis-Seite dazu.

Ich glaube damit hat sich deine Frage, wenn die Strompreise so bleiben, beantwortet. ;-)
Wero
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Beitragvon Wero » 05.06.2006 20:20 Uhr

Hallo
@ Andreas
Die Wp bei L2/E36 3,661kW Aufnahme 14,721kW Abgabe
Mein mittlerer Wärmeverlust ist 0,33 . A/V =0,84 (551/659)ungünstig weil Bungalow.
Beheizt sind 145m² Boiler über WP 185 l fahre ich bei 45 C° im Sommer ab und zu auf 65 C° .Im Winter ist Anlagenbedingt eine höhere 60-70 C°vorhanden.
Von den 15560kW fallen an April 944 kW Mai 286 kW Juni 1 kW Juli - August - Sept. 109 kW zusammen 1340 kW. Das sind 8,6 % in den anderen Monaten rechne ich kaum noch mit solarer Unterstützung für die Heizung.
Ich muß dazusagen das eine Heizungseinbindung Anlagenbedingt auch nicht zu realisieren ist.
Außerdem müssen auch die Hilfsenergiekosten vom Solardach sowie ein Raum für einen Wasserspeicher und ein Wasserspeicher mit berücksichtigt werden. Ich habe nur einen 185 L Boiler.
Ich glaube kaum das sich die Investitionen rechnen selbst bei möglicher Einbindung in die FBH.
Dazu kommt das ich mir irgendwann noch eine dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung (rechnet sich auch nicht) zulegen will.

Gruß Wero
Andreas
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Beitragvon Andreas » 05.06.2006 22:10 Uhr

Hallo Wero

dezentrale Lüftung - technisch ok
Die Lüftungsanlage benötigt jedoch auch auch eine Wartung und natürlich auch (viel !) Strom. Richtiges lüften kostet da auf jeden Fall weniger !!

Wenn du schon was an deiner Anlage ändern / ergänzen willst dann folgendes:
- WW-Bereitung im Durchlaufverfahren
Boiler ist out (latentente Legionellengefahr). Die WW-Temperatur kann das ganze Jahr 45-50°C gefahren werden.

- thermische Solaranlage die einen Schichtenspeicher speist. Die solare Heizungsunterstützung hätteste damit direkt mit erschlagen. Die Anlage dürfte auch in den Wintermonaten was bringen. Wie gesagt man rechnet aufs Jahr gesehen mit 20% Einsparpotential. Dies dürfte bei dir noch was höher sein, da du ja eine FB-Heizung hast.

- Warum fährt die Anlage im Winter trotz Fußbodenheizung 60-70°C ??? Für eine WP ist das energetisch gesehen tötlich ! Je größer die Temperaturspreizung desto schlechter die Leistungszahl / Wirkungsgrad !!
Sieht ganz danach aus, daß die Regelparameter noch etwas angepaßt werden müßten !!!

- Gebäudeisolierung. Wenn noch ein Flachdach vorhanden sein sollte würde ich ein kleines Spitzdach aufsetzen. Flachdächer = Problemdächer. Gehört zwar nicht zum Thema Heizung aber Gebäudeschutz. 8)

Viele Grüße
Andreas

PS Auf wieviele Betriebsstunden kommt deine Wp-Anlage per anno ??
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Beitragvon Wero » 05.06.2006 22:24 Uhr

Hallo Andreas
Das Dach (Walmdach) hat 18°
Sorry Heizungseinbindung nicht möglich.
Warmwasser ist im Winter etwas höher weil Teperaturspitzen der Wp über Schichtenspeicher abgefangen werden.Anschliesend geht Kühlmittel direkt in den Estich. Wegen dem fehlenden Wärmetauscher habe ich super Arbeitszahl und keinerlei Hilfsenergie .
Gruß Wero

Ps was bei mir fehlt kann nicht kaputt gehen

Wero
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Beitragvon Wero » 05.06.2006 22:30 Uhr

Vergessen :
Betriebsstunden keine Ahnung ? Ich rechne 4300kW/3,66= 1175 Std.

Gruß Wero
Gast

Beitragvon Gast » 09.06.2006 14:27 Uhr

Habe jetzt einiges hier gelesen. Daher möchte ich mein Anliegen hier anbringen. Habe 98 ein Haus (Bj. 1971) erworben, Wohnfläche: 280qm. Nun ist die Ölheizung von 1986 und hat lt. Heizungsmensch noch einen Wirkungsgrad von 92 %. Das soll für das Alter noch sehr gut sein(?).

Jedoch machte er mich gleich darauf aufmerksam, dass die Anlage erneuert werden sollte, da ich bei dem Alter mit einem Ableben, aufgrund Altersschwäche, jederzeit rechnen muss.

Ich möchte gerne eine moderne Ölheizung mit Solarunterstützung für die Warmwasseraufbereitung (200L.) einbauen. Macht das nun Sinn oder nicht? Ich meine die Mehrkosten für die Solaranlage. Fenster sind im Haus alle erneuert. Dach wurde 1984 isoliert. Dachneigung liegt bei ca. 30 Grad.

Über Antworten würde ich mich freuen. Habe mich auch schon registriert, bin aber noch nicht freigeschaltet (habe auch eben erst den Antrag gestellt).

Gruß,
Jörg
xyz

Beitragvon xyz » 09.06.2006 15:54 Uhr

Anonymous hat geschrieben:Habe jetzt einiges hier gelesen. Daher möchte ich mein Anliegen hier anbringen. Habe 98 ein Haus (Bj. 1971) erworben, Wohnfläche: 280qm. Nun ist die Ölheizung von 1986 und hat lt. Heizungsmensch noch einen Wirkungsgrad von 92 %. Das soll für das Alter noch sehr gut sein(?).

Jedoch machte er mich gleich darauf aufmerksam, dass die Anlage erneuert werden sollte, da ich bei dem Alter mit einem Ableben, aufgrund Altersschwäche, jederzeit rechnen muss.

Ich möchte gerne eine moderne Ölheizung mit Solarunterstützung für die Warmwasseraufbereitung (200L.) einbauen. Macht das nun Sinn oder nicht? Ich meine die Mehrkosten für die Solaranlage. Fenster sind im Haus alle erneuert. Dach wurde 1984 isoliert. Dachneigung liegt bei ca. 30 Grad.

Über Antworten würde ich mich freuen. Habe mich auch schon registriert, bin aber noch nicht freigeschaltet (habe auch eben erst den Antrag gestellt).

Gruß,
Jörg


Kommt vorallem darauf an, wie viel Warmwasser du benötigst. Mit einer solarthermischen Anlage kann man etwas 60% des Warmwasserverbrauchs decken (eine Anlagen zur Heizungsunterstützung ünterstützt - wie der Name schon sagt - die Heizung noch mit (zu rund 20% (kann auch wneiger oder mehr sein)

Mit einer Anlagen zur Trinkwassererwärmung kann man rund 250 Liter Heizöl pro Jahr einsparen (hängt wie gesagt von deinem Warmwasserverbrauch ab). Bei einem Heizölpreis von ca. 65 Cent sind das rund 163 €.
Eine solche Anlage kostet rund 4.000 Euro, mache sind auch teurer, andere billiger. Sie hat eine Fläche von rund 6 qm. Pro angefangenen Quadratmeter bekommt man 84 € Förderung vom Staat, sodass die Anlage etwa 3.500 Euro kostet. Würde der Ölpreis konstant bleiben, würde sich die Anlage nach rund 21 Jahren amortisieren. Da dieser jedoch steigen wird, wird sich die Anlage deutlich schneller amortisieren. Du kannst das ja mal durchrechnen wenn der Ölpreis pro Jahr um 5% steigt (was noch sehr konservativ ist). Die Lebensdauer eine solchen Anlage beträgt rund 25 -30 Jahre.
Dann kommen noch Wartungskosten ect. dazu. Die kannst du mit rund 50 Euro pro Jahr ansetzen.
Andreas
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Beitragvon Andreas » 11.06.2006 13:12 Uhr

Hallo zusammen,

Der Kesselwirkungsgrad ist das eine. Der Anlagenwirkungsgrad das andere und hier entscheidene !
Der Kessel dürfte nach den Sanierungen (neue Fenster ; Isolierung) klar überdimensioniert sein. Der Anlagenwirkungsgrad wird dadurch spürbar schlechter !

Einfach mal einen Energieberater ansprechen !

Das Solardach sollte nicht nur WW sondern auch die Heizung unterstützen.
Weiter oben habe ich ein excel-sheet (Vergleich Öl-Pellet) eingebracht. Einfach mal mit deinen Werten durchrechnen.

Viele Grüße
Andreas

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