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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 09.02.2006 20:40 Uhr

Der Durchschnittsverbrauch pro Kopf lag 1997 übrigens bei 47 Liter für Körperpflege.

http://www.uni-ulm.de/LiLL/3.0/D/WASSER/VERBR.htm

In der Tabelle sollte übrigens auch mal HEL-Verbrauch für WW und HZ zusammen gezählt werden :-)
Grüße vom

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Heinz
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Beitragvon Heinz » 09.02.2006 21:20 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

die Tabelle ist schnell zusammengebastelt und reicht für das überschlägige Berechnen. Aus der ersten Tabelle kann man fälschlicherweise entnehmen, dass die %-Solareinsparung sich auf die monatliche Heizölmenge bezieht, sie bezieht sich allerdings nur auf WW, das war ein Lapsus von mir (schön wenn es so wäre), die Ergebnisse sind aber korrekt, die Prozentangaben stammen so von Solarwärme Plus.
Von einem Hersteller wurden mir folgende Zahlen genannt:
mind. 350 KWh/m² für Flachkollektoren und
mind. 450 KWh/m² für Röhrenkollektoren
Vom Fraunhoferinstitut wurden tatsächliche mittlere Leistungen von 240-290 KWh/m² von 220 Anlagen ermittelt, leider differenziert das Institut nicht nach Kollektortyp. 525 KWh/m2 ist wohl die Nennleistung, die nicht immer erreicht werden kann.
Man kann ja in der Tabelle nach Belieben die Zahlenwerte verändern und schaun, was sich ergibt. Frage an den Fachmann: Wie groß muß der Pufferspeicher sein, damit man den Sommerüberschuß in die kalte Jahreszeit bringt? Haben Sie Erfahrungen (nicht Schätzungen), um wieviel Jahre sich die Lebensdauer der Heizkessel erhöht?
Lassen Sie sich packen und verbessern Sie die Tabelle. Nicht nur ich als Verbraucher, sicher alle im Forum sind daran interessiert.

Für konstruktive Kritik jederzeit offen
Mfg
Heinz
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Beitragvon Stephan Ostermann » 09.02.2006 22:01 Uhr

Bin schon da ... hat mir ja keine Ruhe gelassen ...

Hier meine Modifikation...
Dateianhänge
Modifiziert_HZU.xls
(34 KiB) 2243-mal heruntergeladen
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
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Beitragvon Wasserwärmer » 09.02.2006 22:07 Uhr

Hallo,

zum obigen Thema:

diese Aussage trifft sicher bei Dampfheizungen zu (selbst hier könnten RK einen Beitrag leisten). Für den modernen Fall einer FBH trifft das jedoch nicht zu. Hier können selbst Flachkollektoren sehr deutlich zur Einsparung beitragen.

zum Pufferspeicher:

Eine Verlagerung vom Sommer in den Winter erscheint mir nur mit Großspeichern oder Latentspeichern sinnvoll, bleibt beim EFH also nur der Latentspeicher.
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)
Heinz
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Beitragvon Heinz » 09.02.2006 23:30 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

hat mir auch keine Ruhe gelassen, erstmal vielen Dank, lade gleich runter, habe leider heute nicht mehr viel Zeit (Lebensgefährtin mault, kommt von Lebensgefahr).
Kurzdraufsicht: Amortisationdauer bei eingesparte Kosten von 305,08 und 8000,-- € für die Anlage= 26,22 Jahre bei Lebensdauer 20 Liter/Jahr??? Wo tauchen die 7% Steigerung in der Rechnung auf??? Klingt nach Zu Schnellschuß

zur Information: der Warmwasserverbrauch der Deutschen ist sehr unterschiedlich. Wenn Sie ein bischen googlen, werden Sie in Diagrammen und Schaubildern alle möglichen Prozentangaben für den selben WW-Verbrauch finden. Den genormeten Durchschnittsmenschen gibt es zum Glück nicht. Den Warmwasserverbrauch können die Menschen selbst gut einschätzen.
Der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch (kalt und warm) hat sich auf Grund wassersparender Maßnahmen um etwa 85 Liter pro Einwohner bei uns eingependelt (meine Erfahrung, in der Stadt etwas mehr auf dem Land etwas weniger), das sind etwas über 30 Kubikmeter im Jahr. Eine Bandbreite von 15 bis 50 Kubikmeter pro Person ist üblich (Ich kenne sogar einen 1 Kubikmeterkandidat).
Wenn ich also nach den üblichen Schaubildern vorgehe, verbrauche ich für morgens und abends Duschen jeweils 30 Liter, einmal geht die Waschmaschine mit 10 Liter, einmal der Geschirrspüler mit 5 Liter, fürs Süppchen rechne ich mal 1 Liter, dann habe ich 76 Liter. Dann bleiben 9 Liter für Toilette (also bei einem 6-Liter-Kasten 1,5 mal drücken), Autowaschen, Garten und was sonst noch angegeben wird. Paßt also irgendwie nicht.
Jetzt werden Sie aufschreien und Falsch! rufen, das statistische Bundesamt sagt doch, dass wir Deutschen rd. 130 Liter am Tag brauchen. In dieser Statistik wird aber auch der Verbrauch von Gewerbe und Industrie, die öffentlichen Einrichtungen, der Eigenverbrauch der Wasserwerke und manchmal sogar die Wasserverluste durch undichte Leitungsnetze geführt, der dann statistisch auf die Bevölkerung verteilt wird. Das hat nichts mit dem häuslichen Verbrauch zu tun, von dem wir hier reden. Also Vorsicht vor Statistiken.
Ein böser mit Atomstrom betriebener Durchlauferhitzer kann für ein berufstätiges Ehepaar womöglich billiger sein, aber nicht weitersagen.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Stephan Ostermann » 09.02.2006 23:35 Uhr

Der Hintergrund der Preissteigerungsberechnung ist dezent in Tabelle 2 versteckt :-)

Es ist ja so aufgebaut, das du deine eigenen Angaben eingeben kannst.

Probier mal ein bißchen herum. Ist nicht perfekt, aber ein Anfang :-)

Grüße vom

AS Solar Kundendienst
Gast

Beitragvon Gast » 10.02.2006 00:54 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

mit Ihrem Durchlauferhitzer mögen Sie heute Recht haben, ob es in 5 Jahren noch der Fall ist? Was machen Ihre Kinder in 20 Jahren, oder Ihre Enkel in 40 Jahren?

Wir sollten heute Verantwortung übernehmen und nicht sämtliche Ressourcen sinnlos (das ist die Verbrennung energetisch nun mal) verprassen!
Andy

Beitragvon Andy » 10.02.2006 09:38 Uhr

Ja jetzt ist mir das Ding schon klarer.
Aber, irgendwie kann da etwas noch nicht stimmen.

Wenn im Juli 19l HZOel fuer die Wassererwaermung benoetigt werden, wofuer sind dann die restlichen 23l ? (42-19).
Heizen muss man im Juli garantiert nicht. (Ich hab in dieser Zeit seit Jahren nur noch den Boiler an).
Ist das reiner Verlust durch den Betrieb der Anlage?
Wenn ja, ist das nicht ein bischen viel?

Ausserdem ist mir nicht klar wie ich im Monat Juli 54l Heizoel sparen soll wenn nur 42l benoetigt werden?

Kann es sein das hier der nicht verwendbare Ertragsueberschuss der Solaranlage nicht beruecksichtigt wurde?

Bitte meine Fragen nicht uebel nehmen.
Finde die Berechnung wirklich praktisch und wenn es moeglich ist alle Einflussgroessen richtig hineinzubringen dann ist das eine grosse Hilfe.
Andy

Beitragvon Andy » 10.02.2006 10:30 Uhr

diese Aussage trifft sicher bei Dampfheizungen zu (selbst hier könnten RK einen Beitrag leisten). Für den modernen Fall einer FBH trifft das jedoch nicht zu. Hier können selbst Flachkollektoren sehr deutlich zur Einsparung beitragen.


Warum spielt die Betriebsart der Heizung Radiatoren / FBH ) eine Rolle?
Die Energie der Kollektoren wird doch (Verluste vernachlaessigt) vollstaendig genutzt. (Falls nicht zu gross ausgelegt).

Im Falle einer Radiatorenheizung (natuerlich auch FBH) kann mit den Kollektoren die Ruecklauftemperatur erhoeht werden.
Da in den meissten Faelle die Oelheizung die Vorlauftemperatur noch weiter anheben muss wird die gelieferte Energie der Kollektoren zu 100% genutzt.
Sprich die Investition Kollektoren wird zu (fast) 100% genutzt.

Im Falle der FBH ist es eher schlechter.
Wenn die Kollektoren so ausgelegt sind das sie zu z.B 80% die noetige Waermemenge liefern koennen dann kann die Leistung der Kollektoren im Sommer und in der Uebergangszeit gar nicht genutzt werden da in dieser Zeit der Waermebedarf kleiner ist als die Leistung der Kollektoren.
Sprich, die Investition wird nur zu < 100% (genutzt) was dann zwangslaufig die Amortisationsrechnung verschlechtert.

Das hier gepostete Excel Sheet geht auf obige Problematik uebrigens ueberhaupt nicht ein.
Es rechnet (noch, siehe letzters Posting) immer mit der vollen Verwertbarkeit der erzeugten Energiemengen.

In der Praxis wird es wohl eher so sein das die verwertbare Energiemenge noch geringer ausfaellt da z.B bei einer Kollektorwassertemperatur von 35% das Wasser des Pufferspeichers nicht hoeher als < 35% aufgeheizt werden kann.

Ich bin absolut kein Experte aber ich kann mir durchaus vorstellen das es genuegend Situation gibt in denen die Kollektoren durchaus noch Energie liefern koennten, die Anlage aber nicht mehr in der Lage ist die Energie aufzunehmen, bzw. zu speichern weil die Temperaturhoehe (Energiegehalt bez. aufs Volumen ) des Traegermediums zu gering ist.
Und dieses Problem tritt sicher nicht nur im Sommer auf sonder verm.. auch in der Uebergangszeit, bzw. an sonnigen Wintertagen.

Liege ich mit diesem Gedankengang falsch?
Heinz
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Beitragvon Heinz » 10.02.2006 11:45 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

zu Ihrer Tabelle, ich habe die gesendeten Eingangsdaten mal so stehen lassen.
In Spalte D u. E steht der Heizbedarf für WW + Heizung, Die %-Angaben in Spalte D gelten für WW + Heizung. Sie addieren hier noch zusätzlich WW-Bedarf drauf, das ist falsch, denn WW ist in Spalte D-E bereits enthalten. Im Sommer muss man nicht heizen. Nach den von Ihnen gewählten Angaben spart man mehr als verbraucht wird.
Setzt man Heizung Juni-August auf Null, verschlechtert sich die Amortisation selbst bei den unrealistischen 7% Preissteigerung auf 18 Jahre.

Rechnet man mit den von Ihnen angegebenen 525 KWh/m² und 4 Personen je 47 l WW-Verbrauch ergibt sich folgendes:
Einsparung: 409,78 € bei 20 Jahren Amortisationszeit, also indiskutabel, bei Einsparung mit 7% Preissteigerung u. 13 Jahre Amortisation wird’s langsam interessant, rechnet man aber Zinsverlust, Reparaturen, Heizverluste und Wartung hinzu, dann sind wir schnell wieder über 15 Jahre Amortisation und damit im unwirtschaftlichen Bereich.

Sollte sich Ihre Annahme mit 7% Preissteigerung bewahrheiten, dann müsste eine Familie in 20 Jahren 7.500 € für ihre Heizölrechnung hinlegen, ich glaube nicht, dass die Löhne entsprechend steigen. Dann haben wir keine Flaute mehr sondern eine Wirtschaftskrise oder vielleicht noch schlimmeres.

Hallo Andy,

Richtig, die Überschlagsrechnung lässt Verluste außen vor (der kann man aber durch eine geringer angesetzte Leistung Rechnung tragen), Sicher kann die vom Kollektor nicht zu 100% umgesetzt werden, Meine anfängliche Tabelle dient auch nur zur überschlägigen Berechnung. Der häufige Trugschluss liegt darin, dass die Überschüsse nicht in die Rechnung eingehen dürfen, da sie nicht gebraucht werden.
Die Lösung wäre also nur ein Saisonspeicher und da kommt man auf Dimensionen in zig-Kubikmeter-Größe und ebensolche astronomischen Kosten.

Mfg
Heinz

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