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Forum Windkraft

Thema: Warum stehen manche Windräder still?

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Gast

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Ich hoffe mit kann jemand helfen
Ich schreibe eine Facharbeit über das Theme Windenergie und meinen Lehrer interessiert brennend die Frage, weshalb manche Windräder still stehen, obwohl Wind weht.
Ich selber habe auch mal gesehen, dass 3 Windräder nebeneinander standen, 2 haben sich gedreht und eines nicht.
Weiß jemand woran das liegen kann?

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Uwe Hallenga

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Die meisten großen Windanlagen sind sehr komplexe Maschinen mit aufwendiger Technik, Elektronik und zum Teil auch mit großen Getrieben.
Solche Maschinen werden in der Regel zweimal im Jahr gepfegt und gewartet (Arbeitsplätze!). In dieser Zeit stehen die Anlagen natürlich. Dieses kann je nach Wartungsaufwand schnell mal 2 Tage dauern.

Bei sehr niedrigen Windgeschwindigkeiten ist häufiger zu beobachten, das in einem Windpark etliche Anlagen sich so gerade mal leicht drehen, andere aber noch stehen. Das kann damit zusammenhängen, das die Anlagen Strömungstechnisch etwas ungünstiger stehen (es reicht ein winziges Detail) oder aber auch die Bauteiltoleranzen streuen. Nicht alle Anlagentypen haben die gleichen Anlaufgeschwindigkeit, stehen aber dennoch zusammen in einem Park.

Tja und dann gibt es da auch noch die tausenden von kleinen Fehlern die eine Anlage haben kann und die Überwachungselektronik die Anlage lieber vorsorglich abschaltet, bevor es schwerwiegende Fehler oder Schäden entstehen. Oftmals müssen diese Fehler nur über die Fernwartung quittiert werden, damit die Anlage sofort wieder anläuft.

Alles Klar? Gruß

Uwe

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Gast

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danke schön Smile das sind schon mal ein paar Gründe mehr....
Ich hatte schon mal was darüber gelesen, dass die Anlagen ausgeschaltet werden, wenn sie den höchst zulässigen Schattenwurf auf ein Wohngebiet im Jahr überschritten haben, obwohl ich finde, dass das irgendwie unlogisch klingt, weil sie ja immer noch schatten werfen... und ich hab irgendwo gelesen, dass wenn Gefahr von Eisbildung besteht die auch schon mal ausgeschaltet werden. Aber vielen dank! ich denke das hilft mir schon weiter

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Uwe Hallenga

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Beiträge: 116
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Windanlagen werden auch wegen Vereisungsgefahr automatisch abgeschaltet. Große moderne Anlagen haben in den Rotorblättern Eis-Erkennungssensoren. Sobald bei sehr kaltem und nebligen Wetter Eisansatz registriert wird, bleibt die Anlage stehen, um a) den möglichweise gefährlichen Eisabwurf zu verhindern und b) durch den Eisansatz verändert sich die Aerodynamik des Profils und es entsteht ein erhebliches zusätzliches Gewicht. Die Unwucht könnte erheblichen Schaden an Getriebe, Lager und den Rotorblättern verursachen. Also lieber abschalten und ggfl. ein paar Stunden und Tage warten.

Was den Schattenwurf betrifft: Gemeint ist hier der sogenannte Discoeffekt. Sitzt du im lauschigen Wohnzimmer oder das Ferkel im lichtdurchfluteten Stall, sorgen die schnell wechselnden Schatten durch die Rotorblätter für diesen Effekt des schnell Hell/Dunkel wechsels. Deshalb Discoeffekt. Ich habe das mal ausprobiert, und es war wirklich heftig und nicht lange auszuhalten. Aber: auch hier ist die Entwicklung schon sehr viel weiter. Es läßt sich leicht ausrechnen, zu welcher Jahreszeit (Sonnenstand-Höhe) der Schatten lang genug ist um das betroffene Gebäude zu streifen und vorallem um welche Uhrzeit dies möglich ist. Gleichzeit prüft ein Lichtsensor, ob das Sonnenlicht stark genug ist um auch wirklich ein Schatten zu werfen, oder ob es wie so oft einfach nur diesig ist. Der Zentralrechner der Windanlage prüft nun die möglichen Jahres- und Tageszeiten und schießlich ob die Sonne den scheint und NUR dann wird die Anlage gestoppt und startet automatisch wieder wenn die Zeit vorbei ist oder die Sonne keinen Schatten mehr werfen kann. In der Realität handelt es sich also um rund 30 Minuten am Tag wenn es denn sonnig genug ist und die Sonne in den Wintermonaten tief genug steht. Diese Technik wird bei allen betroffenen Anlagen schon seit 4 oder 5 Jahren eingesetzt.

Gruß Uwe Hallenga

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Gast

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ja ich weiss es vllt liegt vllt war das windrad auch kaputt :D

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