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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Peter

Beitragvon Peter » 24.02.2006 16:47 Uhr

muss ja keiner wissen :roll:

Gast

Beitragvon Gast » 25.02.2006 00:19 Uhr

Gast1 hat geschrieben:Getreide darf jeder verheizen, der damit zu tun hat. Wie z.B. Landwirte oder Getreidemühlen. Bei Privatpersonen sieht das anders aus.


das ist nicht ganz richtig :lol:

In der 1. BImSchV sind Brennstoffe aufgeführt, die in Kleinfeuerungsanlagen verbrannt werden dürfen. Unter anderen werden dort neben verschiedenen Holzbrennstoffen "Stroh und ähnliche pflanzliche Stoffe" als Regelbrennstoff genannt. In Erläuterungen
zur 1. BImSchV werden als strohähnliche Energiepflanzen z. B. Schilf, Elefantengras, Heu, Maisspindeln genannt. Getreide ist hier nicht aufgeführt und demnach kein Regelbrennstoff. Die Auslegung, ob Getreide ein strohähnlicher Brennstoff ist oder nicht, ist Sache der Länder.

In Bayern besteht die Möglichkeit, auf Antrag beim zuständigen Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von Getreideverbrennungsanlagen zu bekommen. Wer also Getreide verbrennen möchte, sollte sich rechtzeitig mit der zuständigen
Genehmigungsbehörde in Verbindung setzen, um die rechtliche Situation
vor Ort zu klären und ggf. eine Ausnahmegenehmigung einholen.
Für den Fall, dass Getreide als strohähnlicher Brennstoff anerkannt und eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird, endet für diesen Brennstoff der Kleinfeuerungsbereich bei 100 kW Feuerungswärmeleistung (zum Vergleich: bei Holzbrennstoffen liegt die Grenze bei 1.000 kW Feuerungswärmeleistung). Da die Feuerungswärmeleistung
nicht mit der Nennwärmeleistung gleichzusetzen ist und in diesem Leistungsbereich in der Regel nur die Nennwärmeleistung vom Hersteller angegeben wird, sollte auch hier vorab geklärt werden, welche Anlage für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist (unter Berücksichtigung des Kesselwirkungsgrades kann die Nennwärmeleistung aus
der Feuerungswärmeleistung errechnet werden). Für Anlagen mit höheren Leistungen greift die 4. BImSchV mit den Emissionsgrenzwerten der TA Luft, was nicht nur mit einem erhöhten Aufwand für Genehmigungsverfahren und Rauchgasreinigung verbunden
ist, sondern auch deutlich höhere Investitions- und Betriebskosten verursacht, so dass ein Einsatz im landwirtschaftlichen Betrieb in der Regel nicht in Frage kommt. Getreide kann auch als Sonderbrennstoff (in 4. BImSchV-Anlagen) eingesetzt werden. Die Anlagenhersteller bestätigen, dass aber vor allem eine Nachfrage für Anlagen zwischen 30 und 80 kW für den Einsatz auf landwirtschaftlichen Betrieben
besteht. Auch die untere Leistungsgrenze für die Verfeuerungen fester Brennstoffe ist in der 1. BImSchV festgelegt. Danach dürfen in Anlagen unter 15 kW Nennleistung nur Holzbrennstoffe als biogene Brennstoffe eingesetzt werden. Für die Getreideverbrennung bedeutet dies, dass z. B. in Pelletöfen, wie sie unter anderem mit Leistungen unter 15 kW zur Wohnraumaufstellung angeboten werden, Getreide nicht verwendet werden darf.

Steht alles auf den Seiten von http://www.carmen-ev.de

und hier bekommt man adressen bzw referenzanlagen die auch besichtigt werden können. http://www.tip-grosshandel.de
Gast

Beitragvon Gast » 02.03.2006 14:17 Uhr

Habe letztens wieder einen großen Artikel in unserer Tageszeitung gelesen. Das Thema heizen mit Getreide wird immer "heißer". Denke, dass hier einiges bald gelockert wird.
Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.03.2006 20:11 Uhr

Der Ansatz ist ja auch nicht verkehrt...

Wir haben schließlich früher für den Transport Rohstoffe auf Feldern angespflanzt. Nämlich um die Zugtiere zu füttern.

Nun müssen wir hergehen unere Landwirtschaft auf energiereiche Pflanzen umzustellen. Daraus können wir z. B. Treibstoff wie "Sunfuel" herstellen. Die für die Nahrung notwendigen Güter werden sowieso im Ausland weit günstiger produziert. So könnte man die Globalisierung nutzen.

Die Kombination von Energiebedarf senken und diesen Rest dann mit nachwachsenden Rohstoffen zu decken ist eine gute Idee die auch langsam umgesetzt wird.

Durch die technische Überlegenheit der westlichen Nationen muss das Umdenken von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe generiert werden.

So retten wir uns einerseits den eigenen Hintern vor Klimakatastrophen bzw. schaffen eine Umverlagerung der Märkte. - Aber natürlich nicht von heute auf morgen. Aber peux à peux kann man so zu einer klimafreundlichen industrieallisierten Wirtschaft gelangen.

Man darf nicht vergessen, dass immer noch für den Menschen Arbeit da sein muss. D. h. die Tausenden von Stellen in der fossilen Energiewirtschaft müssen umstrukturiert werden, was wieder eine gewisse Zeit braucht.

Mit diesem Ansatz ist es auch möglich die Landwirtschaft zu erhalten und dieser eine reale Perspektive zu geben.
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
Gast

Beitragvon Gast » 07.03.2006 15:35 Uhr

dat seh ich genauso :lol:
Franz

Beitragvon Franz » 21.03.2006 14:15 Uhr

Hallo,
habe im Forum von Getreideheizung einiges erlesen können. Müsst da mal schauen.

Johann

Beitragvon Johann » 23.03.2006 20:35 Uhr

Gast hat geschrieben:z.b. twinheat (firmenname) aus dk

www.twinheat.dk (nur auf dänisch)

deutsche seite hab ich beim googeln entdeckt. www.geizenbeimheizen.de
da natürlich auf deutsch. sind sogar preise dabei.

gibt noch zahlreiche andere hersteller.
musst mal bei carmen-ev.de nachsehen. da gibts ne herstellerseite. viele skaninavische firmen auch aus den alpenstaaten....


Gibt es hier Referenzen? Ist ne sehr interessante Anlage. Würde mich über Antworten freuen.
Gerd P.

Beitragvon Gerd P. » 29.03.2006 12:50 Uhr

Servus,

gibt es eigentlich eine Liste der Bundesländer, wo Getreidefeuerung erlaubt ist? Weiß jemand einen Rat?
Hannes50

Beitragvon Hannes50 » 03.04.2006 16:52 Uhr

vielleicht gibt es solch eine liste bei carmen ev. musst du mal schauen
Mike Humhe

Beitragvon Mike Humhe » 06.04.2006 09:55 Uhr

Hallo Johann,

habe zwie Adressen von Betreibern des TwinHeat. Kann ich Dir mal mailen, wenn Du möchtest.

Gruß
Mike

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