Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
a n z e i g e
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
joe sparsam

Beitragvon joe sparsam » 29.01.2006 12:35 Uhr

:P

Hallo Wolfsblut,

wir haben seit 2001 eine Wärmepumpe für die Heizung und das Warmwasser ( 60 Grad ).

Zu beheizende Fläche 250 qm, Stromverbrauch 5.500 Kw/h seitdem konstant, bei RWE ca. 480 Euro. Niedrigenergiehaus von der Fa. Hebel.

Wir nutzen die Erdwärme über die Fläche von ca. 300 qm in einer Tiefe zwischen 1,50 m und 3 m ( ansteigendes Grundstück). Es wurden 10 Rohre je 100 m verlegt. Abstand jeweils ca. 50 cm. Die Bohrungen sollen aufgrund des Abstandes zwischen Vor- und Rücklauf nicht so effektiv sein, da der Vorlauf dem Rücklauf bereits die Wärme entzieht.

Wir haben durchweg Fußbodenheizung und sparen uns, außer in den Schlafräumen, die Nachabsenkung. Temperaturen im Wohnräumen ca. 22 Grad, Bad 24 Grad. In den Fluren ist es auch ca. 20 Grad.

Die Kühlung wurde uns damals auch angeboten. Diese funktioniert wohl in umgekehrter Richtung. Durch die Fußbodenheizung geht dann kein warmes, sondern gekühltes Wasser. Das hat aber nichts mit kontrullierter Be- und Entlüftung zu tun.
marsipulami

Beitragvon marsipulami » 29.01.2006 14:02 Uhr

Hallo Wolfsblut,

die höchsten Jahresarbeitszahlen (investierter Strom zu erzeugter Heizwärme) erreichen Erdkollektoren als Direktsystem, in denen Kältemittel zirkuliert und die Wärme "direkt", d.h. ohne Umweg über Sole aufnehmen.

Die nächstbesten Anlagen sind CO2-Erdsonden, also Tiefenbohrungen wie Sole-Erdsonden, nur mit Kohlendioxid gefüllt das in einem selbstständig ablaufenden Prozess die Wärme nach oben liefert.

:idea: Infos zu diesen Systemen bekommst Du bei www.klima-innovativ.de, beraten auch dazu.

Kühlheizung ist nur ein Ausdruck für die Möglichkeit der "Kältemaschine" Wärmepumpe zum Heizen auch noch Kühlen zu können.

Markus

Beitragvon Markus » 01.02.2006 17:29 Uhr

Hallo,

wir wollen auch ein neues Häusle bauen und sind gerade an der Überlegung eine Erdwärmeheizung zu nutzen. Wir haben 200 m2 Wohnfläche (ca. 160 m2 Fußbodenheizung) und ein Kaminofen ist eingeplant. 1 1/2 Geschosse mit einer Galerie. Es wird ein Niedrigenergiehaus. Kann mir Jemand sagen was eine Erdwärmeheizung kostet mit allem was dazu gehört (Kessel, Bohrung usw.), also fix und fertig.

Es wäre auch sehr interessant zu wissen, wieviel Strom so eine Anlage im Jahr verbraucht.

Natürlich werden wir uns bei unserem örtlichen Heizungsbauer informieren, aber mal so vorab wäre es sehr interessant für uns.

Vielen Dank & viele Grüße :)

Markus

Gast

Beitragvon Gast » 02.02.2006 10:53 Uhr

Hallo Markus,
entscheidend natürlich ist der Wärmebedarf/m² bei deinem Niedrigenerigehaus. Angenommen es wären 50 W/m2 erforderlich bei 200 m² Wohnfläche, so liegt der Jahreswärmebedarf bei ca. 2.400 Betriebsstunden (inkl. Warmwasseraufbereitung) bei 24.000 kWh. Eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren mit Direktverdampfung verspricht nachgewiesener Weise einen SPF (Seasonal Performance Factor) von 5 (da bist du auf der sicheren Seite) oder sogar mehr ==> s. Heliotherm.
Also wäre der Energiebedarf (24.000/5) bei 4.800 kWh. Bei 0.125 EUR je kWh-Strom liegst du somit 600 EUR Stromkosten.
Kosten dieser Anlage bei ca. 20 - 25 TEUR. Tiefenbohrung kostet so ca. 5 - 8 TEUR. Tiefenbohrung sinnvoll, wenn das Grundstück nich die notwendige Fläche für die Erdkollektoren hergibt. SPF bei Tiefenbohrung jedoch nicht so effektiv (SPF 4).
Insgesamt ist der Mehraufwand durch WP-Einbau ggü. Ölheizung sicher zwischen 8 und 12 Jahren amortisiert.
Gruß
grisu42

Beitragvon grisu42 » 02.02.2006 15:45 Uhr

HI

so ein Haus wie der Marcus bauen möchte planen wir zu Zeit auch. Der unterschied ist, für uns gibt es keine Alternative zu einer Wärmepumpe. Mein Problem ist:
ES GIBT SO VIELE HERSTELLER VON WÄRMEPUPEN.
Eigentlich hatte ich mich schon für eine Anlage von Waterkotte (Ai1) mit einer Solebohrung entschieden. Nachdem ich mich bei einigen anderen Heizungsbauern erkundigen wollte, stellte ich fest, dass 1. Probleme mit der Sole geben kann und zwar das die Sole Einfriet und nicht mal ein warmer Sommer es schaft sie wieder zum Auftauen zu bringen.
2. wurde mir auch von der Fa. Waterkotte abgeraten weil sie wohl keinen guten Service liefern.

Viele Heizungsbauer hier in Berlin verbauen wohl Wärmepumpen von Stiebel Eltron (Luft / Wasser).

Hat jemand schon Erfahrung mit dieser Wärmepumpe?

Für eine kurzen Erfahrungsbericht wäre ich sehr dankbar.

Grüße an alle Häuslebauer mit dem selben Problem.

Grisu42

Markus

Beitragvon Markus » 03.02.2006 10:11 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort, ist ja schonmal sehr hilfreich !

Du scheinst dich ja wirklich gut auszukennen...................Also wären dass dann ca. 30.000 Euro für die komplette Heizung ?!

Wo liegt denn ca. ne komplette Ölheizung (Fußboden) für meinen Bedarf ?
10 - 12.000 Euro ?

Gruß

Markus
Gast

Beitragvon Gast » 10.02.2006 15:01 Uhr

Hallo,

zum Thema Kühlheizung hier ein Link

http://www.viebrockhaus.de/2lviebrockha ... ehlheizung
Gast

Beitragvon Gast » 17.02.2006 23:33 Uhr

Hallo,

Kühlen mit der Wärmepumpe und Fußbodenheizung ist nicht ganz so einfach wie es sich anhört. Problem ist der sog Taupunkt. D.h. die Lust kann bei einer gewissen Temperatur nur eine gewisse Menge Wasser speichern (relative Luftfeuchtigkeit) kühle ich jetzt die Luft ab kann diese nicht mehr so viele Feuchtigkeit aufnehmen - die Feuchtigkeit kondensiert (darum laufen im Winter bei Brillenträgern die Scheiben an wenn sie in einem Warmen Raum kommen)
Das gleiche Problem gibts bei der WP ---- Feucht Warme luft im Sommer kühler Boden (dank WP) und Mutti hat nen feuchten Perserteppich und keiner weiss warum. :wink:

Deswegen braucht man hier eine ganz spezielle Regelung die misst wieweit meine Fußbodenheizung im Vehältniss zu Raumwäre und Luftfeuchtigkeit runtergekühlt werden kann. Gute Sache gibt auch -- z.B. WPC Cool von Stiebel. Problem ist nur bei der Fußbodenheizung ist der Bereich mit dem ich z.B. bei hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer - kühlen kann gering. Also Kühlen mit WP und Fußbodenheizung -- na ja --- wer im Sommer kalte Füße will ist damit gut bedient. Besser ist wenn man gleich hergeht und ein separates Kühlsystem mit z.B. Hydrima Kühlboxen von Stiebel einrichtet. Damit kann man richtig kühlen und mit dem Kondensat gibt es auch keine Probleme und der Perser bleibt trocken ;-)

Nebeneffekt -- die Sonde im Boden wird im Sommer schneller regeneriert und hat mehr wärme für den Winter.

Michael Streib

www.streib.de

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen






Sie lesen gerade die Forendiskussion: Erdwärmeheizung / Kühlheizung