Hallo,
ich habe u.a. die Rechnung von Andreas gelesen. Auch ich gehöre zu den Menschen die gerne noch dazu lernen.
Vielleicht kann ich aber zuvor etwas Licht ins Dunkel bringen.
30 000 kWh sind zunächst 30 000 kWh. Da kommt es darauf an wie sie verbraucht werden.
Bsp.: Wohnhaus 120 qm 2,5m Raumhöhe = 300cbm zu beheizendes Volumen
Modellrechnung “Altbau” ggf. noch Stand WSVO ´95
30 000 kWh = 3.000l Öl somit: 3000l/300cbm = 10l/cbm a
Hier könnte es sich nach heutiger üblicher Vorstellungen auch um einen ungedämmten Altbau handeln.
Für die Dimensionierung einer Infrarot-Wärmewellenheizung wären hier i.M. und im schlechtesten Fall (Altbau in Holzständerbauweise) anzusetzen:
300cbm x 34,5W/cbm = 10.350W x 6Std (durchschn.Betriebzeit) x 180 Tage
= 11.178.000Wh/1000 = 11.178kWh Bei einer Infrarot- Wärmewellen- heizung sind 18Grad Oberflächen-/max. Lufttemperatur i.d.R ausreichend , jedes weitere Grad (Kelvin) benötigt 5-7% mehr Energie deshalb können hier im Verhältnis zu den sonst üblichen mind. 20-22Grad Lufttemperatur ruhigen Gewissens 10% Minderung angesetzt werden. (tendenziell 20%)
- 1.117kWh
= 10.061kWh x 0,14€ = 1.408,54 zzgl. Mwst.
= Jahresheizkosten ca. 1.634,-€ („Altbau“ IHS)
(ca. 136,-€/Monat)
Vergleich Öl:
3.000l x 0,65€ (incl. Mwst.) = 1.950,-€
zzgl. Pumpenstrom = ca. 75,-€
zzgl. Kaminfeger = ca. 75,-€
Wartung und Ersatzinvestition = ca. 300,-€
(gem. VDI nach 12 Jahren)
Summe: ca. 2.400,-€ ("Altbau" Öl)
(ca. 200,-€/Monat)
Jährliche Ersparnis für das Modell „Altbau“ hier ca. 32%
Kosten für Ölheizungen tendenziell stark steigend!
Kosten für Strom tendenziell moderat steigend – langfristig stabil bis sinkend!
Modellrechnung „Neubau“ 3l Haus (in etwa Anforderung 60kWh/qm a)
Für eine Infrarot-Wärmewellenheizung wären hier i.M. anzusetzen:
300cbm x 21,5W/cbm = 6.450W x 6 Std.(durchschn. Betriebszeit) x 180 Tage
= 6.966.000Wh / 1000 = 6.966kWh (bei so hohem Dämmstandard können 20% Minderung angesetzt werden)
- 1.393kWh
= 5.573kWh x 0,14€ = 780,22€ zzgl. Mwst. 16%
= Jahresheizkosten ca. 905,-€ („Neubau“ IHS)
(ca. 75,50€/Monat)
Vergleich Öl „Neubau“
300cbm x 3l/cbm a = 900l/a
900l x 0,65€ (incl. Mwst.) = 585,-€
zzgl. Pumpenstrom = ca. 75,-€
zzgl. Kaminfeger = ca. 75,-€
Wartung und Ersatzinvestition = ca. 300,-€
(gem. VDI nach 12 Jahren)
Summe: ca. 1.035,-€ („Neubau“ Öl)
(ca. 86,-€)
Jährliche Ersparnis für das Modell „Neubau“ bis zu ca. 12,5%
Kosten für Ölheizungen tendenziell stark ansteigend!
Kosten für Strom tendenziell moderat steigend – langfristig stabil bis sinkend!
Für den Neubau ist ein Vergleich der Herstellungskosten noch interessant.
Anteilig Heiz-/Lagerraum ca. 1.500,-€ (incl. Mwst. 16%)
Tank ca. 1.300,-€ (incl. Mwst. 16%)
Schornstein incl. Zubehör ca. 3.200,-€ (incl. Mwst. 16%)
Wärmeerzeugung ca. 2.500,-€ (incl. Mwst. 16%)
Verteilung und Heizflächen ca. 4.500,-€ (incl. Mwst. 16%)
= ca. 13.000,-€(incl. Mwst.16%)
Infrarot-Wärmewellenheizung = ca. 8.500,-€
Investitionseinsparung = ca. 4.500,-€
Zudem ist Strom monatlich und immer erst nach erfolgtem Verbrauch zu bezahlen, nicht für ein halbes oder gar ganzes Jahr im voraus. (Erstfüllung Tank ca. 900,-€)
Sofern der Finanzierungsrahmen es zulässt ist die Ergänzung eines Neubaus mit einer PV(Photovoltaik) Anlage noch sinnvoll mit ca. 6,7kWp (= Primärenergieaufwand max. 1,0) oder auch etwas weniger.
Mit der entsprechenden Finanzierung und den 4.500,-€ (ggf. 5.400,-€ Investitionseinsparung aus der Öl-Technologie) als Einmaleinlage rechnet sich eine solche PV-Anlage noch ganz interessant und sie ist der Einstieg zu einem teilweisen oder ganzen Ausstieg aus fossiler Verbrennungs-technik samt CO2-Produktion bis hin zum Null-Emissions- bzw. Null-Heizkostenhaus.
Zum Betrieb der Heizung ist idealerweise „grüner“ Strom (aus Wasser-kraft oder regenerative Erzeugung) zu vereinbaren. Kostet wohl 1-2Ct/kWh mehr kann aber langfristig mit der ganzjährigen Stromein-speisung aus der bezahlten PV-Anlage wieder verrechnet werden.
Abgesehen von der Aussicht auf Unabhängigkeit und Emissionsfreiheit würde ich mich persönlich auch immer für das gesündere Heizsystem entscheiden. Ich weis deshalb auch heute schon, daß ich mein 3-Faml. Haus aus den 30iger Jahren in absehbarer Zeit und auch aus Abrech-nungstechnischen Gründen auf dieses Heizsystem umrüsten werde.
Aus den evtln. Fehlern u.a. hinsichtlich der Verklebung o.ä. in der Vergangenheit unterstelle ich einer Firma deren Produkte mittlerweile international mehrfach ausgezeichnet wurden, dass sie ebenfalls lernfähig ist und deshalb evtl. Probleme in der Zwischenzeit wohl auch keine mehr sein dürften?