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Waldschrat

Beitragvon Waldschrat » 29.04.2006 14:53 Uhr

Hallo miteinander,
Ich plane bei den derzeitigen Energiepreisen eine entsprechende Fläche zu erwerben um meinen Brennholzbedarf decken zu können. Dabei bin ich auf einen lesenswerten Beitrag im Internet gestossen:
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/1_01/wald.htm
insbesondere der Artikel von Karl-Reinhard Volz
Wem gehört eigentlich der Wald?
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/1_01/wald08.htm
Demnach gibt es in Deutschland Millionen von Waldbesitzern mit weniger als 5 Hektar Fläche. 0,5 bis 1,5 Euro/qm kostet Wald je nach Bestand etc.
"Was soll ich jetzt machen? Einen Wald kaufen und zum Waldschrat mutieren?" So abwegig ist das nicht! Fragt sich nur wieviel Fläche für ca 20-30 RM/Jahr benötigt werden?
Schöne Grüße aus dem Sauerland
Thomas, ein zukünftiger Waldschrat

Gast

Beitragvon Gast » 29.04.2006 15:47 Uhr

ca. 5 Ster/ha.
Gast

Beitragvon Gast » 29.04.2006 16:21 Uhr

Hallo,

Faustwert:

4-5 RM/ha

Nicht überwältigend, gelt?

Mfg
Heinz
Anja Ranke

Beitragvon Anja Ranke » 16.05.2006 19:02 Uhr

Hallo,
ich kann dem Artikel mit der Überschrift: Tolle Wurst nicht folgen. Wir bauen zur Zeit einen Brennholzhandel auf, und konnten unseren Kunden trotz der rapide gestiegenen Nachfrage den gewohnten Service bieten. Dazu zählen für uns selbstverständlich das vorhalten einer Reserve bis in die Monate März, bzw. auch April hinein. Unsere Stammkunden wissen diesen Service zu schätzen, und den Neukunden gefällt das auch. Aus diesem Grund können wir jedem nur empfehlen, sich a) seinen Brennstofflieferanten genau auszusuchen, und nicht unbedingt zum Allerbilligsten zu gehen. Mit wenigen Fragen kann man feststellen, wie der Verkäufer zu seinem Brennstoff steht.
b) Ab dem Frühjahr mit dem Einlagern beginnen, dann kann man noch viel Holz zum alten Preis einkaufen.
c)Finger weg von Kleinstgebinden( Sack- oder Kartonware) ist in der Regel erheblich teurer als der Holzhändler.
d) Das Holz für den Winter bereits im Frühjahr buchen. Das verschafft auch dem Händler eine sichere Planungsgrundlage.
Und dann viel Spass vor dem Ofen.

MfG
Anja Ranke
jens_ranke@web.de
Gast

Beitragvon Gast » 02.06.2006 10:38 Uhr

Stephan Ostermann hat geschrieben:Gehässig gesagt: Mit Pellets wäre das nicht passiert... :lol:

Konstuktiv: Schau mal auf www.carmen-ev.de

Dort findest du weiterführende Links zu Bezugsquellen.

Gast

Beitragvon Gast » 06.06.2006 11:35 Uhr

Hallo,

das Holzbriketts teurer sind wie Pellets wußte ich nicht, aber es gibt hilfe:
1. Es gibt eine Fire-Box, (bitte googlen) in die man Pellets einfüllt und sie dann in den Ofen stellet (oder im Ofen befüllt, ganz nach belieben)
2. Wenn man keinen Feuerrost hat kann man die Pellets dazulegen zum normalen Feuer, bzw auf die Glut, die können dann nicht durchfallen!

Wenn Pellets auch zu teuer werden hilft nur noch Holz machen beim Förster!

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Beitragvon HOLZBRX » 12.12.2006 09:06 Uhr

Das die Pelletpreise höher als die Brikettpreise sind, kann ich so nicht bestätigen. Pellets kosten im Schnitt 250,00 € - 280,00 € / t. Briketts kann man für 220,00 € - 270,00 € kaufen. Meiner Meinung nach liegt das Problem der momentanen Preisexplosion einerseits an den tatsächlich gestiegenen Rohstoffpreisen aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage, andererseit ist der Preisanstieg den Herstellern und Händlern zuzuschreiben. Einige reizen das Potenzial gnadenlos aus und dotieren den Preis an der Schmerzgrenze der Kunden. Das aber damit die Alternative mit Holz zu heizen wieder unlukrativ wird und der florierende Markt sich selbst zum umkippen verurteilt scheint vielen egal zu sein. Die Vielzahl der Endverbraucher stellt ja nicht auf Holz um, damit er mit nachwachsendne Rohstoffen heizen kann. Der Preis ist entscheidend. Ich handele selbst mit Holzbriketts und beliefere auch andere Händler, die selber auch andere Händler beliefern, usw. und alle machen das nicht umsonst. Können Sie sich vorstellen wie der Preis entsteht? Ein weiterer Preistreiber ist die Zertifizierung. Wenn der Kunde wert auf eine Zertifizierung legt muss er das auch bezahlen. Wohl bemerkt: das Produkt wird vernichtet. Auch ohne Normung haben die Briketts einen Heizwert um die 5,2 kWh/kg.

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Beitragvon Maxtron » 12.01.2007 00:31 Uhr

Also bei uns sind die Holzpreise um 10 Euro für einen QM geschnittenes Holz letztes Jahr gestiegen. D.h. 70 Euro statt 60 Euro.
Natürlich wächst der Bedarf nun immer mehr, aus diesem Grunde sollte man auch jetzt bereits Arangements mit dem zuständigen Forstamt treffen, sofern man keinen eigenen Wald hat.
Das Forstamt in Hessen bietet zur Zeit 2 Tageskurse an für den Hobby-Fäller. Diese werden nun mit einem Zertifikat belohnt welches man in Hessen benötigt um die Genehmigung zu bekommen Holz selbst in einem Öffentlichen Forst (nach Absprache) zu machen.
(Dieses Certifikat macht auch Sinn, wenn man sich manchen mit einer Bauhaussäge anschaut .. ).
Ansonsten würde ich Teilweise bei Heizölfirmen nach Briketts anfragen, die oft bei großer Menge einen günstigen Preis anbieten oder bei Praktiker wenn dieser seine 20 % Tage wieder hat zuschlagen.
Ansonsten gibts auch (nicht alle aber ab und zu) günstige Angebote in Ebay für Holz. Aber Achtung! Rechnet euch die Beschriebene Menge erst um in RM bevor ihr bietet. Es gibt da manch merkwürdige Mengen oder Gewichtsangaben für Brennholz. Auch Teilweise ist es wichtig auf die Versandkosten zu schauen....
Da gabs so manche Auktion mit 1000 KG Buch /3 Jahre getrocknet für 50 € und daneben stand : KEINE ABHOLUNG , NuR LIEFERUNG ! (Liefergebühr 289 € ) .... ;-)
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Beitragvon Jens der Heizer » 21.02.2007 13:41 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe mir gerade die gesamte Diskussion durchgelesen und will auch meinen Senf dazu geben:

Holz reicht nicht für alle Haushalte, muß es auch nicht, denn nicht jeder hat einen Kamin.

Holz wird immer teuerer, da die Industrie bereit ist höhere Preise für den Rohstoff zu zahlen, wie Privatkunden für Brennstoff.

Kohle, Öl, Gas und Uran gehen demnächst zu Neige, das ist Fakt, also sind Atomkraftwerke keine ausreichende Alternative. Ich bin auch dafür neue Kraftwerke zu bauen anstatt den Strom aus alten Teschnerobyl-Kraftwerken zu kaufen, aber es gibt ja noch das Problem der Endlagerung!

Sonne gibt es für alle die ein Dach in Richtung Süden haben!
Geothermie gibt es für alle die auf gutem Grund wohnen!
Luftwärmepumpen gibt es sowieso für alle!

Das wichtigste ist die Isolierung, und zwar aus was sie hergestellt [b]wird![/b] Naturdämmungen gibt es ohne Ende. Zellulose ist z.B. optimal als Schüttdämmung im Holzständerbau!
Die Dämmungen müssen diffusionsoffen sein, dann kann ich sogar auf eine Zwangslüftung verzichten!

Strom mit der Sonne gewinnen rentiert sich richtig wenn man ihn im Haus speichern kann. Es gibt neue Akkus, Pressluftlader usw. dieser Strom würde die Häuser autak machen. Dazu Warmwasserkollektoren und Geothermie und man hat seine Ruhe!

Die Energie würde sogar reichen um unsere Cityflitzer zu betreiben!
Der 4x4 Offroader wird weiterhin sich einen ordentlichen Schluck genehmigen.

Was ich sagen möchte ist die Gesamtheit zu betrachten. Welche Vorraussetzungen brauche, welche habe ich. Eine Kombination aus Sonnen und Erdenergie wird die Zukunft sein. Biomasse ist nur eine Ergänzung, keine Alternative. Genauso ist es mit fossilen Quellen, die können wir da einsetzten wo es keine andere Möglichkeiten gibt! Zum Verbrennen eigentlich zu schade!

Wer sich heute einen Kaminofen in die Großstadtwohnung stellt sollte ihn als Krisenheizung sehen, und nicht als Zukunftssicherheit!

Baut keine dichten Häuser, verlasst euch nicht auf Holz für die Zukunft, versucht Erwärme und Sonnenenergie zu nutzten!

Gruß

Jens der Heizer
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Beitragvon lebenslust » 21.02.2007 17:32 Uhr

Hallo Heizer,

im Prinzip hast Du völlig recht. Nur Deine genannten Alternativen sind nicht alle, es gibt noch mehr, die uns Energie auch in Zukunft sehr preiswert liefern. Windkollektoren z.B. um mit dem Strom Warmwasser zu erzeugen oder das Heizsystem zu unterstützen. Andere Anlagen wie z. B. unter http://www.akoil.ru/de/products/psonair/ nachzulesen ist, bringen noch ganz andere Möglichkeiten. Da ist die Bausubstanz, der Standort und die finanziellen Möglichkeiten ein weiterer Machbarkeitsfaktor. Auch der AEVU hat nicht geschlafen und deutet unter http://www.klima-allianz.com und http://www.emt-umwelt.com/1709047.htm an, was in Sachen Energie möglich wird.
Wenn noch der Klimawandel und die Notwendigkeit zum sofortigen Handeln hinzukommen, dann müssen die Energieformen der Zukunft vor allem eins sein: BEZAHLBAR

Die Zukunft ist dezentral und regional
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