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Heinz
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Beitragvon Heinz » 26.01.2006 22:02 Uhr

Hallo rap1234,

klingt ja sagenhaft 2 Kubikmeter Holz für eine Heizperiode. Das sind etwa 3.000 KWh oder 300 Liter Heizöläquivalent für ein zweigeschossiges Haus (Keller, 2 Stockwerke + Dachausbau?). Nicht dass, ich Ihnen nicht glauben will, Sie schreiben ja Prognose und noch nicht nachgewiesen. Gerne würde ich das glauben, wenn ich denn mal eine tatsächliche Abrechnung eines NH-, Passiv- oder sonstwie energiesparendes Haus oder 90%-Sanierung sehen würde. Spätestens seit Inkrafttreten der WSVO 1995 müssen doch Unmengen Abrechnungen mit dem nachgewiesenen niedrigen Verbrauch vorliegen.Wenn das so gut ist, braucht man sich doch nicht mit Bedarfsberechnungen abgeben sondern kann endlich den Skeptikern die tatsächlichen und nachgewiesenen Einsparungen um die Ohren schlagen.
In diesem Forum wurden mir bisher Objekte ohne Verbrauchabrechnungen angegeben, bei denen man sogar lesen mußte, dass elektrisch nachgeheizt wird. Trotz aller googlerei konnte ich bisher noch nichts anderes finden, vielleicht bin ich ja zu doof.
Zeigen Sie mir ein typischen Kfw, NH, Passiv-Haus oder sanierten Altbau aus den letzten Jahren, bewohnt mit Mama, Papa, 2 Kindern, wo aus wenigstens ein paar Heizperioden der letzten Jahre der Brennstoffverbrauch und die Stromrechnung vorliegen, die man mit der Bedarfsberechnung vergleichen kann. Das ist doch keine übertriebene Forderung.
Wenn ich den Erfolg schwarz auf weiß vor mir sehe, verspreche ich nicht mehr skeptisch zu sein und wähle vielleicht auch wieder die Grünen.

Mfg
Heinz
PS: heißt worstcase eigentlich nicht schlimmstes, kommt man auch mit einem Kubikmeter aus? :wink:

Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 26.01.2006 22:40 Uhr

Tja Heinz...

Schreibt halt nicht jeder bei Google seine Verbrauchswerte auf.

Frag mal bei www.proklima-hannover.de nach. Die können dir sicher das ein oder andere Objekt mit Daten belegen.
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
rap1234

Beitragvon rap1234 » 26.01.2006 22:42 Uhr

Den Passivhausstandard kriegt man für nachgewiesene (im ersten Jahr natürlich theoretisch) von weniger als 15kWh/m^2/Jahr für die Heizung.
Mein Bruder hat bisher ein paarmal eine (Holzvergaser)Ofenladungen verbraucht (beschickt einen Wärmespeicher).
Im Frühjahr kann ich gerne nachfragen.

Der Passivhausstandard bedeutet ca ein 15tel des Durchschnittsverbrauchs in Deutschland.
Daß da der Energieverbrauch geringer ausfällt als normal liegt auf der Hand.

rap
rap1234

Beitragvon rap1234 » 26.01.2006 22:47 Uhr

PS 2 Geschosse mit ca 180m^2 Wohnfläche, kein Keller, kein Dachgeschoß.
Dazu eine große Garage mit Holzwerkstatt drunter im Niedrigenergiestandard, aber ohne direkte Beheizung .

Das Untergeschoß liegt nordseitig im Boden. Gebäude ist nach Süden ausgerichtet.


rap

Ich mag keinen rap ich heiße nur so (Initialen)
rap1234

Beitragvon rap1234 » 26.01.2006 22:56 Uhr

PSPS (sorry als Gast kann ich leider nicht editieren.....) :?

Die Wände bestehen aus 30er "hochwärmedämmendem" Poroton + 26cm Isolierung von www.gutex.de .

Es gibt ein Patent für neue Fassadenträger die besser isolieren und billiger sind als bisher.

Die bestehen größtenteils auch aus Gutexplatten(streifen).

Die Isolierung zur Betonbodenplatte ist 40cm dick.

Nach Süden sind senkrecht in der Fassade Vakuumkollektoren angebracht.

3m^3 Wärmespeicher.
Luftvorwärmung (oder Kühlung im Sommer) durch 30m Rohre im Erdboden an der Nordseite.

Das Haus hat die Form einer Käseecke mit 110° Öffnungswinkel, Südhang.

Ich hab immer gewitzelt: wenns mal zu kalt wird feiert mal eine Party, dann habt Ihr wieder Wärme für 3 Wochen...

rap
Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 26.01.2006 23:00 Uhr

Hey Rap ...

Hier kann man sich anmelden ... schau mal oben ... :lol:

Grüße vom

AS Solar Kundendienst
rap1234

Beitragvon rap1234 » 26.01.2006 23:08 Uhr

Ich bin angemeldet als rap...... :oops:
Ratet was passiert ist........

Mein erster Artikel Energieversorgung mit Alu unter Erfindungen ist länger her und da hab ich das Paßwort ver.......


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Beitragvon Stephan Ostermann » 26.01.2006 23:23 Uhr

:wink:

Und auf Passwort vergessen klicken?

Oder dem Admin schreiben?
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
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Beitragvon aup » 01.02.2006 13:32 Uhr

Hallo Heinz,

du hast bei deiner Berechnung noch eine ganz wichtige Verbrauchskomponente vergessen: Das Papier!
Laut Informationsdienst Holz liegt der jährliche Rohholzäquivalente Papierbedarf in der BRD nochmals bei 44,9 Mio. m³. Das macht mit einem Rohholzäquivalenten Holzbedarf von 49,6 Mio. m³ zusammen 94,5 Mio. m³. Und das bei einem gegenwärtigen Holzeinschlag von nur 55 m³ im Jahr (BMVEL 2004).
Das heißt es stammen jetzt schon nur etwa die Hälfe des in Deutschland verbrauchten Holzes aus nachhaltig bewirtschafteten inländischen Wäldern. Und der importierte Rest trägt jetzt schon in hohem Maße zum Raubau der weltweiten Wälder bei (www.initiative-papier.de).
Wie sollen da, entsprechend den gegenwärtigen Werbeslogans, noch adäquate Mengen nachhaltig genutzter Holzmengen fürs heizen zur Verfügung gestellt werden? Das Ganze sieht wohl eher nach einer Marketingkompanie für die deutsche Forst-, Holz- und Pelletkesselwirtschaft aus. Oder ist es vielleicht nur ein Bluff zur Mäßigung der ölproduzierenden Länder? Oder hat das vielleicht was mit dem wahrscheinlich knapp verfehlten deutschen Kyoto-Versprechen zu tun?
Die gegenwärtigen Zahlen scheinen jedenfalls eindeutig zu belegen: Holz ernsthaft als Ersatz für unsere fossile Energieträger zu benennen, ist nicht nur eine der größten Beschwichtigungen unseres 21. Jahrhunderts, sondern sie ist auch ökologisch gesehen außerordentlich gefährlich.
Wenn jedenfalls die gegenwärtig erhöhte Brennholz- und Pelletnachfrage anhalten sollte, dann ist mit fast 100%iger Sicherheit mit erheblichen Preisanstiegen zu rechnen. Und diese Preise werden sich ja dann auch zwangsläufig an den Gesetzen des Marktes orientieren müssen - sprich auch an den Ölpreisen.
Fazit: Nicht den Energieträger wechseln, sondern, wo immer es auch nur technisch möglich ist, das mögliche Maximum an Energie sparen!

Gruß aup
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Beitragvon Heinz » 01.02.2006 15:37 Uhr

Hallo aup,

Richtig. Nur möchte ich nicht sagen, das Maximum sparen sondern das Optimum, was schlicht heißt, nichts verschwenden. Holz kann nicht Öl oder Gas ersetzen, es sei denn man will zurück ins Mittelalter mit entsprechend weniger Menschen. Holz und Pellets können nur eine Marktnische besetzen. Holzheizungen machen also nur da Sinn, wo man ohne weite Wege an das Holz kommt oder selbst Wald besitzt oder Rückschnitt verwertet, eben nichts verschwendet. Auch besteht die Gefahr, dass durch die Holzverteuerung das Holzheizen zum Luxus hochgepuscht wird. Arme Menschen, die noch mit Holzöfen heizen müssen, hätten wieder einmal mehr das Nachsehen.
Die Energieerzeugung aus landwirtschaftlichen Flächen halte ich aus denselben Gründen für bedenklich, da dadurch auf der anderen Seite wieder mehr Energie eingesetzt werden muß z.B. für den Nahrungsmittelimport.

MfG
Heinz

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