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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Gast

Beitragvon Gast » 22.01.2006 12:36 Uhr

Hallo, Brennholz ist eigentlich kein Problem: entweder wirklich mal bei carmen-ev.de nachschauen oder ich habe meins bei Fa. Fröhlich / bei Stendal gekauft. Hier bezahlt man wenig Geld incl. Lieferung und bekommt vernünftige Ware.

Unsterblich
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Beitragvon Unsterblich » 22.01.2006 13:38 Uhr

Hallo Ihrs!

Der Heinz mal wieder! Und er hat wieder mal recht mit seinen Rechnungen bzgl. Ersetzen der fossilen oder atomaren Energieträgern. Komplett auf eine Sache umsteigen geht nicht! Und wer glaubt, daß Holzpellets günstig sind, der soll sich doch mal die anderen Möglichkeiten wie Weizen, Holzschnitzel, Raps, ... anschaun! Die sind noch viel günstiger! Allerdings stellt sich auch hier die Frage: wie lange noch? Mir braucht doch keiner erzählen, daß sich die Preise immer so halten werden! Zum einen steigen die Preise mit höherer Nachfrage. Und zum Anderen nehmen die Hersteller doch immer was sie bekommen können! Wenn der abhängige Markt erstmal groß genug ist, dann ziehen die Preise dadurch an. Da braucht dann doch nur ein Pelletsproduzent einige Andere aufzukaufen und ab gehts! Man kann also davon ausgehen, daß sich die Preise immer den Ölpreisen annähern oder diese gar überschreiten werden!
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Beitragvon Heinz » 22.01.2006 17:42 Uhr

..schon mal vermutet, dass evtl. Öl usw. künstlich knapp gehalten wird, um hohe Preise zu erzielen, z. B. um mehr Mittel in eine gebeutelte Wirtschaft fließen zu lassen, in welcher Währung wird Öl bezahlt?....

Hallo in die Runde,

2,2 bis 2,5 Kilogramm Getreide haben etwa ein Heizöläqivalent von einem Liter Heizöl, also 10 Kwh. Von einem Hektar kann man unter idealen Bedingungen etwa 70 Doppelzentner Getreide ernten, ein Doppelzentner (dt, Dezitonne) sind 100 kg. In Deutschland gibt es 17 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Würde man diese gesamte Fläche mit Getreide bepflanzen, könnte man im Idealfall bis zu 119 Millionen Tonnen Getreide ernten. Das entspricht dann optimistischerweise 54 Milliarden Litern Heizöl oder 540 Milliarden Kwh. Theoretisch könnte also damit der deutsche Stromverbrauch von 525 Milliarden Kwh ersetzt werden. Oder von den 753 Milliarden Kwh Heizwärmeverbrauch könnten rechnerisch 73% ersetzt werden. Nur was sollen dann wir und die Viecher essen? Super Sache, warm aber hungrig, Tiere nur im Bilderbuch, statt Heizöl- Lebensmittelimport. Bortsch durch die Gaspipeline und Carpakete?

Mfg
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Beitragvon Heinz » 22.01.2006 17:47 Uhr

uups,

bevor nun eine Weizeneuphorie ausbricht...
wieviele Liter Diesel werden gebrauch, um den Weizen zu produzieren?

Mfg
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Beitragvon Unsterblich » 23.01.2006 15:12 Uhr

Joh, aber 25% vom Waldertrag und 25% vom Landwirtschaftsertrag können wir schonmal nehmen, oder? Außerdem sollte man villeicht nicht unbedingt das Getreide selbst verballern sondern besser das Stroh. Das ist ja in großen Mengen sicher eh Abfall! Kann man sicher 50% von opfern, wenn ich das bei uns da so sehe! :)
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Beitragvon Heinz » 23.01.2006 21:39 Uhr

Hallo Unsterblich,

jawoll und zu jedem Häuschen eine riesige Scheune :lol:
Und alles Stroh in ein zentrales Kraftwerk fahren, freut sich der LKW-Hersteller.
Das Problem mit allen sog. erneuerbaren Energien ist, dass sie ja überall da sind, also verteilt mit geringer Konzentration. Das Einsammeln kostet selbst zu viel Energie. Kohle, Öl, Uran, Gas ist eben sehr konzentriert vorhanden und hochenergetisch.
Zum Vergleich: Wenn jeder Laden nur ein Ei anbieten kann, wie lange sind sie für ein Omlett unterwegs? :P

Mfg
Heinz

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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 24.01.2006 10:16 Uhr

baut oder saniert häuser mit einem energiebedarf < 30 kwh/qm.a (energiesparhaus 40 und besser) und nicht 08/15-häuser auf enev-standard mit > 100 kwh/qm.a, dann könnt ihr sie auch mit regenerativen energien heizen.
jetzt stellen vor allem die um, die an der hülle fast nichts machen wollen/können und meinen diesen energiefresser langfristig mit holz betreiben zu können. fürs heizen mit reg. energien ist viel sachverstand gefragt.
da jetzt , ohne ganzheitlich zu denken, aus preisgründen von öl auf holz umgestellt wird, treibt es den preis !
der baustandard im alt- und neubau muss um den faktor 3-4 besser werden, dann macht es sinn !!
Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King
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Beitragvon Heinz » 26.01.2006 13:09 Uhr

Hallo in die Runde,

der Wärmeenergiebedarf in Deutschland beträgt etwa 30% des gesamten Energieverbrauches. Wenn also durch Wärmedämmmaßnnahmen der Gebäude Einsparung von 50% möglich sein sollten, könnten in Deutschland demnach 15% gespart werden. Bei einem jährlichen Verbrauch von rd. 750 Milliarden KWh Wärmeleistung in Deutschland also rd. 112 Milliarden KWh. Das entspricht der Leistung eines einzigen modernen Kraftwerkes mit 1.400 Megawatt Nennleistung. Die Lösung unserer Energieprobleme ist das also auch nicht.

Wie diese Ersparnis aber den Wald vermehren kann, dass Heizen mit Holz dann Sinn macht, weiß Fachplaner Passivhaus.

Mfg
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Beitragvon Heinz » 26.01.2006 19:46 Uhr

Hallo,

.....was ich vergaß;
die durch die Wärmedämmung eingesparte Energie, so es denn in dieser Größenordnung in der Realität und nicht nur auf dem Papier, funktionieren sollte, entspricht auch 11,2 Milliarden Litern Heizöl, ws beachtlich wäre. Diese Heizölmenge kostet bei einem Heizölpreis von zur Zeit 60 ct/l etwa 45 ct/l vor Steuern, also rd. 5 Milliarden € jährlich. Das entspricht auch den zur Zeit etwa 5 Milliarden €, die die Bürger über die durch das EEG verursachten Mehrkosten berappen müssen. Allerdings erhalten wir für 5 Milliarden fast 100 % Gegenwert in Heizöl, bei den erneuerbaren weniger als 4%!

Mfg
Heinz :(
rap1234

Beitragvon rap1234 » 26.01.2006 20:29 Uhr

Mein Bruder hat gerade ein sehr gut funktonierendes Passivhaus fertiggestellt. Isoliertechnisch Worstcase. Einzelstehend, 2 geschossig.

Prognostizierter Maximalverbrauch bei langer Sonnenlosigkeit: 2m^3 Holz/Jahr (mit der obigen Rechnung würde das Holz vielleicht reichen wenn alle Häuser Passivstandard wären).

Da ein Passivhaus trotz anfänglicher Mehrkosten (schätze bei größeren Wohnblocks lägen die im Prozentebereich) auf die Dauer natürlich billiger ist ist es kaum verständlich daß es nicht öfter gebaut wird.


MfG Pöttmann

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