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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
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Beitragvon xtw » 14.01.2006 23:53 Uhr

Moin zusammen !

Ich habe ein Niedrigenergiehaus mit relativ geringem Verbrauch (unter 1000 m³ Gas p.A.) bei einer Vaillant-Gas-Kombitherme mit max. 20 kW.

Ich nutze keine regenerativen Energien, und überlegte mir, das zu ändern.

Meine Idee : Ein Heißwasserspeicher, der durch (Eigenbau-) Solarelemente warm gehalten wird, und dessen Wasser durch die Therme bei Bedarf weiter aufgewärmt wird (wobei die Therme aus bleibt, wenn das Eingangswasser über 60 Grad liegt).

Ich will also einen VORgelagerten kleinen Warmwasserspeicher, da sich bei mir folgende Umstände ergaben, die das logisch erscheinen lassen :
-die Therme ist direkt über dem Bad
-weitere Warmwasserverbraucher gibt es nicht
-keine Zirkulation, aber nur wenig Rohr zwischen Quelle und Hahn
sowie folgende Vorgaben :
-wenig Aufwand
-geringe Kosten
-eigenbaufähig

Fragen :
-gibt es sowas standardmässig ?
-ist es technisch OK, die Therme mit Wasser um die 60° zu speisen ?

Die benötigte Wassermenge ist relativ gering (2x Duschen am Tag, 2x Baden wöchentlich).

Beim Heizungskreislauf schwebt mir auch vor, den Rücklauf über einen Speicher laufen zu lassen (wenn die Temp. höher ist wie die RL-Temp.), der über eine weitere Solaranlage erhitzt wird.

Wer kann mir Angaben dazu machen ?
Wieviel m² brauche ich, um zB 100 l Wasser bei min 60° zu halten ?

Vielen Dank, Thorsten

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Beitragvon xtw » 16.01.2006 14:29 Uhr

Hier zur Verdeutlichung eine Grafik dazu...
Es wird nicht der Heizungskreislauf gezeigt.
Dateianhänge
kollektor klein.JPG
(30.91 KiB) 25383-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von xtw am 16.01.2006 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon xtw » 16.01.2006 14:34 Uhr

Wie gesagt : Im Speicher wird NICHT das Brauchwasser auf Temperatur gehalten, sondern Das Brauchwasser mittels "Wärmetauscher" durch die (zB) 200 l Kollektorwasser aufgewärmt. Meines Wissens ist das "normalerweise" genau andersrum...

Der Speicher, dessen Wasser direkt über den Kollektor erwärmt wird, dient im Prinzip als Durchlauferhitzer für das Brauchwasser, dass immer nur in der benötigten Menge (plus Restwasser, dass im Tauscher stehen bleibt) erhitzt wird.

Ist die Ausgangstemperatur des Brauchwassers (nach dem Speicher) höher wie 60°, wird sie von einem Mischer auf 60° gebracht.
Die Heizung braucht dann nichts erhitzen, leitet das warme Wasser nur durch.
Ist die Ausgangstemperatur des BW (n.d.Speicher) bei z.B. nur 40 Grad, braucht die Therme das Wasser lediglich von 40 auf 55 Grad bringen.

Wie sieht es hier mit Legionellen aus ? Reicht es, z.B. einmal wöchentlich die Wassermenge im Wärmetauscher (ca. 3 Liter) per Magnetventil abzulassen, oder reicht auch die Nacherhitzung auf 55° ?
Wann werden Legionellen ein Thema (Zeit/Temperatur) ??

...ich brauch ne Signatur !!
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Beitragvon xtw » 18.01.2006 22:30 Uhr

Hat jemand Infos für mich ??
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
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Beitragvon Wasserwärmer » 04.02.2006 01:59 Uhr

Hallo,

mal bei uns auf die Seite schauen, nur so zur Anregung!
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)
Gast

Beitragvon Gast » 05.02.2006 00:13 Uhr

Habe auch eine Vaillant Kombitherme und ich benutze das Heißwasser aus dem 300 Liter Solarspeicher an der Kaltwasser Zuleitung der Therme.
Da der Solarspeicher bei mir im Keller steht, die Therme aber im 1. Stock neben der Dusche, kommt trotzdem sofort heißes Wasser aus der Leitung, weil die Therme ja einen kleinen Speicher besizt. Sobald das solargeheizte Wasser wärmer als die in der Therme eingestellte Temperatur ist, schaltet die Therme ab.
Temperaturen im Kaltzulauf von 80°C kommen im Sommer vor, und in dieser Konfiguration läuft die Anlage seit ca 4 Jahren problemlos.
Deine Überlegungen sind alle richtig,
frohes Schaffen, Jochen.
P.S. Erhöhte Kesselsteinbildung wegen der teilweise hohen Vorlauftemperaturen habe ich noch nicht festgestellt und ansonsten wüsste ich nichts, was gegen eine solche Nutzung sprechen sollte.

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Beitragvon xtw » 05.02.2006 01:01 Uhr

Das hört sich super an, IN ETWA SO will ich es ! :)

Allerdings, wenn ich es richtig verstehe, nutzt Du als Frischwasser die 300 L des Speichers, während ich das Frischwasser durch viele Rohrwindungen innerhalb des Speichers leiten will. Somit habe ich immer frisches Wasser, was durch den Speicherinhalt erhitzt wird, während Du "altes" Speicherwasser nutzen, richtig ? Das wird zwar keinen qualitativen Unterschied machen, ich müsste aus hygienischen Gründen dann aber ein Gerät kaufen, anstatt es selber zu bauen.

Vielen Dank für die Aufmunterung !! :D
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
Gast

Beitragvon Gast » 05.02.2006 17:52 Uhr

Ich glaube, du hast einen Denkfehler bei deinem Speicher gemacht. Die Solarpanele durchströmen den Speicher eigentlich in der Rohrleitung, in der bei dir das Frischwasser läuft. In deiner Zeichnung brauchst du ja ein paar hundert Liter Frostschutz für die Solaranlage. Außerdem ist es fraglich, ob die Rohrleitungen für das Frischwasser als Wärmetauscher für das schnell fließende Wasser reichen!
Stell dir vor, der riesige Speicher hat nach einigen Stunden Sonnenschein 50°C und das Kaltwasser strömt mit etwas 8°C aus dem Erdreich ein.
Da erhitzt sich auf ein paar Metern in ein paar Sekunden nicht viel. Ein Gas- oder Elektrodurchlauferhitzer arbeitet mit ein paar hundert Grad, um auf 40-60°C Heißwasser zu kommen.
Wenn du schon etwas selber bauen möchtest, dann nimmst du einen gewöhnlichen Heißwasserspeicher (habe meinen alten Verticell nach 3 Jahren endlich verschenken können, es hatte niemand Interesse) und schließt die Solarpanele (oder die schwarzen Wasserschläuche auf dem Garagendach) dort an, wo vorher die Heizung eingespeist wurde.
Schau mal bei ebay unter "Boiler", da gibt es reihenweise gebrauchte 300Liter Teile, und bis du im Fricklermarkt die Einzelteile für deinen Eigenbau gekauft hast, kannst du schon quer durch die Republik gefahren sein, um einen gebrauchten persönlich abzuholen.

Gruß Jochen
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Beitragvon xtw » 05.02.2006 22:26 Uhr

Moin !

Das mit dem Gedankenfehler stimmt nicht ganz, ich will WIRKLICH die Sache umdrehen, und den Boiler direkt durch die Kollektoren erwärmen. Das Frischwasser soll durch viele parallele dünne Spiralen laufen. Somit ist das erwärmte Warmwasser (das in die Therme fließt) immer sehr frisch.
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
Gast

Beitragvon Gast » 06.02.2006 17:00 Uhr

Du bist ja ein lustiger Mensch! Warum legst du soviel Wert darauf, dass dein Wasser zum Duschen und Baden unbedingt "frisch" ist. Hast du mal einen Wasserspeicher von innen gesehen? Hast du schon einmal an einem Stausee gestanden? Klares Quellwasser kommt oftmals aus der (dreckigen) Erde. Und Baden kann man auch in einem moorigen Waldsee.
Ich habe noch von keinem Privathaushalt mit einem 300 Liter Boiler gehört, der mit Legionellen zu kämpfen hatte!
Die 100 Liter Wasser in Plastikkanistern, die ich neulich als Reserve zum großen Tank mit in der libyschen Wüste hatte, haben auch nach 6 Wochen nicht abgestanden geschmeckt sondern waren (nach entsprechender Kühlung) ein Hochgenuss!
Viel Spass beim Bauen der vielen parallelen Spiralen.
Anregung für ein kleines Experiment! Du legst einen leeren Gartenschlauch (50m) im Sommer bei in den lecker heißen Sand oder auf ein schwarzes Teerdach. Dann drehst du den Hahn auf und wirst garantiert eine kalte Dusche nehmen.
Du kannst auch 5 Schläuche nehmen, ohne das es bedeutend wärmer wird, aber dafür wird der Leitungsdruck sinken.
Dein Denkfehler besteht darin zu vernachlässigen, dass es mit herkömmlichen Kollektoren immer noch ein Vielfaches der Zeit benötigt, Wasser zu erwärmen, das in einer vielfach kürzeren Zeit verbraucht werden kann.
Nur wenn du die Oberfläche deines Wärmetauschers um den Faktor vergrößerst (im Vergleich zur Therme), um den die Flamme eines Durchlauferhitzers heißer als dein Kollektorwasser ist, dann mag es theoretisch klappen. Kann höchstens passieren, dass die Strömungsverluste dann die Brause nur noch zum Tröpfeln bringen.
Mit nettem Gruß, Jochen, nicht Inschenschiör but common sense Frickler.

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