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roro
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Beitragvon roro » 12.10.2010 20:27 Uhr

Hier fehlt es schon am kleinen 1x1 ! 12000 kWh aus Heizöl bedeutet 1200 Liter!


Aber nur bei 100% Wirkungsgrad und ich wollte es Dir eigentlich "schöner" rechnen, damit die IR besser wegkommt. Und wenn Du schon pingelig bist dann sind 12000 kWh 1263 l ( 1l Heizöl leicht = 9,5 kWh, wobei es auch noch darauf ankommt, ob man den Brenn- oder den Heizwert nimmt, um die Sache noch komplizierter zu machen)

Rein Energietechnisch haben wir nunmal die hälfte weniger Energie verbraucht und allein das ruft ja schon Ihre Empörung hervor!


1200 l sind bei einem angenommen Wirkungsgrad von 70% (Und viel mehr wird Ihre alte Ölheizung nicht erreicht haben, es wird wahrscheinlich sogar weniger sein) bei knapp 8000 kWh an nutzbarer Wärme. Da sehen dann die 5000 kWh für die IR-Heizung nicht mehr so gut aus. Das ist eine Ersparnis von knapp 40%. Diese 40% glaube ich Ihnen sofort, wenn man die Unterschiede in den einzelnen Jahren auch noch berücksichtig. So viel Empörung kommt hier nicht von mir, vor allem da die 70% Wirkungsgrad sehr optimistisch angenommen wurden.

Nun sind wir aber von der Energiemenge auf die Kosten gekommen - gilt das jetzt als Ablenkungsmanöver ????


Moment: Auf Ihrer Homepage wird mit Einsparung (Heizkosten = EUR) von bis zu 60% geworben, und hier schreiben Sie, dass eine IR-Heizung gegenüber einer Nachtspeicherheizung maximal die Hälfte an Strom benötigt. Und diese beiden Aussagen sind definitiv falsch und durch nichts zu belegen.
Außerdem hätte der Umstieg auf einen ÖL-Brennwertkessel wahrscheinlich eine ähnliche Ersparnis gebracht, und das kostet keine 9400 EUR, wie Sie auf Ihrer Homepage angegeben haben, sondern ungefähr das selbe wie die IR-Elemente.

BTW: Primärenergetisch sieht die Sache auch nicht positiv aus. Da ist keine Unterschied zwischen IR -Heizung und Öl-Heizung. Ein Brennwertkessel hätte hier auch eine Verbesserung gebracht.

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Beitragvon dpulver » 12.10.2010 22:40 Uhr

Der Beleg für die Einsparung gegenüber Nachtspeicher sind bereits laufende Kunden :-) Wenn man etwas nachrechnet, kommt man auch schnell drauf: Da wo für einzelne Zimmer meistens eine 2KW Nachtspeicherheizung installiert ist, machen wir das selbe mit 600-750 Watt ! Die durchschnittl. Einschaltdauer der IR-Heizungen liegt bei 8h tägl. - die Aufladezeit der Nachtspeicher meistens auch. Glauben Sie mir - ich treffe regelmäßig Nachtspeicher-Kunden die im wahrsten Sinne des Wortes 'Zum Fenster hinausheizen' !

Der Wirkungsgrad meiner Öl-Heizung ist mir doch tatsächlich Egal! Entscheidend ist doch, wieviel Heizöl ich durchlaufen und bezahlen muss! Mein Heizöl-Brenner war noch nicht so steinalt und ein sehr guter von Buderus. Der Heizungsbauer meinte damals auch auf meine Nachfrage, dass selbst ein nagelneuer Brenner eine Effektivitätssteigerung von nur wenigen Prozent (3-5) bringen würde, was mich selbst erstaunt hat. Also machen wir uns doch jetzt nichts vor, als wenn in diesen Technologien die großen Quantensprünge zu verzeichnen wären.

Der von mir angegebene Heizölverbrauch fußt auch auf der Saison 2008/09. In der letzten Saison hätte ich wahrscheinlich aufgrund des langen Winters auch mehr verbraucht. Der Unterschied geht also zugunsten der IR aus :-)

Aber ich glaube wir brauchen hier nicht weiterstreiten. Vielleicht führen wir das Gespräch in ein oder zwei Jahren fort - vielleicht hat sich dann der Vorteil von Strahlungsheizungen etwas mehr herumgesprochen.

Mein Angebot einer nachvollziehbahren Teststellung steht nach wie vor - wenn ich schon mal einen echten Physiker vor mir habe ;-) - es liegt an Ihnen. Hier könnten Sie mal wirklich punkten.
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Beitragvon bernhard geyer » 13.10.2010 08:04 Uhr

dpulver hat geschrieben:... aber wir sprechen hier dauernd von Energiemengen und die beziffert man in KWh und nicht in EUR! Rein Energietechnisch haben wir nunmal die hälfte weniger Energie verbraucht und allein das ruft ja schon Ihre Empörung hervor!

Energietechnisch müsssen Sie bei Strom aktuell den Faktor 2,6 ansetzen. Damit bei Ihnen 5000 kWh Strom ankommen werden auf Kraftwerk+Netzseite noch zusätzlich 8000 kWh Energie "verloren". Es werden also ca. 13000 kWh Primärenergie zum Heizen benötigt.
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Beitragvon dpulver » 13.10.2010 08:44 Uhr

Schade dass Sie sich auch von der Politik 'einlullen' lassen. Jeder Fachmann weis, dass dieser Primärenergiefaktor von 2,6 eine rein politische Größe ist. Wenn ich - wie ich es übrigens tue - 100% (!) Ökostrom beziehe, dann ist mein Primärenergiefaktor wo ganz anders. Aber wer das nicht wissen will, wird es auch nie anerkennen.

Wir werden sehen, wo wir in ein paar Jahren mit IR-Heizungen angesiedelt sind - womöglich bekommt man dann sogar noch Förderung :-) wenn die Fakten auch in der Politik und den Verbraucherschutzverbänden angekommen sind.
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Beitragvon GMil » 14.10.2010 23:21 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:

......
Energietechnisch müsssen Sie bei Strom aktuell den Faktor 2,6 ansetzen. Damit bei Ihnen 5000 kWh Strom ankommen werden auf Kraftwerk+Netzseite noch zusätzlich 8000 kWh Energie "verloren". Es werden also ca. 13000 kWh Primärenergie zum Heizen benötigt.


Von diesem Unsinn mit den Primärfaktoren (stammt nicht von Dir, sondern von der Politik) sollten wir uns doch endlich mal verabschieden! Wen kümmert z.B. die großflächige Landschaftszerstörung durch den Braunkohletagebau, die Verseuchung durchs Öl bei Gewinnung und Transport, die Rodung von Regenwald für die Anpflanzung von Raps zwecks Ölgewinnung usw. usw.? Taucht das etwa in den Faktoren auf?

Ich halte es für das einzig Vernünftige, Energieträger danach zu bewerten, was sie mich "ab Grundstücksgrenze" kosten. Für den Rest sind Andere zuständig. Allenfalls sollte man noch bedenken, wie sinnlos es ist, unwiederbringliche und bei weitem nicht unerschöpfliche Ressourcen wie z.B. Öl einfach in stationären Anlagen zu verbrennen, wenn man elegant und absolut schadstoff- und CO2-frei per Strom heizen kann. Wenn es dann noch etwas mehr Wirkungsgrad sein darf, kann man getrost die Wärmepumpe benutzen, die holt nämlich (speziell als Luft-WP) noch einen Teil der globalen Erwärmung wieder aus der Luft zurück. Damit ist sie mit Abstand die umweltfreundlichste Heizart überhaupt.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon dpulver » 15.10.2010 07:27 Uhr

Naja, ob die Wärmepumpe dazu beiträgt, die Globale Erwärmung (deren Ursache sowieso wissenschaftlich umstritten ist) einfach aus der Umwelt "wegzusaugen", halt ich trotz derer Vorteile für fragwürdig. Sauber ist Sie zweifelsohne und am wenigsten Energie benötigt Sie auch. Auf die Laufzeit von 20 Jahren gerechnet geht Sie leider doch nicht als günstigstes System hervor - haber das ist ein anderes Thema.

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Beitragvon GMil » 17.10.2010 00:05 Uhr

dpulver hat geschrieben:Naja, ob die Wärmepumpe dazu beiträgt, die Globale Erwärmung (deren Ursache sowieso wissenschaftlich umstritten ist) einfach aus der Umwelt "wegzusaugen", halt ich trotz derer Vorteile für fragwürdig. ........


Na ja, "wegsaugen" kann die WP die Umweltwärme natürlich nicht, aber sie steigert sie weniger als jede andere Heizung. Zum Verständnis braucht man noch nicht einmal ein Physikstudium: jede normale Heizung erzeugt die notwendige Heizwärme (die später ins Freie abwandert) zu 100 % neu . Nur die WP nimmt einen großen Teil der nötigen Heizwärme schon während der Erzeugung aus der Umwelt. Sie erzeugt also nur soviel neue Wärme, wie das Gerät Strom aufnimmt. Das ist bei COP = 3 eben nur 1/3 der Gesamtheizwärme. 2/3 werden immer nur zwischen Hausinnerem und Umgebung hin- und hergetauscht.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.10.2010 16:41 Uhr

Nachtspeicherheizung oder Infrarotheizung?
- Wie der Name sagt, wandelt die Nachtspeicherheizung in der Nacht elektrische Energie in Wärme um und speichert diese Wärme mittels eines trägen Speichers. Diesem Speichermaterial wird im Laufe des Tages die Wärme entzogen, um damit den Raum zu erwärmen.
- Bei der Infrarotheizung wird der Strom unmittelbar in Wärme umgewandelt und direkt der Raumm beheizt.

Ansich sind beide Systeme aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht nicht empfehlenswert. Stromenergie ist aus heutiger Sicht viel zu edel, um damit direkt Wärme zur Raumheizung zu erzeugen.

Folgender Beitrag vom "Bund der Energieverbraucher" geht ausführlich auf die Problematik von Direktheizungen ein.
http://www.energienetz.de/de/Zuhause/He ... ail__6790/
Der "Bund der Energieverbraucher" vertritt die Interessen der Energieverbraucher, insofern kann man dem Beitrag auch für seriös und objektiv halten.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon dpulver » 17.10.2010 20:11 Uhr

Lieber Herr Heufers,

entweder Sie werden von der Anti-Strom-Lobby geschickt oder Sie beten einfach nach, was irgendwelche Organistationen daherreden.

Den Empfehlungen der Verbraucherschutzorganisationen und auch der Bund der Energieverbraucher fehlt leider jeder Tiefgang. Diese Leute setzen sich nicht wirklich mit der Problematik auseinander!

Dass Nachtspeicher raus müssen ist jedem mittlerweile klar. Diese jedoch mit Infrarot-Heizungen gleichzusetzen ist absolut falsch, denn Infrarot-Heizungen benötigen nachweislich (!) max. die Hälfte soviel Strom wie Nachtspeicher!

Warum Strom nicht zu edel ist um damit demnächst beim Aldi meine Einkäufe zu machen (Elektro-Auto) oder das 1001-te Küchengerät anzutreiben, nicht jedoch meine Wohnung warum zu halten entgeht mir wohl absolut! Auch Wärmepumpen verbrauchen Strom - und sogar ca. 2/3 soviel wie Infrarot-Heizungen sowieso!

Es macht keinen Sinn mehr darüber zu diskutieren wofür wir Strom einsetzen sollten oder nicht, denn das ist ziemlich der Energieträger der Zukunft da alle anderen Ressourcen irgendwann aufgebraucht sind!
Dass Strom auch der einzigste (!) Energieträger ist, der umweltschonend erzeugt werden kann, dürften auch Sie wohl schon gehört haben.

Vielmehr sollten wir darum diskutieren, wieviel wir Verbrauchen. Infrarot-Heizungen bieten hier also auf breiter Front eine Alternative, die leider immer noch durch 'nachplappern' alter Vorurteile unerkannt bleibt.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme - stromfreie - Woche.
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 17.10.2010 21:15 Uhr

dpulver hat geschrieben:Schade dass Sie sich auch von der Politik 'einlullen' lassen. Jeder Fachmann weis, dass dieser Primärenergiefaktor von 2,6 eine rein politische Größe ist.

Ist sie nicht. Sie können gerne mit den bekannten Daten von Wirkungsgrad von Kraftwerken, Übertragung, EE-Anteil, ... diesen Wert nachrechnen. Anlaufstellen sind z.B. die Webseiten der Energieproduzenten oder auch die entsprechenden Stellen bei den Bundesministerien Umwelt bzw. Wirtschaft nachschauen.

dpulver hat geschrieben: Wenn ich - wie ich es übrigens tue - 100% (!) Ökostrom beziehe, dann ist mein Primärenergiefaktor wo ganz anders. Aber wer das nicht wissen will, wird es auch nie anerkennen.

Da sie einen Ökostrom beziehen (doch hoffentlich nicht nur einen der mit Zertifikaten handelt oder direkt bei den großen 4 Konzernen angesiedelt ist sondern einer der auch in neue EE-Erzeuger investiert) heißt noch lange nicht das man mit diesem Strom verschwenderisch umgehen kann. Noch haben wir keine 100% EE und jeder kWh der über der verfügbaren EE-Erzeugungkapazität heute verbraucht wird, wird fossil/atomar erzeugt. D.h. wenn sie statt einer Ölheizung z.B. jetzt IR-Heizung mit 10.000 kWh/a einsetzen dann müssen 10.000 kWh/a fossil/atomar mehr erzeugt werden als ohne diese IR-Heizung.

Übrigens habe ich auch Ökostrom. Aber bei einem Anbieter der sich nicht nur seine "Altkrafwerke mit EE-Strom" "versilbern lässt.

dpulver hat geschrieben: Wir werden sehen, wo wir in ein paar Jahren mit IR-Heizungen angesiedelt sind - womöglich bekommt man dann sogar noch Förderung :-) wenn die Fakten auch in der Politik und den Verbraucherschutzverbänden angekommen sind.

Sie meinen wenn Lobbyverände entsprechend schmieren?

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