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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
hondawowa
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Beitragvon hondawowa » 10.01.2006 16:25 Uhr

Habe mir ein kleines Einfamilienhaus erworben. (Baujahr: 1960; zirka 90qm; wird jetzt von außen komplett isoliert; neue Fenster drinnen).

Zur Zeit ist eine Nachtspeicherheizung installiert. Die Heizkörper wurden auch zirka vor zwei Jahren erneuert (Stiebel Eltron).

Jetzt bin ich am überlegen ob ich die Heizung lassen soll oder an Alternativen denken soll. Darum die Frage an euch:

:arrow: Was sind die Vorteile was die Nachteile einer solchen Heizung?

Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 12.01.2006 23:58 Uhr

Hallo...

Wenn die Nachtspeicherheizungen erst zwei Jahre alt sind. Würde ich in diesem Bereich nichts machen. Schließlich senkst du den Wärmebedarf schon durch Dämmung und Fenster.

Wenn du etwas guten tun möchtest, kannst du auf deinem Dach eine Solarstromanlage (PV) installieren lassen.

Du könntest bei ausreichender Dachfläche Strom in der Menge erzeugen, die du auch selber benötigst. Nur mit dem Unterschied das du den Strom für ca. 19-20 ct kaufst und das EVU die kWh bei dir für 51,8 ct.

Lass dir doch einfach mal von einem Solarteur in deiner Umgebung ein Angebot mit Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen. Dieser kann dich auch zu günstigen Finanzierungen und eventuellen Zuschüssen beraten.
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
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Beitragvon SLB » 14.01.2006 15:51 Uhr

der Vorteil einer Stromdirektheizung ist ganz klar, dass Sie weder Lagerkosten für Brennstoffe noch grossartige Wartungskosten haben, sich also Ihre Heizkosten ausschliesslich am Stromverbrauch festmachen.
Zudem sind die Stromdirektheizungen im Verhältnis zu einer Verbrennungsheizung klein, brauchen also keinen eigenen Raum im Haus, nehmen in den Räumen nicht viel mehr als eine Standardheizung ein (Ausnahme Fussbodenheizung, die es aber auch als Stromdirektheizungen gibt). Vorteil ist auch, dass diese Heizungen auch in denkmalgeschützen Objekten eingebaut werden können, da nix aufgerissen werden muss...


Der Nachteil ist, dass Strom zur Wärmbebereitung recht teuer/unökologisch ist.
Das ist aber auch der einzigste Nachteil

Wenn Sie neu bauen würden, wäre die Argumentationskette etwas anders :-)

Gruss
www.bauwesie.net
jochen

Beitragvon jochen » 16.01.2006 12:14 Uhr

Rechnet man alle Kosten zusammen, ist eine Nachtspeicherheizung keineswegs teurer als Öl oder Gas.

Du sparst den Schornsteinfeger (ca. 100 EUR), die jährliche Wartung der Heizungsanlage (ca. 100-200 EUR), die Rücklage für die alle 15 bis 20 Jahre erforderliche Erneuerung des Heizkessels (ca. 250 EUR), usw. Das sind echte Summen!

Mit einer richtig eingestellten Ladesteuerung kann eine Nachtspeicherheizung genau so komfortabel sein wie eine Öl/Gas- Heizung.

Warmwasser lässt sich mit Untertischspeichern (Spüle) bzw elektronisch geregelten Durchlauferhitzern erzeugen.

Einziger Wermutstropfen für Ökologen ist nun mal die Tatsache, dass Strom als hochwertige Energieform eigentlich nicht zu Heizen verwendet werden sollte.

Gruß
Jochen
Gast

Beitragvon Gast » 25.01.2006 00:40 Uhr

Hallo!

Wir stehen momentan vor dem gleichen Problem. Wir überlegen hier, die zwar erst 8 Jahre alten, aber doch recht sperrigen Öfen durch elektrische Speicheröfen auszutauschen, evtl. in Kombination mit 6 bis 8 qm Solarkollektoren auf dem Dach für die Brauchwasser-Erwärmung (Investition für Solar etwa 5000 bis 6000 Euro.) Da der Nachtspeicherofen im Bad außerdem genau zwischen Dusche und Badewanne steht (!), soll er hier ganz raus und durch eine elektrische Fußbodenheizung (Verlegung im Mörtelbett direkt unter der Fliesen) ersetzt werden. (Investitionskosten???) Ist das sinnvoll? Oder gibt's hier bessere Alternativen?

Die Elektroflachheizungen arbeiten zwar mit "Normalstrom" ohne Schwachlasttarif, sind jedoch - im Gegensatz zu Nachtspeicheröfen - hervorragend regelbar, sogar einzeln mit uhrzeitabhängig steuerbaren Thermostaten. Dadurch benötigen sie insgesamt natürlich weniger Energie (- aber wieviel weniger?) Sie besitzen einen Schamottspeicherkern und nutzen Synergieeffekte aus langwelliger Wärmestrahlung und physikalischer Konvektion. Laut Anbieter vermitteln Sie dadurch das gleiche angenehme Wärmegefühl wie ein Kachelofen und ein "gesundes Raumklima". Da sie ohne Gebläse (leise!) arbeiten, entfalle auch die - für Allergiker manchmal problematische - Luftverwirbelung. Außerdem entsteht angeblich fast kein Temperaturunterschied zwischen Boden und Decke.

Was für mich ebenfalls von großem Vorteil ist: ihre gefällige, flache Form (max. 8 cm tief!), und vor allem der leichte, kostengünstige Austausch. Beispielsweise hat Weno-Elektroheizungen auf seiner Internetseite ein Angebot für 8 Heizkörper mit einer Gesamtleistung von 12.500 Watt für ein EFH mit ca. 130qm: 4.550,- Euro brutto inkl. Einbau (ohne Thermostate). (Ähnliche Elektroheizungen gibt's z.B. auch bei JAWO-Elektroheizungen und RAU1.de.)
Sie verlangen für die Entsorgung der alten Nachtspeicheröfen pro Heizkörper pauschal z.B. 150,- Euro. Allerdings kann man alte Nachtspeicheröfen meines Wissens ab März oder April dieses Jahres auch kostenlos bei der Gemeinde entsorgen - ist das so richtig?

Was meint ihr: Ist es sinnvoll, die Nachtspeicheröfen durch elektrische Flachheizkörper zu ersetzen oder nicht?
Außerdem entfalle ab 2007 die steuerliche Subventionierung des Nachtstroms bzw. Heizstroms - ist da irgend etwas dran???

Danke für eine - möglichst fundierte - Antwort :)
Liebe Grüße, Birgit.
Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 25.01.2006 12:38 Uhr

Hallo...

Die Investition scheint ja relativ gering zu sein. Also für die Nachtspeicheröfen sowie die Solaranlage.

Teuer wird es aber, wenn die Solaranlage nicht genügend Energie erzeugt und der Rest über einen 6 kW Heizstab gemacht wird. Dort zählt kein Nachttarif.

Der Vorteil deiner Herangehensweise liegt klar in dem geringen Arbeitsaufwand. Eine Zentralheizung zu verlegen ist teurer und aufwendiger.

Alternativ solltest du dir aber schon ein Angebot geben lassen für eine Zentralheizung mit Heizkörpern. - Gekoppelt mit der Solaranlage

Bsp.:

Mit einem Pellet-Kaminofen kannst du den Heizenergiebedarf des ganzen Hauses decken. 15% werden in den Aufstellungsraum abgegeben und die restlichen 85% direkt in die Heizkörper. (Die Heizkörper werden natürlich benötigt.

Die angedachte Solaranlage erzeugt im Sommer das Warmwasser und bei Bedarf kann der Pellet-Kaminofen die Nachheizung übernehmen oder doch der E-Heizstab.

So hast du einen automatische Heizung und dazu noch die Strahlungswärme eines Ofens. Die Pellets können aus einem Lager zugeführt oder über Säcke in den Vorratsbehälter gegeben werden.

Der Pelletpreis liegt hier in Hannover bei:

~ 200,- € je Tonne Sackware = 0,04 € je kWh
~ 170,- € je Tonne Loseware = 0,034 € je kWh

Grüße vom

AS Solar Kundendienst
marie

Beitragvon marie » 10.02.2006 13:47 Uhr

Hallo!
Mein Freund und ich stehen momentan auch vor der Entscheidung: Nachtspeicher oder nicht?
Wir haben uns eine sehr schöne Wohnung angesehen, die Nachtspeicher hat.
Wir haben bisher keine Erfahrungen damit gemacht und haben deshalb Erfahrundwerte von Bekannten eingeholt.
Bisher kamen nur negative Reaktionen auf dieses Thema: Nachtspeicher sind zu teuer, die Stromkosten sind im Vergleich zu normalen Heizkosten viel höher...!
In der Anschaffung mag ein Nachtspeicher vielleicht preiswerter sein- was für uns ja nicht ganz so wichtig ist, da wir ja zur Miete wohnen wollen-, aber ist er es auch in den monatlichen Kosten im Vergleich zu einer normalen Heizung?
Ich würde mich über hilfreiche Antworten freuen...
MfG
Gast

Beitragvon Gast » 10.02.2006 15:21 Uhr

Hallo,

wir wohnen jetzt seit ca. 2 Jahren in unserer Eigentumswohnung mit Nachtspeicherheizung.

Die Heizung wird nachts aufgeladen und am Tag wird die Wärme abgegeben. Das heißt, wenn man mal - wie bei uns im Gästezimmer - die Heizung nachts nicht angedreht hat, bekommt man am nächsten Tag Frostbeulen in diesem Zimmer, weil es keine Möglichkeit gibt, die Heizung anzudrehen.

Besonders nervig ist das im Frühjahr/Herbst, weil man ja nicht genau weiß, wie das Wetter am nächsten Tag wird. Entweder man dreht zu hoch, dann ist es bullig warm am nächsten Tag, und man muss Fenster aufmachen (= reine Energieverschwendung), oder es wird zu kalt und Kolder ist angesagt.

Im übrigen ist es am Morgen, wenn man aufsteht, mollig warm im Zimmer und kühlt bis zum Abend ab. Da wir beide aber berufstätig und nur abends zu Hause sind, heißt das fast jeden Abend: Decke auf die Couch mitnehmen. Ist nicht so toll.

Wir zahlen im Moment € 110,00 monatlich an Strom, davon entfallen ca. € 70,00 auf die Heizung (Nachtstrom). Ich habe diese Kosten letztes Jahr mit unserer letzten Nebenkostenabrechnung (allerdings aus dem Jahr 2003) verglichen, da hatten wir an Heizkosten ca. € 800,00. Also nicht so ein großer Unterschied, wobei ich bemerken muss, dass wir sehr sparsam heizen, d.h. im Gästezimmer ist die Heizung fast immer aus und im Wohnzimmer laufen nur 2 von 3 Heizkörpern auf Stufe 2.

Allerdings sind die Kosten für Heizöl in letzter Zeit nicht unbeachtlich gestiegen, was auch zu beachten wäre.

Viele Grüße
rübe

Beitragvon rübe » 12.02.2006 20:55 Uhr

hallo
ich hab grad mal nachtspeicherheizung und stiebel eltron gegoogelt,
und bin hier gelandet:
ich habe nämlich das inzwischen wirklich ernstzunehmende problem, das ich einfach nicht weiß wie ich die heizung überhaupt anbekomme.
leider kann ich an den geräten auch keine genauere typenbezeichnung finden, nur einen schalter an der wand, auf dem stiebel eltron steht.
die heizung an sich hat auch keinen an/aus-schalter oder ich habe ihn noch nicht gefunden. der schalter zum bedienen des lüfters, in der wohnstube, ist übrigens etwas größer und silber.
wer hat ahnung von stiebel-eltron heizungen?
wie bekomme ich die angeschaltet?
Heinz
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Beitragvon Heinz » 12.02.2006 22:05 Uhr

Hallo,

ich will Stromheizungen nicht schlecht reden, da sie eine komfortable auch für die Bausubstanz sinnvolle Strahlungswärme liefern. Die Crux ist der hohe Strompreis, der nicht sein müßte.
Ohne die EEG- u. KWK-Abgabe, Ökosteuer und ab 2007 auch noch 19% Mehrwertsteuer, wäre Stromheizung (wo sinnvoll) auch eine bedenkenswerte Alternative.
Kommt es eigentlich niemandem komisch vor, dass wir Steuern auf Steuern bezahlen? :evil:

Mfg
Heinz

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