Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
rene.koch
Beiträge: 4
Registriert: 28.06.2021 19:09
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon rene.koch » 28.06.2021 19:11 Uhr

Hallo zusammen,


ich habe bereits vor einigen Wochen bereits einen Beitrag aufgemacht, muss hier aber, auch wegen der Uneinsicht des Vermiters, leider nochmal nachboren.

Ich möchte es diesmal aber besser machen und wesentlich mehr Infos liefern.


Informationen zum Haus:

Es ist ein 360qm Haus wovon meine Frau, Kind und ich die Hälfte zur Miete bewohnen (160qm). Wir zahlen 1100€ kaltmiete, was annehmbar, aber für unsere Wohngegend doch schon recht hochpreisig ist. Das Haus war ein Neubau und der Vermieter hat sich über eine Energieberatung alle Werte einholen lassen und angeblich sei alles perfekt durchgerechnet worden.


Das Haus ist ein Passivhaus, bei welchem eine PV Anlage, eine Warmwasserpumpe und das komplette Haus per Infrarotheizung gemacht wurde.


Der Vermieter gibt hier die Stromkosten als Vermieter für 0,28cent im EK ohne Gewinn weiter und alle Einnahmen der PV Anlage bekommen wir, beides als Nebenkosten, abgerechnet. Der Kaufperis für die Einspeisung ins Stromnetz steht leider nicht im Vertrag, daher kann ich es nicht genau sagen, ich meine mein Vermieter hätte hier einmal 0,10cent / kwh genannt.


Links:
- Energieausweiß:
https://smallpdf.com/result#r=f429a89d3 ... e-document

- Energieberatungsprotkoll:
https://smallpdf.com/result#r=0929a1ad0 ... e-document

Aktuelle Rechnung:

Laut aktuellen Werten verbrauche ich derzeit zwischen 15kwh und 20kwh / Tag, also sagen wir 17.5kwh im Schnitt, was auf ca. 6000 KWH hochgerechnet im Jahr heraus kommt.

Bisher angefallen sind aber 14.000kwh nach 9 Monaten, wonach wenn man dies in der Sommerperiode hochrechnet von den bisherigen Sommermonaten wir auf 16.000kwh kommen werden. Dies sind bei ca. 30 cent / kwh dann 4800€ zzgl Grundgebühr etc.


Das heißt in der Winterperiode habe ich sage und schreibe 10.000kwh verbraucht zum heizen, da zwischen heute und den letzten Monaten nicht ein verbraucher dazugekommen oder weggefallen ist.


Wir haben Glück und haben eine PV Anlage welche bis heute ca. 7500kwh erzeugt hat, wovon ca. 5000kwh bei uns eingespeist worden sind, der Rest ist selbst verbracht worden.


Im Fazit, wenn ich die PV Anlage gegen den aktuellen verbrauch gegenrechne, bleiben wir bei ca. 2500-3000€ Stromkosten im Jahr.



Hauptfrage:

Wo kommen die Stromkosten von ca. 5000€ / Jahr her, 16.000kwh, wenn uns Strom in Höhe von 30-50€ / Monat zugesagt worden sind?

Ist die Infrarotheizung wirklich das Problem und der Vermieter hier vom Energieberater falsch beraten worden?


Nebenfragen:

Die Warmwasserpumpte steht in einem HWR ohne Luftzufur, was dann wohl bedeutet, dass diese sich beim erhitzen des Wassers die Wärme aus dem HWR zieht. Dieser ist direkt neben dem Flur+Wohnzimmer mit einer Tür getrennt.

Die Warmwasserpumpe stößt die Abluft *in den Flur*, was also, ohne weitere Tür, in unser Wohnzimmer zieht. Dies sorgt im EG dafür, dass es dauerhaft mehrere Grad Unterschied zu anderen Etagen bzw Räumen sind und grade im Winter aktiv gegengeheizt werden muss.

Was ist davon zu halten?


Zum Vermieter:

Leider ist dieser sehr stur was das Thema angeht. Von "Ich kann da nichts für, der Energieberater hat das gemacht." bis hin zu "Aber die Firma die die Infrarotheizungen herstellt gibt es schon lange, wieso sollte es die geben wenn Ihr Produkt scheiße ist" muss ich mir alles anhören...

Es wäre super, wenn ich von ein paar Fachleuten hier wirklich handfeste Berechnungen oder Mathe-Beispiele oder Argumente bekomme!


Das Ziel:

Sehr gerne würden wir hierdrin wohnen bleiben für 2-3 Jahre, danach möchten wir uns umsehen. Bis dahin würden wir gerne, dass der Vermieter einsieht, dass hier was schief läuft und sich a) an den Kosten beteildigt oder b) nachrüstet oder c) mit der Kaltmiete runter geht. Hier geht es nicht darum "auf hohem Niveau" zu meckern sondern eher einen Kompromiss zu finden. Leider, wie schon gesagt, ist der Vermieter derzeit 0 Gesprächsbereit und sagt er habe alles richtig gemacht, ich wäre Schuld.

rosebud
Aktivität: hoch
Beiträge: 264
Registriert: 06.10.2018 13:59
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 15 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 4-8 Jahre
Interessensgebiet: Windenergie
Land: Deutschland

Beitragvon rosebud » 29.06.2021 06:31 Uhr

Anerkanntermaßen ist eine Elektro-Direktheizung die teuerste Methode, das Haus warm zu bekommen. Daran ändert auch die PV nichts, weil sie im Winter, wenn die meiste Heizwärme fällig ist, Pause hat.
Was ist unter einer Warmwasserpumpe zu verstehen? Soll das eine Wärmepumpe sein, die das Brauchwasser aufwärmt? Wo bezieht sie die Wärme her? Daß dies aus der Luft eines kleinen Innenraums sein soll ist schwer vorstellbar.
Der ärgste Gegner der erneuerbaren Energien ist die Dreisatzrechnung
rene.koch
Beiträge: 4
Registriert: 28.06.2021 19:09
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon rene.koch » 30.06.2021 06:33 Uhr

Nun, leider ist es genau so.
Die Brauchwasserpumpe hat keinen Zulauf für Luft oder ähnliches. Sie steht in einem kleinen Hauswirtschaftsraum, wo sonst nur Lebensmittel und Trocker / Waschmachine drin stehen, das ist alles. Die Abluft der Brauchwasserpumpe geht in den Flur, welcher ohne Tür nahtlos ans Wohnzimmmer und Küche anschließt und somt im Winter sehr kalte Abluft in alle Wohnräume abgibt.
rosebud
Aktivität: hoch
Beiträge: 264
Registriert: 06.10.2018 13:59
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 15 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 4-8 Jahre
Interessensgebiet: Windenergie
Land: Deutschland

Beitragvon rosebud » 30.06.2021 11:09 Uhr

Ihre Heizung ist eigenartig: Einerseits wird mittels elektrischer Direktheizung das Haus auf T° gebracht, andererseits entzieht die WW-WP Wärme, um das Brauchwasser zu heizen. In diesem Sinne ist die WW-WP energetisch ein Nullsummenspiel und durch einen elektrisch betriebenen Boiler zu ersetzen. Der braucht zudem weniger Platz.
Der ärgste Gegner der erneuerbaren Energien ist die Dreisatzrechnung
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1859
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 13 Mal
Lob erhalten: 211 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 30.06.2021 16:33 Uhr

Der gesunde Menschenverstand sollte einem doch schon zeigen das es so nicht funktionieren kann.
Wie soll den eine kostengünstige Beheizung des Gebäudes und die Warmwasserbereitung funktionieren wenn die Eckdaten nicht stimmen.
Ein paar Punkte verstehe ich dabei auch nicht, der Vermieter verkauft den Strom also ein sogenanntes Mieterstrommodell. Wo soll da für dich der Vorteil liegen wenn er den Marktpreis ansetzt?
Dann sprichst du einerseits von 28 ct/KWh, dann von 30 ct/KWh zuzüglich Grundgebühr ????
Ein Passivhaus sollte eingentlich im Sommer keine bis kaum Heizkosten haben, diese unbelegte Hochrechnerei bringt hier niemanden weiter....
udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
rene.koch
Beiträge: 4
Registriert: 28.06.2021 19:09
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon rene.koch » 02.07.2021 12:20 Uhr

Hey Leute,


also passt auf.

Ich habe nun mit dem Energieberater gesprochen - dieser sagt, dass er das Haus so wie es ist zwar geplant hat, aber ein entscheidender Fakt sei heute anders.


Es gibt wohl das Konzept "Cloud-Strom-Speicher" (von dem ich noch nie was gehört hatte) und das sei dem VM immer wieder und wieder empfohlen worden. Das heißt bei 11.000kwh / Jahr PV-Analge speichert sich der Strom in einem KWH-Guthaben statt für 7cent verkauft zu werden und wenn im Winter dann widerum durch die Infrarotheizung verdammt viel genutzt wird, kauft man das eben nicht für teure 23cent wieder ein sondern nutzt das Guthaben.

In meinen Verträgen ist dazu aber nichts zu finden, ich hatte bis heute davon nichts gehört oder gewusst, mein eingespeißter Strom wird verkauft und ich kaufe teuer.

Als wenn das nicht genug wäre - der Vermieter ist Abteilungsleiter bei genau dem Energiekonzern wo er den Strom für uns bezieht und verkauft, Enercon.

Ein Schelm wer da was böses denkt, aber ich glaube nicht an so viele Zufälle gleichzeitig....
Anstelle also einem empfohlenen für den Mieter günstigen Cloud-Speicher, wo ihm sogar die Empfehlung des Energieberaters gegeben war, welche die komplette antizyklische Argumentation (im Sommer viel PV wenn im Winter viel Heizung) glücklich gemacht hätte, hat er also bei seinem eigenen Arbeitgeber einen Stromvertrag gemacht wo ich als Mieter drüber laufe und teuer kaufe und günstig verkaufe.


Nun, ich weiß nun was meine nächsten Schritte sind!

Danke erstmal für eure lieben Kommentare

rene.koch
Beiträge: 4
Registriert: 28.06.2021 19:09
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Solartechnik (Photovoltaik)
Land: Deutschland

Beitragvon rene.koch » 02.07.2021 12:21 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Der gesunde Menschenverstand sollte einem doch schon zeigen das es so nicht funktionieren kann.
Wie soll den eine kostengünstige Beheizung des Gebäudes und die Warmwasserbereitung funktionieren wenn die Eckdaten nicht stimmen.
Ein paar Punkte verstehe ich dabei auch nicht, der Vermieter verkauft den Strom also ein sogenanntes Mieterstrommodell. Wo soll da für dich der Vorteil liegen wenn er den Marktpreis ansetzt?
Dann sprichst du einerseits von 28 ct/KWh, dann von 30 ct/KWh zuzüglich Grundgebühr ????
Ein Passivhaus sollte eingentlich im Sommer keine bis kaum Heizkosten haben, diese unbelegte Hochrechnerei bringt hier niemanden weiter....
udo von http://www.energieprojekt.biz


Sorry Udo, das liegt daran das ich keinen genauen Preis habe bis heute, den wir zahlen. Auf Nachfrage heißt es nur "Sie kriegen den Preis den ich auch zahle", im Vertrag steht der Vorjahrespreis von 23cent. Natürlich Netto, das kleine Wort was ich gut überlesen hatte, und damit eben 23cent * 19%...
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1859
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 13 Mal
Lob erhalten: 211 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 03.07.2021 16:17 Uhr

Nun verstehen kann ich dies trotzdem nicht,
bei der Miete wird er dir doch auch einen genauen Preis genannt haben, ebenso bei den Nebenkosten.....
Nur mal zu Info, wenn er mit eigenem PV-Strom heizt hat er das Stromentstehungskosten von ca 4-5 ct/KWh mit Batteriespeicher evtl noch einmal 10ct /KWh on Top.
Verkauft er den Strom an den versorgen bekommt er ca 7-9 ct/KWh (je nach Anschluss des Vertrages). Klar das er dir den Strom gerne für 28 ct/ KWh verkauft.......
Udo

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !

Zurück zu Haustechnik, SHK



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: 16.000KWH Stromrechnung kommt auf mich zu - ist die Infrarot