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Viola_W
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Beitragvon Viola_W » 23.07.2020 15:33 Uhr

Hallo zusammen,

wir sind Mieter in einer 200qm Wohnung, die mit einer Luftwärmepumpe Alpha-InnoTec, Typ/Kurzbezeichnung LW 190A betrieben wird. In den drei Jahren, die wir hier wohnen, wurden 2 Mal Fehler bei der Wartung gemacht: 2018 wurde die Nachtemperatur falsch eingestellt, weil plus und minus verwechselt worden sind (für uns 28% Strommehrverbrauch + ca. 600 EUR zusätzliche Kosten), im Mai diesen Jahres stellte der Dienstleister während der Wartung fest, dass der "Partymodus" der Anlage scheinbar die letzten 12 Monate angeschaltet war (Mehrkosten bisher unbekannt). Wir als Mieter haben keinen Zugang zur Anlage, können also selbst nichts verstellt haben. Sowohl Dienstleister als auch Vermieter behaupten, dass der Partymodus keine Mehrkosten im Stromverbrauch verursacht haben kann. Wir haben dazu jedoch auch andere Meinungen vorliegen.

Unser Vertrauen in den Dienstleister ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Wir haben unseren Vermieter gebeten, den Dienstleister zu wechseln, aber eine Absage erhalten. Als wir die Anlage von einem externen Fachmann überprüfen lassen wollten, wurde uns das verwehrt bzw. nur unter Teilnahme des ursprünglichen Dienstleisters genehmigt, den wir für diesen Einsatz erneut bezahlen hätten müssen.

Wir wissen nicht weiter und möchten weder die aktuellen noch eventuelle zukünftige Mehrkosten durch unnötige Fehler tragen.

Kann uns hier jemand sagen, welche Rechte ich als Mieter habe, wenn ich nicht Auftraggeber bin, aber sowohl die Wartungskosten jedes Jahr zu 100% trage (Luftwärmepumpe ist nur für unsere Wohnung) als die Kosten für den Strommehrverbrauch? Hat jemand schon mal diese Erfahrungen gemacht oder kennt die Sachlage aus eigenen Geschäftsbeziehungen?

P.S. Der Stromverbrauch der Luftwärmepumpe liegt bei ca. 7.800 bis 9.700kwh pro Jahr.

P.P.S.: Der Dienstleister kommuniziert mit uns nicht und antwortet nicht auf Emails, sondern spricht nur mit seinem Auftraggeber, unserem Vermieter, wir können also nichts direkt oder einvernehmlich klären.

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Beitragvon energieprojekt » 23.07.2020 16:57 Uhr

Hallo Viola_W,
willkommen hier im Forum.
Eine Rechtsberatung wirst du hier auch nur schwerlich bekommen. Dies liegt zum einen daran das es hier die wenigsten User dürfen/ können und zum anderen der von dir geschilderte Sachverhalt ohne Kenntnis der gesamten Geschichte und Anlage es schwer machen dürfte.
Vielleicht aber ein paar gut gemeinte Ratschläge,
- zum einen ist es richtig und verständlich das sich der Dienstleister nicht mit dir auseinander setzt, sein Auftraggeber ist jemand anderes wo sollte es hinführen wenn jeder Handwerker auf der Welt jedem Mieter (s)eines Auftragsgebers Rede und Antwort stehen soll/muss ?
- dem Dienstleister einen Fehler nach zuweisen wird recht schwer und auch die (evtl entstandenen) Kosten zu beziffern.
Wie kann der "der die andere Meinung vertritt" dies beziffern ?
- es ist doch nur verständlich das der Dienstleister, wenn er ausser der Reihe, zu der Anlage gerufen wird diesen Einsatz in Rechnung stellen möchte. Wenn du arbeiten gehst wirst du dafür auch Geld bekommen oder zumindest verlangen. Alles andere würde dem Prinzip Marktwirschaft widersprechen. Übrigens wird der "externe Fachmann", ich nehme mal an ein Gutachter, auch seine Leistung in Rechnung stellen.
- es ist nunmal so das die Auswahl des Handwerkers dem Vermieter obliegt (der ihn ja auch letztendlich bezahlt).

Mein Tipp, wende dich an den den Mieterverein/Mieterschutzbund (die übrigens auch Geld nehmen) und wenn du da nicht weiter kommst ggf einen Anwalt.
Ob und wie da die Erfolgsaussichten sind mag ich nicht zu beurteilen.

Mit sonnigem Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Viola_W » 26.07.2020 14:15 Uhr

Hallo Udo,

danke für Deine Antwort und danke, dass ich hier sein darf.

Ich habe keine Rechtsberatung erwartet, nur gehofft, dass jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Es sind ja meines Wissens nach Kunden und Anbieter hier im Forum, oder?

Dass der Dienstleister Fehler gemacht hat, ist für alle Beteiligten klar. Der Techniker hier vor Ort hat es gesagt und wir haben es schriftlich. Den entstanden Schaden zu beziffern, darum ginge es in einem Rechtsfall, das ist korrekt.

Meine Frage ging auch weniger in Richtung Dienstleister, sondern in Richtung Vermieter und die Handhabung der Situation. Der Vermieter stellt sich ja quer, den Dienstleister zu wechseln oder einen Dritten an die Anlage zu lassen, um sie zu überprüfen.

Die Aussage, dass durch den eingestellten Partymodus über 12 Monate Strommehrverbrauch entstanden sein muss (und damit auch Mehrkosten), haben wir von einem Fachmann für Sanitär und Heizungstechnik, für den meine Freundin arbeitet und dem ich die Situation schildern durfte. Wir haben noch keine Stromabrechnung und damit keinen Nachweis.

Die Situation ist also ziemlich klar: Fehler wurden nachweislich gemacht, Mehrkosten für den 1. Fehler sind entstanden, für den 2. sehr wahrscheinlich. Wir Mieter sollen sie tragen, aber das kann ja nicht sein, dass wir das in Zukunft weiter so erleben müssen.

Und ob das andere schon erlebt haben, und wie sie das gelöst haben, das war mein Anliegen.

Hast Du einen Tipp für mich?

Viele Grüße,
Viola
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Beitragvon energieprojekt » 26.07.2020 15:35 Uhr

Hallo Viola,
leider ist das nicht immer so einfach.....
Vielleicht einmal zu den Mehrkosten bei "Partymodus".
Natürlich kann es sein das durch die "fehlende Nachtabsenkung" denn dies ist Partymodus wohl, die Fußbodenheizung( ich nehme mal an das so etwas in eurem Haus verbaut ist) nicht in den Absenkbetrieb geht.
Als erstes müßte man dann schauen um wieviel °C die Absenkung erfolgen sollte (Raumtemperatur) und was dies bei den unterschiedlichen Aussentemperaturen an Vorlauftemperatur bedeutet (Vielleicht 1-2°C).
Dann kommen zb punkte wie die Warmwasserbereitung hinzu, falls hier eine zentrale mit Zirkulationsleitung und einer Steuerung zur Legionellenvorsorge verbaut ist, bedeutet es das der Speicher eh rund um die Uhr über 55°C hat dann relativieren sich die Mehrkosten für den Partymodus auch wieder.
Um dann noch genaue Kosten für diesen Fehler benennen zu können muss man wissen zu welcher Zeit die Wärmepumpe bei welcher Aussentemperatur (und damit verbunden mit welchem COP) wie lange gearbeitet, sprich Zeit der entgangenen Absenkung, hat.....
Diese Berechnung für für vielleicht 2500-3000 Stunden aufzustellen wird sehr aufwändig aber nicht unmöglich.
Wie schon gesagt, zweifel die Nebenkostenabrechnung an, wenn du den Beweis hast das hier seitens des Heizungsbauers ein Fehler gemacht wurde muss der Vermieter die Berechnung richtig stellen (mit dem oben geschilderten Aufwand). Wenn mir diese Berechnung nicht gefallen würde könnte ich diese bis zum jüngsten Tag anzweifeln.

Zu den anderen Punkten noch einmal ganz klar,
-die Auswahl des Handwerkers obliegt dem Vermieter (Auftraggeber)
- den Einsatz eines unabhängigen Gutachters kannst du natürlich durchsetzen, aber wirst diesen mit allen Nebenkosten auch erst einmal bezahlen müssen. Gegebenenfalls wirst du diese Kosten zurück verlangen können wenn in einem Rechtsstreit dann zu deinen Gunsten entschieden wird.......
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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 18.09.2020 16:08 Uhr

Wir vom Spezialteam vom Kälteheinz erleben dies immer. Die WP- Steuerung wird eingestellt und zwar so, dass an Weihnachten und Neujahr der Service nicht gestört wird durch Anrufe, weil die Wohnung kalt ist oder nicht warm genug. Der Einsteller optimiert die Heizung auf möglichts nicht gestört werden. Die dabei anfallenden Mehrkosten für erzeugte und nicht benötigte Energie, trägt der Betreiber.. Leider können die allermeisten Betreiber ihre WP nicht selbst programmieren. Die wäre zwingend notwendig, wollte man den optimalen Betriebspunkt ermitteln. Wir vom Spezialtechnikteam vom Kälteheinz raten Anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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