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Beitragvon energieprojekt » 09.07.2020 13:30 Uhr

Hallo Hannes,
da sprichst du ein richtig spannendes Thema an.
Als erstes ein Kompliment an deinen Heizungsbauer das es sich dieses Themas annimmt und die VDI 2035 auf dem Schirm hat !

Das Thema hat aber nicht der Heizungsbauer sondern die Kesselhersteller zu einem gemacht.

Vielleicht mal ein kleiner Exkurs,

Die Qualität des Heizungswassers war auch schon früher bei Großanlagen (zb. Dampfheizungen) ein Thema, Stichwort Kalk.
Irgendwann kam dann die Industrie auf den Tripp ein Material für Kessel zu verwenden das eigentlich ziemlich ungeeignet ist ALUMINIUM !.
Die Vorteile für die Industrie liegen auf der Hand:
-leicht zu verarbeiten
-leicht zu transportieren
-einfach zu händeln

Die Probleme hat dann der Kunde, Aluminium verträgt im Gegensatz zu anderen und bewährten Materialien keinen hohem PH-Wert.
Über 8,5 treten Auflösungserscheinungen auf die leider nichtmehr revisierbar sind.......
Die Folge ist dann ein Totalschaden des Wärmetauschers (ob diese Kosten durch deine Versicherung abgedeckt sind wäre spannend zu erfahren)
Die Industrie hat hier sensationelle Lösungen parat bis hin zu annähernd destiliertem Wasser (VE-Wasser) da dies auch problematisch ist (Überwachungspflichtig, nicht mehr selbst nachfüllbar) rudert man dann zurück mit Teilentsalzung (nur ein bisschen Schwanger).
Bei der Befüllung der Anlage ist bei dieser aufwendigen Befüllung auf absolute Sauberheit des Heizsystems zu achten, deswegen schämen sich manche Heizungsbauer auch nicht 50ct für einen Liter Heizungswasser zu berechnen, wird nun eine Anlage auch noch(richtigerweise) vor der Befüllung gespüllt können hier schnell etliche 1000 € auf der Rechnung stehen......

Grundsätzlich gilt Dreck und Kalk gehören nicht in die Heizung !
Leitfähigkeit ist ein spezielles Thema, wichtig ist ein Gleichgewicht der Elemente im Wasser.

Gerne informiere ich dich noch intensiver

Gruß udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon energieprojekt » 12.07.2020 09:26 Uhr

Hallo Hannes,
die VDI2035 bezieht sich auch nicht speziell auf einen Kesselhersteller sondern auf die Gesamtheit der Anlage,
Hersteller von Sicherheitsarmaturen, von Pumpen, sogar von Verschraubungen beziehen sich heute darauf.
So lässt sich im Schadensfall schnell mal ein Gewährleistungsanspruch ablehnen.....

-Defekt von Hocheffizienzpumpen durch dreckiges Wasser (zb Magnetitschlamm)
-spröde Dichtungen an Sicherheitsventilen, Membranen im AD-Gefäß
oder Verschraubungen und Fittings mit Gummidichtung
-festgeklebte Dichtungen in HK-Ventilen.......
Dies sind alles Problem die man schon seit Jahren kennt aber nie richtig betrachtet hat....
Das klopfen auf ein Thermostatventil im Herbst ist für viele völlig normal.
Hier wurde und wird das Symtom bekämpft aber nicht die Ursache.

Nochmal, von daher macht dein Heizungsbauer alles richtig und verdient ein Lob dafür und sollte nicht wegen "Neues Geschäftsmodell?" getadelt werden

Udo von www.energieprojekt.biz

P.S.
vielleicht gehe ich hier auch etwas zu sehr ins Detail, aber ich schule Heizungsbauer in dieser Thematik/ Problematik deutschlandweit

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