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rosebud
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Beitragvon rosebud » 24.06.2020 19:52 Uhr

Was kann tatsächlicher sein als Verbrauchsangaben über mehrere Jahre hinweg? Es ist schwer vorstellbar, daß eine auf Rechnung basierende Bedarfsprognose drastisch abweicht, und wenn sie es dennoch tut, ist je nach Abweichung ihre Brauchbarkeit infrage zu stellen, weil es an Erfahrungswerten nichts zu rütteln gibt.
De facto waren es pro Jahr 35.000 kWh. Finanziell wird es erst, wenn es darum geht, den Bedarf zu decken.
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Beitragvon GESBB » 24.06.2020 20:52 Uhr

rosebud hat geschrieben:Was kann tatsächlicher sein als Verbrauchsangaben über mehrere Jahre hinweg?

Verbrauch hat grundsätzlich wenig mit Bedarf zu tun, was sich Laienkenntnis ganz offensichtlich entzieht. :wink:

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Beitragvon rosebud » 25.06.2020 08:46 Uhr

Liebe(r) GESBB, was taugt eine Bedarfsberechnung, wenn der tatsächliche Bedarf hinterher um Längen - egal, ob nach oben oder nach unten - abweicht? Was sagt Ihre Erfahrung? Offenbar scheint das Produzieren von Bedarfsberechnungen Ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein. Was nützt mich sowas, wenn ich mir hinterher im Winter den Hintern abfriere, sofern nicht in jedem Zimmer ein Heizlüfter werkelt?
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Beitragvon energieprojekt » 25.06.2020 21:23 Uhr

Hallo ihr beiden, irgendwie muss man doch den Verbrauch ermitteln. Eine neue Anlage, die dazu eine völlig andere Technik und Betriebsweise hat, nur mittels der letzten Verbrauchsabrechnung auszulegen ist ja schon sehr mutig......
dazu kommt das ja derzeit schon 3 unterschiedliche Wärmeerzeuger mit unterschiedlicher Anlagen- und feuerungstechnischen Wirkungsgraden verbaut wurden.
Wie soll da ein auch nur annähernd verlässliches Ergebnis raus kommen ?
GESBB hat hier völlig recht, jemand muss den Bedarf ermitteln und nicht den Verbrauch zusammen zählen.
@rosebud, zu sagen 35.000 KWh/sind zu viel, einfach die Hälfte (also 17.500 KWh/a) oder ein Drittel (also 11.600 KWh/a) abziehen, dann wird es eine gute Heizung ist auch über den ganz dicken Daumen geschätzt.
Deiner Prognose nach muss hier also die Heiztechnik raus und ein Wärmeerzeuger mit 11.600-17.500 KWh Verbrauch per anno rein... Das ist eine sehr mutige Planung, Laufzeiten lassen wir aussen vor solange nur der Jahresverbrauch stimmt ?

Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon rosebud » 26.06.2020 11:56 Uhr

Daß der Verbrauch so hoch ist, liegt gewiß nicht an der Art der Wärmeerzeugung. Da sind keine Wunder zu erwarten. Es geht vielmehr darum, das Haus mit wesentlich weniger Energieaufwand auch und vor allem im Winter wohnlich zu temperieren.
Meine Behausung von 1996 mit an die 200 m2 Wfl gibt sich mit 2.000 l Heizöl für Warmwasser und Heizung pro Jahr zufrieden. Rechne ich die Wärmeerzeugung in der diskutierten Behausung auf Ölheizung um, kommt fast das Doppelte raus. Der Bedarf pro m2 Wfl ist erschreckend.
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Beitragvon GESBB » 27.06.2020 08:54 Uhr

rosebud hat geschrieben:Liebe(r) GESBB, was taugt eine Bedarfsberechnung, wenn der tatsächliche Bedarf hinterher um Längen - egal, ob nach oben oder nach unten - abweicht?
Bei fachgerechter Anlagendimensionierung passiert das nicht :!:
Der tatsächliche Energiebedarf lässt sich nicht nur vorab berechnen, sondern nachträglich zur Überprüfung auch messen. :wink:
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/anlagentechnik/anlagentechnik5.png< br />Energieverbrauch = Anlagenaufwandszahl x tatsächlicher Energiebedarf (kWh)
Bei Verbrennungswärmeerzeugern ist der Verbrauch stets höher, als der Bedarf. Bei z.B. WP ist der Verbrauch stets < als der tatsächliche Bedarf, andernfalls wäre deren Verwendung völlig sinnfrei.

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Beitragvon GESBB » 27.06.2020 09:08 Uhr

rosebud hat geschrieben:Daß der Verbrauch so hoch ist, liegt gewiß nicht an der Art der Wärmeerzeugung.

Wieder mal völlig falsch, denn die Anlagenaufwandszahl bestimmt neben dem tatsächlichen Energiebedarf den späteren Verbrauch in kWh. :!:
Bei der Verbrauchskostenermittlung (€) ist zusätzlich der Preis des jeweiligen Energieträges/kWh zu berücksichtigen.
Mit anderen Worten, an eine vorhandene Verbrennungsanlage mit hochtemperaturigen Heizflächen einfach eine WP anzuschließen, dürfte mit Sicherheit ein finanzielles Groschengrab werden.
Die gegenwärtige und zukünftige CO2 Bepreisung dürfte die Situation von Verbrennungswärmeerzeugern deutlich verschlechtern.

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Beitragvon rosebud » 27.06.2020 15:32 Uhr

Man darf auf keinen Fall eine kWh Strom mit einer kWh Wärme gleichsetzen. Um mit einer WP eine kWh Wärme zu erzeugen, ist etwa ein Viertel bis ein Drittel einer kWh Strom nötig. Um ein Drittel kWh Strom zu erzeugen, wird eine kWh Wärme in thermischen Kraftwerken benötigt. Thermisch gesehen ist die Wärmepumperei also nichts anderes als ein Nullsummenspiel. Von der Stromerzeugung aus Nicht-thermischen Kraftwerken, z.B. Windenergie, Photovoltaïk, Wasserkraft (Biomasse ist thermisch!) reden wir lieber nicht, weil es noch ein paar Jahrhunderte dauern wird, bis genügend Windmühlen und Solarplatten die Landschaft verschönern.
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Beitragvon gergen-dv » 28.06.2020 09:42 Uhr

sorry, rosbud, aber Dein Argument trifft nicht zu. Schon mal was von ENERGIEMIX gehört?
Unbestritten (bis auf einige ewig Gestrige) ist die TATSACHE, dass erdgekoppelte Wärmepumpen die wirtschaftlichste Techniklösung zur Beheizung von Wohngebäuden darstellen.
Zu was rätst Du denn den heutigen Bauherren?
GERGEN Energietechnik
NEXTHERM-Wärmepumpen
0172-326 19 09
k.gergen@eco-pump.de
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Beitragvon rosebud » 29.06.2020 21:32 Uhr

Ei paß mol off, Herr Gergen: Ihr ganzes Energiemixgedudel beruht darauf, daß die gemixten Energien bedarfsgerecht zur Verfügung stehen, wenn die Erdwärmepumpen sie brauchen. Das ist ein gewaltiger Irrtum: Nachts ist Solar tot und der Wind ist dermaßen unstetig, daß der Strom für die WP gemäß dem wärmetechnischen Nullsummenspiel allermeistens aus thermischen Kraftwerken kommt.
Ich persönlich plädiere für eine Optimierung aus Verbrennerheizung (Öl...), Bedarfssteuerung und Gebäudeisolation. Ich bin gewiß nicht ewiggestrig, auch wenn ich in Assembler programmieren kann und weiß, was 2N3055 ist. Worin besteht Ihr Fortschrittsdenken? In realitätsfernen Träumereien von zwangssubventionierten pseudorentablen Basteleien!

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