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AxelM
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Beitragvon AxelM » 07.01.2020 10:26 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe aktuell ein Problem mit meinem Dach und bräuchte dabei etwas Beratung.

Die Situation: Auf dem Dach hat ein Marder gehaust und Teile der Dämmung sowie die Dampfbremse zerstört und verschoben. Ergo es zieht durch das Dach nach innen und die Dämmwirkung ist gering, 13°C Raumtemperatur bei 0°C Außentemperatur und aufgedrehter Heizung. (Energieverschwendung hoch 10...)

Ein neues Dach kann ich mir leider nicht leisten, daher muss ich ausbessern. Ausbessern von innen kommt nicht in Frage, da hier alles mit Holz vertäfelt ist und die Geometrien alles andere als einfach.
Mein Dachdecker hat mir vorgeschlagen, dass ich in Eigenleistung von außen Teile der Dachziegel entfernen und dann zwischen den Sparren erst die Dampfbremse einbringe und dann die Steinwolle und falls möglich anschließend die Unterspannbahn.

Mein Gedankengang: Auf diese Weise werde ich m.E. keine dichte, verklebte Dampfbremse aufbringen können. Die Steinwolle wird nach Fertigstellung gut durchlüftet sein, sodass die Feuchte hier gut ausgetragen wird.

Meine Frage: Habt ihr eine Idee wie ich das am sinnvollsten Umsetze? Ich die Dichte der Dampfbremse bei gut durchlüfteter Dämmung immer noch extrem wichtig?

VG und vielen Dank
Axel

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Beitragvon energieprojekt » 09.01.2020 09:37 Uhr

Hallo Axel,
zum einen selbst aufs Dach zu steigen halte ich ohne fachliche Eignung und persönliche Schutzausrüstung für gefährlich !
Selbst in das komplexe Thema Dampfsperre, Dämmung und Unterspannbahn würde ich als Laie nicht angehen. Das sind Punkte für Fachleute.
Der Marder muss aber schon sehr mächtig gewirkt haben wenn sich dadurch die Raumtemperatur nicht über 13 °C bringen lässt, ich befürchte hier ist was anderes im Argen.....
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 09.01.2020 10:17 Uhr

AxelM hat geschrieben:Die Situation: Auf dem Dach hat ein Marder gehaust und Teile der Dämmung sowie die Dampfbremse zerstört und verschoben.
Marder (Steinmader) und Waschbären können erhebliche Schäden an Dachdämmungen verursachen.
Aufstiegshilfen, Eindringmöglichkeiten etc. sind daher tunlichst, vorsorglich zu vermeiden.
Ob hier die raumseits liegende Dampfbremse tatsächlich oder nur die außenliegende Unterspannbahn geschädigt wurden, ist etwas unklar.
Vermutlich ist eher Letzteres zutreffend?
In beiden Fällen ist durchaus eine Reparatur auch von außen möglich.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!

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Beitragvon AxelM » 10.01.2020 14:05 Uhr

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Hinweise. Ich glaube ich muss die Situation noch etwas tiefergehend erläutern ;)
Der Dachdecker hat zur Prüfung der Situation bereits einzelne Dachpfannen entfernt. Das Bild ist verehrend. Die Glaswolle wurde in Teilbereichen komplett nach unten geschoben, sodass ¾ des betroffenen Dachbereichs nicht mehr gedämmt sind. Die darunter liegende Dampfbremse hat er stark beschädigt und auch in Teilbereichen entfernt, daher kann der Wind in die Innenräume eindringen. Ich habe beides selbst gesehen. Betroffen sind ca. 40m² Dachfläche.
Grundsätzlich würde ich natürlich das Dach komplett sanieren lassen, denn die bestehende Dämmung ist nur 120mm stark, allerdings ist das finanziell aktuell nicht möglich. Daher möchte ich Teilbereiche ausbessern und hier habe ich wie gesagt den Tipp vom Dachdecker, dass eher selbst zu machen, da es sonst sehr teuer werden würde (seine Aussage).
Das Thema Marder bin ich bereits angegangen und habe sämtliche Aufstiegshilfen beseitigt.
Ich hoffe dies erklärt die aktuelle Situation etwas besser.

Viele Grüße
Axel
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Beitragvon energieprojekt » 10.01.2020 17:32 Uhr

Hallo Axel,
wenn du dir zutraust Arbeiten am Dach selbst vorzunehmen würde ich hier immer einen Teil des Daches ausdecken, eine Aufdachsparrendämmung aufbringen und anschließend wieder beidecken. In dem Zusammenhang kannst du dann die Dampfbremse ausbessern.
Eine Aufdachsparrendämmung kostet nicht die Welt (wenn man weiß woher)und die "Unterspannbahn" ist dann inclusive. Der Posten Dachlatten incl Konterlattung ist auch überschaubar.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon AxelM » 10.01.2020 19:26 Uhr

Hallo Udo,
danke Dir für die Rückmeldung. So ähnlich hatte ich es auch vor. Allerdings habe ich noch drei Fragen an Dich ;)

1. Warum schlägst Du eine Aufsparrendämmung und nicht einfach Steinwolle vor?
2. Das Ausbessern der Dampfbremse muss nach Möglichkeit absolut dicht erfolgen? Sprich Dampfbremse aufbringen und innen an den Sparren Luftdicht verkleben?
3. Hast Du einen Tipp wo ich das Material günstig beziehen kann? Auch gerne per PN!?

Viele Grüße und vielen Dank schonmal vorab
Axel


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Beitragvon energieprojekt » 10.01.2020 22:28 Uhr

Hallo Axel,
zu 1:
weil 120er Glaswolle nach heutigem Standard nichtmehr den Anforderungen entspricht und du dann später die Balken aufdoppeln müsstest, also 2mal ran gehst

zu 2:
ja unbedingt luftdicht an die bestehende Folie, dies kann schonmal etwas trickie werden.
Ja habe ich aber hier mache ich keine Schleichwerbung
Gruß udo von www.energieprojekt.biz

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