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gergen-dv
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Beitragvon gergen-dv » 17.07.2019 13:40 Uhr

In Kürze wird in Ulm ein Fitneßstudio mit einer 1500-Liter-WW-Bereitung auf der Basis von Direktverdampferpaneelen installiert.
Jeder der drei unabhängigen 500-Liter-Speicher hat eine eigene kleine WP, die von zwei DV-Paneelen energetisch versorgt wird.
Elektrischer Anschlußwert je WP nur 450 Watt!!!
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Beitragvon energieprojekt » 17.07.2019 14:53 Uhr

und was soll uns das sagen ?
-mit welcher thermischen Leistung geht die WP in die Speicher?
-wie hoch ist er Energiebedarf für die thermische Desinfektion ?
-welchen Warmwasserverbrauch gibt es in der Spitze ?

Mit welchen Daten wurde dieses System projektiert und wie sind die Daten erfasst worden ?

Gerade bei solchen Großverbrauchern mit thermischen Spitzen kann dies zu Versorgungsproblemen führen.

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Beitragvon rosebud » 17.07.2019 17:28 Uhr

Das kann lustig werden, vor allem im Winter und nachts, wenn die Paneele nix bringen. Rechnen wir ein wenig:
Wenn die WP eine Leistungsaufnahme von 450 W hat, ist bei der Riesen-Temperaturspreizung zwischen Kondensation und Verdampfung bestenfalls mit einem COP in der Gegend von 3 zu rechnen. Zum Heizen hat man optimistisch 1.400 Watt, also um die 1.200 kcal pro Stunde. Der 500-l-Speicher soll von 15 °C auf 50 °C erwärmt werden. Dazu braucht man 17.500 kcal. Wenn die WP gut dabei ist, ist der Speicher in 15 Stunden aufgeladen. Weil die Kollektoren nachts aber Pause haben, dauert es an die zwei Tage.
Entweder Sie betreiben eine Luft- oder eine Solepumpe oder Sie vergessen die Spielerei. Denken Sie daran, daß die WP das Wasser kaum höher als die Legionellen-Wohlfühltemperatur erwärmen.
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Beitragvon energieprojekt » 17.07.2019 17:58 Uhr

Das stimmt so nicht ganz, da die Anlage gewerblich genutzt wird heizt man auf über 60 ° C wegen der Legionellenvorsorge.......

udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon gergen-dv » 18.07.2019 08:22 Uhr

rosebud: wie komst Du auf die Idee, dass die Paneele im Winter oder bei Dunkelheit nichts bringen? Meine Erläuterung nicht gelesen?
Es handelt sich eben NICHT um PV- oder Solartheremieelemente, sondern um DIREKTVERDAMPFER-Paneele. Das heißt, auch bei Dunkelheit geht die Umgebungstemperatur nicht schlafen.
Bist Du darüber informiert, dass Kältemittel auch sagen wir bei minus 5°C Umgebungstemperatur verdampft? Nach der Änderung des Aggregatzustandes (von flüssig in gasförmig) geht das Medium gasförmig an den Verdichter und wird dort erhitzt.
Wer redet denn davon dass - nach Inbetriebnahme - der 500 Liter-Speicher von 15 ° auf 50 ° erhitzt werden muß? Schon mal was von einer automatischen Regelung gehört? Die Temperatur des Wassers wird permanent nachgeliefert (Sinn einer automatischen Regelung)
Wenn die Sache Dich interessiert kannst Du mich ja direkt anmailen - dann bekommst Du Infos. Ich werde sie hier nicht posten, sonst gibt es Disskussionen wegen unerlaubter Werbung.
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Beitragvon GESBB » 18.07.2019 08:49 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:.... da die Anlage gewerblich genutzt wird heizt man auf über 60 ° C wegen der Legionellenvorsorge.

Friwa Systeme
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/warmwasserbereitung/warmwasserbereitung 4.png
sind als Alternative unabhängig von der üblichen Legionellenproblematik. Hier lassen sich die VLT für die Beladung bzw. Speicherhaltetemperaturen deutlich reduzieren, was insbesondere bei Verwendung von WP sinnvoll ist. Allerdings sind größere Speicher notwendig und auf die benötigten Schüttmengen ist zu achten.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!


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Beitragvon rosebud » 18.07.2019 14:31 Uhr

Es steht nirgends was geschrieben, wie groß die Paneele sind. Wenn die auf dem Dach angebracht sind und das Kältemittel (407, 410 oder was) bei geringem Luftaustausch und niedrigen AußenT° nachts deutlich unter 0 °C verdampft, hat man sehr schnell eine herrlich isolierende Reifschicht. Dann ist die Anlage tot. Je größer der T°unterschied zwischen Verflüssigung und Verdampfung, umso geringer der Wirkungsgrad. Direkt verdampfende Systeme benötigen gigantische Mengen an Kältemittel, das bei einer Undichtigkeit treibhauseffektiv entweicht.
Ein 450-W-Kompressörchen in einem Wärmepümpchen braucht nunmal 15 Stunden, um 500 l Wasser von 15 °C auf 50 °C zu erwärmen.
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Beitragvon energieprojekt » 18.07.2019 18:32 Uhr

@gergen,
wie soll es funktionieren ohne den Warmwasserbedarf auf Vorrat zu haben (desw. ja auch die 1500l) den Bedarf zu decken. Das Direktverdampfersystem ist bestimmt nicht in der Lage als Durchauferhitzer zu fungieren, wenn doch wären die Speicher nicht notwendig.
Und nochmal von welchem Warmwasserbedarf wird ausgegangen bzw welcher ist bei den Planungen heraus gekommen ?

@ GESBB
ich gehe hier von den Vorgaben von gergen aus, also 3x 500 Liter Warmwasserspeicher und dann unterliegt er der Legionellenproblematik.
Auch wenn er hier ein völlig anderes System bauen würde (eben Friwa) hätte er wohlmöglich Schwierigkeiten unterhalb der 3 Liter zu bleiben.
Falls die Warmwasserbereitung nicht direkt naben den Duschen ist wird hier auch eie Zirkulation zum Einsatz kommen müssen.

Aber nochmal @ all, mit diesen Angaben kann man nichts vernünftiges anfangen.

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Beitragvon GESBB » 19.07.2019 07:12 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:...ich gehe hier von den Vorgaben von gergen aus, also 3x 500 Liter Warmwasserspeicher und dann unterliegt er der Legionellenproblematik.
Korrekt. Dort sind das drei indirekt beheizte WW-Speicher. Dort gilt die 3 l Regel sicherlich.
Bei Friwa wird dagen nur das Heizwasser bevorratet, nicht jedoch das Nutzwasser. Dieses wird frisch im Durchlaufprinzip bereitgestellt.
Die tatsächliche Anlagenaufwandszahl bzw. JAZ bei der gergen Variante möchte ich daher eher nicht wissen. :?

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