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Hallo aus dem Münsterland!
Ich krieg ne Krise......
Hab eine Erdwärmeheizung (Viessmann Vitocall BW108) in der letzten Woche eingebaut bekommen. Betrieben wird sie mit 2 Tiefenbohrung a 60m. Nachdem die Heizung über eine Woche im "Reduzierten" Betriebsmodus gefahren wurde (wg Estrich usw), läuft sie nun eine Woche voll im Normalbetrieb.
Irgendwas funktioniert da aber nicht:
Ich bekomme den Heizungsvorlauf nicht höher als 27 Grad. Alle Register der Anlage bereits gezogen (Kennlinie etc).
Ebenfalls erstaunt mich, daß der Solevorlauf (im Display steht Temperatur Sekundärkreislauf) bei minus 1,7 Grad liegt (Rücklauf minus 5,5 Grad).
Zudem sind sämtliche Solerücklaufleitung vereist (Schieber)-hängt das mit dem noch so feuchten Rohbau zusammen?
Ist das so korrekt? ist beim Einbau was schief gelaufen (Heizungseinstellung/Bohrung etc)? Danke für Eure Hilfe
Grüße u ein gutes neues Jahr
Nowi
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@novi
die Anlage zeigt Merkmale, wie nach 100 kalten Wintern. Normalbetrieb ist das jedenfalls (leider) nicht. Die untere Einsatzgrenze der Wärmepumpe düfte nicht mehr weit weg sein. Ob die Auslegung passt (Länge Erdwärmesonden, Volumenstrom Sole etc.), ob die Ausführung i.O. ist (Verpressungen Ringraum, gleichmäßige Durchströmung in beide Sonden, Wärmepumpe o.k. etc.) wäre ggf. zu prüfen. Jedenfalls sind Erdwärmesonden wegen der andauernden Heizlast keinesfalls zum Austrocknen vom Neubau/Estrich geeignet. Ein Normalbetrieb sind ggf. +/- 2.000 h pro Jahr. Da bleiben für den normalen Winter (je nachdem ob im Sommer noch WW bereitet wird) grade mal ca. 10 h Betriebszeit täglich. Und die sollten (je nach Auslegung der Anlage) gleichmäßig über 24 h verteilt sein. Abhilfe: Heizungsbauer soll Sole-Volumenstrom kontrollieren (ggf. regulieren und Veränderungen testen), Wärmepumpe prüfen, tägliche Betriebszeiten reduzieren....... und ggf. Sachverständigen einschalten
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@zweimeter
Danke für die Hinweise!
Das mit den max. Laufzeiten hat uns bisher keiner gesagt. Die Anlage ist jetzt auf Dauerbetrieb eingestellt (Partybetrieb lt. Viessmann) und läuft durch.
Vermutlich bilden sich dadurch die Eispanzer an den Schiebern...
Kann durch den Dauerbetrieb denn was an der Anlage/Bohrung kaputt gehen?
Wie wird denn der Volumenstrom des Solekreises reguliert? Etwa über die externe Danfoss Pumpe oder über die WP? Hört sich ja logisch an...Wasser verbleibt länger im Bohrloch=>kann sich somit langsam aber sicher aufheizen.
Apropros Sachverständiger:
Gibts ne gute Adresse im Raum 46...
Viele Grüße
Nowi
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@novi
über begrenzte Zeiten sind für Spitzenlasten ein paar Minusgrade im Rücklauf der WP schon o.k. Der Untergrund um die Erdwärmesonden sollte halt nicht einfrieren. Aber nicht wegen der Wärmeleitfähigkeit sondern vielmehr wegen dem Verpressmaterial, weil das nicht frostbeständig sein dürfte und reißen kann. Und das wäre für Sondenstrecken oberhalb dem Grundwasser nicht gut, weil Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, d.h. die Entzugsleistung der Sonde ist dann etwas kleiner (leider auf Dauer).
Der Volumenstrom insgesamt sollte mal reguliert werden, d.h. auch mal nach oben, denn vielleicht gibts bislang nur eine laminare Strömung in der Sole, aber es bedarf turbulenter Strömungsverhältnisse, dann kann die Sole mehr Wärmeenergie aufnehmen. Und sehr wichtig ist, daß beide Sonden gleichmäßig durchströmt werden (gleicher Volumenstrom !). Falls die Zuleitungen unterschiedlich lang sind, und noch niggs reguliert ist, dürfte durch die der WP am nächsten liegenden Sonde mehr Sole fliessen als durch die Sonde weiter weg. Und das kann sehr schnell auch zu den beschriebenen Merkmalen führen. Also so regulieren, daß beide Sonden den gleichen Volumenstrom haben. Die unterschiedlichen Wandreibungsverluste (wegen der unterschiedlich langen Zuleitung) werden damit ausgeglichen. Ferner die Betriebszeiten, wenns irgend geht, runterfahrenauf ! Falls mal was wg. Regress ansteht, in der VDI-Richtlinie 4640 Teil 1 + 2 steht viel über Erdwärmesonden drin. Das interessiert dann auch die Anwälte
Grüße zweimeter
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Danke zweimeter!
Hab gerade nachgedacht: die beiden Bohrungen/Sonden sind (wie hat der Bohmmeister das genannt: Tichelmann) genau in der Mitte beider Bohrungen miteinander verbunden worden und von da aus ins Haus geführt worden. Somit ist m.E. sichergestellt, daß beide Löcher und alle 4 Sonden gleichmäßig bedient werden-oder?
Kann es auch mit meinem total kalten und noch restfeuchtem Neubau zusammenhängen? Bei einem Vorlauf von 28 Grad und einem Rücklauf von 22-23 Grad bleiben ja schon alleine 5 Grad im Bau hängen, die auch erst wieder aufgeheizt werden müssen. Also erst die 5 Grad und dann noch zusätzliche Wärme für einen noch höheren Vorlauf sammeln, da arbeitet sich die WP ja nen Wolf, dh. sie schaltet sich ja gar nicht mehr aus. Sollte ich Sie lieber auf einen 2 Std-Rhytmus stellen?
Danke für Eure Hilfe
Nowi
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@ Novi
die feuchte Luft muß aus dem Bau raus, auch wenn dabei die darin gespeicherte Wärmeenergie flöten geht. Für die Sonden und somit für die weiteren Jahrzehnte Betriebszeit wäre jetzt ein Intervallbetrieb (z.B. 2-stündig ein/aus) sicherlich besser (wg. unerwünschter Vereisung s.o.). Ggf. die Bautrocknung zusätzlich mit einem entsprechenden Bau- oder Mietpark-Gerät forcieren. Ggf. dafür Profis holen.
Grüße Zweimeter
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hallo
ich habe leider das selbe problem. habe auch einen neubau und
bin am 01.12.05 eingezogen. den estrich habe ich im august ausgeheizt.
noch dazu habe ich keinen vollwärmeschutz angebracht.
mein wärmepumpe läuft ca. 10 std./tag, ich habe trotzdem eine soleeingangstemp. von -0,3 bis -0,5 grad und eine soleausgangstemp.
von -3,0 bis -3,5 grad.
ich habe keine tiefenbohrung gemacht sondern eine flächenverlegung ca.300m².(3 kreise)
wie lange kann das dauern bis sich die sole wieder erholt und kann
bei einer dauerhaften minus eingangstemp. die fläche kaputt gemacht werden???
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@hubi
Im Gegensatz zu Erdwärmesonden sind Eisradien um einzelne Rohre bei Erdwärmekollektoren nicht nachteilig. Es sollten sich halt keine großartigen Eisbrücken zwischen den Rohrregistern bilden, da zwischen den Heizperioden alles wieder vollständig abtauen sollte. Sonst gibts einen Permafrostboden. Neben gärtnerischen Einschränkungen arbeitet die erdgekoppelte WP auch nicht so effektiv. Bei großen Vereisungen könnte ein Abtauen u.U. nicht klappen. Es hängt nämlich insbesondere von der Sonneneinstrahlung ab. Und die ist je nach Lage des Grundstücks recht unterschiedlich (Himmelsrichtung, Beschattungen). Wenn die Fläche für die Kollektoren richtig gerechnet ist, sind keine Nachteile bei temporären Vereisungen zu befürchten.
Grüße Zweimeter
PS: bei Grundstücke in Hanglage sollten die Kollektoren besser nicht vereisen, sonst...
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So wie das aussieht hast Du zuwenig Sondenmeter.
War mal so frei und hab bei Viessmann nachgeschaut. Demnach müsste deine Wärmepumpe ca. 10 kw Heizleistung haben und 6.5 KW Kälteleistung ( Nach Kälteleistung werden die Sonden ausgelegt).
Hab mal nachgerechnte: Bei 50 W/m ( dies ist schon ein richtig guter Wert bei 2100 Betriebsstunden) komm ich allein schon auf 130m insgesamt.
Wenn Du mir deine genaue Bauanschrift zukommen lässt, kann ich Dir genau sagen wieviel Meter Du zuwenig hast.
Was zusätzlich dazukommen kann ist, das die Sonden nicht richtig entlüftet sind. Das ist bei Tichelmann nicht so ganz einfach.
Lass die Pumpe nicht zu lange laufen, es ist nict gut wenn das Erdreich vereist .
Bis denne
Der Benne
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@benne
danke für den Tipp! Die Anlage hat eine Leistung (so wurde sie auch für die Wohnfläche berechnet) von 8,3 kw. Ebenfalls wurde die Länge der Erdsonden von 2 unterschiedlichen Firmen mit den genannten 2x60m berechnet. Was für mich natürlich sehr interessant ist, ist die Frage der Entlüftung: wie geht man da vor - bzw. warum ist das mit Tichelmann so kompliziert. Kann ich die "luft" irgendwie erkennen? Es gluckert nix und der Kreislauf wurde erst vor ein paar Tagen mit frischem Wasser aufgefüllt.
Danke für Eure Hilfe.
Nowi
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Wenn die Schläuche ein wenig ungrade liegen, bzw ein wenig wellig kann sich ein Luftsack bilden, das reicht schon damit eine Sonde nicht richtig läuft und die Umwälzpumpe in der WP schafft es womöglich nict diesen Luftsack durchzudrücken Am besten wäre es die gesamten Sonden noch einmal mit einer schweren Pumpe durchzuspülen.
Wenn es denn nicht besser wird denke ich wirklich kann es bloß nur an zu wenig Metern liegen.
Bis denne der Benne
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hallo
hatte ähnliche probleme. das 1. jahr mit der WP ist (und da können die gurus sagen was sie wollen) sauteuer !! ausheizen der noch feuchten mauern, putze, estrich, aussenputz noch nicht drauf, usw...
bis die pumpe und die fussboden heizungskreise richtig eingestellt sind (durchflussmenge) dauerts auch ein wenig. und unbedingt nach einer gewissen zeit das sytem durch den WP einstellen lassen. VAILLANT hat das bei mir kostenlos getan und doch einige einstellungen korrigiert. ab dem 2. jahr konnte ich die heizkosten halbieren (!!!) und das noch ohne aussenputz.
zum problem: ich hatte luft im system. nicht viel. hat jedoch gereicht um ähnliche symtome auszulösen. nach dem der techniker den kreislauf durchgespült hat, inkl. drucktest hat´s perfekt funktioniert.
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Erstmals vielen Dank für die konstruktiven Hinweise,
habe alle Fragen geprüft und festgestellt, daß die Anlage zumindest richtig installiert wurde.
Nachdem nun der Bau etwas trockener wird und er komplett isoliert ist, funktioniert die Heizung auch besser.
Einen tollen Tip hab ich vom Heinzungsbauer bekommen: nicht den ganzen Bau volle Pulle heizen, sondern getrennt nach Etagen. Habe somit auf einen Schlag die Heizleistung erhöht und nun einen Vorlauf von über 40 Grad. Damit kann man dann die Etage sinngebend schnell trocknen.
Bis demnächst
Nowi
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Wie ist der aufbau, bei Zementputz auf Hebelsteine, was ist mit den Sockel, wie dick ist ein Zementputz, was das jemand ?
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