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Hausbau07
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Beitragvon Hausbau07 » 30.05.2018 17:12 Uhr

Hallo Zusammen

Seinerzeit wurden Fittinge (G+F, IFIT) auf dem Rohfussboden verlegt, teils sogar unter Spannung.

Darüber kommt noch Dämmung, FBH und Bodenbelag.

Ich kann mir ohnehin nicht vorstellen, dass diese Fittinge mit ihren 2 kleinen O-Ringen Jahrzehnte dicht bleiben.

Auch deshalb und generell sollten diese Fittinge doch sicherlich nicht auf dem Rohfussboden vergraben werden, so dass man bei einem Leck den gesamten FB-Aufbau herausreißen muss, zumal es sicher lange im Verborgenen bleibt, wenn hier ein undichter Fitting wäre.

Es handelt sich um ein Haus in Holzständerbauweise.

Fotos:
https://www.dropbox.com/s/xolid6hlvefup ... 5.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/6ar4wn42odxhj ... 7.jpg?dl=0

Ich wäre für eine Einschätzung dankbar, auch wenn man akut nichts daran ändern kann.

Vielen Dank und Grüße Wolf

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Beitragvon energieprojekt » 30.05.2018 22:15 Uhr

Guten Abend Hausbau07,
dies ist heute meist gängige Praxis. Unter Spannung verlegen sollte man die Leitungen jedoch nicht. Es gibt sicherlich alternativen zb das Rohr in die Fußbodenebnene zu verlegen was aber im Falle eines Rohrbruchs kaum einen Unterschied macht.
Man könnte die Leitungen auch unter der Decke verlegen oder gar sichtbar auf der Wand was auch niemand mehr haben möchte....
Das Langzeitverhalten von den Dichtringen kann dir keiner verlässlich sagen.
Wie heißt es so schön "einen Tod muss man sterben"
Schau das die Leitungen spannungsfrei, mit Dehnungsmöglichkeiten und gedämmt verlegt werden, ggf dokumentiere den Leitungsverlauf.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Hausbau07 » 31.05.2018 06:19 Uhr

Hallo Udo

Vielen Dank.
Das Haus wurde 2007 erbaut. Aus aktuellem Anlass habe ich die damaligen Fotos angeschaut und erkannt, dass diese Fittinge wie gesagt teilweise unter dem Rohfussboden verlegt wurden.

Gestern habe ich mich sowohl mit der Baufirma, als auch mit dem Hersteller des Steckfittingsystems in Verbindung gesetzt. Bei beiden bekam ich die Auskunft, dass es vermieden werden sollte bzw. nicht den anerkannten Ausführungsbestimmungen entsprechen würde, auf dem Rohfussboden Fittinge zu verbauen.

Die jeweiligen Abzweige der Rohrleitungen sollten immer von wandständigen Verteilern (z.B. unter Waschtisch) abgehen, was mir einleuchtet. Wenn dann einer dieser Fittinge undicht würde, wäre der Sanierungsbedarf ungleich geringer, als bei Verbauung auf dem Rohfussboden.

Das bei mir verbaute System gibt es seit 2004. Es bestehen also keine Langzeiterfahrungen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Fittinge 30 Jahre+ dicht sein werden aber hoffentlich täusche ich mich. Ich habe auch mal gelesen, dass der Kunsstoff der O-Ringe von Chemikalien im Wasser angegriffen wird.

Gibt es eine Methode ggf. bereits ausgetretene Feuchtigkeit unter Bodenbelag, Fußbodenheizung und Dämmung, sprich im Bereich des Rohfussbodens zu erkennen?

Vielen Dank und Grüße von Wolf
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Beitragvon energieprojekt » 31.05.2018 10:43 Uhr

Hallo Wolf,
Chemikalien im Trinkwasser sollten eigenzlich überschaubar sein und das Dichtungsmaterial nicht angreifen (sagt der Hersteller bestimmt) wissen tut dies keiner. Es kommt auf die Materialien an aus denen die Dichtungen hersgestellt werden, wenn hier zb Weichmacher mit der Zeit entweichen wird es mit der Dichtfunktion nicht mehr lange klappen, hinzu kommen oft Verarbeitungsfehler durch zb nicht erfolgte Entgratung der Rohre und dabei Beschädigungen an den Dichtungen beim zusammen stecken.
Das mit den anerkannten Regeln der Technik ist so eine Sache, sie werden dann eingehalten wenn es für den Anlagerersteller praktikabel und für den Kunden bezahlbar ist. Es gibt leider immer wieder Abweichungen in beide Richtungen. Einerseits aufgeweicht um Kosten zu sparen andererseits überzogen um Gewinne zu optimieren.
Unter der Dämmschicht auf dem Rohfußboden wirst du die Schäden erst durch 2 Punkte merken, erhöhter und nicht erklärbarer Wasserverbrauch, oder wenn die Feuchtigkeit in den Wänden hochsteigt. Anfangs wird das Wasser allerdings nur versickern da die austretenden Mengen recht gering sind. Bei den Warmwasserleitungen kann das Wasser sogar verdunsten.
Eine Möglichkeit wäre zu alle Verbraucher schliessen und dann über einen längeren Zeitraum die Wasseruhr kontrollieren. Dann siehst du ob Wasser "verbraucht" wird
Ich könnte dir Fälle schildern wo man schön sehen konnte wie die Dichtungen in der Funktion nachgelassen haben....
Wenn du hier belastbare Aussagen hast würde ich den Erbauer der Anlage damit konfrontieren und diesen Mangel dokumentieren lassen. Denn dann hast du im Falle eines Schadens eine Handhabe und dir läuft die Gewährleistungspflicht nicht davon.
Gruß udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Hausbau07 » 31.05.2018 11:00 Uhr

Hallo Udo und vielen Dank

Die gesetzliche Frist von 10 Jahren (vor 2002 30 Jahre?) für Haftung bei unsachgemäßer Bauausführung ist ohnehin verstrichen, außerdem mache ich mir keine Illusionen hinsichtlich eines juristischen Erfolgs. Darum geht es mir auch nicht.

Ich würde eben nur gerne rechtzeitig erkennen, wenn sich eine Leckage entwickelt und zunächst schleichend Wasser entweicht.

Ich habe gerade mal einen Wasserhahn nur minimal aufgedreht und tropfen lassen (2Tr./sec.). Die Wasseruhr bewegt sich hierbei nicht. Vielleicht braucht sie einen höheren Flow. Für größere Leckagen hingegen ist die Methode sicher gut praktikabel.

Grüße Wolf
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Beitragvon Manolas4 » 07.06.2018 07:33 Uhr

Das sehe ich auch so


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