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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Farmerbasti84
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Beitragvon Farmerbasti84 » 28.08.2017 14:38 Uhr

Hallo alle zusammen,

Ich freue mich hier im Forum angekommen zu sein. Ich bin Junglandwirt der eine Perspektive für sein Betrieb sucht. Ich bewirtschaftete ca 250ha ausschließliches Grünland, wo von das meiste Naturschutzflächen sind.
Leider steigt der Produktionsdruck auf die Landwirtschaft, so das es kleine Betriebe eh schwer haben. Dazu kommst das die Biomasse, auf Grund des hohen Legningehaltes, für die Tierproduktion fast garnicht einsetzbar ist.
Für die thermische Nutzung ist das Materiel ideal, laut einer Untersuchungen der Uni Greifswald. Leider ist mir bis jetzt nicht geglückt, auf Grund fehlender Infrastrucktur, an meinem Standort solch ein Heizkraftwerk zu errichten.
Ich habe auch schon an Trockenfermentation gedacht aber dafür reicht die Biomasse oft nicht.(ca. 1000t/a)
Jetzt bin ich auf der Suche nach Alternativen um diese Biomasse einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Die Naturschutzflächen müssen gepflegt werden aber ohne Kostendeckung ist das auf lange Sicht kaum möglich. Ich würde mich über Anregungen oder Ideen sehr freuen.

Beste Grüße

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Beitragvon GESBB » 28.08.2017 16:43 Uhr

Hallo,
Farmerbasti84 hat geschrieben: Ich bewirtschaftete ca 250ha ausschließliches Grünland, wo von das meiste Naturschutzflächen sind.

250 ha sind ja eigentlich nicht gerade wenig.
Farmerbasti84 hat geschrieben:Für die thermische Nutzung ist das Materiel ideal, laut einer Untersuchungen der Uni Greifswald. Leider ist mir bis jetzt nicht geglückt, auf Grund fehlender Infrastrucktur, an meinem Standort solch ein Heizkraftwerk zu errichten.

Wie sicher sind die 250 ha auf Dauer? Hierin dürfte ein nicht unwesentliches Problem bestehen, was wesentliche Investitionen (Kapitaldienst) erschweren dürfte.
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Beitragvon Farmerbasti84 » 28.08.2017 19:02 Uhr

Hallo,

Für unsere Region ist der Betrieb schon ziemlich klein. Wenn Mann sich überlegt das ich von fast allen Herstellern die Fermentationsanlagen bauen als Aussage bekomme:
Man benötigt wenigstens 8000-10000t/a an Biomasse für eine rentable Anlage.

Das bedeutet das 8-10fache was ich produziere, komme ich mir auch aus der Sicht sehr klein vor.

Die Flächensicherheit ist gegeben.

Mfg
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Beitragvon GESBB » 29.08.2017 06:15 Uhr

Hallo,
Farmerbasti84 hat geschrieben:...Das bedeutet das 8-10fache was ich produziere, komme ich mir auch aus der Sicht sehr klein vor.
Die Flächensicherheit ist gegeben.

Für Fermentation scheint das nicht zu reichen. Davon habe ich aber absolut keine Ahnung.
Vielleicht als Zuschlagsstoff für Holzpellets?
Kompostieren?
Düngepellets mit Kuhmist?

VG
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Beitragvon energieprojekt » 29.08.2017 08:32 Uhr

Guten Morgen Farmerbasti,
willkommen bei EP24.de.
Nun Fragen wie du sie hast gibt es viele, dein großer Vorteil ist das du schon eine Wärmeabnahme hast denn daran scheitern die meisten Projekte.
Die Biomasse in eine kleine Anlage zu speisen und damit etwas Wärme und Strom zu produzieren sollte machbar und auch wirtschaftlich darstellbar sein. Du wirst sicherlich kein Großversorger werden aber dies ist ja anscheinend auch nicht dein Anspruch.
Im ersten Schritt solltest du Fakten zusammen fassen wie
-mögliche Abnehmer
-Energiegehalt deiner Biomasse
-Verfügbarkeit und Verwendungszeitraum

Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon Farmerbasti84 » 29.08.2017 09:06 Uhr

Hallo,

Vielen Dank für deine Anregungen.Mit dem Zuschlagstoff für Holzpellets kann ich mich nochmal erkundigen ob es eine Firma hier gibt.
Ich hatte schon selber mal über eine Pelletierung nachgedacht aber leider ist auch das schwer rentabel zu gestalten. Obwohl der Brennwert fast der gleiche ist. Ich hatte sogar eine PV Anlage eingeplant um dem Strom dafür selber zu produzieren.
Bei der Pelletierung konkurriert man aber direkt mit dem Holzpreis und ich weis nicht warum Holz so billig ist. Meine Biomasse wächst jedes Jahr ohne Ertragsverlust, ohne Düngung, ohne den Verlust von Futter- oder Nahrungsflächen, die Nutzung würde eine co2 Bilanz von null ergeben ( laut Uni Greifswald )
Und trotzdem schafft man damit nicht konkurrenzfähig zu sein...
Wenn ich meine Biomasse pelletieren würde müsste ich ca.120€ für die Tonne nehmen, nur um den DB zu schaffen. Holzpellets oder Hackschnitzel kosten 25- 40€/t( wenn ich nicht ganz falsch bin).

Es gibt ja sehr schöne Vorzeigeobjekte wie Biowert, die aus Gras alle möglichen Kusnstsoffe machen und Strom oder Agrotherm in Malchin die den Ort damit heizen. Aber da gab es immer Unterstützung aus der Region(was auch richtig und wichtig ist), hier sieht das leider anders aus.Hier sind die großen Öl- und Gaslieferanten lieber gesehen.

Zur Fermentierung noch was. Ich habe bestimmt 8 Firmen kontaktiert die Kleinbiogasanlagen bauen. Bis auf eine Firma aus Östereich haben die anderen das alle aufgegeben.
Die österreichische Firma wäre ideal, weil die Anlage nur ca. 1000t/a braucht.
Wir haben sogar mit 1400t/a gerechnet, weil wir noch Pferdemist aus der Region zur Aufwertung mit einmischen wollten. Aber der Erlös reicht nicht aus um die Anlage zu tragen. Durch unser eeg 2017 würde die Anlage jeden Monat 20000€ miese fahren. Es lohnen sich Anlagen ab 350kw aufwärts, die schön Mais durchbrennen und damit wichtige Landwirtschaftliche Nutzfläche schlucken. Aber Anlagen die wirklich Bio sind haben am Markt keine Chance. (Entschuldigung für die kleinen Aufreger)

Beste Grüße

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Beitragvon Farmerbasti84 » 29.08.2017 09:14 Uhr

Hallo Udo,

Das war auch mein Ansatz. Ich möchte kein Großverdiener werden. Nur den Ort wo ich lebe und aufgewachsen bin so zu erhalten wie er ist und meine Familie ernähren.
Die Ermittlungen stehen alle schon.
Eine Wärmesenke von ca 1200MW/a wäre hier im Ort
Meine Biomasse hat eine Wärmeleitung von ca 4000MW/a
Die Anlage kostet mit Aufbau ca 750000€ + die Errichtung eines Wärmenetzes von 500m mit Vor-und Rücklauf von 280000€
Ich verrechne meine Biomasse mit nur 60€/t, was kaum machbar ist aber egal.
Bei 40% max Förderung angenommen ergibt immernoch nur ein Preis von 0,86€/kW
Das ist bei den derzeitigen Öl und Gaspreisen nicht darstellbar

Beste Grüße
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Beitragvon holz-metall-artinger » 29.08.2017 16:54 Uhr

farmerbast, Deine Wärmesenke vor Ort ! Stehen die Bewohner dahinter ?

Es gibt in Deutschland z.B. keinen nennenswerte Markt für Laubholz, d.h. die Industrie kauft keine Stämme, muss/müsste alles verheizt werden
Es werden ganze Bauerndörfer umgegraben (Dorferneuerungen)mit Millionen Steuergeldern
Nicht daran zu denken dass auch nur ein Nahwärmenetz vorbereitet wird.
Marktwirtschaftlich kaum Konkurrenzfähig gegenüber Öl
Die Leute sind gegen ein Heizwerk
Da müsstet mindesten Anschlusszwang sein. mfg. josef
Josef
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Beitragvon GESBB » 30.08.2017 06:49 Uhr

Farmerbasti84 hat geschrieben:Bei 40% max Förderung angenommen ergibt immernoch nur ein Preis von 0,86€/kW
Das ist bei den derzeitigen Öl und Gaspreisen nicht darstellbar

Hier sind sicherlich 0,86 €/kWh gemeint, für die sich tatsächlich wohl kaum Abnehmer finden lassen.
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Beitragvon GESBB » 30.08.2017 06:57 Uhr

holz-metall-artinger hat geschrieben:Da müsstet mindesten Anschlusszwang sein.

Anschlußzwang um überhöhte Preise/kWh durchzusetzen?
Eine Masche, welche häufig bei Neubaugebieten in atraktiven Lagen zu finden ist.
Erschließungsgesellschaften bzw. GU/GÜ haben "die Hand" auf den Grundstücken. Es wird ein B-Plan mit Anschlußzwang für Fernwärme erstellt.

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