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Foxtron
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Beitragvon Foxtron » 13.08.2017 19:30 Uhr

Guten Abend zusammen,

kann jemand zu folgendem Szenario etwas beitragen oder seine Erfahrungen schildern?

Ich bin momentan an einer Planung Heizungsanlage EFH dran. Eckdaten 170 qm Wohnfläche KFW55, PV-Anlage 7 KW. Sole-WP - 1 Bohrung 150 Meter.

Der Heizungsbauer hat 8 KW für WP inkl. WW ausgelegt, was meiner Meinung nach auch iO ist.

Natürlich bin ich jetzt an dem Punkt angelangt, wie die WP am effizientesten ausgelegt werden könnte. Dazu folgende Überlegung:

1. Konzept. WP mit Kombispeicher und WW im Durchlauferhitzerprinzip. Der Speicher hat Energieklasse A (53 Watt Verlust) - 500 Liter Heizungsspeicher

2. Konzept. WP mit WW-Speicher ca. 300 Liter Energieeffizienz C
ohne Heizungspuffer

3. Konzept. WP mit WW Speicher 390 Liter Energie B, Heizungspuffer 400 Liter Energie B

Folgendes bewegt mich dazu:

1. Konzept: Top Energiewerte vom Kombispeicher, aber ist die Effizienz ok, da die mittlere Temperatur generell höher ist als bei 2 getrennten Speichern? Hat jemand Erfahrung oder Arbeitszahl mit Kombispeicher?

2. Konzept: Schlechte Energiewerte vom WW-Speicher.
Da PV-Anlage eingesetzt wird und die Taktung der Pumpe gering sein sollte, fehlt ggf. ein Heizungspuffer?

3. Konzept: Beide Speicher schlechtere Energiewerte wie beim Kombispeicher, sollte die Temperaturzonen im Kombispeicher gut gehalten werden, wird auch nicht mehr WW erhitzt, wie bei beiden speichern?

Mich würde interessierten ob jemand ein System mit Frischwasserstation oder Kombispeicher mit guten Arbeitszahlen betreibt, also über 4 / 4,5

Vielen Dank vorab für eure Antworten.

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Beitragvon energieprojekt » 14.08.2017 07:32 Uhr

Guten Morgen Foxtron,
willkommen bei EP24.de.
Du wirst hier sicherlich einige Anworten erhalten. Davon auch jede Menge die nichts mit deiner Frage zu tun haben.
Ich versuche mich allerdings darauf zu beschränken da der "Rest" deines Anlagenkonzeptes ja schon gesetzt ist.
Ich bin kein Freund von Warmwasserboilern und dies hat mehrere Gründe.
Der erste die, in deinem Falle, schlechtere Energieeffizienz und der Tatsache das ich es irrsinnig finde ein Lebensmittel rund um die Uhr/ ums Jahr auf Temperatur zu halten nur um morgens oder Abends selbiges zur Verfügung zu haben.
Hinzu kommen Punkte wie Überdimensionierung und dadurch schlechter Wasserwechsel, evtl verbunden mit Bakterienbefall bei zu geringen Temperaturen im System.
Dann die Verbindung Boiler/ Puffer und deren Umschaltung wieder mehr, eigentlich nicht notwendige, Technik.
Ein guter Schichtspeicher hat weniger Verluste, weniger Technik und kommt mit sehr geringen Temperaturüberhöhungen hin (zb 3 K). Das heißt um zb 45 °C Warmwassertemperatur zu erreichen benötigst zu 48°C.
In modernen Häusern spielt unter Umständen auch der geringere Platzbedarf eine Rolle.
So genug von mir an dieser Stelle,
Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Foxtron » 14.08.2017 12:32 Uhr

Hallo Udo,

danke für deine Einschätzung und Antwort. Ja das hast du Recht, ich bin auch generell gegen Vergeudung solcher Energie, allerdings ist das theoretisch schwer für mich zu greifen. Die mittlere Temperatur für eine dauerhafte Erwärmung eines Schichtspeichers liegt denke ich höher als ein Vorlauf für FBH von sagen wir mal 28-30 Grad, höher würde ich nicht gehen wollen.

Das wiederum wird vermutlich zu einer geringeren Arbeitszahl führen. Die Frage wird sein ob eine mögliche geringere Arbeitszahl besser ist als die dauerhafte Bevorratung in einem Boiler?

Der Kombispeicher wäre ein Quadroline von Roth, gibt es da vllt Erfahrungen zu?

Gruß Florian
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Beitragvon GESBB » 14.08.2017 15:47 Uhr

Hallo,
Foxtron hat geschrieben:...Der Heizungsbauer hat 8 KW für WP inkl. WW ausgelegt, was meiner Meinung nach auch iO ist.
Welches Ergebnis hat die Heizlastberechnung nach DIN 12831 ergeben?
Die 8kW halte ich für überdimensioniert.
Bei sorgfätig und fachgerecht dimensionierten Anlagen ist ein Heizungspuffer ein Effizienzkiller und kostet zudem nur unnötig Geld.
Gut dimensionierte SWP Anlagen erreichen JAZ >,= 4,5. Bei KfW55 wird das etwas schwieriger, der %Anteil WW größer als z.B. bei einem EnEV Gebäude ist.
Für WW ist sicherlich ein volumiger Pufferspeicher bei geringer Stütztemperatur mit FriWa sinnvoll.
Bei tatsächlich KfW55 würde ich vermutlich nicht in der Erde Bohren oder Graben, da sich der Aufwand vermutlich nicht rechtfertigt, zumal ja noch PVA vorgesehen ist.
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Beitragvon Foxtron » 14.08.2017 19:06 Uhr

Welches Ergebnis hat die Heizlastberechnung nach DIN 12831 ergeben?

Heizung Qh 10.868
Endenergie 12,75 KWH/m²a
Primärenergie 12,75 KWH/m²a

ich weis nicht welcher ausschlaggebend ist?

Es ist vermutlich nicht ganz KFW55 aber nahe dran, da nicht berechnet. EIne Sole-Pumpe, da ich in einer im Winter recht kalten Gegend Wohne Nähe Winterberg.


Ich bin ebenfalls von einer WP ohne Puffer überzeugt, aber wie dann das Warmwasser bereiten? Mit separatem Boiler oder dann doch eher auf Puffer mit Frischwassermodul zurückgreifen?

Danke vorab
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Beitragvon GESBB » 15.08.2017 05:43 Uhr

Foxtron hat geschrieben:Heizung Qh 10.868
Endenergie 12,75 KWH/m²a
Primärenergie 12,75 KWH/m²a
ich weis nicht welcher ausschlaggebend ist?

Das sind Ergebnisse aus einem EnEV bzw. KfW Nachweis. Es ist unzulässig diese für die Dimensionierung einer Heizungsanlage zu verwenden. Daher DIN 12831. Zudem bei sollte bei Verwendung von WP, die VDI 4645 berücksichtigt werden.
Foxtron hat geschrieben:.. EIne Sole-Pumpe, da ich in einer im Winter recht kalten Gegend Wohne Nähe Winterberg.
Eine Trenngrenze bzw. Entscheidungskriterium sollte der tatsächliche Leistungs- und Energiebedarf für Hzg. u. WW sein. Bei ~ KfW55 erwarte ich hier nicht sehr hohe Werte, andernfalls könnte man sich ~KfW55 sparen.
Foxtron hat geschrieben:..Ich bin ebenfalls von einer WP ohne Puffer überzeugt, aber wie dann das Warmwasser bereiten? Mit separatem Boiler oder dann doch eher auf Puffer mit Frischwassermodul zurückgreifen?

Das richtet sich nach vielen Gesichtspunkten, siehe meinen vorherigen Beitrag. Zusätzlich ist das Nutzerverhalten bzw. Nutzernotwendigkeiten zu berücksichtigen.

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Beitragvon energieprojekt » 15.08.2017 19:23 Uhr

Hallo Foxtron, wenn du von einer Anlage ohne Pufferspeicher überzeugt bist wirst du auf einen Boiler zurück greifen müssen.
Die Nachteile habe ich dir ja schon geschildert.
Das eine genaue und verlässliche Planung im Vorfeld unerläßlich hist hast du ja nun schon von verschiedenen Seiten gehört.
Mein Bruder wohnt in der Nähe von Winterberg, ich weiß wie kalt es dort sein kann und vorallem wie lange. Von daher würde ich auf keinen Fall zu einer Luftpumpe raten.
Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Foxtron » 15.08.2017 19:40 Uhr

Hallo zusammen,

danke für euren Input. Ich habe heute nochmal mit einem Techniker der Fa. Roth telefoniert und habe mich für den Kombispeicher entschieden, aus folgenden Gründen:

Ich hätte gerne das System ohne Puffer genommen, allerdings ist der Boiler dazu nur Effizienz C und da wir momentan nur zu zweit sind und auch mal länger im Urlaub sind die 280 Liter wie Udo schon schrieb vergeudete Energie bzw. nicht so hygienisch.

Speicher hat die Energieeffizienz A mit 53 W Verlust, was im Vergleich zur Komkurrenz sehr gering ist.

Speicher ist ein Schichtenspeicher aus Plastik. Vermischungen werden wohl ausgeschlossen.

WW wird von oben betankt und Heizung von unten, somit ist ein niedriger Vorlauf für Heizung mit hoffentlich guter effizienz gegeben.

Wasser wird über 5 qm² Edelstahlwendel im Durchlauferhitzer bei Bedarf bereitgestellt.

Hat mich gesamt jetzt überzeugt.

Danke nochmal für die Anregungen.
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Beitragvon energieprojekt » 15.08.2017 20:31 Uhr

Hallo Foxtron,
da nicht für....
Schließlich ist dies der Sinn eines Forums
Udo
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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 06.11.2017 11:00 Uhr

am ende allen rechnens kommt eine energierechnung und die ist umso kleiner , jebesser die dämmung ist, also die vom gebäude.

bei der brauchwasserthematik sollte man ausschließlich den komfor optimieren. wen es so weit ist, kommt unser taem gerne vorbei und beseitigt die eine oder andere energiefressstelle. Ihr WP- Profi Taem vom Kälteheinz

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