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manu329
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Beitragvon manu329 » 30.03.2017 20:22 Uhr

Hallo,

ich bin neu hier und auch neu im Thema Wärmepumpen.

Hintergrund: es soll ein kleines Häuschen mit 75 qm gekauft werden (wirklich, die qm sind kein Schreibfehler :shock: :mrgreen: ). Verbaut ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe "Viessmann Vitotronic 200 Typ Wo1B. Der Verbrauch in den Jahren 2013 und 2014 lag bei ca 2300 kwh (eine Person). 2015 dann 3400 kwh und 2016 5300 kwh nur für die Wärmepumpe (immer noch nur eine Person). Die jetzige Hausbesitzerin meinte, dass ihr Internist (?) ihr Mitte 2015 aufgrund von Legionellen empfohlen hat die Temperatur zu erhöhen (evtl. hatte sie Probleme mit Legionellen im Tank, gesagt hat sie dazu nichts - ist aber anzunehmen) Sie hat nun dauerhaft (!) eine Wassertemperatur von 60 Grad eingestellt. Ist der mehr als doppelte kwh Verbrauch zu den Vorjahren alleine dadurch erklärbar? Die eingestellte Wassertemperatur der Vorjahre weiß ich leider nicht.

Ich habe bereits in der wärmepumpen-verbrauchsdatenbank.de geschaut. Die Verbräuche sind dort trotz ca. gleicher qm und gleicher Personenzahl so extrem unterschiedlich, das mir dies nicht sehr geholfen hat.

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Beitragvon energieprojekt » 31.03.2017 07:57 Uhr

Guten Morgen Manu und willkommen bei EP24.de,
Glückwunsch zu dem Gedanken dir ein "Knusperhäuschen" (nicht negativ gemeint) zu zulegen.
Nun was der Internist seiner Patientin rät kann ich nicht sagen aber ich frage nicht immer meinen Arzt oder Apotheker.
Legionellen sollte man nicht außer acht lassen aber im EFH-Bereich auch nicht über bewerten.
Aber zu deinen Zahlen,
Das "Manko" jedes Wärmeerzeugers ist das je höher die geforderten Temperaturen sind um so mehr Energie muss zugeführt werden. Bei eine Wärmepumpe ist dies noch etwas schlimmer denn je höher die Temperaturdifferenz zwischen "Eingangsenergie" und "Nutzenergie" umso schlechter wird der Wirkungsgrad.
Also zu bei milden AT und niedrigem Vorlauf holt die Pumpe aus 1 KWh Strom vielleicht 3 KWh Wärme bei niedrigen AT und hoher Warmwassertemperatur aber vielleicht nur noch 1,5 oder noch weniger. Falls es die Pumpe nicht mehr schafft springt halt die Notheizung an der E-Heizstab.
Damit hast Antwort auf deine Frage aber noch keine Lösung für dein Problem.
Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben
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Beitragvon GESBB » 31.03.2017 08:03 Uhr

manu329 hat geschrieben:...i Sie hat nun dauerhaft (!) eine Wassertemperatur von 60 Grad eingestellt. Ist der mehr als doppelte kwh Verbrauch zu den Vorjahren alleine dadurch erklärbar?

Darauf reagieren insbesonder LW-WP allergisch. Die JAZ wird geringer, der Verbrauch steigt.
Verbräuche einzuschätzen ist schwierig, wenn nicht gleichzeitig der tatächliche Energiebedarf für Hzg u. WW an den WMZ abgelesen wird.
Wenn hier Legionellengefahr besteht, kann man auch nur einmal/Woche derartig hoch aufheizen. Ansonsten auf niedrigem Temperaturniveau bleiben.
Als Alternative bietet sich auch ein Speicher mit Frischwasserstation an, wo nicht das Nutzwasser bevorratet wird, sondern das Heizwasser.
manu329 hat geschrieben:...Ich habe bereits in der wärmepumpen-verbrauchsdatenbank.de geschaut.

Die ist i.d.R. wenig hilfreich, zeigt aber, was alles so auftreten kann bzw. vorhanden ist.
Gute LW-WP Anlagen müssen eine JAT >,= 3,5 liefern, was eine sorgfältige und fachgerechte Anlagendimensionierung insgesamt erfordert.
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Beitragvon manu329 » 31.03.2017 20:16 Uhr

Hallo,

vielen Dank schon einmal für die Antworten. Ich sehe, ich muss noch viel tiefer in die Materie eintauchen. Ich werden hier sicher noch einmal fragen müssen :D Bis dahin:schönes WE allen
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Beitragvon manu329 » 01.04.2017 14:00 Uhr

GESBB hat geschrieben:Darauf reagieren insbesonder LW-WP allergisch. Die JAZ wird geringer, der Verbrauch steigt.


achso, dazu doch noch etwas: allergisch im Sinne von sinkender Effizienz, aber nicht schlecht bzgl. Lebensdauer o.ä.?
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Beitragvon GESBB » 02.04.2017 06:17 Uhr

manu329 hat geschrieben:: allergisch im Sinne von sinkender Effizienz, aber nicht schlecht bzgl. Lebensdauer o.ä.?
Korrekt. Die Lebensdauer wird eher durch die Häufigkeit der Lastwechsel bestimmt (on/off). Nahe der Heizgrenze takten Wärmeerzeuger häufiger, als bei tiefen AT.

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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 04.11.2017 14:33 Uhr

L/W- WPs regieren auch auf die art des kochens. wenn das fenster zum Beisiel in der Küche im winter geöffnet ist oder wenn im bad die feuchte luft schnell abziehen soll. wie sind die druckwerte im Kältekreislauf ? wir können diese für sie messen, sollen wir einmal vorbeikommen ? ihr servicetaem vom Kälteheinz

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