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Hausbau07
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Beitragvon Hausbau07 » 04.02.2017 16:28 Uhr

Servus zusammen

Anlage (BJ 2007) ist folgendermaßen konzipiert:

Tecalor TTF10+Pufferspeicher (TSP100)+Warmwasserspeicher (TSP300 WP).

Folgendes Problem (ohne Fehlermeldung), Reset ohne Erfolg:

Anzeige Display TTF10:
- Brauchwasser-Ist = 62 Grad, Brauchwasser-Soll= 45 Grad.
- Heizungsrücklauf 23 Grad bei Soll von 38 Grad.
- Heizungsvorlauf-Soll 65 Grad, Ist=59 Grad
- Puffersoll=38 Grad
- Mischersoll=30,5 Grad, Mischer-Ist=21,4 Grad

Tatsächliche Temperaturen:
-Heizungsvorlauf - und Rücklauf ca. 21 Grad (Haus wird nicht mehr warm)
- Warmwasserist = 62 Grad.

Zusammengefasst:

Das Warmwasser wird deutlich heißer, als der vorgegebene Istwert. Der Vorlauf der Heizung ist deutlich niedriger als erforderlich aber die TTF10 spricht von einem Vorlauf von 59 Grad bei real ca. 21 Grad.

Was könnte defekt sein (3-Wege-Hahn, Temperaturfühler)?

Vielen Dank und beste Grüße von Wolfe

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Beitragvon energieprojekt » 05.02.2017 11:32 Uhr

guten Morgen Hausbau07,
willkommen bei EP24.de
Ich denke deine Fehlerdiagnose "Umschaltventil" oder "Temperaturfühler WW" gehen in die richtige Richtung ich würde auf ersteres tippen.
Schau mal welchen Weg die Wärme nimmt heißt vom zentralen Vorlauf in den WW-Speicher oder Richtung Heizung.
Wenn du Warmwasser ganz runter drehst sollte das Ventil Richtung Heizung umschalten
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 05.02.2017 15:40 Uhr

Hallo,
warum hier ein Pufferspeicher, der die Energieeffizienz erheblich mindert, für den Heizbetrieb notwendig war, erschließt sich mir nicht.
Zudem ist der Sollwert für Heizungsvorlauf extrem unnatürlich. Der könnte Nachfolgendes "aushebeln".
Hier mal die sinnvollen Werte aus der Heizflächendimensionierung wählen und voreinstellen.
Unabhängig davon sind Ferndiagnosen extrem schwierig.
Vielleicht mal ein Total-Reset der gesamten Anlage (Regelung stromlos).
Heizstab deaktivieren bzw. Bivalzpunkt nach Heizlastberechnung einstellen, der bei einer SWP eigentlich unnütz ist!
Ggf WW-Bereitung aus der Anlagenkonfiguration in der zentralen Regelung zur weiteren Fehlereingrenzung versuchsweise mal herausnehmen.

v.G.
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Beitragvon Hausbau07 » 05.02.2017 16:29 Uhr

Servus und erstmal vielen Dank für die Hilfe

Ich habe herausgefunden, dass das 3-Wegeventil hängt. Nach mehrfachem Herausziehen und Reindrücken des Ventilstößels läuft die Pumpe nun wieder problemlos. sprich der Vorlauf ist von 20 auf ca. 30 Grad angestiegen und wird im Display auch wieder so angezeigt.

Es muss also der Ventileinsatz (VCZZ6000) getauscht werden, was ja kein Problem ist. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, welche Absperrhähne ich schließen muss vor Ausbau, damit es zu keiner "Überschwemmung" kommt.

Vielleicht kann mir hier noch jemand einen Tip geben.

Warum ein Pufferspeicher verbaut wurde müsste man den Fertighausbauer fragen.

Vielen Dank und beste Grüße von Wolfe
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Beitragvon energieprojekt » 05.02.2017 16:57 Uhr

Hallo Wolfe mach einfach mal ein Bild von deinem System dann kann ich die Ventile kennzeichnen. Du solltest darüber hinaus den Grund finden warum das Ventil hängt.
Wahrscheinlich hast du Kalk oder Schmutzablagerungen im Heizungswasser.
Es könnte sein das dein Heizungsbauer seinerzeit auf Wasser nach VDI2035 verzichtet hat und normales, unbehandeltes Leitungswasser eingefüllt hat.
Sollte dies der Fall sein sprich mich bitte nochmal an den auch dafür gibt es eine Lösung.
Mit sonnigem Gruß
Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Hausbau07 » 05.02.2017 18:26 Uhr

Hallo Udo

Vielen Dank...

Ja die Anlage wurde sicher mit Leitungswasser befüllt, Härte 9,0.
Die Schaugläser der Durchflussmesser Heizungsverteiler sind auch zum Teil verschlickt und zeigen nicht mehr an.

Ich habe folgende Absperrmöglichkeiten gefunden:
- Vorlauf Heizung zum Pufferspeicher (Bild 3)
- Vorlauf Heizung nach der Umwälzpumpe (kein Foto, da nur 3 möglich). Auch so eine "Schraube" wie beim Vorlauf zum Pufferspeicher.

Im Vorlauf Warmwasser und im Rücklauf Heizung habe ich keine Absperrmöglichkeit gefunden. Im WW-Vorlauf ist nur ein Entlüftungsventil.

Grundsätzliche Frage: Diese "Absperrschrauben" werden doch durch Rechtsdrehen bis zum Anschlag verschlossen, oder?

Vielen Dank und beste Grüße von Wolfe

Dateianhänge
Bild03.jpg
Vorlauf Heizung zum Pufferspeicher
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Bild02.jpg
3-Wege-Ventil
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Bild01.jpg
Gesamtanlage
Bild01.jpg (16.84 KiB) 1257-mal betrachtet
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Beitragvon energieprojekt » 05.02.2017 18:59 Uhr

Hallo Wolfe, beim Heizkreis sind die Absperrungen die Thermometer (den schwarzen Griff kannst du 1/4 Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen dann sind sie zu)
Bei den anderen nimmst du einen passenden Innensechsakanntschlüssel aber merke dir die Stellung (ggf markieren) da hier der Durchgang zum Teil wohl gedrosselt ist.
Um den Dreck aus dem System zu bekommen solltest du das System reinigen und konditionieren.
Am besten füllst du dieses Mittel ein wenn du eh etwas entleerst.
(eine Bezugsquelle kann ich dir PN senden)
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Sparflamme » 08.02.2017 13:25 Uhr

Der Pufferspeicher scheint 100 l Volumen (?) zu haben und dient demnach als hydraulische Weiche.

Grüße von der Sparflamme
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Beitragvon WP Fan » 11.02.2017 23:29 Uhr

immer wieder erstaunlich, das Laien an Heizungen und Hauselektrik selbst Hand anlegen :|
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Beitragvon Hausbau07 » 03.03.2017 10:10 Uhr

Hallo Zusammen

Seit ich vor knapp 4 Wochen den "Stift" des Ventileinsatzes des 3-Wege-Ventils wieder gangbar gemacht habe, läuft die Anlage einwandfrei.

Es ist mir klar, dass dies nur vorrübergehend gut gehen wird, da der Ventileinsatz ersetzt werden muss (Silikonfett aufgebraucht), was ich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht selbst machen werde, da mir die "Öffnung" des Wasserkreislaufs ohne entsprechende Erfahrung zu gefährlich ist (Wasserdruck, Gefahr, dass die Pumpe innen "geflutet" wird, unsicher wo überall abgesperrt werden muss).

Noch kurz zum letzten Beitrag. Ja warum machen sie Laien an einem Heizungssystem zu schaffen? Bei mir ist es nicht der "Geiz", sondern die schlechten Erfahrungen mit einem Teil der "Fachleute".

Zunächste kann man diskutieren, ob Verrechnungssätze von 112,00 Euro/Stunde + Einsatzpauschale + entsprechend hohe Ersatzteilkosten noch angemessen sind (gleich mal 500 Euro zusammen) aber selbst da bin ich noch tolerant.

Wo bei mir der Spaß aber defintiv aufhört ist zu den hohen Kosten noch hinzukommnede bewusste Überreparaturbedürfnis oder anders ausgedrückt werden manchmal halbe Gwerätschaften erneuert, obwohl es nur an einem Ventileinsatz für 37,00 lag.

Ich pauschaliere nicht aber es gibt wie in jeder Branche zahlreiche schwarze Schaafe und ich weiß immer erst hinterher oder auch gar nicht, ob ich seriös bedient wurde. Deshalb heißt mein Motto in allen Bereichen"selbst ist der Mann" aber immer mit dem entsprechenden Respekt vor Dingen, denen ich nicht gewachsen bin.

Ich finde es auf jeden Fall super, dass mir hier so schnell geholfen wurde und dass ich zumindest die Ursache zu 100% korrekt gefunden habe.

Grüße von Wolfe

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