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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
GESBB
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Beitragvon GESBB » 23.01.2017 08:03 Uhr

Hallo,
Bitninja83 hat geschrieben:..ja es ist eine KWL mit WRG geplant, weil laut Bauträger dies für KFW55 erforderlich ist.

Dann muß ein Luftmengenplan erstellt werden und die Ergebnisse in der Heizlastberechnung berücksichtigt werden.
Bitninja83 hat geschrieben:..
Der tatsächliche Energiebedarf ist nicht bekannt.
Dann lässt sich auch keine sinnvolles Anlagekonzept finden.
Bitninja83 hat geschrieben:.. Wir verbrauchen in einer Altbauwohnung mit altem Durchlauferhitzer 3.800 kWh und extra noch Heizkosten an die HV.

Was hat eine Altbauwohnung mit einem neuen, freistehenden EFH zu tun?
Bitninja83 hat geschrieben:...Ich habe in einem Forum wo es um Flächenkollektoren ging, gehört wie jemand meinte ein Vorteil wären die geringen Betriebskosten gegenüber Sondenbohrungen.

Welche Haftung, Garantie und Gewährleistung übernehmen anonyme Ratgeber für Dein Bauvorhaben?

v.G.

gergendv
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Beitragvon gergendv » 23.01.2017 11:28 Uhr

Hallo.
Es gibt auch Lösungen die Erdwärme nutzen und trotzdem wesentlich günstiger sind als andere WP-Systeme.
So z.B. DIREKTVERDAMPFER. Hier im Saarland läuft z.B. eine solche Erdwärmepumpe in einem Haus mit 190 qm beheizter Fläche. Der Kunde hat in der letzten Abrechnungsperiode sage und schreibe € 380 an Heizkosten gehabt (soviel zum preiswerten Heizen)
Wenn nähere Angaben zu Deinem Haus vorliegen kann man auch eine genaue Kalkulation über das Invest machen.
Bei den von Dir genannten Werten gehe ich von Gesamtkosten von ca. 10.000 bis 12.000 (incl. MWSt - aber abzüglich der bafa-Förferung von € 4500) aus.
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Beitragvon Bitninja83 » 23.01.2017 17:33 Uhr

Wir haben heute mit dem Bauträger telefoniert. Da wir leider an den Bauträger gebunden sind, lässt uns dieser keinen Spielraum.
Wir können entweder für 12.000€ mehr, eine Vaillant Sole/Wärmepumpe mit 2 Bohrungen a 50-60m nehmen oder eine Luft/Wasserwärmepumpe. Der Bauträger wollte uns eine Rotex aufzwingen, wir konnten ihn überreden ein paar Vorschläge an zu nehmen, wie Nibe, Vaillant usw. die Panasonic Geisha werden wir höchstwahrscheinlich nicht erhalten können.

Wir sind etwas frustriert, dass wir so auf den Bauträger angewiesen sind.
Über Vorschläge zur Luft/Wasserwärmepumpe wären wir dankbar.

Lg
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Beitragvon energieprojekt » 23.01.2017 19:01 Uhr

Guten Abend Bitninja,
ich verstehe es nicht wirklich.
Ich würde doch nie solche einen Knebelvertrag eingehen und das Wohl meiner Familie in die Hände eines solchen Bauträgers geben.
Wenn die Wahl dann auf jeden Fall eine Solepumpe.
Aber ganz wichtig sich die zugesagten Daten, Kosten und Verbräuche garantieren lassen. Ansonsten gibt es ein böses Erwachen und keine Chance aus dieser Misere hinaus zukommen.
Ich hatte letztes Jahr einen vergleichbaren Fall da waren ca 400 € an Jahresenergiekosten genannt worden und nun braucht der Kunde sagenhafte 2400 € !!!
Der nun anstehende Prozess wird sich über Jahre hinziehen und sicherlich wird der Bauträger dann die Türe abschließen und eine neue Fa eröffnen.
Also sei vorsichtig, Udo
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon Bitninja83 » 23.01.2017 19:20 Uhr

Hallo Udo,
uns war dass dann heute auch etwas heikel.
Die Solewärmepumpe war von denen nur geschätzt mit den Bohrungen und würde abgesehen von dem 12.000 mehr Invest, vielleicht noch mehr kosten. Auch ist unklar ob unser Grundstück im Wasserschutzgebiet liegt, das der B-Plan das nicht genau sagt.
Den Flächenkollektor hätten wir nicht nehmen dürfen weil der Boden zu sandig und schlecht wasserdurchlässig, laut der Planerin.
Mit dem Knebelvertrag hätten wir besser prüfen müssen, uns wurde mündlich das Blaue vom Himmel versprochen und als wir heute die Bemusterung gemacht haben konnten wir nicht mal ein anderen Waschbeckenstil auswählen.
Wir werden wohl eine LWWP nehmen weil wir da weniger Geld in den Sand setzen und mehr PV aufs Dach packen.
Uns wurde in einen anderen Forum die Panasonic Geisha empfohlen, aber ich denke die wird die Baufirma nicht verkaufen. Wäre eine Nibe LWWP oder eine Rotex LWWP ok?
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Beitragvon GESBB » 24.01.2017 08:23 Uhr

Hallo,
Bitninja83 hat geschrieben:.... Auch ist unklar ob unser Grundstück im Wasserschutzgebiet liegt, das der B-Plan das nicht genau sagt.

Die Baufirma hat das nicht vorher abgeklärt, bietet aber eine SWP an?
Bitninja83 hat geschrieben:....
Den Flächenkollektor hätten wir nicht nehmen dürfen weil der Boden zu sandig und schlecht wasserdurchlässig, laut der Planerin.
Was ist das für eine Planerin?
Auch bei sandigen, trocknen Bodenverhältnissen sind Flächenkollektoren möglich.
Bitninja83 hat geschrieben:....Wir werden wohl eine LWWP nehmen weil wir da weniger Geld in den Sand setzen und mehr PV aufs Dach packen.
Das kann zu überhöhten Verbrauchskosten führen.
Bitninja83 hat geschrieben:...Uns wurde in einen anderen Forum die Panasonic Geisha empfohlen,..
Vor dieser sorglosen Geisha-Werbung kann ich nur warnen.
Welche LWP (Hersteller/Gerät) hier geeignet ist, lässt sich nur anhand der Dimensionierungsdaten ermitteln.

v.G.

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Beitragvon Bitninja83 » 24.01.2017 18:45 Uhr

Ich habe gerade erfahren, dass ich nur eine Auswahl habe zwischen Rotex HPSU Compact 308/508 oder einer Vaillant aroTherm VWL 85/3 mit uniTower.
Ich denke mal ich sollte ein neues Thema eröffnen oder?
Grüße
David
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Beitragvon GESBB » 25.01.2017 08:33 Uhr

Hallo,
Bitninja83 hat geschrieben:Ich habe gerade erfahren, dass ich nur eine Auswahl habe zwischen Rotex HPSU Compact 308/508 oder einer Vaillant aroTherm VWL 85/3 mit uniTower.


Dann schränkt sich das Rätselraten ja etwas ein ;-)

v.G.
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Beitragvon 1Peter1 » 25.01.2017 11:39 Uhr

Hallo Bitninja,
die Situation was Bauträger angeht ist mir sehr gut bekannt. Beim Verkaufsgespräch wird alles nahezu perfekt geredet und spätestens bei der Bemusterung bricht dann eine Welt zusammen, denn spätestens dann sind alle Verträge unterschrieben und die Realität sieht dann recht bescheiden aus. Ich bin im Bereich "Regenerative Energietechnik" seit 1990 selbstständig und betreibe ein Ing.-Büro in diesem Bereich. Mir sind solche "Machenschaften" bestens bekannt.
Leider wird man auch noch zu allem Überfluss mit einer Fülle an Informationen überschüttet das es für einen Nichtfachmann sehr schwer ist diese zu filtern und entsprechende Entscheidungen zu treffen.
Mir fehlt bei deiner Beschreibung eine elementare Sache. Welche Art der Heizflächen werden eingebaut? Das habe ich nirgends gelesen.
Zum Thema Wärmepumpe betreiben mit einer PV-Anlage. Sowas empfielt nur ein PV-Verkäufer der auf deine"Ahnungslosigkeit" hofft und etwas verkaufen möchte. Das wurde aber schon in diesem Thread beschrieben. Auf Distanz betrachtet halte ich eine Luft-Wasser-WP nicht nur für ausreichend sondern für sinnvoll, da viel günstiger als Wasser-Sole-WP. Hierzu ergänzend eine "Thermische Solaranlage" mit entsprechendem Puffervolumen zur Heizungsunterstützung und schon hast du ein schlüssiges Komzept. Eine PV Anlage mit Speicher würde ich so auslegen, dass ein Großteil meines "verursachten" Stromverbrauchs dadurch nominell gedeckt wird.
Einige Vorredner haben ja ihre Websites angegeben. Ich kenne die Leute nicht bin mir aber sicher, das diese dich gut beraten können und dir in deiner Entscheidung behilflich sein können.
Übrigens, je nach Baufortschritt kann man diverses aus einem Bauvertrag rückgängig machen und Gewerke streichen, hierfür gibt es allerdings Rechtsanwälte für Baurecht.
Gruß Peter
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Beitragvon GESBB » 25.01.2017 14:49 Uhr

Hallo,
1Peter1 hat geschrieben:... Beim Verkaufsgespräch wird alles nahezu perfekt geredet und spätestens bei der Bemusterung bricht dann eine Welt zusammen, denn spätestens dann sind alle Verträge unterschrieben und die Realität sieht dann recht bescheiden aus.

BT/GU/GÜ sind Marktteilnehmer, wo das Angebot größer als die Nachfrage ist. Da liegt es völlig auf der Hand, dass hier im rechtlich zulässigen Rahmen alle Möglichkeiten genutzt werden.
Mein Verständnis für nachträgliche Klagen schwindet zunehmend.
Die Jagd nach der EierlegendenWollmilchsau zum Tiefstpreis ("Rundum-Sorglospakete", "Alles aus einer Hand") scheint Vielen die Sinne zu vernebeln.
Geschickten und gut geschulten Verkäufern gelingt es in zunehmenden Maße, ahnungslose, naive und teilweise blauäugige Interessenten über den Tisch zu ziehen.
Es werden Verträge in sechsstelliger Höhe unterschrieben und hinter, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, beginnt das große Jammern.
Im Rahmen meiner Gutachtertätigkeit begegnet mir fast immer der Spruch: "Ohh, wenn wir das vorher gewußt hätten" :!:
Grundsätzlich zählt primär, was vertraglich vereinbart wurde. Steht sinngemäß drin, "bau mir mal ne Heizung die warm macht", dürfte das i.d.R. der Fall sein ;-)
Es gibt bestimmte Formulierungen in BT/GU/GÜ BLB, die bereits am Ansatz erkennen lassen, mit Wem man es zu tun hat.

Warum sich angehende Bauherren nicht verkaufsunabhängig, objektiv und neutral vorher beraten lassen, ist mir stets ein Rätsel.
Stattdessen treten sie regelmäßig ins Fettnäpfchen und der AN freut sich.

v.G.

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