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Siggio3
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Beitragvon Siggio3 » 02.01.2017 18:13 Uhr

Hallo Allerseits. Meine Frau und ich suchen Rat für die Installation einer Wärmepumpe. Wir besitzen ein Haus welches in 1929 gebaut wurde. In 1983 wurde eine sehr teure (damals) Top Ölzentralheizung eingebaut, mit 300 Liter Wasserspeicher im Keller. Radiatoren sind überall im Hause vorhanden. Sämtliche Fenster wurden damals mit Doppelglas Fenster ersetzt. Unsere Aussenwände sind unten 40cm dick, und oben (1. und 2. Etage) 30cm dick. Dämmung ist eigentlich kein Thema, habe aber trotzdem an den beiden "Wetterwänden" des Hauses innen überall 5 cm Fassadendämmung installiert.

HEUTE ... Wegen Reparaturen und wahnsinnigem Ölverbrauch (etwa 200+ Euro an einem sehr kalten Monat) der alten Ölzentralheizung haben wir diese nun endlich heraus geworfen. Nun brauchen wir Rat was für uns am besten wäre, um nach wie vor unsere Radiatoren im Haus verwenden zu können? Öl wollen wir keins und Gas ist nicht möglich. Also bleiben Pellets, Solar, und Wärmepumpe.
Solar kommt nicht in Frage weil zu teuer.
Pelletheizung wäre unsere Zweite Wahl.

Eine Split Umluft/Wasser Wärmepumpe wäre unsere erste Wahl.

Wir haben 180 qm Wohnfläche. Durch unzählige Links im Internet haben wir in Erfahrung gebracht das man für die Größe von unserem Haus mindestens eine 14 - 16 kW Wärmepumpe installieren sollte. Aber weil Wärmepumpen am schlechtesten im Winter funktionieren, meine Frau gesundheitsbedingt das Haus zu mindestens 22 Grad warm haben muss, spiele ich mit dem Gedanken eine 24 kW Wärmepumpe mit 6 kw Heizstab und 1000L Speicher installieren zu lassen. Leider verstehe ich nicht wirklich den Unterschied der unterschiedlichen Split Wärmepumpen. Auch verstehen wir nicht warum diese Wärmepumpen mit 1000L Pufferspeicher verkauft werden. Wird da schon das Hauswasser mit gerechnet?

Was für eine Art von Wärmepumpe, inklusive Zubehör, wird benötigt wenn man die Wärmepumpe an die schon vorhandenen Radiatoren im Haus anschließen möchte, gleichzeitig aber auch das Warme Wasser für Duschen & Bäder von der Pumpe produziert werden soll? Platz dafür ist kein Problem. Würde mich über einige Antworten ernsthaft freuen.
Vielen Dank im Voraus. MfG.

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Beitragvon energieprojekt » 02.01.2017 19:24 Uhr

Herzlich willkommen bei EP24.de und ein erfolgreiches Jahr 2017.
Zu deiner Frage... du suchst (wie so viele) anscheinend die Eierlegende Wollmilchsau.......
Dies wird schwierig aber ich versuche dir mal zu helfen.
Du hast ja dein Haus und deren Technik schon einigermaßen beschrieben da möchte ich dir mal ein paar deiner Fragen beantworten.....
Du schreibst 200 €/ Monat an Ölkosten Das Öl liegt derzeit bei etwas über 60 ct/ l also sollten es so 330l im Monat sein ersatzweise 4000 KWh Energiebedarf......
Bei deinen Radiatoren wirst du die benötigte Vorlauftemperatur ach nicht deutlich senken können (evtl 10-15% bei einem hydr. Abgleich und Hocheffizienzpumpe)
Das wäre für eine Luftpumpe eine mittlere Katastrophe von der Kostenseite her.....
Mal ein Zahlenbeispiel deine Pumpe wird bei den jetzigen Temperaturen (aktuell -3,5 °C) mit einer Leistungszahl von vielleicht 1.5 bis 1,8 arbeiten, das heißt die KWh Energie die dich beim Öl momentan ca 6 ct kostet kostet dich dann gut das doppelte.......
Bevor du dir Gedanken über die neue Pumpe machst solltest du dir einen Energieberater oder Gebäudetechniker ins Haus holen der dir deine Schwachpunkte am System aufzeigt und dir Lösungsansätze aufzeigt.
Aus der Ferne sehe ich hier folgende Möglichkeiten:
>Pelletkessel (Niedrige Energiekosten, Hoher Anlageninvest)
>Luftpumpe (Hohe Energiekosten, mittlerer Anlageninvest)
>spezieller Ölbrennwertkessel der auch bei hohen Temperaturen Brennwert nutzen kann (Energiekosten ca 20-40% niedriger als momentan, geringer Anlageninvest)
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon WP Fan » 03.01.2017 01:57 Uhr

Hi,
Wärmepumpen sind zwar meine erste Wahl aber für Euer Projekt nicht wirklich geeignet.

Nehmt eine Pelletheizung.
Wenn das Paket Pellet-Pelletlager-Solarthermie zu teuer sein sollte, könnt Ihr ja einen Speicher vorsehen, der einen Wärmetauscher für Solarwärme-Kollektoren integriert hat, um später problemlos eine Solarthermieanlage nachrüsten zu können.
Auch kann man später einen Pelletbunker inkl. Saugsystem nachrüsten.
Hier aber bei der Wahl des Pelletheizung-Herstellers darauf achten, das das Saugsystem nachrüstbar und in ein paar Jahren auch verfügbar ist, sowie das der Pelletkessel einen Pelletvoratsbehälter hat, den man bis dahin von Hand befüllen kann (Sackware).

Guts Neues wünsch ;-)
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Beitragvon Siggio3 » 03.01.2017 03:08 Uhr

Vielen Dank für die Antworten. Ehrlich gesagt finde ich die Reaktionen ein wenig enttäuschend. Seitdem wir die alte Defekte Heizung entfernten wird das Haus bis etwas besseres installiert wird mit Elektro-Heizungen bzw. Heizkörper mit eingebauten Ventilatoren betrieben ... teurer geht's ja vermutlich nicht. Insgesamt etwa 6 kw dauerhafter Verbrauch, für bei ganz kalten Tagen bis zu -8 in der Nacht 90kw im 24 Stunden Zyklus. Bei Tagen von 0 Grad Tiefst-Temperatur sitzen wir bei etwa 50 kw im 24 Stunden Zyklus. Wir schreiben den Verbrauch schon seit 3 Monaten jeden Abend auf, ehe wir das Licht für die Nacht ausknipsen. Wir wohnen im Vogelsberg ... kalt. :x

Die neuesten Umluft & Split Wärmepumpen sollen für jedes verbrauchte kw Strom etwa das 4 und in manchen Fällen mit Fußbodenheizung sogar das 5fache liefern. Demnach, so dachten wir jedenfalls, könnten wir mit einer Wärmepumpe eine Menge Strom sparen, wenn verglichen mit den Elektro-Heizkörpern welche wir heute verwenden. Wir haben überall im Haus neue Fußböden, teilweise sogar mit 5mm Trittschalldämmung. Auch an den kältesten Tagen sind unsere Böden niemals unbequem kalt. Betreffend Wärmepumpe welche uns interessiert, siehe auch ...
http://www.multinet-shop.de/luft-/-wasser-waermepumpe-24-5-kw-komplettpaket-/-heizungs-u nd-trinkwasser.html

Wir haben im Keller solche dicke Wände das unser alter Heizungsraum mit isolierten Wänden niemals unter 5 Grad ist. Auch wenn sich draussen alles bei -5 Grad befindet ... kann man den Heizungsraum ohne Jacke betreten und den großen Unterschied sofort spüren. Und genau dort wollte ich die Wärmepumpe installieren, um somit die besten Heiz-Ergebnisse zu erzielen. Denn bei Seiten wie dieser hier und auch anderen ...
http://www.ihre-waermepumpe.de/grundlagen-und-technik/verschiedene-waermepumpen-arten.ht ml.

... wird ja erklärt das für extrem kalte Nächte mehr power benötigt wird um besser heizen zu können, also genau der Grund warum wir an eine 24kW Wärmepumpe denken, und nicht an das was eigentlich für unser Haus normal wäre. Und weil unsere Wärmepumpe ja niemals in Minus Temperaturen arbeiten würde, würden wir in dieser Weise ebenfalls bessere Effiziens zu spüren bekommen ... dachten wir ... bis die Antworten hier kamen. Heute soll das ja schließlich eine wesentlich bessere Technologie als for 10 Jahren sein.

Was ich nicht verstehe, ist welche Art von Split/Umluft Wärmepumpe wir benötigen, welche sich direkt mit unseren bestehenden Rohren zu den Radiatoren im Haus verbinden lässt? In Frage kommt für uns Umluft, Umluft Split mit Wasser, und Umluft Split mit Wasser/Trinkwasser ??? ... wobei keine der Drei Varianten klipp und klar irgendwo aussagt das diese einfach an die bestehenden Heizungsrohre anzuschließen wären. Der 1000L Pufferspeicher soll ja auch behilflich mit den Heizkosten sein. Das verstehe ich aber auch nicht so wirklich. :?

Wenn wir an den kältesten Tagen von 90kw im 24 Stunden Zyklus nur runter zur Hälfte kämen, also 45 kw im 24 Stunden Zyklus, wären wir völlig zufrieden. Laut Hersteller Infos. sollte das absolut möglich sein, dachten wir jedenfalls ... :( :roll: :?

Pelletheizung würde uns im Jahr etwa 1200 - 1400 Euro an Pellets kosten. Dann noch mal 154 Euro für den Schornsteinfeger bei 2x im Jahr. Pellets laufend nachfüllen ohne Ende, immer wieder große Mengen bestellen, Wartung wie bei allen anderen Heizssystemen, usw. Dann lieber doch Wärmepumpe wenn sich das realisieren lässt.

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Beitragvon energieprojekt » 03.01.2017 10:04 Uhr

Nun ich wollte dich nicht enttäuschen dir aber auch nichts vormachen.
Eine Luftpumpe mit einer Leistungszahl von 4 oder 5 und dann im Winter halte ich für völlig überzogen...... Du hast hier bei sehr guten Systemen evtl eine 3 im Jahresmittel aber 5.0 bei -8°C NEVER !
Zu deinen Gedanken, du hast halt keine FB-Heizung.
Was denkst du denn das 5 mm Trittschalldämmung oder 50mm Innendämmung wirklich bringen ?
Welchen Energiebedarf du hast erkennst du doch am Ölverbrauch.... Also ein l hat ca 10 KWh die Anlage einen feuerungstechnischen Wirkungsgrad von ca 85 %
gibt also 8,5 KWh ja l Heizöl.
Schau was dabei raus kommt, was die einzelnen Energieträger kosten und du bekommst ein Ergebnis (einfache Mathematik)
Nur durch die Erneuerung deines Wärmeerzeugers wird sich nichts an deinem Haus ändern.
Zum Thema Pufferspeicher, zum einen soll er Energie aufnehmen wenn diese "günstig" zu bekommen ist.
Dann verhindert er das Takten von Wärmeerzeugern, dies macht bei guten Speichers vielleicht 10-15% aus aber !! wenn du einen schlechten Speicher hast kann dies auch genau das Gegenteil bewirken wenn nämlich die Abstrahl- und Zirkulationsverlusten höher sind als die Energiegewinne.
Mach doch mal folgendes, schreib den Verkäufer deiner Wunsch-Wärmepumpe an und las dir die 4.0 für seine Luftpumpe garantieren und dies bei -8°C und 60°C VL......
Auf die Antwort bin ich gespannt.
techn Daten der Pumpe gibt der Hersteller ja nicht preis.....
Wenn du eine Luft-WP haben möchtest dann nim ein System ohne den Elektro-Zauberstab !!!
Zb irgendwas mit Direktkondensation
Bei dem Strom- und Enegieverbrauch würde sich bei dir ja fast ein BHKW lohnen, dies ginge dann mit Flüssiggas
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Beitragvon GESBB » 03.01.2017 16:30 Uhr

Hallo,
Siggio3 hat geschrieben:Vielen Dank für die Antworten. Ehrlich gesagt finde ich die Reaktionen ein wenig enttäuschend.

Wahrheiten sind oftmals ernüchternd, insbesondere, wenn dabei etwas Anderes heraus kommt, als vermutet bzw. gewünscht.
Daher kann ich mich den Vorrednern nor anschließen => Vorsicht!
Siggio3 hat geschrieben: Seitdem wir die alte Defekte Heizung entfernten...
Warum nicht repariert?
Siggio3 hat geschrieben: ...wird mit Elektro-Heizungen bzw. Heizkörper mit eingebauten Ventilatoren betrieben ... teurer geht's ja vermutlich nicht.

Das ist sicherlich korrekt. Allerdings kommt man schnell vom Regen in die Traufe, wenn unbedachtsam gehandelt wird.
Siggio3 hat geschrieben: ....Insgesamt etwa 6 kw dauerhafter Verbrauch, für bei ganz kalten Tagen bis zu -8 in der Nacht 90kw im 24 Stunden Zyklus.

kW ist eine Leistung, keine Energie :!:
Siggio3 hat geschrieben: ...Die neuesten Umluft & Split Wärmepumpen sollen für jedes verbrauchte kw Strom etwa das 4 und in manchen Fällen mit Fußbodenheizung sogar das 5fache liefern.

Zunächst ein Verkäufermärchen bzw. plumpes Werbegedöns sondergleichen.
Gut dimensionierte LWP Anlagen erreichen JAZ ~ 3,5.
Dann muß aber ALLES stimmen, was in Bestandsgebäuden oftmals nachträglich schwierig umzusetzen ist.
Siggio3 hat geschrieben: ..also genau der Grund warum wir an eine 24kW Wärmepumpe denken, und nicht an das was eigentlich für unser Haus normal wäre.
Was wäre denn für dieses Haus normal? Was liefert die Heizlastberechnung nach DIN 12831 (ausführliches Verfahren)?
Siggio3 hat geschrieben: .. welche sich direkt mit unseren bestehenden Rohren zu den Radiatoren im Haus verbinden lässt?
Hier beginnt bereits das erste Problem. Welche VLT benötigen die vorhandenen Heizkörper und welchen Volumenstrom?
Siggio3 hat geschrieben: ...Der 1000L Pufferspeicher soll ja auch behilflich mit den Heizkosten sein. Das verstehe ich aber auch nicht so wirklich.

Entschuldigung, aber das erscheint mir auch so.
Siggio3 hat geschrieben: ....Wenn wir an den kältesten Tagen von 90kw im 24 Stunden Zyklus....

Was ist damit gemeint?
Meist beginnen die Probleme bzw. Missverständnisse bei den physikalischen Einheiten. Ich kenne keinen Stromzähler, der kW anzeigt!
Siggio3 hat geschrieben: ...Laut Hersteller Infos. sollte das absolut möglich sein, dachten wir jedenfalls ...


Dringender Rat, suchen Sie sich einen Fachprofi, keinen Verkäufer irgendwelcher Anlagen, Geräte!
Siggio3 hat geschrieben: ...Pelletheizung würde uns im Jahr etwa 1200 - 1400 Euro an Pellets kosten.

Woher wissen Sie das?
Siggio3 hat geschrieben: ...Dann lieber doch Wärmepumpe wenn sich das realisieren lässt..

Dann schicken Sie mir einen Auftrag, eine JAZ von 1,5..1,8 könnte man vielleicht hinbekommen.

v.G.

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Beitragvon Siggio3 » 03.01.2017 17:39 Uhr

Danke für die Antworten. Die Technischen Datenblätter für die von mir obige erwähnte Wärmepumpe (siehe Link) sind dort vorhanden und stehen zum Download bereit. Wenn man unter den Button für "In den Warenkorb" schaut befinden sich dort weitere Tabs. Bei einem davon steht "Downloads" wo sich die Dokumentation herunter laden lässt.

Okay, was auch immer der Zähler zählt, an den kältesten Tagen sind es bis zu 90 Stunden ??? und an den nicht so massiv kalten Tagen sind es bis zu 50 ??? Stunden. Das ist fett und es ist teuer!

Für unser Haus mit 180 qm Wohnfläche wurde eine Wärmepumpe in größe bis zu 16 kW berechnet, von jemanden der sich (vermutlich) mit Wärmepumpen auskennt. Niemand hier scheint, was ich für wichtig empfinde, folgende 2 Dinge zu beachten.

1. Unter extrem kalten Umständen liefert eine richtig angepasste Wärmepumpe oftmals nicht genügend Heizwärme weil die eisig kalte Umluft wesentlich schwerer zu erwärmen ist. Das klingt für mich logisch. Also denke ich an eine 24 kW Wärmepumpe um an solchen extrem kalten Tagen extra Power für die Wärmeumwandlung parat zu haben.

2. Es kostet mehr Energie (Geld) um so kälter die Umgebung ist in welcher die Wärmepumpe arbeiten muss. Foglich klingt es für mich hierbei ebenso logisch dass das umsetzen der Kaltluft in Heizungsluft billiger wird, wenn man vermeidet das die Wärmepumpe in Eisig kalten Temperaturen arbeiten muss. Daher also meine Idee die Wärmepumpe dort im Keller laufen zu lassen wo an den kältesten Tagen nicht einmal 0 Grad erreicht werden.

Die alte Viessman Ölzentralheizung von 1983 hatte schon mehrere Reparaturen hinter sich und uns wurde schon 2x gesagt das wir quasi jedes Jahr damit rechnen können weitere Reparaturen zu machen. Ein Schrott Auto repariert man (normalerweise) auch nicht bis der Motor auseinander fällt und die Achsen brechen. Irgendwann muss man in den sauren Apfel beissen uns sagen, genug ist genug, das wird mit Jahr zu Jahr ja immer teurer.

Diese Heizung war eine Viessmann Tetramatik, soviel ich weiss 24 kW, mit 200 Liter Viessmann Pufferspeicher (nur 3 cm Aussendämmung), und 35 Liter Ausdehnungsgefäss an der Wand. An der Seite von der Steuerung ??? stand ... Mono-Vitola.

Ich denke das der 1000 Liter Pufferspeicher von der Wärmepumpe mit 10 cm Dämmung einen ganz großen Unterschied ausmachen wird, wenn verglichen mit dem alten 200 L Speicher mit extrem wenig Dämmung (auch original von 1983).

Ein Bekannter von uns, seit 40 Jahren Elektro Meister, sagte das unsere alten dicken Lehm/Stroh/Stein Mauern besser gedämmt wären als viele Häuser die in den letzten 25 Jahren gebaut wurden. Unser Aussenputz ist neu (2016) und die ersten 2 Meter hoch von der Straße sind verklinkert.

Die 5 cm Innendämmung machen einen unglaublichen Unterschied aus. Wie gesagt nur an den Inneren Wetterwänden, was bedeutet das wir Wände haben wo eine Wand die Dämmung hat, und die nächste Wand keine 5 cm Dämmung hat. Wenn man bei eisig kalten Temperaturen draussen abwechselnd die Hand auf die Wände legt ist das nicht ein kleiner Unterschied den man spürt, sondern ein ganz gewaltiger Unterschied. Macht ja auch Sinn (wenigstens für mich). Es ist doch rein technisch gar nicht möglich Dämmung an eine Wand zu kleben ohne einen Unterschied spüren zu müssen. Wenn es mir nicht zu mühsam wäre würde ich hier Fotos einstellen damit man besser versteht was ich meine. Auf jeden Fall machen die 5 cm Styropor Dämmung viel aus, mehr als ich erwartet hätte.

Heizungstechniker habe ich schon längst angerufen und wir haben uns beraten lassen. Das meiste versteht eh' nur ein Fachmann und die Heizungsbauer wollen nur Geräte installieren welche die auch verkaufen ... 3000 bis 8000 Euro teurer als Komplettsysteme im Internet. Aber wenn die Wärmepumpe in Deutschland mit Deutscher Hersteller Garantie gekauft wird, dann müssen ja auch die Normen & Werte entsprechend den Gesetzen sein. Also warum so viel mehr Geld bezahlen ... ???

Hat sich jemand mit Erfahrung wenigstens mal die Wärmepumpe welche uns interessiert angesehen? Okay, mehr fällt mir hier nicht mehr ein.

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Beitragvon GESBB » 04.01.2017 06:55 Uhr

Hallo,
Siggio3 hat geschrieben:...Für unser Haus mit 180 qm Wohnfläche wurde eine Wärmepumpe in größe bis zu 16 kW berechnet, von jemanden der sich (vermutlich) mit Wärmepumpen auskennt.

Dann ist doch ein "Fachmann" vorhanden. Warum dann hier die Nachfragen?
Siggio3 hat geschrieben:... Daher also meine Idee die Wärmepumpe dort im Keller laufen zu lassen wo an den kältesten Tagen nicht einmal 0 Grad erreicht werden.

Der würde mit Stromverbrauch innerhalb kürzester Zeit zum Eiskeller ;-)

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Beitragvon Siggio3 » 04.01.2017 10:11 Uhr

GESBB hat geschrieben:Hallo,
Dann ist doch ein "Fachmann" vorhanden. Warum dann hier die Nachfragen?
Siggio3 hat geschrieben:... Daher also meine Idee die Wärmepumpe dort im Keller laufen zu lassen wo an den kältesten Tagen nicht einmal 0 Grad erreicht werden.

Der würde mit Stromverbrauch innerhalb kürzester Zeit zum Eiskeller ;-)

v.G.


Wir haben sogar mit 2 Fachmännern gesprochen. Aber ein Fachmann in einem Ort wo fast niemand eine Wärmepumpe besitzt, verglichen mit einem Fachmann aus der Stadt, ist nicht das gleiche. Gerade habe ich mit einem weiteren Fachmann am Telefon gesprochen welcher meinte das eine gute Berechnung der Stärke einer Wärmepumpe auch so gemacht werden kann ... 90 Watt pro qm Wohnfläche für ein modernes, gut gedämmtes Haus ... 100 Watt pro qm für ein Massivbau mit Dämmung & Putz ... 110 Watt pro qm für Altbau mit guten Fenstern ... Und 120 Watt pro qm für alles andere. Auch das klingt mir logisch.

Was bedeutet das, und warum ??? "Der würde mit Stromverbrauch innerhalb kürzester Zeit zum Eiskeller"

Normalerweise dient ein Internet Forum dazu Menschen zu helfen. Ich bin hier weil ich Fragen habe und hoffte das mir andere Menschen mit ihren eigenen Erfahrungen helfen können zu erklären ob jemand den Versuch gemacht hat eine Wärmepumpe an vorhandene Radiatoren anzuschließen ... Wärmepumpe im Keller laufen zu haben ... Wie das mit dem 1000 L Speicher funktioniert ... In Worte die ein normaler Mensch verstehen kann, ohne versteckte Fachbegriffe um jemanden absichtlich (???) zu verwirren oder die ganze Situation komplizierter erscheinen zu lassen als es sein muss.

Ich finde es interessant (und auch schade) das hier im Forum Fachmänner vorhanden sind welche sich nicht einmal die Links anschauen und sich dazu äußern wollen, oder auch nichts dazu beitragen wenn ich schreibe:

Das meiste versteht eh' nur ein Fachmann und die Heizungsbauer wollen nur Geräte installieren welche die auch verkaufen ... 3000 bis 8000 Euro teurer als Komplettsysteme im Internet. Aber wenn die Wärmepumpe in Deutschland mit Deutscher Hersteller Garantie gekauft wird, dann müssen ja auch die Normen & Werte entsprechend den Gesetzen sein. Also warum so viel mehr Geld bezahlen ... ???


Leider verstehen viele Leute nicht die Logik von günstigen Preisen wodurch nicht der geringste Verlust entsteht. Warum Wärmepumpe inklusive Installation (vom Fachmann) für 15.000 Euro wenn es auch für 10.000 Euro geht? Kann es sein das man bei 10.000 Euro sogar 35% bis 50% mehr Kundschaft bekommt, die Einnahmen über das Jahr verteilt daher also relativ gleich bleiben? Ich würde wetten das viel mehr Menschen sich bessere Heizsysteme kaufen würden wenn die Preise nicht so astronomisch wären. Ich habe sogar einen Heizungsbauer gefunden der 18.000 Euro für eine Austauschanlage verlangt ... WAHNSINN !!! Welcher Mensch hat so viel Kohle ???

Egal, ich denke ich bin fertig hier. Trotzdem Danke der Antworten. Ein wenig habe ich dazu gelernt.

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Beitragvon energieprojekt » 04.01.2017 13:42 Uhr

Hallo Siggio3,
da du hier die Fachleute (und damit auch mich direkt ansprichst hier nochmal mein Standpunkt
-Um ein optimales Heizsystem auswählen zu können ist eine vernünftige Planung unumgänglich und dazu gehört dann auch eine Heizlastberechnung. Soviel zum Thema "ich habe mit Fachmännern telefoniert"...
-Wenn du einem Verkäufer, der dir erzähl seine WP hätte eine Jaz zw 4 und 5 dann kann man dies einfach glauben oder aber , wie wir es hier gemacht haben hinterfragen.
-Den Link habe ich mir sehr wohl angesehen allerdings erwarte ich schon im Vorfeld ausreichende technische Informationen (zb Datenblatt) zu erhalten und nicht erst wenn ich den Artikel kaufe....
-Wir geben dir hier gerne Ratschläge und Hilfestellung (und dies sogar Ehrenamtlich) allerdings können wir an dieser Stelle keine Fachplanung leisten.

Zum Thema "Eiskeller" wie möchtest du denn den Keller immer auf Temperatur wenn du ihm ständig Wärme entziehst irgendwo muss diese doch herkommen ggf durch anliegende Räume mit Problemen wie Schwitzwasser usw. Bei der Leistung die du dem Raum entziehen musst um dein Gebäude zu heizen wird eben genau das passieren.
Wozu ein Pufferspeicher da ist und wie er funktioniert habe ich dir erklärt auch die Vor- und Nachteile welche daraus entstehen.
Zum Thema Preisgestaltung, hier mal ein Paar Fakten welche dir bei der Beantwortung der Frage helfen könnten.
Der Internethandel verkauft und ist damit fertig.
Der Heizungsbauer plant, montiert, hat die Gewährleistung, muss Werkzeug kaufen, Kleinmaterial bereitstellen usw usw....
Natürlich kannst du jetzt argumentieren er plant weil er verkaufen möchte, Werkzeug braucht er ja auch für andere Kunden und ein Fahrzeug auch......
Kleinmaterial ist ja nicht viel und der Monteur bekommt 13,50 die Stunde.....
Aber so einfach ist es eben nicht. Fachgerechte Installation ist mehr als die Technik vom LKW in den Keller zu stellen
Hier noch ein paar Stichworte:
<hydraulischer Abgleich incl Ventile, Berechnung
<Heizungswasser nach VDI 2035
<Fachunternehmerbescheinigung
<Inbetriebnahmeprotokoll

Dies sind alles Punkte welche ich in dem Internetangebot nicht finden konnte.
Zum Abschluß, weil du es ansprichst das Thema Garantie....
Diese bekommst du bei fachgerechten Einbau durch einen Heizungsbauer, im Gewährleistungsfall gibt es sonst nichts !!!
Nur am Rande mal ein Beispiel aus der Praxis, ein Kesselhersteller hat den Ersatz einer Kesselregelung abgelehnt weil die Anlage nicht mit Heizungswasser nach VDI 2035 befüllt war, Ärgerlich aber den Garantiebestimmungen entsprechend....
Ich wünsche dir das du mit der Wärmepumpe aus dem Internet die Einsparung erzielst die du dir vorstellst
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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