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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
thomasj
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Beitragvon thomasj » 18.10.2016 14:57 Uhr

Hallo allerseits,
Wir haben vor kurzem ein Haus von 1978 mit Nachtspeicheröfen zum Heizen gekauft. Ich bin nun in der Überlegung welches die sinnvollste Möglichkeit ist in Zukunft das Haus zu beheizen und würde gerne eure Meinung dazu hören (auch zu meinem aktuellen Plan).

Also; Haus hat 215qm Wohnfläche und 70 qm Keller (teilunterkellert). Dach wurde mit Wärmedämmung versehen (16cm Mineralwolle im Dachbereich, 6cm an den Außenwänden). Laut Energieausweis (kein Bedarfsausweis) beträgt der Wärmebedarf 145W/qm im Jahr.

Im Haus sind 2 Schornsteine, am einen ist ein offener Kamin angeschlossen (Wohnzimmer), am anderen war ein Kaminofen angeschlossen (Keller) den die Vorbesitzer mit genommen hatten

Wie gesagt: Nachtspeicherheizung, kein Wassergeführter Heizkreislauf vorhanden.

Warmwasser wird mit einem 400l Warmwasserspeicher nachts auf Temperatur gebracht

Als allererstes (schon beauftragt) werde ich im offenen Kamin eine Heizkassette reinsetzen lassen. Dieser soll ca 8 kW Heizleistung haben.

Dann würde ich vermutlich noch im Keller einen neuen Kaminofen setzen lassen, viielleicht so 5-6 kW (so jetzt mal der Plan)

Meine Hoffnung ist dass wir mit diesen beiden Maßnahmen schon eine deutliche Entlastung der Nachtspeicheröfen hinbekommen.

Hausaufteilung:
Keller insgesamt 70qm, aufgeteilt in einen "Partykeller" 30qm und 3 in etwa gleich große Keller a ca 14 qm

Erdgeschoss: 135qm, aufgeteilt in Eingangsbereich+GästeWC (25qm), Küche+Hauswirtschaftsraum (30qm), Wohnzimmer (70qm), Gästezimmer (10qm)

Obergeschoss: 80qm, aufgeteilt in Elternbad (19qm), Schlafzimmer (20 qm), 2 Kinderzimmer a 13,5qm und der Rest Flur.

Nun stellt sich mir die Frage wie ich von hier am sinnvollsten weiter machen sollte, ein paar bislang angedachte Varianten:

1) Multisplit Klimaanlage mit Luftwärmepumpe für 3-4 Zimmer im Obergeschoss (Schlafzimmer + ggf Elternbad / Kinderbad)

2) 2 Multisplit Klimaanlagen, eins für OG, eins für EG
3) Gasheizung. Kostenvoranschlag dafür liegt bei Brutto 27.000€ incl. allem (Hausanschluss, Gastherme, Rohre, Heizkörper)
4) Ölbrennwert; noch keinen Kostenvoranschlag, laut Bekanntem aus dem Handwerksbereich vermutlich ähnlich zur Gasheizung, aber so 2-3.000 € mehr
5) Pelletsheizung. Keine Ahnung, wird wohl ziemlich teuer, dafür stark gefördert
6) Luft-Wasserwärmepumpe incl Heizungen

Ich werde vermutlich eh einen Energieberater dazu nehmen, der mir helfen kann die beste Variante zu finden, aber ich kenne da niemanden und hätte gerne selber vorab eine Vorstellung davon was die einzelnen Dinge kosten, welche Förderungen es gibt und wohin daher vermutlich am ehesten die Reise gehen sollte

mit freundlichen Grüßen
Thomas

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 18.10.2016 19:12 Uhr

Guten Abend Thomas, herzlich willkommen bei EP24.de
Als erstes denke ich wirst du hier so viele unterschiedliche Antworten wie es Hersteller gibt bekommen. Was letztendlich die richtige Heizung für dich ist musst du entscheiden, da hilft oft gesunder Menschenverstand.
Aber zu deinem Konzept........
Bei Kachelöfen/ Heizkasetten /Kaminöfen wirst du in der Regel ca 25% der eingesetzten Energie zum Schornstein rausjagen hier kommt es dann auf den Holzpreis an ob sich dies lohnt oder nicht.
Wenn schon ein Heizsystem würde ich zu einer Zentralheizung mit Brauchwasserbereitung raten.
Ob es Öl, Gas, Pellet oder Strom (Wärmepumpe) werden kommt auf den persönlichen Geschmack an.
Gas und Öl tun sich von den Energiekosten nicht viel (5-6,5 ct/KWh)
Pellets sind etwas günstiger (ca 4,5-5 ct/KWh)
Bei der Wärmepumpe kommt es auf die Leistungsfähigkeit der Anlage an (Leistungszahl, JAZ) der Energiepreis wird so bei ca 21-24 ct/KWh liegen geteilt eben durch die Leistungszahl...
Bei einer Luftpumpe mit einer Leistungszahl von 3 sind es ca 7-8 ct.
Am besten du nimmst einen Fachmann zur Seite und sprichst mal ein paar Möglichkeiten durch.
Wenn du hier 3-4 Stunden investierst wird sich das am ende auszahlen.........
Frag ruhig wenn du mehr Input brauchst, ich mache diese Beratungen relativ häufig
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
thomasj
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Beitragvon thomasj » 10.03.2017 13:03 Uhr

Hallo allerseits,

Nur zur Info für Interessenten mit ähnlicher Ausgangslage: Ich habe mich tatsächlich noch an verschiedene Energieberater gewandt, und im Prinzip pro Energieberater unterschiedliche Vorschläge bekommen.

Letztendlich hatte auch einer der drei ohne meine Einleitungen auf die Kombinationsmöglichkeit Splitklima (Grundheizung) + Kaminofen hingewiesen, und mir dazu auch einen guten Vorschlag erstellt - jetzt habe ich neben den Kaminöfen noch eine zentrale Splitklima (Panasonic Heatcharge) mit SCOP von 5,7. Außerdem werden im Laufe des Frühjahrs noch 2 Multisplit Pakete (Daikin) mit insgesamt 5 Inneneinheiten installiert (SCOP durchscnittlich 4,68).

Ich bin schon sehr angetan von dem was die Pana schafft und mit den zusätzlichen Einheiten komme ich voraussichtlich auf ca SCOP von 5,1 im Durchscnitt, und damit einem Verbrauch von vermutlich 4000 kwH Strom + 4-6 Ster Holz im Jahr.

Somit dürfte die gesamte Energierechnung fürs Heizen meines 215qm Hüttchens bei ca 100-120 Euro im Monat liegen, was ich sehr angemessen finde.

Gruß Thomas

Mit der Pana jetzt alleine komme ich schon gut hin, muß dann nur abends von 21-22 Grad auf 24 Grad mit Kaminofen zuheizen. Der Verbrauch hält sich auch sehr in Grenzen. Einzig die Wärmeverteilung mit nur einem Splitgerät ist nicht so superdolle, und wenn es richtig kalt ist müsste ich ohne die zusätzlichen Diakins schon noch die Kaminöfen mit anheizen für angenehme Temperaturen.
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Beitragvon GESBB » 11.03.2017 11:00 Uhr

thomasj hat geschrieben:Hallo allerseits,.... und im Prinzip pro Energieberater unterschiedliche Vorschläge bekommen.

Hier sollte man stets vorsichtig sein, denn Energieberater haften nicht für den wirtschaftlichen Erfolg einer Maßnahme!!!
thomasj hat geschrieben:...mit SCOP von 5,7.

Der SCOP ist, wenn es um Energie und Verbrauchskosten geht eher uninteressant. Ausschlaggebend ist die tatsächlich im praktischen Betrieb erreichte JAZ bzw. Anlagenaufwandszahl.
Gute LW-LWP erreichen JAZ > 3,5 bzw. Anlagenaufwandszahlen < 0,29.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/waermeerzeuger/waermepumpen3.png
thomasj hat geschrieben:..Mit der Pana jetzt alleine komme ich schon gut hin, muß dann nur abends von 21-22 Grad auf 24 Grad mit Kaminofen zuheizen.

Stückholzverbrennung hat mit Abstand die höchsten Anlagenaufwandszahlen, insbesondere mit Kaminöfen ;-)

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