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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gottschalk
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Beitragvon Gottschalk » 29.08.2016 09:36 Uhr

Hallo zusammen!
Wir ziehen bald in ein Haus, das komplett neu saniert werden muss. Den größten Teil machen wir selber, einiges werden HandwerkerInnen machen müssen.
Wir stehen mit den Planungen ganz am Anfang, wir holen uns gerade noch Informationen ein.
Nun wollte ich mal in die Runde fragen, welche umweltfreundlichen und rentablen Methoden ihr außer einer normalen Heizung noch kennt?
Vielen Dank!

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Beitragvon energieprojekt » 29.08.2016 10:16 Uhr

Guten Morgen Gottschalk
du gehst den richtigen Weg und machst dir im Vorfeld Gedanken.
Vom Prinzip her solltest du dir einen Fachmann mit ins Boot holen. Als erstes solltest du den tatsächlichen Energiebedarf ermitteln (lassen) damit man weiß worüber man redet.
Im nächsten Schritt kann man dann schauen welche Wärmeerzeuger/ Energiequellen in Frage kommen.
Nun geht man her schaut was die Versorgung mit den einzelnen Energiequellen je KWh und per anno kostet.
Wenn man nun schaut was die einzelnen Systeme in der Anschaffung kosten und wie hoch die jeweils laufenden Kosten sind findet man relativ schnell das für sich passende System.
Hier mal ein paar mögliche Varianten:
Fossile Brennstoffe:
-Gasbrennwert mit oder ohne solarthermischer Unterstützung (WW und/ oder Heizung)
-Ölbrennwert mit oder ohne solarthermischer Unterstützung (WW und/oder Heizung
-Gaswärmepumpe als Hybridsystem
-Mikro-KWK (Blockheizkraftwerk)
-Pelletkessel mit oder ohne solarthermische Unterstützung (WW und/ oder Heizung)
-Scheitholzvergaser mit oder ohne solarthermische Unterstützung (WW und/oder Heizung)

-Elektroheizung in verschiedenen Varianten:
-Wärmepumpe als Luft oder Solesystem
-Solewärmepumpe als Hybridsystem
-Überschußeinspeisung aus PV mittels E-Heizstab
-Infrarotsysteme

-Brennstoffzellentechnik

Du siehst es gibt viele Möglichkeiten
irgendeine wird bei dir auch passen
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon gergendv » 29.08.2016 10:48 Uhr

In Verbindung mit einem Niedrigtemperatur-Wärmeverteilsystem (FB-Heizung, Wandheizung oder NT-Konvektoren) bietet sich auch eine DIREKTVERDAMPFER-Anlage an.
Dabei kannst Du mit € 6000 an bafa-Förderung rechnen!
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Beitragvon Squick » 30.08.2016 15:14 Uhr

Eine interessante und vorallem auch ästhetische Heizform ist das Heizen mit Fußleistenheizungen.

Es ist extrem platzsparend und innovativ. Vor allem interessant ist diese Heiztechnik für Allergiker und Asthmatiker. In diesem Zuge bin ich auch und über diese Homepage http://www.energy-com.de/
auf Informationen zu dem Thema gestoßen.

Mir war es wichtig dass möglichst gut Schimmelbildung vermieden wird, sich kein Kondesnswasser bildet und auch kein Mikrostaub durch zirkulierende Heizungsluft im Raum verteilt wird.

Außerdem kann diese Heizform auch mit Solarkollektoren kombiniert werden.

Die Innovation diese Heizsystems beruht, wenn ich es richtig verstanden habe, in der Arbeit mit Strahlungsenergie und nicht mit Konvektionszirkulation wie bei gängigen Heizungen. Ich habe noch nicht oft von dieser Heizform gehört

Hat jemand anderes vielleicht Praxiserfahrungen mit diesem Heizsystem gemacht?
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Beitragvon energieprojekt » 30.08.2016 15:31 Uhr

Hallo Squick, willkommen bei EP24.de
Ich kenne dieses und andere Systeme. Wenn man mit "normalen" Temperaturen arbeitet braucht man einiges an FL-Heizung, je niedriger die Wunschtemperatur sein soll um so größer wird der Bedarf. Dann muss man irgendwann auf die Leitungslängen aufpassen. Günstig ist das System sicherlich auch nicht.
Die Variante als E-Heizung finde ich dann schon fast völlig daneben.
Sicherlich teilweise einsetzbar hat aber auch seine Grenzen
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon gergendv » 30.08.2016 18:07 Uhr

hi squick: wenn FL-Heizung - dann ist aber immer noch nicht die gestellte Frage beantwortet WOMIT Deine FL-Heizung bedient wird? Öl, Gas oder was?

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Beitragvon moderne.heizung » 08.09.2016 08:20 Uhr

Hallo,

wie Udo bereits angesprochen hat ist erst einmal eine grundlegende Berechnung der erforderlichen Leistung zielführend. Vorteil von Flächentemperierung sind zweifelsohne die im Vergleich zu Heizkörpern geringe Vorlauftemperaturen. Die damit verbundenen allgemein niedrigen Rücklauftemperaturen bieten dann eine ideale Basis für Öl- oder Gasbasierte Brennwerttechnologien. Auch die Versorgung der Immobilie mit Warmwasser sollte in die Betrachtung einbezogen werden, damit auch diese wirtschaftlich bewerkstelligt werden kann. Von elektrisch betriebenen Fußleistenheizungen würde ich für den Einsatz im größeren Maßstab ebenfalls abraten, da einerseits die direkte Umwandlung von Strom in Raumwärme sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich unattraktiv ist, andererseits dann weiterhin die Frage nach der Warmwasserbereitung im Raum bleibt.

Beste Grüße, Erik von moderne.heizung

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Beitragvon Mattsman » 23.05.2017 15:01 Uhr

Ich habe mich vor kurzem für die Kombination aus Infrarotheizung und Photovoltaikanlage (PV) Anlage entschieden. Das funktioniert so, dass der von der PV-Anlage erzeugte Gleichstrom durch den integrierten Wechselrichter im Energiemanager in Wechselstrom umgewandelt wird. Der Energiemanager sorgt dafür, dass die aktuell nicht benötigte Strommenge im Speicher abgelegt wird. Bevor der produzierte Strom in den Kreislauf gelangt, wird die Strommenge am Solarstromzähler erfasst. Bei Sonnenschein und vollem Speicher wird die übrige Strommenge in das öffentliche Netz eingespeist. Ist der Speicher leer und die PV-Anlage kann den Bedarf allein nicht decken wird aus dem öffentlichen Netz Strom bezogen. Die Strommengen, die in das oder aus dem öffentlichen Netz fliesen zählt der Einspeise-/Bezugszähler. Danach fliest der Bedarfsstrom über den Verteiler an das Heizsystem und weitere Verbraucher.
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Beitragvon GESBB » 23.05.2017 17:41 Uhr

Hallo,
Gottschalk hat geschrieben:...Wir ziehen bald in ein Haus, das komplett neu saniert werden muss.

Was bedeutet "komplett neu saniert" ?
Hier kann man sich viel oder aber nur wenig vorstellen.
Gottschalk hat geschrieben:..Nun wollte ich mal in die Runde fragen, welche umweltfreundlichen und rentablen Methoden ihr außer einer normalen Heizung noch kennt?

Die Möglichkeiten hierzu sind erheblich, wie Udo bereits aufgeführt hat.
Bevor man konkret über die Technologie der Heizung nachdenkt, sollte zunächst bekannt sein, was überhaupt benötig wird bzw. erforderlich ist.
Bedeutet, der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Heizung und WW-Bereitung muß zuvor im Rahmen einer Grundlagenermittlung festgestellt werden.
Hierdurch schränkt sich die Vielzahl der möglichen Varianten meist erheblich ein.
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Beitragvon energieprojekt » 24.05.2017 06:39 Uhr

Guten Morgen Mattsman,
grundsätzlich bin ich ein Freund von der Erzeugung der Eigenenergie.
Zu deinen Projekt kommen mir allerdings ein paar Fragen:
-wie hoch war der Energieverbrauch vorher und womit
-wie hoch war die Investition in dein neues Heizsystem bestehend aus Infrarot, PV und Batteriespeicher ?
-wie hoch ist der Autarkiegrad (tatsächlich und nicht der prognostizierte)
-Wie groß ist das installierte Heizsystem ?
Wenn ich überlege das eine PV-Anlage im Winter nur ca 2-5% der Nennleistung bringt müsstest du dir schon einen mächtiger Trümmer aufs Dach machen um in der Zeit wo es drauf ankommt auch unabhängig heizen zu können.
Die Rechnung überschüssigen Strom zu verkaufen (~12 ct) und im Winter zurück zukaufen (~18-22ct) würde ich mal als Verlustgeschäft betrachten.
Vielleicht gibst du mir und den anderen Lesern hier einen Einblick
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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