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ncmx
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Beitragvon ncmx » 19.08.2016 08:35 Uhr

Hallo Leute,

wir planen einen EFH Neubau für 2017. Die Wohnfläche wird ca. 150qm betragen. Unser Grundstück hat ca. 760qm. Nun waren wir bei diversen Bauträgern und haben uns auch verschiedene Meinungen und Angebote eingeholt. Am Ende sind wir bei der Mittelstädt Baugeschäft GmbH gelandet. Wir sind mit der Beratung sehr zufrieden. Auch die Baubeschreibung sagt uns zu. Nun sind wir uns lediglich nicht sicher, was die Haustechnik angeht. Im Standard wird unser Neubau als KFW40 Haus mit einer Abluftwärmepumpe NIBE F730 angeboten. Als Alternative schauen wir uns eine Sole/Wasser-Wärmepumpe NIBE F1155/F1255 an. Nach unserem Verständnis kann es bei einer Abluftwärmepumpe schnell zu erhöhten Stromkosten bei Unterdimensionierung kommen (wird wahrscheinlich bei jeder Technik der Fall sein). Die klaren Vor- und Nachteile der Techniken sind uns jedoch noch nicht richtig bewusst. Bei der Sole/Wasser-Wärmepumpe würde ich zu einer Erdsonde tendieren, da ich mich nicht bei der Anlage des Gartens einschränken möchte. Vielleicht kann bei dem Thema ein wenig Licht ins dunkel bringen.

Vielen Dank im Vorraus

gergendv
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Beitragvon gergendv » 19.08.2016 17:16 Uhr

nimm eine DIREKTVERDAMPFER-Erdwärmepumpe. Dann hast Du eine effiziente und preiswerte Anlage mit einem COP-Wert von 5,0, dem Effizienzlabel A+++ und extrem geringen jährlichen Verbrauchskosten (hier im Saarland läuft seit einigen Jahsren eine solche DV-Anlage in einem Haus mit 190 qm Wohn fläche: 380 € jährliche Heizkosten!)
Näheres findest Du hier: www.gergen-geothermie.de oder www.pro-dx.de
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Beitragvon energieprojekt » 20.08.2016 16:48 Uhr

Hallo ncmx, willkommen hier bei EP24.de
Nun grundsätzlich ist es so das eine Luftpumpe in der Anschaffung günstiger ist als eine mit Bohrungen. Diesen "Preisvorteil" erkaufst du dir allerdings mit höheren Betriebskosten.
Wie diese aussehen merkst du, trotzt aller Versprechungen im Vorfeld, erst wenn das System läuft.
Keiner wird dir sagen "mein System ist im Verbrauch miserabel oder durchschnitt". Es wird mit Leistungszahlen, COP's und Verbräuchen nur so um sich geschmissen, welche teils nicht nachvollziehbar, teils auch in den BAFA-Unterlagen sich in dieser Form nicht wiederfinden. Hier hilft nur im Vorfeld informieren.
Neben den von dir angesprochenen Systemen gibt es, wie gergendv
es hier beschreibt noch Flächenkollektoren entweder als Direktverdampfer oder als Sole.
Eine Variante welches relativ selten in Betracht gezogen wird ist ein Hybridsystem. Hier wird vereinfacht folgendes gemacht
Als Energiequelle wird das Dach genutzt, solange die Energie der hier verbauten thermischen Kollektoren zur Erwärmung ausreichen arbeitet die Anlage "normal" heizungsunterstützend.
Wenn die Temperaturen nicht mehr ausreichen schaltet die Regelung um und die Solaranlage "lädt" eine Sole-Wärmepumpe.
Für die sind dann 15 oder 25° C Mediumtemperatur schon ein Traum (zum Vergleich die oben beschriebenen Systeme mit Bohrung oder Flächentauscher haben dann 8-12°C)
Teurer als ein herkömmliches System sind diese Anlagen auch nicht und meist bekommt man hier sogar noch einen Effizienzbonus.
Der Garten bleibt voll nutzbar und die Gefahr das irgendwas im Boden passiert (auch wenn diese lt Hersteller ausgeschlossen sind) gibt es nicht.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 22.08.2016 17:10 Uhr

Hallo,
ncmx hat geschrieben:....EFH Neubau, Wohnfläche wird ca. 150qm, Grundstück 760qm..
Im Standard wird unser Neubau als KFW40 Haus mit einer Abluftwärmepumpe NIBE F730 angeboten.

Das würde ich anhand einer Grundlagenermittlung überprüfen lassen.
Dieses Nibe System ist eine Kombi aus KWL und AWP. Sinnvoll nur bei echten, sehr guten PH. Zudem kritisch die Zuluft.
Was hier grundsätzlich sinnvoll ist, lässt sich so überhaupt nicht belastbar beuerteilen. Eine SWP erscheint überzogen. Ebenso eine Tiefenbohrung.
Vermutlich wäre hier eine vollmodulierende Splitt-LWP sinnvoll. Ggf, je nach berechneter Heizlast, sollte die Wärmeerzeugung Hzg/WW getrennt werden.
ncmx hat geschrieben:.... Vielleicht kann bei dem Thema ein wenig Licht ins dunkel bringen.

Sorgfältige Grundlagenermittlung (u.a. Leistungs- u. Energiebedarf für Hzg u. WW, Wirtschaftlichkeitberechnung etc.) durchführen lassen. Vertraglich eine Anlagenaufwandszahl vereinbaren.

v.g.
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Beitragvon energieprojekt » 22.08.2016 17:17 Uhr

Hi GESBB, gute Idee. Aber den Bauträger der hier eine Anlagenaufwandszahl garantiert möchte ich kennenlernen....
Das wird nichts, wenn ich sehe das hier eine Nibe, welcher eher im unteren Preissegment angesiedelt ist, verbaut werden soll.
Wenn der Bauträger da nicht mitspielt würde ich die Gebäudetechnik von einem wirklichen Spezialisten rechnen, prüfen und ausführen lassen. Auch wenn dies im Vorfeld teurer erscheint rechnet es sich über den Verbrauch.
Um mal ein Beispiel zu zeigen was bei Bauträgern passiert:
Wohnfläche 120m², im Standard mit Heizkörper, Aufpreis für FB-Heizung schlanke 8500 €
Wer sagt da noch Geiz ist geil ?
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 23.08.2016 09:51 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:... Aber den Bauträger der hier eine Anlagenaufwandszahl garantiert möchte ich kennenlernen....

Dann ist er unfähig und dem Nachfrager ist anzuraten, einen anderen Anbieter zu wählen oder die Anlagentechnik aus dem Gesamtpaket herauszunehmen und anschließend fremd zu vergeben.
Andernfalls ein Groschengrab!
energieprojekt hat geschrieben:... Auch wenn dies im Vorfeld teurer erscheint rechnet es sich über den Verbrauch.

In welchem Verhältnis steht der hierfür notwendige Mehraufwand von 1,2...2,3 T€ je nach spezifischen Randbedingungen, im Vergleich zur Gesamtinvestition von ca. 200 T€ für Gebäude + Grundstück?
Peanuts!
Geiz ist geil lässt grüßen :wink:

v.g.

NB: Hier handelt es sich um einen GU/GÜ, nicht um einen Bauträger (BT), rechtlich ein wesentlicher Unterschied :!:

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Beitragvon energieprojekt » 23.08.2016 10:14 Uhr

Das ist es was ich ja sage.....
Kenne genug von diesen Gu/Gü/BT
-Kaum eine vernünftige Planung und schon gar nicht vom FP
-"das macht der HzB mit" (bekommt er natürlich nicht bezahlt)
von daher wird es am Ende mehr als ein Groschengrab......
Ich kann nur sagen viel Spaß beim ärgern
Udo
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Beitragvon GESBB » 28.08.2016 08:06 Uhr

Wie hier plötzlich eine Junkers Werbung in meinem verkaufsunabhängigen Beitrag als integrierter Wertbe-Link erscheint, ist mir ein absolutes Rätsel.

Hiervon distanziere ich mich mit Nachdruck :!:
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Beitragvon b_quadrat » 31.03.2019 22:11 Uhr

Hallo zusammen,

auch wir sind derzeit mit unseren Neubauplanung (Holzrahmenbau, 130qm Wohnfläche, Dämmung wird Holzfaser) in KfW 55 Bauweise beschäftigt.

Auch wir haben lange die Sole-Wärmepumpe favorisiert u.a. weil ich gelesen habe das man über eine SWP bei entsprechendem Zusatzmodul ein Haus im Sommer auch kühlen kann. Gibt es da Erfahrungen?
Welche Lüftung bietet sich für eine SWP an? Wir favorisieren eine denzentrale Lüftung aber macht die bei einer SWP überhaupt Sinn?

Eine andere Alternative die ich spannend finde, wäre eine AWP z.B. die NIBE 730 mit zentraler Abluft und dezentraler Zuluft. Ggf. könnte man diese durch Solar (Thermie und/oder PV) unterstützen, auch wenn dies sicher nur für die Übergangszeiten gut funktionieren würde.
In das Haus möchten wir außerdem einen Bio-Ethanol Kamin einbauen. Die Heizunterstützung wäre hierdurch zwar gering, aber für unser kleines Haus in Verbindung mit der Wärmepumpe könnte das im Winter vielleicht genügen.

Freue mich über eure Einschätzungen.

Beste Grüße

Björn
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Beitragvon GESBB » 01.04.2019 06:14 Uhr

Hallo,
b_quadrat hat geschrieben:...Auch wir haben lange die Sole-Wärmepumpe favorisiert u.a. weil ich gelesen habe das man über eine SWP bei entsprechendem Zusatzmodul ein Haus im Sommer auch kühlen kann.

Man kann auch mit LWP kühlen :wink:
b_quadrat hat geschrieben:Welche Lüftung bietet sich für eine SWP an?

Ich plane/dimensioniere Heizungsanlagen und insbesondere WP-Anlagen seit ~ 30 Jahren speziell für EFH/ZFH.
Wirtschaftlich lohnen sich, wegen des hohen Aufwands für die Quellenerschließung, SWP nur bei tatsächlichen Energiebedarfen > 18...20 MWh/a.
b_quadrat hat geschrieben:Wir favorisieren eine denzentrale Lüftung aber macht die bei einer SWP überhaupt Sinn?
Lüftung hat zunächst grundsätzlich nichts mit der Wärmeerzeugung für Heizung + WW-Bereitung zu tun.
Von dezentraler Lüftung rate ich dringend ab, sofern es sich nicht nur um einen Einzelraum handelt.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/lueftung/lueftung3.png
b_quadrat hat geschrieben:Eine andere Alternative die ich spannend finde, wäre eine AWP.....

AWP machen nur bei echten PH Sinn, KfW55 ist davon deutlich entfernt.
Ab KfW55 kann eine Kombi Hzg+WW+Lü sinvoll sein.
Als Gutachter habe ich häufig mit Problemen dieses Herstellers zu tun.
b_quadrat hat geschrieben: Ggf. könnte man diese durch Solar (Thermie und/oder PV) unterstützen,...

Bei WP als Wärmeerzeuger für Heizung u. WW, macht eine PVA als Ergänzung stets Sinn.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/solar/solar6.png
Solarthermie ist in EFH meist unwirtschaftlich.

VG

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