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djtom
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Beitragvon djtom » 25.02.2016 12:15 Uhr

Hallo zusammen,
wir (2 Personen-Haushalt) bewohnen ein Reihenhaus Bj.1993.
Seinerzeit wurde eine WP von Waterkotte installiert, die ausschließlich zum Heizen konzipiert wurde.
Es handelt sich um eine Sole-Wasser WP mit Erdkollektoren.

Die Brauchwassererwärmung erfolgt über Untertischgerät (Küche) und Durchlauferhitzer (Bad).

Ich mache mir jetzt schon Gedanken, wie lange die WP wohl noch funktioniert und was bei einem Austausch der WP zu berücksichtigen ist bzw. was für Überlegungen zum Tragen kommen könnten.
Hier fällt mir insbesondere die Möglichkeit ein, dann auch die Brauchwassererwärmung auf WP umzustellen, zumal ja auch nur diese WP förderfähig sind.
Ich frage mich aber folgendes:
- Lohnt sich der erhöhte Investitionsaufwand überhaupt?
Auch wenn ein Teil der Mehrkosten über Fördermittel abgedeckt würden? In dem Zusammenhang müsste eh geprüft werden, ob das überhaupt umgesetzt werden kann, weil die notwendigen Leitungen für Warmwasser ja gar nicht vorhanden sind.

- Wenn das alte System, also hier vor allem, die Erschließung der Wärmequelle über die Erdkollektoren, nur auf das Heizen ausgelegt war, könnte dies evtl. dann beim Umrüsten auf die neue WP inkl. Brauchwassererwärmung zu Störungen führen bzw. ineffizient sein?
Diese Sorge habe ich nämlich, wenn ich hier immer lese, dass die Gesamtkonzeption von erheblicher Bedeutung ist (und diese war ja seinerzeit, also 1993 nur aufs Heizen ausgelegt; da wird sich der damalige Fachmann ja offenbar auch Gedanken zu gemacht haben...)

Ich habe hier desöfteren Beiträge zu dem Thema gelesen, ob es Sinn mach, das Brauchwasser über WP mit zu erhitzen oder aber extern über Durchlauferhitzer (was natürlich auch erheblich vom individuellen Wasch-, Dusch-, Badeverhalten abhängig sein dürfte..) Gegenwärtig dürften wir geschätzt ca. 1.000 kWh an Strom für die Brauchwassererwärmung benötigen ( bei ca. 3.500 kWh Gesamtstromverbrauch )

Für Anregungen bin ich sehr dankbar!

Danke

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Beitragvon energieprojekt » 25.02.2016 12:43 Uhr

Hallo Tom ich versuche dir mal ein bisschen Hilfestellung zu geben.
Wenn du die Warmwasserbereitung auf zentral über die Erd-WP umrüstest werden die Kosten für's Warmwasser wohl bei einem Drittel liegen. Wenn du die Pumpe tauschst solltest du zusätzlich über Solarthermie nachdenken, hiermit kannst du die Verbrauchskosten nochmals senken.
Nun zum anderen Gesichtspunkt, falls die Versorgungsstellen weit entfernt sind hast du über ggf über eine Zirkulation höhere Verluste und damit Kosten. Dies ist aus der Entfernung schlecht zu beurteilen.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon djtom » 26.02.2016 07:36 Uhr

Hallo Udo,
besten Dank für die Infos...
Werde das alles mal sacken lassen...und dann mal sehen, was mir für Angebote unterbreitet werden.
Von der Solarthermie werde ich aber Abstand nehmen; auch wenn das ökologisch sinnvoll ist (hatte schon mal ein Häuschen mit Solarthermie und auch Photovoltaik), würde sich dadurch aber der ohnehin hohe Investitionsaufwand merklich erhöhen; bis sich das amortisiert hat, dauert`s ein paar Jährchen.
Ich frage mich ja eh immer, ob es Sinn macht, ständig Warmwasser bereitzuhalten, wenn es nur morgens und abends kurz gebraucht wird (Duschen).
Sähe vmtl. bei nem 6 Personen-Haushalt (wo auch gebadet wird) ganz anders aus...
Gruß
DJTOM
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Beitragvon Sparflamme » 26.02.2016 12:24 Uhr

djtom hat geschrieben:Hallo zusammen,

- Wenn das alte System, also hier vor allem, die Erschließung der Wärmequelle über die Erdkollektoren, nur auf das Heizen ausgelegt war, könnte dies evtl. dann beim Umrüsten auf die neue WP inkl. Brauchwassererwärmung zu Störungen führen bzw. ineffizient sein?
Diese Sorge habe ich nämlich, wenn ich hier immer lese, dass die Gesamtkonzeption von erheblicher Bedeutung ist (und diese war ja seinerzeit, also 1993 nur aufs Heizen ausgelegt; da wird sich der damalige Fachmann ja offenbar auch Gedanken zu gemacht haben...)



Exakt! Da sollte unbedingt im Vorfeld geklärt sein, welche Berechnungen hier zu Grunde gelegt wurden. Wenn die benötigte Wärmemenge größer wird, als die Wärmemenge die der Boden regenerieren kann, dann ist es sinnlos, darüber weiter nachzudenken.

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon WP Fan » 22.03.2016 22:45 Uhr

es kann sogar sein, das der vorhandene Erdkollektor zu klein für eine neue effizientere WP gleicher Heizleistung ist....ein höherer cop besagt nichts anderes, als das der Erdkollektor größer sein muß um mehr Kälteleistung erbringen zu können...

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