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AndiF
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Beitragvon AndiF » 24.12.2015 11:53 Uhr

Hallo Zusammen,

bin neu hier und werde mal wie gewünscht ein paar Erfarungen reinposten:

Mein Haus ist nun 3 Jahre alt.
Insgesamt 125qm und Kfw 70.
Massivbauweise ohne Wärmedämmung.

An der Wärepumpe hängt wie gewöhnlich die Fußbodenheizung dran. Mehr oder weniger mit Einzelraumregelung mittels Wand-Thermostaten (aus der Steinzeit mit Bimetall-Schalter).

Richtig Probleme hatte ich mit der Heizung eigentlich noch nie.
Am Anfang machte sie ein paar Zicken, was Fehlermeldungen betrifft.
Dies hat sich jedoch nach einen Technikerbesuch dann erledigt.

Im ersten Jahr hatte ich es allerdings schon mit sehr schwankenden Raumtemperaturen zu tun.
Mal war es zu viel, mal war es zu wenig, dann schwankte es wieder von Tag zu Tag um 1-2 Grad.
Grund war einerseits, dass der Elektriker die Temperaturrückführung in den Wand-Thermostaten nicht angeklemmt hat. Das wird scheinbar oft einfach weggelassen, was dann dazu führt, dass die Thermostate viel zu träge reagieren. Es dauert einfach viel zu lange, wenn der Thermostat auf Heizen schaltet, bis er wieder umschaltet und das Ventil der Fußbodenheizung schließt.
Als das richtig angeklemmt war, war das tägliche Schwanken der Temperaturen weg.

Zweiter Punkt war aber auch die generelle Einstellung der Heizung. Das war mehr oder weniger auf Standard eingestellt. Mein Heizungsmonteur gab zwischen den Zeilen auch ehrlich zu, das dass ein neues Thema für Ihn ist. Ich glaube aber auch das dass keine Seltenheit ist.
Wenn man so eine Heizung hat, kommt man einfach nicht drum herum, dass man sich selber mit der Einstellung befasst. Ich denke man muss sich einfach Zeit nehmen, ausprobieren und vor allem immer ein paar Tage warten, da die Auswirkungen ja nicht von einer auf die andere Minute zu spüren sind.

Korrigieren musste ich vor allem:
Bivalenzpunkt
(der kam runter auf -5, da darüber die Wärmepumpe noch genügend Leistung für 21,5 Grad Raumtemperatur hat)
Heizkurve (konnte ich jedes Jahr auch immer flacher einstellen. Momentan 0,32 Steigung, Raumsoll 20,8, Fusspunkt+Raumeinfluss=0, Anteil-Vorlauf 30%)
Pumpenzyklen
(waren bei mir auch zu hoch, Minimal 1 bei 18Grad, Maximal 144 bei 3Grad)
Warmwasssertemperatur
(hier wurde sehr viel Strom für 47 Grad Soll verbraten. Bei 45Grad verbraucht die Pumpe sehr viel weniger Strom.
Jedoch bin ich hier auch etwas enttäuscht, da wenn einer ausgiebig mit Seitenbrausen Duscht, oder Baded, der zweite evtl. schon kein heisses Wasser mehr bekommt.
Praktisch finde ich die Warmwasserzeiten. Hier habe ich eingestellt, dass die 45Grad nur zu Duschzeiten bereit stehen. Ansonsten auf 43 Grad)

Die Wartung, so wie sie in der Anleitung steht, mache ich jedes Jahr alleine. Da ist auch wirklich nix dabei.
Die Filter wechle ich auch alle 3 Monate aus, da sie dann sichtbar zu sind.

Alles in Allem bin ich mit der Heizung sehr zufrieden. Sie läuft nun schon 3 Jahre ohne Probleme und seit 2 Jahren auch vollkommen ohne Fehlermeldung.

Was ich aber im Laufe der Zeit gemerkt habe, dass Raumtemperaturen über 22 Grad nur schwer zu erreichen sind und wenn ja, dann nur mit viel mehr Stromkosten.

Auch das OG läßt sich schwerer Aufheizen als das EG. Hier ist immer ein Grad weniger. Das Bad kannse eh vergessen, weil da zu wenig Fläche das ist. Der Handtuchheizkörper im Bad wurde von mir vom Heizkreislauf getrennt (Thermostat zu) da der nur meine Rücklaufwerte verfälscht.
Und dass ich ihn den ganzen Tag mit der E-Patrone im Handtuchheizkörper mitlaufen lasse, ist mir auch zu blöd.

Nervig ist das kleine Display an der Heizung. Ich würde mir viel mehr Ist-Werte und Parameter gleichzeitig anzeigen lassen.
Eine Webschnittstelle nur zum Anzeigen wäre auch ein Traum, was glaube ich aber nicht möglich ist.

Vielleicht spiele ich mal mit der seriellen Schnittstelle der Anlage rum, was aber glaube ich nicht ganz ungefährlich ist, da man darüber auch Einstelungen verändern / verstelen kann.

So das wars.
Bin zwar kein Experte, aber hab mir mit dem Teil doch einige Erfahrungen angesammelt.
Bei Fragen dazu gerne melden.

Pfürt Euch
Der Andi

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Beitragvon kanarenfrost » 24.12.2015 15:02 Uhr

Wärmepumpen nebst deren Thermostate haben alle sehr ungenaue Ein-und Ausschaltzeiten.
Bei meiner Panasonic sind es fast 5 Grad.

mfg
frosti

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