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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
fritz194
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Beitragvon fritz194 » 18.11.2015 10:53 Uhr

Hallo !

Vielleicht interessiert das ja wen...
Habe neulich in einer thermisch sanierten 35qm Mini-Wohnung eine Junkers ZWN 18-7 vorgefunden.
Des weiteren gibts da nur einen HK mit 120x60 2DK und einen Bad-HK 150x50. Also in Summe werden da keine 3kW thermisch bezogen. Mal abgesehen wie wirtschaftlich so ein System ist - nehme mal an dass es hier viele Starts geben muss weil die abgenommene Leistung so gering ist.
Nach ein paar Jahren ist nun folgendes Problem aufgetreten: Lautes Krachen bei Thermenstart - entsprechendes Video des Besitzers zeigt auch dass scheinbar das Wasser im Wärmetauscher zu kochen beginnt (so das Geräusch) - dazu entsprechende Ausschläge am Manometer + Fehleranzeige zu hoher Vorlauftemperatur.
Habe das Wasser getauscht, Anlage neu befüllt um die Automatische Entlüftung zu testen - das scheint zu funktionieren. Eine richtige Lösung des Problems konnte aber nur durch Veränderung der Pumpenkennlinie vom original projektierten Konstantdruck(02) auf Proportionaldruck(04) gefunden werden. Offensichtlich kommt die Pumpenregelung mit dieser untypischen hydraulischen Installation nicht klar. Junkers empfiehlt für hydraulisch problematische Anlagen auch die Verwendung eines Überströmventils direkt an der Anlage.

Mal abgesehen von der Problematik - meiner Ansicht nach wäre so eine 1-Personen Mini-Wohnung am wirtschaftlichsten mit 2 elektrischen Infrarot-Panelen + elektronischem Durchlauferhitzer (7kW+) zu betreiben. Was meint ihr ?

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 18.11.2015 11:13 Uhr

Hallo Fritz, willkommen bei EP24.de.
Wenn Siedegeräusche auftreten kann dies mehrere Ursachen haben. Als erstes würde ich mal die Heizleistung des Gerätes auf das Minimum drosseln. Dann würde ich mal schauen was mit dem Heizungswasser los ist, falls hier ein hoher Kalkgehalt ist könnte dies zum verkalken des Wärmetauschers führen und damit eine schlechte Wärmeübertragung. Problematisch wird es natürlich wenn die eh geringe Abnahme noch durch die Thermostatventile gedrosselt wird, hier ggf ein Überströmventil einbauen das einen Mindestumlauf garantiert.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon fritz194 » 18.11.2015 11:52 Uhr

Die Heizleistung hab ich kontrolliert - die ist auf Minimum.
Das Heizwasser hat beim testweisen Ablassen geschäumt und moussiert - (Sauerstoffdiffusion?) deswegen hab ich mal präventiv das Wasser getauscht und neu entlüftet. Ventile sind abmontiert - bzw. hab ich auch das vorher sichergestellt.
Hab im Netz auch einen sehr ähnlichen Fall gefunden:

http://www.haustechnikdialog.de/forum/t ... und-kracht

Interessant allerdings dass das Phänomen wie auch in meinem Fall erst nach ein paar Jahren auftritt. Verschleiß bei der Pumpe war zumindest im obigen Fall (link) nicht das Problem - Tauschen von Pumpe und 3-Wegeventil hat nichts verändert. Eigenartig.
(eine programmierte Obsoleszenz bei Gasthermen ists hoffentlich nicht)
lg. Fritz
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Beitragvon energieprojekt » 18.11.2015 12:43 Uhr

nun damit sind ja dann schon einige Fehler erkannt bzw ausgeschlossen.
Der Tausch des Heizungswasser bringt da nicht viel, eher das Gegenteil
Im neuen Wasser ist wieder Sauerstoff gebunden der erst ausgasen muss und wieder Kalk. Dieser setzt sich dann auf dem Wärmetauscher ab und führt zu dem geschilderten Problem.
Vergleichbar ist dies mit einem Wasserkocher in dem sich Klak ablagert, erst dauert es immer länger bis das Wasser warm wird und am ende brennt der Heizstab durch.
Welchen Härtegrad habt ihr den in eurer Region ?
Da du deinen Wärmetauscher nicht mit Zitronensäure auskochen kannst (würde auch den Tauscher zerstören) rate ich dir hier zu weniger aggressiven Mitteln. Gerne kannst du dich desw bei mir melden(PN da ich keine Schleichwerbung mache)
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon fritz194 » 18.11.2015 13:23 Uhr

Hallo Udo,

Nix für ungut.
Bei der beschriebenen Anlage habe ich im Heizkreis weniger als 30l Wasser. Selbst bei härterem Wasser (bei mir sinds 18°dH) sind da keine zu behandelnden Kalkmengen enthalten.
In 30l Wasser sind bei mir somit 30*180mg = 5.4g CaO enthalten. Das sind ziemlich genau 2ccm Kalk pro Füllung.
Wenn ich die nun im Gesamten Heizsystem verteile - oder auch 2/3 im Wärmetauscher einbringen - sind das dennoch nur hauchdünne Schichten.
Diese Menge wird einmalig - pro Befüllung eingebracht - und lagert sich ab gewissen Temperaturen im Heizungssystem ab.

Natürlich muss man den Warmwasserseitigen Teil von Zeit zu Zeit entkalken - weil da ein dauerhafter Eintrag in Abhängigkeit der eingestellten Warmwassertemperatur stattfindet.
Das mach ich mit Zitronensäure, allerdings kalt und Umwältspumpe, 30min.

Von einer Kalkproblematik im Heizungskreis habe ich aber noch nie gehört. Vielleicht bei sehr großen Anlagen vorstellbar.

lg.

Fritz
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Beitragvon energieprojekt » 18.11.2015 14:37 Uhr

Hallo Fritz, mit deiner Annahme das dieses Kalkproblem nur bei ganz großen Anlagen zum tragen kommt liegst du etwas falsch. Richtig ist das es bei großen Anlagen immer schon Anforderungen an das Heizungswasser gab, diese sind in der VDI 2035 bis hin zur Speisewasserverordnung(bei Dampfanlagen) geregelt.
Die VDI ist aber aus gutem Grund geändert worden, gerade bei kleinen modernen Anlagen mit Alu-Wärmetauschern, niedrigen Vorlauftemperaturen und geringem Wasserinhalt kommt es zu großen Problemen.
Darüber könnte ich hier tagelang schreiben.
Zu deinem Fall, der Kalk verteilt sich nicht im System sondern setzt sich am heißesten Teil( und das ist der Wärmetauscher) ab.
Ich möchte hier auch nicht den Finger heben( bin kein Lehrer) sondern wollte dir nur meine Meinung schildern.
Dies mache ich hier Ehrenamtlich nur mit etwas über 35 Jahre Erfahrung.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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Beitragvon fritz194 » 18.11.2015 18:10 Uhr

Hallo Udo !

Danke für Deine Erklärungen.
Da hast Du sicher viel Erfahrung.
Eine Verkalkung würde das Phänomen natürlich erklären.
Nach VDI2035 Blatt 1, Tabelle 2 für Anlagen kleiner 50kW sollte die Härte 16,8 dH nicht überschreiten...
Danke.

lg.
Fritz
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Beitragvon energieprojekt » 18.11.2015 19:51 Uhr

Die Rohwasserhärte................
mein Tipp füll ein Reinigungsmittel ein und danach einen ph-Wert stabilisierenden Inhibator.
Anschließend hast du Ruhe
Gruß Udo

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