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Beitragvon Sparflamme » 28.11.2015 13:28 Uhr

NiSiWe8 hat geschrieben:Hallo Udo, prinzipiell hat eine Wärmepumpe Charme. Wir haben hier keinen Gasanschluss (wäre das Liebste gewesen) und Öl kam nicht in Frage. Hier liegt auch Fernwärme, aber nur auf den Bestandsgrundstücken. Der lokale Anbieter wollte 30.000,-€ NUR FÜR DEN ANSCHLUSS! Unser Haus soll ca. 60kWh/m^2*a verbrauchen. Das wären dann bei 260m^2 15.600kWh im Jahr und bei einem COP von 3.0 gesamt 5.200kWh, die ca. 1.000,-€ kosten. Das ist für ein Haus dieser Größe durchaus in Ordnung.


Ein wichtiger Punkt. Auch braucht kein Kamin erstellt werden und es entfällt die Lagerung gefährlicher Brennstoffe. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist auch ausgeschlossen. Für mich persönlich ein Aspekt: Deutschland verfügt weder über ausreichende GAs- noch Ölvorkommen. Ausser vielleicht durch die Fracking-Methode.

Eines bitte nicht vergessen: momentan ist der Ölpreis auf Tiefstniveau. Sobald der Preiskrieg beendet ist, sieht der Vergleich auch bei den Betriebskosten wieder ganz anders aus. Gaspreisentwicklung? War früher an den Ölpreis gekoppelt.

Und nochmal: der COP sagt wenig bis NICHTS über den Jahresverbrauch aus!! Das sind festgelegte Prüfwerte um die unterschiedlichen Geräte irgendwie vergleichbar zu machen.

NiSiWe8 hat geschrieben:Ein Hauptpoblem sehe ich übrigens bei dem Konzept, auch das Warmwasser über die Wärmepumpe zur Verfügung zu stellen. Aber das ist ein anderes Thema...


Ja völlig korrekt, so wie WPs überwiegend geplant und angeboten werden. Das ist jedoch leicht lösbar, Warmwasser während der Heizperiode zur Verfügung zu stellen ohne den Wirkungsgrad der WP einzuschränken. Wenn das der Installateur jedoch nicht wissen will, bekommt es der Kunde nicht.

Grüsse von der Sparflamme

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Beitragvon energieprojekt » 28.11.2015 16:31 Uhr

Sparflamme hat geschrieben:
NiSiWe8 hat geschrieben:Hallo Udo, prinzipiell hat eine Wärmepumpe Charme. Wir haben hier keinen Gasanschluss (wäre das Liebste gewesen) und Öl kam nicht in Frage. Hier liegt auch Fernwärme, aber nur auf den Bestandsgrundstücken. Der lokale Anbieter wollte 30.000,-€ NUR FÜR DEN ANSCHLUSS! Unser Haus soll ca. 60kWh/m^2*a verbrauchen. Das wären dann bei 260m^2 15.600kWh im Jahr und bei einem COP von 3.0 gesamt 5.200kWh, die ca. 1.000,-€ kosten. Das ist für ein Haus dieser Größe durchaus in Ordnung.


Ein wichtiger Punkt. Auch braucht kein Kamin erstellt werden und es entfällt die Lagerung gefährlicher Brennstoffe. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist auch ausgeschlossen. Für mich persönlich ein Aspekt: Deutschland verfügt weder über ausreichende GAs- noch Ölvorkommen. Ausser vielleicht durch die Fracking-Methode.
Tja grundsätzlich ist das richtig nur der Strom für die Pumpen kommt auch nicht aus dem nichts, das Märchen von der Umweltgerechten Erzeugung bleibt momentan noch eins....
Wenn ich jetzt Gas in ein (noch so modernes) Kraftwerk pumpe habe ich einen Wirkungsgrad von ca 50%, hinzu kommen Leitungsverlust die sich auf insgesamt 70-70% Gesamtverlust summieren Klasse wenn ich dann mit 30% der Primärenergie eine Maschine antreibe die bei niedrigen Außentemperaturen diesen "Reststrom" nur mit 1:1 und nicht 3:1 umsetzt.
Zum Thema gefährliche Lagerung, Öl im Keller ist allemal sicherer wie Atommüll bzw Atombrennstäbe


Eines bitte nicht vergessen: momentan ist der Ölpreis auf Tiefstniveau. Sobald der Preiskrieg beendet ist, sieht der Vergleich auch bei den Betriebskosten wieder ganz anders aus. Gaspreisentwicklung? War früher an den Ölpreis gekoppelt.
Das stimmt nur auch davon profitieren die großen 4 indem sie in längst abgeschriebenen Kraftwerken zur Zeit günstig Strom produzieren. Gibt einer der Stromanbieter den günstigen Gaspreis weiter ???

Und nochmal: der COP sagt wenig bis NICHTS über den Jahresverbrauch aus!! Das sind festgelegte Prüfwerte um die unterschiedlichen Geräte irgendwie vergleichbar zu machen.
Tendeniell schon wie ist es sonst zu erklären das die Pumpen mit einem niedrigen COP den höchsten Verbrauch haben ?
Ich meine reale Werte und keine Fantasiezahlen wie hier bei der Buderuskiste....


NiSiWe8 hat geschrieben:Ein Hauptpoblem sehe ich übrigens bei dem Konzept, auch das Warmwasser über die Wärmepumpe zur Verfügung zu stellen. Aber das ist ein anderes Thema...

wie soll die Warmwasserbereitung denn sonst geregelt werden ? dafür einen Gastherme mit hohem Wirkungsgrad oder kalt duschen, das wäre gut denn dann erfrieren die Legionellen

Ja völlig korrekt, so wie WPs überwiegend geplant und angeboten werden. Das ist jedoch leicht lösbar, Warmwasser während der Heizperiode zur Verfügung zu stellen ohne den Wirkungsgrad der WP einzuschränken. Wenn das der Installateur jedoch nicht wissen will, bekommt es der Kunde nicht.
Wieviele Hersteller nutzen zb das Heißgas, vielen ist dies zu Aufwendig. Also lieber einen bunten Prospekt drucken, die Verkäufer anständig schmieren damit sie ihren Dreck unter die Leute bringen.....

Grüsse von der Sparflamme


Gruß Udo
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Beitragvon Sparflamme » 29.11.2015 12:48 Uhr

Das Problem mit dem COP ist, daß alle Hersteller ihre Geräte auf diese 3 Prüfwerte optimieren. Prüfung jeweils 1 h zu den Werten, mit simulierten Abtauungen etc.
Das gilt nur für die einzelnen WPs, Systemprüfungen sind umfangreicher. Super wäre, wenn A-15° Prüfwert würde, dann würden manch einem die Augen aufgehen.

Nun verrate ich noch was. In der Buderus-Kiste steckt meines Wissens der Power Inverter von Mitsubishi. Ohne zu wissen ob das die Originalversion ist oder ob Buderus eine spezielle Variante erhält.
Im Prinzip keine schlechte WP, aber nur bedingt zum Heizen eines Wohnhauses in unseren Breitengraden. Preiswertes robustes Gerät zur Abwärmennutzung z.B.


Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon energieprojekt » 29.11.2015 13:11 Uhr

Nun die Mitsubishi, ist in der Tat nicht das schlechteste am Markt.
Aber warum geht ein Hersteller (oder sollte man besser sagen Baugruppenzusammensteller) wie Buderus, der ja in den letzten 100 Jahren einen guten Ruf hatte, her und wurschtelt einen solchen Murks zusammen.
Es gibt nur 2 Möglichkeiten Keine Ahnung oder Profitgier !
Kostendruck der Konkurrenz kann es nicht sein den es gibt div Anbieter allen Preisklassen.....
Selbst die wenigen Hersteller die vernünftige Systeme bauen und im Hochpreissegment verkaufen leben gut damit.
Es sind meist Nischenanbieter die dafür aber genau wissen was sie tun, wie zb Panarotto, Ratitherm oder ähnliche
Udo von www.energieprojekt.biz

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