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Erdgasheizungen, Gas-Brennwertsysteme, Heizölheizungen, Tanks
pitcare
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Beitragvon pitcare » 16.10.2015 19:19 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche Hilfe bezüglich eines Angebotes für unsere Ölheizung.
Wir sind etwas unsicher ob das Angebot dem Marktüblichen Preisen entspricht. Wir haben ein 2 Familienhaus und sollen eine neue Brennwert Heizung der Marke Junkers erhalten mit 160 Liter Warmwassserspeicher, Schornsteinsanierung, und verlegung von neuen rohren im Keller für die Warmwasserversorgung, Abbau der alten Anlage insgesamt ca. 9300 Euro. Die Preise im Angebot für die Installation sind für mich ok, allerdings die Heizung an sich allein soll 6600 Euro kosten, im Internet ist die gleiche Heizung bereits für 4600 Euro zu haben. Das ein Installateur keine Discount Preise anbieten kann ist mir schon klar, aber 2000 Euro mehr erscheint mir doch sehr viel. Vielleicht habe ich etwas übersehen? Ich bin gespannt auf Eure Antworten, und danke bereits im vorraus dafür.

Grüße
Pit

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Beitragvon energieprojekt » 17.10.2015 14:02 Uhr

Hallo Pitcare willkommen bei EP24.de
Marktübliche Preise sind so eine Sache Angebot und Nachfrage regeln den Preis und momentan sind die meisten Handwerker sehr gut aus gelastet so das sie auch mal einen Euro mehr verlangen können und nicht auf Dumpingpreise einsteigen müsse.
Mit der Heizung allein meist du dann wohl den Kessel, Anschlußgarnitur, Abgasanlage usw.
Das Problem für den Heizungsbauer ist folgendes er muss für die Anlage Gewährleistung übernehmen und nach neuester Rechtsprechung soll er dann für einen Zeitraum für 5 Jahre auch noch die Garantieleistungen kostenfrei übernehmen.....
Dann hat der Heizungsbauer ein Lager, kauft sich schweineteure Werkzeuge (welche auch noch permanent überprüft werden müssen) hat ein Büro und Angestellte, übernimmt den Transport.
Dies alles fließt in die Preisfindung ein.
Vorab muss er noch eine Heizlastberechnung machen um das richtige Gerät auswählen zu können.
Sollte er dies nicht können beauftragt er Unternehmen wie meins damit und zahlt dann dafür auch mal schnell zwischen 250 und x1000 Euro.
Der Internethändler hat es einfacher, er kauft und verkauft die Logistik ist überschaubar und Gewährleistung hat er keine...
Er konzentriert sich ausschließlich auf Masse, der Kunde sagt was er für ein Gerät haben möchte, egal ob es passt oder nicht.
Die miesen Endkunden lassen sich vorher vom Heizungsbauer über ein Angebot noch ausrechnen welches Gerät passend ist.
Normalerweise dürfte kein Heizungsbauer der Welt diese "Internetgeräte" einbauen denn er übernimmt die Gewährleistung für eben diesen Händler.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon pitcare » 17.10.2015 15:10 Uhr

Hallo Udo,

herzlichen Dank für Deine Darlegung, die bei mir auf offene Ohren stößt. Ich habe mich sehr verunsichern lassen, so sind wir Menschen leider, wird man einmal über den Tisch gezogen, denkt man alle anderen wollen einen auch über den Tisch ziehen.
Ich habe überhaupt gar kein Problem damit wenn ein Handwerker der gute Arbeit leistet sein Geld verdient, aber mir ist natürlich schon aufgefallen das die gleiche Anlage im Internet viel günstiger zu haben ist. Die von Dir genannten Hintergründe sieht man dann erstmal natürlich nicht.

Viele Grüße
Pit
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Beitragvon energieprojekt » 17.10.2015 17:18 Uhr

Hallo Pit ich hatte 25 Jahre einen Montagebetrieb deswegen kenne ich die Probleme nur zu gut. Es gab auch früher Großhändler die an Endkunden direkt verkauft haben aber seit Internet mit Ebay und Co ist es sehr schlimm geworden.
Ich wünsche dir viel Glück mit deiner Heizung, mfg Udo
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Beitragvon moderne.heizung » 03.01.2016 12:45 Uhr

Hallo,

wie Udo beschrieben hat, ist ein Preisvergleich Internet vs Fachbetrieb ein Vergleich Äpfel mit Birnen. Der Installateur bietet einen Komplett- bzw. Gesamtpreis nach einem Ortstermin an, berücksichtigt also auch die ggf. erschwerten Installationsbedingungen und die genaue Abstimmung der Schnittstelle – Neuanlage mit der vorhandenen Installation.
Man könnte jetzt noch eine Diskussion aufmachen, warum nicht evtl. auch in eine Gas-Brennwertanlage zu investieren, wenn die Möglichkeit für einen Anschluss besteht, statt bei Öl zu bleiben. Abgesehen davon das ERDGAS weniger Kohlendioxid und Ruß ausstoßen als ÖL, gibt es noch weitere Argumente, wie der Wegfall der Tanks.
Egal ob Öl oder Gas, die beschriebene Umrüstung wird durch die KfW gefördert. Abgesehen von einem Zuschuss oder auch zinsgünstigen Kredit, wäre die Beratung durch einen unabhängigen Energieberater im konkreten Fall von Vorteil. Zum einen kann der dafür sorgen, dass alle erforderlichen Leistungen angeboten werden, damit die im Idealfall 2- 3 verschiedenen Angebote vergleichbar sind.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
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Beitragvon jobas2 » 19.03.2016 13:03 Uhr

Im Lager des Herstellers anrufen, und nach Auslaufmodellen und Überproduktionen fragen. (Heute per E-Mail)

50-70% Rabatt möglich auch für den Fachbetrieb, gegenüber den fest Preisen des Großhandels.

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Beitragvon jobas2 » 19.03.2016 18:50 Uhr

Ist seit Jahrzehnten gang und gebe, der Endverbraucher profitiert aber meistens nur davon wenn sein SHKler auch ehrlich ist!
Ist man ehrlich wird man aber auch nicht Reicher!

Zwei fast neue Ölheizungen sind bei mir schon wieder ausser Betrieb, UVP 6000€ für 2000€ vom Hersteller Viessmann direkt aus den Lagern bekommen.

Für 500€ setz ich wahrscheinlich eine bei Ebay rein, die andere bekommt Schwiegermutter ihre Brötje ist By78, verbraucht aber viel weniger als ein neues Brennwertgerät.
Die alte Steuerung Witterungsführung ist schon lange kaputt das moderne Hirn mit Raumführung machts, und nicht die Brennwerttechnik.
Der Volle Tank reicht nun für 5Jahre, früher nur für zwei.

Selbst heize ich nun alles CO² neutral mit Hirn.
Verbrauch hat sich halbiert, Komforteinbusen gab es keine, eher nur zugewinne.
Energetisch Sanierungsmassnahmen wurden keine durchgeführt.
Die Schimmelprobleme welche durch veraltete Witterungsführungen Heizkurven entstanden sind, sind ebenfalls verschwunden.

Heizkurven und Hydraulischer Abgleich sind nur etwas für Studierte die absolut nichts von der Materie verstehen.

Aber Obacht, viele SHKler nutzen diesen Spruch auch um ihren großen Murks zu rechtfertigen, der eigentlich gar nicht funktionieren kann.

Eine gute Grundlage war es aber einmal, obwohl man beide später nicht mehr benutzt, die Energie wird direkt restlos ohne Puffer dort verbraucht wo sie auch benötigt wird.

Der Trick dabei ist das der Wärmeerzeuger dabei nicht mehr taktet, und viele Stunden mit voller Leistung durchläuft.
3-4Starts reichen am Tag statt 50-100.
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Beitragvon jobas2 » 22.03.2016 19:15 Uhr

E=mc² wussten schon die Neandertaler, Römer und die Griechen.
Je schwerer der Hammer, und um so schneller er ist desto tiefer geht der Nagel rein und das Mammut ist Tot.
Die Weltformel nur bei Studierten.

In dem Gehirn eines Verwandten werden Studierte die nächsten 5000Jahre nichts finden.
Sind sie die Neandertaler?
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Beitragvon jobas2 » 24.03.2016 21:07 Uhr

Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun, und Intelligenz nichts mit Bildung, das zeigt heute auch Stern TV.

Seit Tausenden Jahren nur Einbildung.
Die größten Errungenschaften der Menschheit waren schon immer Zufälle.
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Beitragvon energieprojekt » 25.03.2016 12:02 Uhr

Hallo Jobas, ich wende mich hier mal direkt an dich und versuche zu deinen 3 Mail etwas zu schreiben.
Fangen wir mit Punkt 1 an, Viessmann
Dieser Hersteller hat sich für den 2 stufigen Vertriebsweg entschieden und verkauft von daher nicht an den Endkunden direkt.
Ich möchte auch nicht wissen was ein Kunde sagt wenn man ihm anbietet ein Vorläufermodell zu kaufen. Ich für meinen Fall lehne es zb ab 5 Jahre alte Reifen bei einem Händler zu kaufen auch wenn diese per Definition "neu" sind.
Kommen wir nun zu den Folgen die ein Direktkauf haben würde, der Handwerker der das Material verbaut muß die Gewährleistung übernehmen (so krank dürfte eigentlich keiner sein)
Zum anderen was passiert wenn von dem günstigen "Vorgängermodell" die Ersatzteilversorgung eingestellt wird ????
(diese Fälle kannst du hier zu Hauf nachlesen).
Der leichteste Weg ist natürlich der über Ebay verticken (dann keine Gewährleistung) allerdings erschliesst sich mir die Logik nicht einen Artikel den für für 30%des empf. VK gekauft hast dann für 25% deines Kaufpreises weiter zu veräußern ?????
Mein Tipp spar dir diese Arbeit und überweise mir die 1500€ direkt (Scherzmodus aus).
Der nächste Punkt, das Gerät welches du bei der Schwiegermutter einbauen möchtest du schreibst einerseits das Gerät aus '78 würde weniger verbrauchen als ein modernes Brennwertgerät und trotzdem hält das Öl im Tank jetzt 2 1/2 mal so lange ??????
Ohne Kommentar!
Witterungsgeführte Regelung ist heute Vorschrift, wie möchtest du ermitteln das das Brennwertgerät mehr Öl braucht und durch deine Raumregelung es dir gelingt dies dann doch zu einem größeren Spareffekt zu ändern ?
Ja natürlich in letzer Konsequenz heizt du CO2-neutral denn die Bäume aus denen in Jahrmillionen Öl entstand haben seinerzeit nur soviel CO2 aufgenommen wie du heute vebrennst (lassen wir mal das für die Förderung und Aufbereitung unberücksichtigt)...

Schimmel entsteht nicht durch Heizkurven oder witterungsgeführte Regelungen schonmal garnicht wenn diese Regelorgane, wie du schreibst, defekt sind.

Heizkurven und hydraulischer Abgleich hat nichts mit einem Studium zu tun sondern sind die Umsetzung von Physik.
Aber vielleicht verstehe ich etwas davon weil ich nicht studiert habe ???
Die letzen beiden Sätze der ersten Mail möchte ich nur in soweit kommentieren das ein Schichtspeicher sehr wohl Sinn macht und eben das takten des Wärmerzeugers verhindert.....

Nochmals Viessmann bemüht keinen Großhandel als Zwischenhändler von daher gibt es auch keine 50-70 % auf einen Großhandelspreis !!!!

Hier einen Bezug von einer neuen Ölheizung zu Griechen, Römern oder Neandertalern herzustellen spare ich mir.
Gruß und schönes Osterfest Udo von www.energieprojekt.biz

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