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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
FloBan
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Beitragvon FloBan » 14.10.2015 07:04 Uhr

Guten morgen zusammen,

Es geht um ein 2-Familienhaus, Bj. 1990, momentane Wohnfläche ca. 240m2. Heizung: Ölzentralheizung mit WW-Aufbereitung, momentane Leistung 23kW. Verbrauch ca. 2.500l
Im nächsten Jahr sind aufgrund der Gebäudesubsstanz sollen im nächsten Jahr einige Verbesserungen vorgenommen werden, wie neue Fenster, WDVS, kompletter Rückbau der Dachgeschosswohnung und Dämmung der Stb-Decke über EG. Durch unseren 2-Personenhaushalt ist es einfach nicht wirtschaftlich die obere Wohnung mit zu beheizen. Ausserdem ist diese sehr Sanierungsbedürftig. Daher die Entscheidung die Wohnfläche zu minimieren. Das Gebäude ist nicht unterkellert.
Aussen am Gebäude ist der Heizungsraum angebaut. Grundfläche ca. 3,20 x 3,20m.
Durch die energetischen Maßnahmen sollte ja ebenso die neue Heizung dem Energiebedarf angepasst werden. Nur was nehmen?
Durch die Gegebenheiten und die Gebäudeausrichtung (Süddachfläche vorhanden) haben wir uns überlegt bei Öl zu bleiben. Evtl. mit einer Solarthermie als Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Die momentanen 2 x 2000l Tanks gegen platzsparende 2 x 1500l stehend zu tauschen um Platz für die zusätzliche Technik zu bekommen, oder eine Brauchwasserwärmepumpen.
Jedoch liest man öfter das diese Kombispeicher wohl nicht so toll sein sollen. Ein Gasanschluss ist in unserem Ort nicht vorhanden.
Für ein Pelletlager finde ich den Raum auch zu klein.

Was meint ihr? Habt ihr evtl. andere Vorschläge, was man vielleicht ins Auge fassen sollte?

Mit freundlichen Grüßen Florian

moderne.heizung
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Beitragvon moderne.heizung » 24.12.2015 00:20 Uhr

Hallo FloBan,

der Beitrag hört sich so an, als ob das Objekt, obwohl erst von 1990, in einem sehr schlechten Zustand ist! Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wenn ich eine Nutzungsdauer von einem EFH/ZFH von 60 Jahren anschaue. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, das DG nicht mehr als Wohnraum, sondern wie bei Euch, ohne Keller, als „Ersatzkeller“ zu nutzen. Dennoch sind hierbei einige Dinge zu beachten. Das erscheint grundsätzlich aber ersteinmal nur die zweitbeste Lösung. Was wäre denn, das DG als zweite Wohnung zu nutzen und zu vermieten? Wäre eine Grundrissänderung um eine innere Erschließung zu ermöglichen oder eine außenliegendes Treppenhaus aus Stahl oder Holz denkbar? In dem ich Wohnraum „vernichte“, verliert meine Immobilie deutlich an Wert!
Wie groß ist das EG, rund 130 – 140 qm? Wie sieht der Treppensituation aus, innenliegendes Treppenhaus oder separate Erschließung? Haus als EFH oder ZFH genehmigt und ausgelegt?
Vielleicht sollte man auf den Heizungsraum verzichten (und als keller nutzen, wenn die obere Wohnung vermietet wird), eine Gas-Brennwertanlage als Therme im Haus etablieren, die man im Flur oder einem Abstellraum positioniert, wenn das mit dem Schornstein klappt! Solarthermie, ja gerne, dann aber wie von Dir erwähnt richtig, mit WW Bereitung und Heizungsunterstützung, heißt mindestens 14 qm. Dann würde wegen Platz evtl. doch der Heizungsraum wieder ins Rennen kommen (wobei, bei deutlich reduzierten Platzbedarf mit Therme und eine Speicher, und somit auch als Kellerersatzraum nutzbar). Die Maßnahme wäre förderfähig, wenn die bestehende Anlage nicht bereits eine Brennwertanlage ist. KfW 151 oder 430.

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
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Beitragvon energieprojekt » 24.12.2015 12:14 Uhr

Hallo Florian, willkommen bei EP24.de du kannst sicher sein das dir hier eine Menge User Input geben und dir so bei deiner Entscheidung Ansätze geben können. Eins sollte dir aber im Vorfeld klar sein um eine vernünftige Planung wirst du nicht umhin kommen. Aber zu deinem "Lastenheft"
-Rückbau der Dachgeschoßwohnung, hierunter verstehe ich jetzt im ersten Ansatz das du nur die Räume "umnutzen möchtest und nicht das Dachgeschoß abtragen wirst. Diese Lösung hätte den Vorteil das wenn mal eine neue Situation eintritt du diesen Wohnraum wieder aktivieren könntest. Das einzige was du da berücksichtigen musst, Für den Fall der Fälle sollten Leitungen vorhanden sein. Dies könnte man ggf in einer Abstellkammer in der darunter liegenden Wohnung vorsehen.
-Dämmung in diesem Fall ist es gut nur die oberste Geschoßdecke zu belegen.
Zum WDVS habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis es gibt ein paar Punkte zu beachten
1) ökologischer Gesichtspunkt der Dämmung, hier scheidet meines Erachtens Styropor aus.
2) Einspareffekt durch Dämmung, lies dich da mal ein und hole dir auf jeden Fall einen Profi ins Haus nicht dem Maler um die Ecke oder den Internet-Billiganbietern glauben.
3) In Verbindung mit deinen neuen Fenstern wirst du unter Umständen Schwierigkeiten mit der Raumluft bekommen. Wenn du dann auf eine Lüftungsanlage zurück greifen musst ist die Einsparung wohl direkt dahin.
Hier gilt oft weniger ist mehr!!
Jetzt mal zum eigentlichen Anliegen deiner neuen Heizung.
Öl ist kurzfristig gesehen vielleicht noch die preiswerteste Lösung allerdings auf die Lebensdauer der Anlage von 15-20 Jahren gesehen sicherlich nicht.
Ich persönlich finde die Idee mit dem außen angebauten Heizraum gut, es ermöglicht dir nämlich große Pufferspeicher ein zubinden die für dein Vorhaben unumgänglich sein werden.
Solarthermie auf jeden Fall über die Größe lässt sich trefflich streiten aber geh mal grob davon aus 11-20% der Wohnfläche an Kollektor sollte es schon sein mit dem entsprechend großem Puffervolumen von 60-100 l/m² Kollektorfläche.
Als Sekundärheizung (denn primär sollte Solar sein) bieten sich verschiedene Varianten an.
Ölbrennwert> preiswert im Invest,negativ Verschwendung von Öl, Kostensituation unübersichtlich und stark schwankend
Pellet> vom Invest her höher, dafür vom Brennstoff her sehr Preisstabil und es besteht die Möglichkeit hier Kraftwärmekopplung zu nutzen !
wassergeführter Kaminofen ist in beiden Fällen machbar und auch nachrüstbar.
Man kann problemlos mit unkonventionellen Lösungen bequem leben. In meinem Haus aus den späten 1800tern heize ich über 200 m² nur mit Solar und wassergeführtem Kachelofen. Die Energiekosten belaufen sich auf gute 300€/a.
Die oben geschilderten Maßnahmen sind alle in verschiedenen Varianten förderfähig, ist aber immer im Einzelfall zu betrachten

Bei Fragen einfach fragen, Gruß
Udo von www.enegieprojekt.biz
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Beitragvon kanarenfrost » 24.12.2015 14:55 Uhr

Auch im Westerwald wären mindestens ca. ¾. der Jahreszeit mit einer Luft-Luftwärmepumpe heizbar.

mfg
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Beitragvon energieprojekt » 24.12.2015 15:19 Uhr

Hallo Frosti, ja aber eben nur 3/4. Im Winter bei -15°C über 1-2 Wochen wird es unwirtschaftlich. Und günstiger ist es garantiert nicht. Gruß Udo
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Beitragvon kanarenfrost » 28.12.2015 11:12 Uhr

Richtig,
aber er spricht auch von Heizunterstützung seiner Brennwerttherme.
mfg
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