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EnergieQuelle
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Beitragvon EnergieQuelle » 13.10.2015 09:04 Uhr

Hallo liebes Forum,

meine Frau und ich planen den Bau eines EFH max.160qm auf einem 540qm großen Grundstück. Das Bauvorhaben soll nach KfW70-Standard realisiert werden. Das Haus wird ohne Keller errichtet, soll in beiden Geschossen Fussbodenheizung erhalten. Die eine Giebelseite (45 Grad) zeigt Richtung Norden, die andere Richtung Süden. 3-fach Verglasung.


Das Vorhaben soll in Münster realisiert werden.

Bis dato haben wir zwei Festpreisangebote vorliegen. Diese beiden Bauunternehmen empfehlen uns jeweils Wärmepumpen (einmal Luft-Wasser-Wärmepumpe, der andere Sole-Wasser-Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung).

Wir möchten bei unserem Vorhaben versuchen auf fossile Brennstoffe zu verzichten, sind aber auch von einer sinnvollen Nutzung von Gasbrennwert + Solarthermie nicht abgeneigt. Letztendlich entscheidet aber wie so häufig das Portemonnaie.

Da die Tiefenbohrung schon sehr kostenintensiv ist, habe ich mich über Flächenkollektoren schlau gemacht und bin von dieser Methode eigentlich sehr angetan. Ich bräuchte aktuell eine Einschätzung was für uns sinnvoller ist und eine in etwa Kostenaufstellung. (Förderung der jeweiligen Technik, Einsparung durch Wartung, teilweise nicht benötigt Anschlüsse, etc)

- Was ist von diesen Flächenkollektoren insgesamt zu halten?
- Wie Effizient arbeitet diese Technologie ?
- Was für JAZ/COP-Werte sind zu erzielen ?
- Wie tief müsste ich die Kollektoren verlegen ? Wieviele Kreise wären sinnvoll auf welcher qm-Fläche? (1,20m - 1,50m)
- Welcher Untergrund wäre von Vorteil und wie oder wer kann sowas einschätzen?
- Was darf ich auf die Kollektorfläche pflanzen bzw. drauf stellen (Planschbecken, Gartenhäuschen, etc.?)
- direkt hinter dem Grundstück ist ein riesiges Regenrückhaltebecken installiert. Erschwert oder verbessert das das Wärmepumpenvorhaben ?
- Wie sind die Erfahrungen mit Direktverdampfer-Technologie (Langlebigkeit, Anfälligkeit, Wartungsaufwand)?
- Gibt es Experten in Münster oder Umgebung, ebei denen man sich beraten lassen kann ?
- Ist eine KWL empfhelenswert ? Wenn ja, was kostet sowas ? Kann ich das Haus darauf vorbreiten und evtl nachrüsten ?

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.

Wir benötigen eine ehrliche Beurteilung, da unser Budget begrenzt ist!


Zum Anschluss sei gesagt, dass ich auf jeden Fall noch eine Heizlast-Berechnung durch einen Bekannten machen lassen werde. Von daher bitte ich nur um eine grobe Einschätzung und nicht eine die auf Zahlen beruht. Es ist mir klar, dass Zahlen unabdingbar sind (zwecks Dimensionierung der Anlage ?)

Vielen Dank

Tobias

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Beitragvon energieprojekt » 13.10.2015 13:25 Uhr

Hallo Tobias, deiner Frau und dir ein herzliches Willkommen bei EP24, hier wird dir bestimmt geholfen.
schön mal jemanden zu haben der sich schon im Vorfeld einige Gedanken gemacht hat das macht alles etwas leichter.....
Aber zu deinem Projekt.
Du schreibst das du auf Fossile Brennstoffe verzichten möchtest, dies ist sehr lobenswert allerdings in unserer Region sehr schwer umsetzbar und wenn dann nur mir enormen Kostenaufwand. Dies wird umso aufwändiger je höher die "KfW-Zahl" ist. Die beiden Angebote mit deiner Wärmepumpe bedeuten das du nicht auf fossile Brennstoffe verzichtest den der Strom wird immer noch aus solchen erzeugt und dies mit einer Anlage die einen irrsinnig schlechten Wirkungsgrad hat ! Die Aussage Wärmepumpenstrom rein regenerativ erzeugt ist momentan und auch in naher Zukunft noch ein Ammenmärchen.
Der Einsatz von Solarthermie ist sehr gut möglich bedarf aber einer guten Planung auch hier wirst du allerdings auf ein Backupsystem bzw auf einen sekundären Wärmeerzeuger zurück greifen müssen.
Ich mache solche und ähnliche Planungen täglich und das seit fast 20 Jahren. Gerne bin ich bereit dich/ euch bei eurem Vorhaben zu unterstützen, melde dich einfach. Einen Bauträger der dies umsetzen kann könnte ich dir auch nennen.
Mit sonnigem Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon moderne.heizung » 11.01.2016 10:34 Uhr

Hallo Ihr Beiden,

bevor ist zu den Möglichkeiten einer Wärmeversorgung komme, sollte nochmal die Ausgangsbasis geklärt werden, bevor sich diese ändert. Du schreibst, dass Ihr ein KfW 70 Haus bauen wollt. Zum Zeitpunkt der Fragestellung noch möglich, hat sich das Thema leider zwischenzeitlich erledigt. Heißt, will man einen Neubau mit Mitteln der KfW realisieren, so werden „nur“ noch KfW 55 Häuser gefördert, jetzt jedoch mit 100.000 € je Wohnhaus (statt bisher 50.000 €). Habt Ihr inzwischen evtl. umgeschwenkt auf KfW 55 oder realisiert Ihr ein Objekt ohne Förderung und „nur“ nach ENEV?
Gibt es bereits einen ENEV Nachweis oder Heizlastberechnung und ggf. ein Budget „Heizung“?
Ansonsten hat Udo bereits einige Hinweise geliefert.

Beste Grüße, Erik von moderne.heiziung

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Beitragvon kanarenfrost » 11.01.2016 17:28 Uhr

Udo und Eric haben vollkommen Recht,
in deutschen Landen ist mit einer Luft-Luftwärmepumpe keine preiswerte und komfortable Raumtemperatur von ca. 24/25 Grad zu erreichen.
Ich lebe auf den Kanaren, in optimalem Wärmepumpengebiet (Tieftemperaturen immer über plus 5 Grad) Habe von Gasbrennwert 28KW Buderus auf 12KW Panasonic umgerüstet und merke schon jetzt bei den ersten kühlen Tagen mit +12 Grad, wie schwer die Wärmepumpe die dafür erforderliche +47 Grad Vorlauf ohne den Heizstab erreicht.
Bei Minusgraden kommt man meiner Ansicht nach ohne Tiefenbohrungen am preiswertesten mit Gasbrennwert oder Öl, denn mit Luft Wärmepumpen an Frosttagen mit Heizstabeinsatz spart man nichts ein.
mfg
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Beitragvon Sparflamme » 13.01.2016 10:45 Uhr

kanarenfrost hat geschrieben: Habe von Gasbrennwert 28KW Buderus auf 12KW Panasonic umgerüstet


Oh, und wie kommt diese riesen Differenz zustande? Sicher, dass die LW-WP auch in diesem Fall ausreichend dimensioniert wurde?

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon kanarenfrost » 13.01.2016 16:14 Uhr

Ja lieber Sparflamme,
habe entdeckt, dass die Heizgerätangaben bei Kombiheizungen immer addierten Wertangaben haben. Meine Brennwert 28KW Lunamax U=14-28 T60 verfügt nämlich nur über eine ca. 14 KW-Kesselheizung und über einen ca. 14 KW Brauchwasserbereiter.
Die Angaben sind immer addiert, das wird demnach bei allen Kombiheizungen aller Firmen der Fall sein.
Ich wurde von Bosch Madrid aufgeklärt die mir als Nachfolgemodell die gleichwertige“ „Buderus Logatherm WPL-25 A Luft/Wasser Wärmepumpe“ zu ca. 5.500,- angeboten hatten.
mfg
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Beitragvon Sparflamme » 14.01.2016 20:23 Uhr

Sehr merkwürdig, also die WPL-25 A LW-WP hat 24,5 kW Heizleistung. Und kostet hier sowas bei 15.000,-- Euro, mal so auf die Schnelle gegoogelt.

Nun kenn ich dieses Gerät nicht, und dass man bei Wärmepumpen irgendwas verdoppelt, ist nicht richtig. Vermutlich ist Deine 11 kW viel zu klein und macht daher Probleme.

Ich kanns nur wieder und wieder runter beten, ohne saubere Heizlastbereichnung incl. WW-Bereitung im Vorfeld bringt keine Wärmepumpe gute Ergebnisse. Und: die besten Wärmepumpenanlagen gibts beim Kälteanlagenbauer :wink:

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon kanarenfrost » 15.01.2016 10:46 Uhr

@Sparflamme bitte nicht weiter so sparsam denken.
Ich sagte, dass die Wertangeben bei den Kombi-Brennwertheizungen doppelt zählen.
Also Heizkreis und Brauchwasser addieren.
mfg
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Beitragvon Sparflamme » 17.01.2016 12:05 Uhr

Kanaranvogel: Ich hab Verständnis, dass Dir der Humor derzeit abhanden gekommen ist, wenn Deine WP bei + 12 Grad schon gurgelt :D
Was Du sagtest, ist mir nicht bekannt, was Du schriebst, s.o.
Durchhalten, das wird wieder :P

Vielleicht trägst Du mal was zur Sache bei und schreibst Tobias, wie er KfW 70 in 55 und besser umplanen kann anstatt nur zu behaupten, was nicht geht.

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon energieprojekt » 17.01.2016 12:47 Uhr

Hallo Sparflamme hallo Kanarenfrost, eure Antworten gleiten etwas von der Frage ab aber mal nur soviel.
-In Spanien sind völlig andere Voraussetzungen nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen
- bei einer Wärmepumpe zählen keine Wertangaben doppelt. Es gibt vielleicht unterschiedliche Angaben für Warmwasserbereitung und Heizbetrieb (wie es bei Gasthermen auch üblich und möglich war und ist, hier laufen sie im Brauchwassermodus auf Vollast und im Heizbetrieb auf einen eingestellten Wert).
Also wenn es schon schwierig für deine Pumpe ist 47° VL zu erreichen wird es bei 0-5°C recht spannend und teuer
Außerdem verstehe ich nicht wieso du bei den "milden" Außentemperaturen schon 47°C Vorlauf brauchst. Bei mir aktuell -3°C und 35°C VL
24/25°C Raumtemperatur halte ich für völlig ungesund und nicht nötig, wenn du überlegst das ein Grad RT-Erhöhung 6% mehr Energieeinsatz bedeutet, sind es in deinem Falle fast 30% !
Dies muß im Vorfeld bei der Auslegung der Wärmeverteilung und Heizquelle berücksichtigt werden.
Ein einfache "Umrechnen" von KfW 70 auf 55 ist nicht machbar es werden bauliche Veränderungen nötig. Es wird sich keiner darauf einlassen nur Zahlen zu schönen.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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