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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Tecki
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Beitragvon Tecki » 10.08.2015 16:30 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe mich nun schon etwas länger versucht in das Thema einzulesen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass jeder so seine persönliche Meinung zu dem Thema hat.

Ich möchte nächstes Jahr ein KFW 70 Haus bauen. Geplant ist die Heizung und die Warmwasserzubereitung mit einer Luftwärmepumpe zu betreiben und mein ursprünglicher Favorit war eine bedarfsgerechte Photovoltaikanalage zusätzlich auf mein Hausdach zu montieren.

Mit bedarfsgerecht meine ich, dass die Anlage dem Verbrauch meines Hauses angepasst und somit nicht überdimensioniert ist, da ich diese zum Eigenverbrauch nutzen möchte. Die Einspeisung lohnt sich ja mittlerweile nicht mehr wirklich aufgrund der niedrigen Vergütung.

Nun hat mir mein Architekt allerdings mitgeteilt, dass ich zur Realisierung des KFW 70 Standard eine Solaranlage zur Warmwasserzubereitung mit aufs Dach montieren muss, ansonten würde ich den Wert für ein KFW 70 Haus nicht erreichen.

Nach meiner Meinung (aus Laiensicht) macht dies für mich aber nicht viel Sinn, denn:

Die Luftwärmepumpe arbeitet doch gerade in der wärmeren Zeit am effektivsten. Wozu soll ich denn genau dazu noch eine Solaranlage (Anschaffungspreis liegt ja auch bei um die 2000 - 3000 €) mit aufs Dach montieren.

Somit könnte ich doch logischerweise das Geld für die Solaranlange wie geplant besser in die Photovoltaikanlage stecken. Diese reduziert meine Stromkosten durch den Eigenverbrauch. Klar wird der Ertrag der Anlage im Winter geringer, wenn auch die Luftwärmepumpe schlechter arbeitet und dementsprechend die Stromkosten steigen.

Allerdings möchte ich weiterhin einen Kamin in meinem Haus installieren, welcher in unserem Wohn-esszimmer mit offener Küche steht und im ersten Stock einen Auslass in den Flur bekommen soll.

Dementsprechend muss die Wärmepumpe im Winter nicht soviel heizen und würde theoretisch (wenn dann mal Kinder da sind) nur in den Kinderzimmern zum tragen kommen, da wir unser Schlafzimmer meist auch recht kühl haben.


Bei meinem geplanten Haus handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit ca. insgesamt 150 m² Wohn- und Nutzfläche. Zusätzlich dazu kommt noch die Garage, welche natürlich nicht beheizt ist. Die Wärmepumpe wollte ich gerne in der Garage aufstellen, dementsprechend ist der Luftansauger auch in der Ecke von meinem Grundstück und der "Lärm" sollte auszuhalten sein.

Als Angebot habe ich mir letzte Woche von einem örtlichen Heizungsbauer die Marken Striebel Eltron, Junckers und Rotex angbieten lassen.


Solltet ihr Ideen und Vorschläge zu meinen Ausführungen haben würde ich mich freuen von diesen zu hören!

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Beitragvon gergendv » 10.08.2015 16:38 Uhr

Das Problem mit KfW 70 hast Du OHNE SOLARTHERMIE schnell gelöst: anstatt einer Luft-WP nimmst Du eine Erdwärmepumpe (mit Flachkollektoren) dann hast Du einen höheren Wirkungsgrad, geringere jährliche Verbrauchskosten und kannst ohne Problem die bafa-Förderung für Neubauten von € 4500 (incl. WW-Bereitung) kassieren!
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Beitragvon Tecki » 10.08.2015 17:57 Uhr

Da hatte ich auch schon drüber nachgedacht, allerdings dürfte der Platz dafür nicht reichen. Das Grundstück hat zwar 530 m^2 allerdings der hintere Gartenbereich beläuft sich auf ca 230 m^2.

Der Rest ist an den übrigen Seiten vom Haus + das Haus mit Garage.

Falls ich nicht falsch informiert bin benötige ich bei 150m^2 Wohn/Nutzfläche bis zu 300 m^2 für die Wärmepumpe.
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Beitragvon Vito » 10.08.2015 18:36 Uhr

Wieso lässt du nicht einmal einen Fachmann vorbei kommen, der dich genau berät. Die wissen ja auch immer gute Tricks...
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Beitragvon gergendv » 10.08.2015 18:44 Uhr

da ja vollkommen unbekannt ist welche Heizlast abzudecken ist kann auch niemand sagen welche A-Fläche benötigt wird. Aus der Erfahrung heraus kann man aber davon ausgehen, dass Du bei 150 qm Wohnfläche einen Heizwärmebedarf von ca. 5 bis 6 kW hast.
Das würde bei einer Direktverdampfer-Erdwärmepumpe bedeuten, daß Du zwischen 150 bis 180 qm Gartenfläche benötigst. Dann muss aber auch bekannt sein WO Du baust.
Schau doch mal hier rein: www.gergen-geothermie.de oder www.pro-dx.de
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Beitragvon Tecki » 12.08.2015 18:33 Uhr

danke schonmal für eure Ideen, mein Heizungsbauer berechnet mir bis zum Wochenende ob eine Erdwärmepumpe bei mir möglich ist.

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Beitragvon energieprojekt » 13.08.2015 09:22 Uhr

Tecki hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich habe mich nun schon etwas länger versucht in das Thema einzulesen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass jeder so seine persönliche Meinung zu dem Thema hat.
Hallo Tecki, willkommen hier bei EP 24 ich denke du wirst hier etwas Input bekommen. Sei froh das hier jeder seine eigene Meinung hat und diese auch kundtun darf. Stell dir vor du würdest in einem Land leben in dem nur vorgefertigte Meinungen geäußert werden dürften. Die hier genannten Meinungen werden zum Großteil auf eigenen Erfahrungen zurück zu führen sein

Ich möchte nächstes Jahr ein KFW 70 Haus bauen. Geplant ist die Heizung und die Warmwasserzubereitung mit einer Luftwärmepumpe zu betreiben und mein ursprünglicher Favorit war eine bedarfsgerechte Photovoltaikanalage zusätzlich auf mein Hausdach zu montieren
Mit bedarfsgerecht meine ich, dass die Anlage dem Verbrauch meines Hauses angepasst und somit nicht überdimensioniert ist, da ich diese zum Eigenverbrauch nutzen möchte. Die Einspeisung lohnt sich ja mittlerweile nicht mehr wirklich aufgrund der niedrigen Vergütung..
Nun um eine bedarfsgerechte Photovoltaikanlage zu planen mußt du den Bedarf genau kennen ansonsten ist sie zu groß oder zu klein. Es stellt sich aber ein grundsätzliches Problem im Sommer wirst du tendenziell wenig Strom verbrauchen da keine Heizung lange Helligkeit durch Sonne im Winter sieht es genau anders aus, nur hast du dann das Problem das weniger Sonne scheint. Also eine bedarfsgerechte PV-Anlage wäre dann eine die variabel ist und vor allem nach dem Lastverlauf im Hause ausgelegt wurde (den du noch nicht kennen kannst) Alles andere ist Kaffeesatzleserei oder mit Hilfe der berühmten Glaskugel. Mit einem Wort Erfahrungswerte


Nun hat mir mein Architekt allerdings mitgeteilt, dass ich zur Realisierung des KFW 70 Standard eine Solaranlage zur Warmwasserzubereitung mit aufs Dach montieren muss, ansonten würde ich den Wert für ein KFW 70 Haus nicht erreichen.
Das ist Mumpitz !!!! du kannst KFW70 ohne Solarthermie erreichen. Ich machen momentan über 20 Planungen im Jahr wo dies hervorragend funktioniert

Nach meiner Meinung (aus Laiensicht) macht dies für mich aber nicht viel Sinn, denn:

Die Luftwärmepumpe arbeitet doch gerade in der wärmeren Zeit am effektivsten. Wozu soll ich denn genau dazu noch eine Solaranlage (Anschaffungspreis liegt ja auch bei um die 2000 - 3000 €) mit aufs Dach montieren.
Da gebe ich dir recht, eine thermische Solaranlage zur Brauchwasserbereitung rechnet sich nicht oder erst nach 25-40 Jahren. Wenn du eine thermische Solaranlage baust dann eine Heizungsunterstützende !

Somit könnte ich doch logischerweise das Geld für die Solaranlange wie geplant besser in die Photovoltaikanlage stecken. Diese reduziert meine Stromkosten durch den Eigenverbrauch. Klar wird der Ertrag der Anlage im Winter geringer, wenn auch die Luftwärmepumpe schlechter arbeitet und dementsprechend die Stromkosten steigen.
Für diese 2-3000 e wirst du keine ausreichend große PV-Anlage bekommen, rechne hier mal mit 1800-2400 €/Kwp. Bei der Stromeinsparung bist du wieder bei der richtigen Dimensionierung der Anlage aber du hast recht im Winter ist der Ertrag geringer (tendenziell gegen null !) Falls du nun noch eine Wärmepumpe einbaust die auch nachts läuft hast du völlig mit Zitronen gehandelt, die Strassenlaterne bringt deine PV-Anlage nicht auf Höchstleistung.

Allerdings möchte ich weiterhin einen Kamin in meinem Haus installieren, welcher in unserem Wohn-esszimmer mit offener Küche steht und im ersten Stock einen Auslass in den Flur bekommen soll.
Dementsprechend muss die Wärmepumpe im Winter nicht soviel heizen und würde theoretisch (wenn dann mal Kinder da sind) nur in den Kinderzimmern zum tragen kommen, da wir unser Schlafzimmer meist auch recht kühl haben.
Bedenke bei dem Kamin das er "gefüttert" werden muß also jemand daheim ist, ansonsten eine gute Idee.


Bei meinem geplanten Haus handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit ca. insgesamt 150 m² Wohn- und Nutzfläche. Zusätzlich dazu kommt noch die Garage, welche natürlich nicht beheizt ist. Die Wärmepumpe wollte ich gerne in der Garage aufstellen, dementsprechend ist der Luftansauger auch in der Ecke von meinem Grundstück und der "Lärm" sollte auszuhalten sein.

Als Angebot habe ich mir letzte Woche von einem örtlichen Heizungsbauer die Marken Striebel Eltron, Junckers und Rotex angbieten lassen.
Wenn du die Angebote vorliegen hast nimm mal eine Zettel schreib die Kosten für die gesamte Heiztechnik (ohne Wärmeverteilung) also Wärmepumpe, Kamin, Kaminofen, PV-Anlage, Wartungs- und Versicherungskosten sowie Schornsteinfeger zusammen. Dann gehst du her und schaust was die die KWh Heizenergie kostet. Dies vergleiche mal mit einem preiswerteren Heizsystem, zb einer Gasbrennwertlösung, du wirst sehen das du die evtl günstigere KWh bei der Wärmepumpe (wenn sie das dann ist) mit immensen Anschaffungskosten kompensierst welche sich nie rechnen !
Solltest du bei der Gegenüberstellung Probleme haben helfe ich dir gerne dabei, es ist mein täglich Brot.
Gruß Udo von energieprojekt.biz



Solltet ihr Ideen und Vorschläge zu meinen Ausführungen haben würde ich mich freuen von diesen zu hören!

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon gergendv » 13.08.2015 09:55 Uhr

Hallo Tecki.
Der Heizungsbauer wird Dir Deine Heizlastberechnung machen - er wird aber nicht entscheiden ob Erdwärme geht oder nicht; das entscheidest DU.
Erdwärmenutzung geht - fast - immer (entweder als Flachkollektor oderr als Erdwärmesonden)

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